16. Mai 20206 J. Am 6.5.2020 um 07:00 schrieb xantialf: Für mich stellt sich die Frage, ob wir uns eigentlich eine Schlüsselindustrie leisten können, die offensichtlich nur überlebensfähig ist, wenn sie alle paar Jahre durch Millionensubventionen aus Steuergeldern gestützt werden muss. Das suggeriert diese Industrie. Wirklich der Fall ist das nicht, wenn man sich die Zahlen langfristig ansieht. Wir hatten ja in D jahrzehntelang den Bergbau erhalten, am Tropf des Steuerzahlers. Letztlich ist er nun Geschichte. Subventionen sind letztlich nur eine Vertagung der Probleme.
16. Mai 20206 J. Ich finde die Forderung einfach nur unverschämt. Ich sehe auch noch nicht die großen Verluste der Automobilindustrie. Ja, auch sie haben und hatten schlechte Zeiten seit Corona. Aber, wenn ich mir in den letzten Wochen ein Auto kaufen wollte und das wegen der Schließung der Läden nicht tun konnte, so hole ich das doch bei Gelegenheit nach. Das heisst, der Umsatz ist (zum großen Teil) nicht weg sondern nur verschoben. Wenn ich mir andere Bereiche, wie z.B. die Gastronomie ansehe, da sind die Umsätze weg und kommen auch nicht im Nachhinein wieder. Nehmen wir als Beispiel unsere zahlreichen Citroen-Stammtische: wenn diese im Märt, April und Mai ausgefallen sind, werden sie ja nicht im Juni nachgeholt.
17. Mai 20206 J. Echt, ein Hotel mit 10 Betten kann im August nicht 20 Leute zum gleichen Preis beherbergen, um die Verluste aufzuholen? Und die Restaurants verkaufen dann auch keine Doppelportionen zum doppelten Preis? Autofabriken können innerhalb gewisser Grenzen die Kadenz hochfahren, um Rückstände auszugleichen. Das Geld ist in der Gastronomie auf jeden Fall besser aufgehoben. Das Restaurant "Strasser" in Gersthofen hat z.B. schon zugemacht. Der hatte das erst vor neun Monaten übernommen. Gernot Bearbeitet (17. Mai 20206 J. von Gernot)
17. Mai 20206 J. Diese Zeiten sind zwar "gut", um faule Eier zu sortieren. Davon gibt es ja dank niedrigem Zinsniveau genug. Für frisch gegründete Existenzen ist sowas aber richtig bitter, Darlehen bedienen zu dürfen, wenn die Einnahmen unerwartet wegbrechen und nur noch Ausgaben übrig bleiben.
18. Mai 20206 J. Ist die Automobilindustrie nicht einer der Gewinner der Krise ? Zumindest langfristig. - Konkurrenz für Urlaubsmobilität waren ja Kreizfahrten, Bahn und Flieger. Alles entweder sehr unattraktiv (wer möchte schon stundenlang mit Maske in der Bahn reisen, mit Abstand zum Nachbarn) oder unsicher (was passiert mit den Fliegern und Kreuzfahrten). Kreuzfahrten halte ich für weitestgehend tot. Dann lieber mit dem Auto in den Urlaub. Da kommt man zur Not auch wieder zurück nach D, wenn ne Pandemie ausbricht. Dazu noch der niedrige Spritpreis momentan. Wenn Mobilität gefördert werden soll, dann der sehr gebeutelte Bahnverkehr. In F gab nen Artikel : Gewinner werden die großen Familienautos sein. Seh ich auch so. Bearbeitet (18. Mai 20206 J. von phantomas)
23. Mai 20206 J. Angeblich kommt die Kaufprämie: - 4000 Euro für E-Autos (ich vermute - zusätzlich zur aktuellen Förderung). - 3000 Euro für Verbrenner (davon die Hälfte vom Hersteller) Ob das den teuren deutschen Herstellern viel bringt? Marktanteile sicher nicht. https://www.automobilwoche.de/article/20200522/BCONLINE/200529983/1339/exklusiv--kaufpraemie--euro-fuer-e-autos-und-hybride--fuer-verbrenner
23. Mai 20206 J. Das geht auf jeden Fall nicht auf. Die meisten Neuwägen sind doch Firmenfahrzeuge. Soll der Chef sich ein neues Auto für 5 % niedrigere Raten leasen - das Jetzige ist gerade erste 8 Monate alt - wenn der ganze Laden gerade den Bach herunter geht? Gernot
24. Mai 20206 J. Am 23.5.2020 um 17:06 schrieb Gernot: Das geht auf jeden Fall nicht auf. Die meisten Neuwägen sind doch Firmenfahrzeuge. Da würde ich jetzt nicht meinen Kopf drauf verwetten, bei der letzten Abwrackprämie gab es mehr als genug Privatleute die selbst absolut rostfreie und tadellose Fahrzeuge verschrotten ließen.
24. Mai 20206 J. Am 18.5.2020 um 20:40 schrieb phantomas: Dann lieber mit dem Auto in den Urlaub. Da kommt man zur Not auch wieder zurück nach D, wenn ne Pandemie ausbricht. Wir reden über deutsche Automobile der Neuzeit..... Also, wenn ich mit dem Auto im Urlaub wäre und eine zuverlässige Möglichkeit suche, wieder nach Hause zu kommen, würde ich denen eher nicht vertrauen.... ;-)
24. Mai 20206 J. Ich sehe in dem Thema im Grunde nur einen weiteren Beweis, wir gut Lobbyarbeit funktioniert. Und die gleichen Politiker, die mehr Umweltbewusstsein fordern, sorgen mit dieser Prämie (mal wieder) dafür, dass wahrscheinlich Fahrzeuge, die noch einige Jahren problemlos fahren könnten, verschrottet werden. Wobei verschrotten, wie wir von Abwrackprämie 1.0 wissen, auch nur bedingt stimmt. Viele dieser Fahrzeuge werden auch wieder ins Ausland verschifft. Und für alle die Politiker, die es noch nicht verstanden haben: unserem Planeten ist es völlig egal, wo auf diesem Planeten das CO2 ausgestoßen wird. Große Müllberge zu produzieren war, ökologisch betracht, noch nie eine gute Idee.
25. Mai 20206 J. Gruß Aber solange elektrische Energie aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, ist ein e-Auto aber auch nicht wirklich der Weisheit letzter Schluß. Und ich glaube nicht, dass wir die erhöhte Grundlast mit Luft- Wasser- Windkraft oder Solarenergie realisieren können. Soviel zu Ladestationen auf dem Land oder in Dörfern mit Subventionsmitteln. Sollte es sich rentieren, wird man automatisch Ladestationen einrichten. Aber z.Z. sind zumindest hier bei uns die e-Autos nicht das Mittel zur CO2 Reduzierung. Aber vielleicht baut man dann doch wieder Atomkraftwerke. Lösungen anbieten, aber ohne Subvention, auch nicht beim e-Auto, denn das Geld kassieren irgendwie dann doch die Hersteller, denn man macht die Fahrzeuge entsprechend teurer. Übrigens kann man CO2 auch noch an anderen Stellen einsparen - nicht nur beim Verkehr. Man könnte zum Beispiel alte Dinge bis zu ihrem technischen Ende nutzen und nicht vor der Zeit abreißen, verschrotten oder zurückbauen. Oder aber funktionierende, umweltfreundliche Transportwege wieder nutzen wie in der Schweiz mit der SBB. Ich würde lieber acht Cent mehr für Kraftstoff ausgeben wenn es zweckgebunden in die Modernisierung des Güterverkehrs bei der Bahn fliesen würde als für eine Ökosteuer, die dann irgendwo versickert. LKWs im Nahverkehr und im Fernverkehr die Bahn nutzen. Die Autobahnen würden es mit längerer Haltbarkeit danken. Deshalb Kaufprämien für PKWs - nein Danke. Meine halbausgegorene Gedanken zum Thema, das ich hoffentlich nicht zu sehr verfehlt habe. Gruß der Bachmayer Bearbeitet (25. Mai 20206 J. von ACCM Helmut Bachmayer)
25. Mai 20206 J. vor 16 Stunden schrieb GuenniTCT: Viele dieser Fahrzeuge werden auch wieder ins Ausland verschifft. Was prinzipiell zu begrüßen wäre denn warum sollen die Afrikaner nicht in den Genuss von Autos in Neuwagenqualität kommen an Stelle der abgerockten Kisten die sie sonst so bekommen ...allemal besser als sie hier zu pressen. Mir hat gereicht was ich damals bei meinem Schrotti so alles auf der Trockenlegungsbühne gesehen habe.
26. Mai 20206 J. "Am 2. Juni soll ein weiterer Autogipfel bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen mit den zuständigen Bundesministern und den Vorstandsvorsitzenden aus der Autoindustrie den Durchbruch bringen. Dort könnte eine Förderung beim Kauf von Autos beschlossen werden, die maximal 140 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Das liegt weit über dem EU-Flottengrenzwert von 95 Gramm und entspricht in etwa den durchschnittlichen CO2-Emissionen von Autos aus dem Jahr 2012. Die Absatzhilfe würde das Erreichen der Klimaziele für das Jahr 2030 zusätzlich gefährden." https://www.spiegel.de/politik/corona-hilfen-und-klimaschutz-staatliche-kaufpraemie-fuer-die-e-klasse-a-00000000-0002-0001-0000-000171037293?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
26. Mai 20206 J. "Als Trostpflaster ist eine ökologische Reform der Kfz-Steuer geplant." https://www.spiegel.de/politik/corona-hilfen-und-klimaschutz-staatliche-kaufpraemie-fuer-die-e-klasse-a-00000000-0002-0001-0000-000171037293?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Cool, so wie es immer war. Aber wenigstens wird es gleich gesagt!:) Es wird also der verkauf von Modellen gefördert, von denen man jetzt schon weiß, dass sie in wenigen Jahren strafbesteuert werden. Als meine Eltern 1992 den XM TD12 gekauft haben, war der lange Zeit Steuerfrei wegen besonder Abgasarmut (besonders Schadstoffarm steht noch jetzt im Brief). Später dann fast 600 Euro steuern, nichtmal rote plakette, Euro 1. Beim C4 HDI ähnlich, steuerfrei wegen u. 119g CO2/km. Wurde 2009 wegen Abwrackprämie gekauft (dafür 306 benziner mit Kat gewürfelt) Theoretisch könnte man ihn jetzt würfeln und nen Cactus kaufen der in 10 Jahren wieder gewürfelt wird und das Ganze um die Umwelt zu schützen. Gaga.
26. Mai 20206 J. Nein, doch nicht um die Umwelt zu schützen! Du sollst was kaufen um die Autoindustrie zu stützen! Vorzugsweise natürlich aus deutschen Landen
26. Mai 20206 J. Nee, um die Umwelt zu schützen kauft man keine Neuwagen, sondern fährt die alten, bis sie auch wirklich fertig sind. "Das böse CO2" hat uns in Kombination von Lobbyarbeit und Politikern mit weniger als keiner Ahnung das Dieselproblem gebracht. Ich protestiere dagegen, indem ich alte Stinkediesel fahre, wann immer es geht. In den Niederlanden lag der durchschnittliche Ausstoß der 2018 neuzugelassenen PKW laut ACEA bei 106g, in D bei 130g. Wundert nicht, daß die Konzerne Interesse daran haben, die Fördergrenze so hoch wie möglich anzusetzen. An einem Golf verdient man nix. Ich schrubs ja schonmal: gebts das Geld dem Verbraucher/Konsumenten direkt in die Hand! Bearbeitet (26. Mai 20206 J. von schwinge)
26. Mai 20206 J. vor 35 Minuten schrieb schwinge: An einem Golf verdient man nix. Grade die Auslieferung gestoppt, lang anhaltende Softwareprobleme
26. Mai 20206 J. vor 16 Minuten schrieb Ebby Zutt: Grade die Auslieferung gestoppt, lang anhaltende Softwareprobleme Haben wohl bei Boeing abgeschaut. Beides Konzerne, die es schon lange nicht mehr im Griff haben Bearbeitet (26. Mai 20206 J. von drophead)
26. Mai 20206 J. Derlei Probleme sind (leider) nicht auszuschließen. So kompliziert, wie die Dinger sind, soviele Teams wie da dran arbeiten, oft mit Sprachbarrieren (deutsches English und indisches English), soviele Änderungen in der Entwicklung bis kurz vor Produktionsfreigabe,...
26. Mai 20206 J. .....und dann hinterlegt ein frustrierter Mitarbeiter in einem unbeobachteten Moment die Nummer des lokalen Bordells anstatt der Notrufnummer in der Software Könnte ja sein, bis man das merkt vergeht ne Zeit, ruft ja niemand just for fun den Notruf an ...normalerweise Bearbeitet (26. Mai 20206 J. von Manson)
26. Mai 20206 J. Jetzt geht´s los, zumindest in Frankreich: 5000.- € Abwrackprämie, für mich das Unwort der Gegenwart. Gruß Holgi
26. Mai 20206 J. vor 19 Minuten schrieb Entenholgi: Jetzt geht´s los, zumindest in Frankreich: 5000.- € Abwrackprämie, für mich das Unwort der Gegenwart. Gruß Holgi PSA ist dagegen: "Die staatlichen Kaufprämien lehnt der Hersteller PSA indes ab. „Wir sind nicht sonderlich interessiert an Maßnahmen, die den Markt in eine bestimmte Richtung drehen sollen. Mittelfristig kann sich das als schädlich für die ganze Industrie erweisen“, hatte der Frankreich-Chef von PSA, Jean-Philippe Imparato kürzlich gesagt. PSA bestätigte am Dienstag, dass dies die offizielle Konzernposition sei, zumal das Auslaufen von Kaufprämien immer auch zu herben Einbrüchen geführt habe." https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/frankreich-unterstuetzt-autohersteller-mit-8-milliarden-euro-16787278.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
31. Mai 20206 J. https://aktion.campact.de/abwrackpraemie-20/appell/teilnehmen?utm_source=post-ad&utm_medium=social&utm_campaign=%2Fabwrackpraemie&utm_term=abwrackpraemie+20+appell+teilnehmen&utm_content=Abwrackpraemie+%2F+KG+%2F+20-05-01&fbclid=IwAR0dcX1ejGqbR2nRC8ze-6nqzqIc9rbhc7VDRL67Ul4t7LHE_Zu9KxizbOY
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