ACCM Fabian Joos

Miese Qualität neuer Originalersatzteile

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ACCM Fabian Joos

Hallo.

Ich hatte jüngst von einem Teilehändler einen neuen linken Originalblinker 95 667 956 für den X1 Xantia gekauft - für 43€

Dieser wurde auch prompt geliefert und er war originalverpackt und versiegelt, ein Originalteil von AXO.

Die Qualität war allerdings alles andere als das was man von einem Originalersatzteil erwarten sollte!

ich habe zum Vergleich einen Blinker für die rechte Seite aus altem Lagerbestand (NOS), den ich günstig erwerben konnte und dieser ist dagegen tadellos.

Das frisch von PSA gelieferte Neuteil wies unsaubere, überquollene Klebestellen auf an denen auch noch Fäden hingen.

Im innern flogen sogar Klebstoffreste frei umher!

Auch die Kunststoffqualität war im Vergleich deutlich schlechter, heller und ungleichmäßig gefärbt.

Wäre nicht AXO 19.86 auf dem Glas eingeprägt gewesen, ich hätte gedacht dass der Blinker von Aftermarket-Produzenten wie TYC stammt und eben keine Erstausrüsterware sei.

Wie auch immer. Reklamiert, zurückgesandt und vom Teilehändler persönlich begutachtet. Dieser bestätigte mir die miese Qualität auf Aftermarketniveau und bestellte noch ein Exemplar bei PSA.

Nach seinen Angaben wies dieser dann zwar keine Einschlüsse im Innern auf, war aber ähnlich schlecht verarbeitet!

Er hatte denn auch prompt den Betrag erstattet, statt mir den 2. Blinker zuzuschicken.

 

Nun fragt man sich: Was ist bei PSA los, dass man mittlerweile schlechte Ware zum hohen Preis erhält?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

LG

Fabian

bearbeitet von ACCM Fabian Joos
Ergänzung

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kroack

Tja so ist das i.....

Ich bin gespannt ob die Querlenkerlager Citroen besser sind als die Delphizubehördinger. ( Muß ich noch vergleichsweise einbauen )

Bei den Traggelenken ist zumindest links ein Citroen und rechts ein Nachbau drinn ( dies war schon hinüber ) da merkt man den Unterschied noch

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Ronald

Das ist eigentlich ganz einfach.

Die Blinker wurden bis 2001 in "Großserie" gefertigt an Citroen geliefert und eingebaut. Da gab es Kontrollen bei Fertigung, Warenausgang, Wareneingang und Montage.

Nun nach mittlerweile fast 20 Jahren bestellt der Ersatzteildienst beim ursprünglichen Lieferanten (falls der noch existiert) 1 x Jahr 100 Blinker. Dort werden die Werkzeuge (Spritzguss, Verschweißung, Beschichtung, Kleben) aus der hintersten Ecke des Lagers (Lagerplatz für Verschrottungsanträge)  hervorgeholt und mit den noch vorhandenen aber nicht mehr verwendbaren Unterlagen/ Einstellparametern ( Lochstreifen, Disketten) auf anderen moderneren Maschinen ohne die Fachleute von früher, weil die sind auch nicht mehr da, gefertigt. Das Erstmuster/ Rückstellmuster zum Vergleich der Lieferqualität wurde vor 5 Jahren , weil das QS-Lager aus allen "Nähten platzt" entsorgt.

Nicht ohne Grund gibt es für Ersatzteile eine 10 Jahres Beschränkung.

Ronald

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CIEHT-DROËN

Grundsätzlich ist doch fraglich, warum denn mittlerweile generell nur noch schlechtere Qualität verfügbar ist. Auch bei neueren Autos. Oft nur noch billig Plastik, dass nichts hält, statt ein Mal Ordentlich. 

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TorstenX1

Weil der Neuwagenkäufer das Auto in der Regel gar nicht kauft, sondern least oder finanziert, und wieder los ist bevor der ganze Schrott zusammenbricht. Qualität interessiert nicht, dafür muß der Plasteklumpen unterhaltsam sein ("Infotainment").

Auch bei den Ersatzteilen ist der Käufer letztlich schuld, auch hier ist in der Regel nur Billig gefragt. Mannigfach im Forum nachzulesen, 2 tolle Koppelstangen für 10 Euro, Hurra !

bearbeitet von TorstenX1
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GuenniTCT

Wenn die Mehrheit der Kunden auf Qualität achten und diese über den Preis stellen würden, wären diverse Anbieter längst vom Markt verschwunden. Bei den Fahrzeugherstellern sieht es aber nicht anders aus. Preis geht über Qualität. 

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bluedog
vor 9 Stunden schrieb GuenniTCT:

Preis geht über Qualität. 

Ehrlicher kann mans nicht mehr sagen. Die Preise bei Cit sind nicht für ihre Höhenflüge berüchtigt.

Vermutlich führen aber solche Diskussionen dazu dass man zum Wein-Modus übergeht, weil das Produkt im Zweifel nach dem Preis beurteilt wird statt umgekehrt. Wie anders ist zu erklären, dass man Preis und Qualität in direkte Beziehung setzt.

So kann man es natürlich auch machen. Dann darf man demnächst dreimal mehr für die gleiche miese Qualität zahlen!

Was das Kaufen nach Preis angeht: Da bekannt ist, dass Ersatzteile bei allen Autoherstellern in der Regel massiv überteuert verkauft werden, darfs auch ein Bruchteil davon sein, ohne dass die Qualität mies sein muss. Um aber zu merken, was Ersatzteile taugen, muss mans eben ausprobieren. Wenn sie dann nicht gut sind, haben sie wenigstens nicht drei bis fünf mal soviel gekostet, wie sie wert sind, wie beim Original, das ja auch nicht unbedingt besser ist.

Wenn man schon Versuchskaninchen spielen muss, dann für möglichst kleine Preise. Meine Meinung.

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Ronald
vor einer Stunde schrieb bluedog:

Wein-Modus übergeht, weil das Produkt im Zweifel nach dem Preis beurteilt wird statt umgekehrt.

Es wurden 2017 1,3 Mrd Flaschen Wein für 3,1 Mrd verkauft.  (< 2,40 €/ Flasche)

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Ronald

 

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Manson

Wein - wieder eine Statistik an der ich nicht teilnehmen darf.

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bluedog
vor 7 Stunden schrieb Ronald:

Es wurden 2017 1,3 Mrd Flaschen Wein für 3,1 Mrd verkauft.  (< 2,40 €/ Flasche)

large_text.PNG.4c20f6b14a9aaee8e65af692916df071.PNG

Ronald

 

Und wenn einer ne Falsche Wein verschenkt, kost die dann trotzdem ein Mehrfaches davon, wenn man sich nicht blamieren will, weil man einfach davon ausgeht, teurer müsse besser sein. Blindproben zeigen regelmässig, dass diese Annahme fehl geht, aber der Mechanismus spielt trotzdem.

Wenn nun bei Autoteilen auch gilt, dass nur Platinbedampfte Preise gut sein können, kann man sich demnächst das Autofahren erst recht nur noch mit Zweitjob leisten.

Das mein ich mit Weinmodus, dass man sich, mangels Wissen und anderer objektiver Kriterien nachm Preis richtet.

Gilt natürlich nicht für Kochwein, oder die Tetrapackware für den Eigenbedarf des Gewohnheitstrinker, sondern eben für die, die gutes wollen, sich aber nicht auskennen. Gleiche Ausgangslage also, wie bei Autoteilen für den Selberschrauber, der sich auf ein oder wenige Modelle beschränkt und nicht den Vergleich unter Dutzenden und hunderten von Fahrzeugen ziehen kann, weil er im Wesentlichen selber seinen Brumbrum bezahlbar und dennoch sicher auf der Strasse halten will.

Das muss er überhaupt erst selber machen, weil er sonst im Zweifel originalteile, die nochmal teurer aber nur selten besser sind, löhnen muss und dann gleich den Job kündigen könnte, weil Auto unbezahlbar, aber notwendig, um zur Arbeit zu kommen.

Und dann ist das ja auch noch eine Branche mit sehr hohem Anteil an Betrug. Wenn auf der Rechnung keine Teile stehen, die nicht eingebaut wurden, hat man schonmal Glück gehabt. Wenn die dann auch noch das sind, was auf der Rechnung steht, und nicht einfach was billigeres zum Originalteile-Preis, hat man gleich nochmal Glück gehabt. Von unnötigen Tauschaktionen mal ganz abgesehen...

Ne Menge Gründe, warum man auf die Idee kommen kann, sich über Teilequellen auch dann Gedanken zu machen, wenn man nicht von der Schrauberei lebt, sondern mehr mit oder dank ihr...

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TurboC.T.
vor 21 Stunden schrieb TorstenX1:

Auch bei den Ersatzteilen ist der Käufer letztlich schuld, auch hier ist in der Regel nur Billig gefragt. Mannigfach im Forum nachzulesen, 2 tolle Koppelstangen für 10 Euro, Hurra !

Muss ich mich angesprochen fühlen, weil ich kürzlich meine guten Erfahrungen mit so einem Angebot kundgetan habe?

Was ist daran per se verwerflich? Es wird schlechtere Ware für über 20 Euro/Stück verkauft (offline, bevor Einwände kommen), wie ich schon feststellen durfte. 
 

Die Autobranche hat eine gewaltige Gewinnspanne. Was wird die Herstellung so einer Koppelstange (und alles weitere, bis sie auf der Ladentheke liegt) an Kosten verursachen? Ein paar Cent? Ein paar Euro? Da lässt sich schon was am Endpreis drehen, je nachdem, ob man Tophersteller ist oder ein kleines Licht...

(BTW: Ich habe schon mal ein paar Einkaufspreise der OEMs für Stoßdämpfer erfahren dürfen. Erschreckend niedrig.)

Anderweitig angebotene Billigteile werden wohl nicht der Grund sein, dass Citroen Originalteile (zum Originalteilepreis!) mangelhafter Qualität verkauft. Eher die Tatsache, dass ihnen die alten Kisten am Allerwertesten vorbeigehen. Das sieht man viel mehr noch an der lückenhaften Ersatzteilversorgung und den aufgerufenen Mondpreisen.

Ich sage nur: Krümmermuttern, die allen Ernstes für mehr als 10 Euro/Stück angeboten werden.

Das geht auch anders.

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junkerjakob

ich habe heute im Netz zwei gebrauchte original-Außenspiegel gekauft und die (billigeren) Nachbauten (verm. aus China) eben nicht genommen, da ich vermutete, dass für 16,20 Euro/Stück inkl. Versand die gar nicht passen bzw. funktionieren können. Da werden Sachen über den großen Teich geschippert, die bereits beim ersten Montageversuch zerbröseln und somit sogar die Frachtdienstleistung in Frage stellen. Man hätte die doch auch gleich in China wegwerfen können.

Es ist in der Tat schlimm geworden mit den Ersatzteilen.

bearbeitet von junkerjakob
Rechtschriebung
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TorstenX1
vor einer Stunde schrieb TurboC.T.:

Muss ich mich angesprochen fühlen, weil ich kürzlich meine guten Erfahrungen mit so einem Angebot kundgetan habe?

Zwar nicht unbedingt persönlich, im Prinzip aber schon.
Du hast Glück gehabt, normalerweise endet sowas eher wie bei mir einmal, die Koppelstange war nach ein paar hundert Km glatt auseinandergerissen und der Activa ging vorne zu Boden.
Und wenn jetzt einige andere deinem Tipp folgen und beim gleichen Anbieter ihre Koppelstangen kaufen, ist beileibe nicht gesagt, daß sie gleiche Ware erhalten wie du. Ich kaufe zb gerne TRW-Querlenkerlager , und habe eines Tages festgestellt, daß die identisch sind mit denen von Ruville - die zuletzt von Ruville bezogenen Lager waren allerdings plötzlich ganz anders, zumindest optisch wie die Meyle-Lager, die es reihenweise auseinanderreißt. Damit ist Ruville für mich bei Querlenkerlagern gestorben.
 

vor einer Stunde schrieb TurboC.T.:

Die Autobranche hat eine gewaltige Gewinnspanne. Was wird die Herstellung so einer Koppelstange (und alles weitere, bis sie auf der Ladentheke liegt) an Kosten verursachen? Ein paar Cent? Ein paar Euro? Da lässt sich schon was am Endpreis drehen, je nachdem, ob man Tophersteller ist oder ein kleines Licht..

Die Händler versuchen immer, billig zu kaufen, da geht es um jeden Cent in der Produktion - ganz egal, wie groß der Unterschied zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis ist. Und da der Endverbraucher ebenso genau auf den Preis schaut, kann man ihn als Händler auch nicht beliebig gestalten. Bei Ebay und anderswo geht es auch um jeden Cent, bei welchem Händler gekauft wird. Und am Endpreis drehen läßt sich schon deswegen nicht, weil Leute wie ich, die nicht mal alle paar Jahre bestimmte Sachen kaufen, sondern ständig, als Kunde sofort weg sind, wenn einmal die Qualität nicht mehr zum Preis paßt.

Die Anbieter minderwertiger Billigteile leben in erster Linie vom Verkauf an Endverbraucher, die über Ebay und andere Onlinehändler kaufen und selbst einbauen und mangels Sachkenntnis schlecht wählen. Ein KFZ-Betrieb oder ein Händler mit Ladenlokal wird es sich kaum leisten wollen, daß ein Kunde alle paar Wochen wiederkommt weil das Billigteil schon wieder defekt ist.

bearbeitet von TorstenX1

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Steinkul

In Düsseldorf bietet die PSA-Zentrale für manche nicht mehr lieferbaren Teile auch Nachbauten an. Das ist vielleicht der bessere Weg.

Bei uns vor Ort ging ich immer zu einem Autoteilehändler, bei dem waren z.B. Koppelstangen von gleichen Anbietern teurer als im Netz.

Mein Eindruck war, dass seine Kunden und auch ich seinen Bezugsquellen mehr vertrauen schenkten. Leider hat er seinen Laden wegen seines

Ruhestands geschlossen.

Seinen Sohn sehe ich ab und zu im Stadtgetümmel, irgendwann spreche ich ihn auf die "Quellen" seines Vaters an.

Wo es möglich ist, bevorzuge ich auch gute Gebrauchtteile.

bearbeitet von Steinkul

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GuenniTCT

Ein hoher Preis garantiert erst einmal genau nichts. Aus meiner Erfahrung ist die Chance aber deutlich höher, keinen Schrott zu bekommen, wenn man nicht das billigste Teil kauft. Manche Hersteller haben z.B. durch den Erfahrungsaustausch hier im Forum (oder auch auf anderen Plattformen) einen gewissen Ruf. Wer die dann noch kauft, ist selber schuld. Viele Firmen produzieren gar nicht selber, sondern sind reine Handelsunternehmen, die immer da einkaufen, wo die Ware gerade günstig zu bekommen ist. Das heisst aber auch, dass es durchaus sein kann, dass man unter dem gleichen Namen völlig andere Teile bekommt (siehe Torstens Beitrag). Alles in allem eine verworrene Situation mit den Teilen.

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ACCM Fred

Geben wir das doch alles mal an unsere Politiker im EU-Parlament weiter :).

Vielleicht gibt es dann ja eine neue Vorschrift und jedes Teil bekommt einen Code, so daß man ganz einfach  detailliert den Hersteller erkennen kann, wie bei den Lebensmitteln.:D   Unter der Überschrift  "Eindeutige Hersteller-Erkenung".

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Ronald
vor 9 Stunden schrieb ACCM Fred:

Geben wir das doch alles mal an unsere Politiker im EU-Parlament weiter :).

Vielleicht gibt es dann ja eine neue Vorschrift und jedes Teil bekommt einen Code, so daß man ganz einfach  detailliert den Hersteller erkennen kann, wie bei den Lebensmitteln.:D   Unter der Überschrift  "Eindeutige Hersteller-Erkenung".

Gibt es bereits, leider nicht bei PSA, aber bei Opel und natürlich bei VW. ( Norm VW 10500, Das ist aber in der einfachen Version nicht fälschungssicher )

Ronald

bearbeitet von Ronald

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ben.sch
Am ‎22‎.‎09‎.‎2018 um 14:31 schrieb ACCM Fabian Joos:

Hallo.

Ich hatte jüngst von einem Teilehändler einen neuen linken Originalblinker 95 667 956 für den X1 Xantia gekauft - für 43€

Dieser wurde auch prompt geliefert und er war originalverpackt und versiegelt, ein Originalteil von AXO.

Die Qualität war allerdings alles andere als das was man von einem Originalersatzteil erwarten sollte!

ich habe zum Vergleich einen Blinker für die rechte Seite aus altem Lagerbestand (NOS), den ich günstig erwerben konnte und dieser ist dagegen tadellos.

Das frisch von PSA gelieferte Neuteil wies unsaubere, überquollene Klebestellen auf an denen auch noch Fäden hingen.

Im innern flogen sogar Klebstoffreste frei umher!

Auch die Kunststoffqualität war im Vergleich deutlich schlechter, heller und ungleichmäßig gefärbt.

Wäre nicht AXO 19.86 auf dem Glas eingeprägt gewesen, ich hätte gedacht dass der Blinker von Aftermarket-Produzenten wie TYC stammt und eben keine Erstausrüsterware sei.

Wie auch immer. Reklamiert, zurückgesandt und vom Teilehändler persönlich begutachtet. Dieser bestätigte mir die miese Qualität auf Aftermarketniveau und bestellte noch ein Exemplar bei PSA.

Nach seinen Angaben wies dieser dann zwar keine Einschlüsse im Innern auf, war aber ähnlich schlecht verarbeitet!

Er hatte denn auch prompt den Betrag erstattet, statt mir den 2. Blinker zuzuschicken.

 

Nun fragt man sich: Was ist bei PSA los, dass man mittlerweile schlechte Ware zum hohen Preis erhält?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

LG

Fabian

es gibt auch Plagiate mit originaloptik, die günstig im WWW vertickt werden... könnte China-ware gewesen sein?!

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St.Eve

Okay, du hast jetzt einen schlecht gefertigten Blinker gehabt, beziehungsweise zwei, und warum der so schlecht ist, hat Ronald ziemlich punktgenau erklärt. Aber die Frage, "was bei PSA los sei", verstehe ich in dem Zusammenhang nicht, weil PSA mit dem Teil nichts zutun hat. Nicht mehr. Du kannst nicht erwarten, das jedes Teil von den Zulieferen jedes Mal nachkontrolliert, dann würde der Blinker 93 statt 43 Euro kosten. Dass das Teil ohnehin wesentlich weniger wert ist, ist absolut klar, dazu komme ich gleich.

Letzlich muss man sich aber vor Augen halten, dass der Großteil an Ersatzteilen, die man bei PSA verkaufen kann, im absolut erträglichen Rahmen sind! Natürlich sind die verglichen mit Aftermarketteilen teurer, aber das hat häufig auch seine Gründe, die in der Qualität zu finden sind - nicht grundsätzlich aber oft. Das kommt auch auf den Zulieferer / Aftermarkethersteller an.

Und wem PSA Teile - jetzt mal völlig egal, ob OE oder Aftermarket - zu teuer sind, darf sich mal ein deutsches Premiumauto kaufen. Muss nicht neu sein, so nen Benz Sportcoupe von 2001 reicht. Selbst eine einfache Wartung ist da - verglichen mit PSA-Ersatzteilen - eine finanzielle Hinrichtung. Selbst der olle Luftfilter, der vom gleichen Hersteller, aus dem gleichen Material und selbst fast noch fast gleiche Form wie der von diversen Peugeot/Citroën hat, kostet für diesen Benz 30 Euro, und für die PSA 4 Euro. Und das Teil ist bis auf wenige Millimeter Länge absolut baugleich, ich konnte den PSA-Filter problemlos in dem Benz montieren. Da fällt einem alles aus dem Gesicht.

 

Also - ja, klar, ist es berechtigt, schlecht gefertigte Ware zu reklamieren. Klar hast du Recht damit, dass das nicht sein sollte. Die Gründe von diesem Umstand sind aber nachvollziehbar, und wie ich finde auch immernoch im finanziellem Rahmen.

Und für deinen Blinker, 95 667 956, gibt es auch ein Teil von "DEPO", was ich qualitativ in Ordnung finde und beim Großhändler ungefähr 12,35 Euro plus ungefähr 2,35 Euro Mehrwertsteuer kostet, also für ungefähr 14,70 Euro zu haben ist.

Beste Grüße

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MatthiasM

Ein Freund hat mich mal aufgeklaert, wie es zu den hohen Ersatzteilpreisen kommt. Er arbeitet in der informellen Bildverarbeitung.

Fuer jedes System was sie verkaufen muessen sie fuer 10 Jahre ausreichend Ersatzteile vorhalten. Nach 10 Jahren werden 90% davon weg geworfen (sofern ein weiterer Bedarf nicht abesehbar ist). Das Problem ist, dass man nicht weis welche 10% man brauchen wird.

Das ist in der Automobilbranche sicher etwas anderes, weil man den Bedarf etwas besser abschaetzen kann, aber prinzipiell ist das Problem gleich. Uebliche Verschleissteile sind sicher besser abzuschaetzen, aber auch dort gibt es sicherlich eine Mischkalkulation. Damit man bei exotischen Ersatzteilen nicht exorbitant hohe Preis bezahlt, wird das ueber die Gaengigen querfinanziert. Und bei nachgefertigten Teilen ist man sicher froh diese ueberhaupt noch von den Lieferanten zu bekommen, mit der Problematik die schonRonald geschildert hat.

Die Aftermarketprodukte haben es leichter, dort wird nur gefertigt was sich gut verkauft und wenn sie alle ist, sind sie alle.

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jozzo_
vor 1 Stunde schrieb MatthiasM:

Ein Freund hat mich mal aufgeklaert, wie es zu den hohen Ersatzteilpreisen kommt. Er arbeitet in der informellen Bildverarbeitung.

Fuer jedes System was sie verkaufen muessen sie fuer 10 Jahre ausreichend Ersatzteile vorhalten. Nach 10 Jahren werden 90% davon weg geworfen (sofern ein weiterer Bedarf nicht abesehbar ist). Das Problem ist, dass man nicht weis welche 10% man brauchen wird.

Das ist in der Automobilbranche sicher etwas anderes, weil man den Bedarf etwas besser abschaetzen kann, aber prinzipiell ist das Problem gleich. Uebliche Verschleissteile sind sicher besser abzuschaetzen, aber auch dort gibt es sicherlich eine Mischkalkulation. Damit man bei exotischen Ersatzteilen nicht exorbitant hohe Preis bezahlt, wird das ueber die Gaengigen querfinanziert. Und bei nachgefertigten Teilen ist man sicher froh diese ueberhaupt noch von den Lieferanten zu bekommen, mit der Problematik die schonRonald geschildert hat.

Die Aftermarketprodukte haben es leichter, dort wird nur gefertigt was sich gut verkauft und wenn sie alle ist, sind sie alle.

Das kann so nicht stimmen.

Niemand produziert den Vorrat für 10 Jahre im Voraus und stellt erst nach 10 Jahren fest was gebraucht wurde und was nicht.

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MatthiasM
vor 2 Stunden schrieb jozzo_:

Das kann so nicht stimmen.

Niemand produziert den Vorrat für 10 Jahre im Voraus und stellt erst nach 10 Jahren fest was gebraucht wurde und was nicht.

Na, dann produziere doch heute mal eine 8Jahre alte Schnittstellenkarte;) (die mal 15 Euro gekostet hat). Im Automobilen Sektor werden sicherlich nicht alle Ersatzteile fuer den gesammten vorgeschrieben Vorhaltungszeitraum im vorraus gefertigt. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man eine Tachoeinheit in der Lage ist die fuenf Jahre nach Produktionsende nachzufertigen. Bei einem Ruecklicht oder Pressteil mag das anders sein, weil der Fertigungsaufwand von Kleinstueckzahlen, mit den entsprechenden Formteilen nicht so hoch ist, die Lagerkosten aber schon.

 

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ACCM Fabian Joos

Nachdem jozzo_ mich hier ein wenig verarscht hat, hätte vielleicht jemand noch einen makellosen, neuwertigen X1 Blinker links aus Altbestand?

Ich habe übrigens auch den Verdacht dass AXO mittlerweile bei TYC & Co. einkauft statt selbst zu produzieren, was die miese Qualität erklären würde. Vermutlich wurde die letzte Charge an Ersatzteilen auch dort produziert?

Wie auch immer. Fakt ist, dass die Qualität nicht stimmt, was tief blicken lässt.

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kroack

Och lasst bitte doch endlich mal die Anschuldigungen allgemeiner Art da hat doch bald keiner mehr Lust sich um den anderen zu kümmern

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jozzo_
vor 8 Minuten schrieb ACCM Fabian Joos:

Nachdem jozzo_ mich hier ein wenig verarscht hat, hätte vielleicht jemand noch einen makellosen, neuwertigen X1 Blinker links aus Altbestand?

Ich habe übrigens auch den Verdacht dass AXO mittlerweile bei TYC & Co. einkauft statt selbst zu produzieren, was die miese Qualität erklären würde. Vermutlich wurde die letzte Charge an Ersatzteilen auch dort produziert?

Wie auch immer. Fakt ist, dass die Qualität nicht stimmt, was tief blicken lässt.

Ich schrieb Dir per PN

Blinker ist da, willst ihn zum selben Preis haben?

Porto aus Ö käme dazu

================

Und Du hast daraufhin weniger geboten...was erwartest?

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