8. Juli 200422 J. Ob es die gleiche Diskussion auch bei der Einführung eines Tempolimits auf Land- und Bundesstraßen gab? Warum ist dort überhaupt eines eingeführt worden? Und warum wiederstrebt das Limit dort niemandem? Ich glaube eher, daß irgend ein Tempolimit in irgendeiner Form kommen wird, und wenn es so weit ist, ist mir ein generelles Limit mit wenigen Ausnahmen lieber als eine erweiterung des Schilderwalds. Leider hat noch keiner ein Faherinformationssystem erfunden, daß mir (möglichst im Tacho) anzeigt, wie schnell ich gerade Fahren darf.
8. Juli 200422 J. ich fahre viel Autobahn, ich finde, dass die Lenker in D zu 99.9% weder unverantwortliche Raser noch Rowdys sind. Den Rest kommt man mit einem Tempolimit auch nicht bei.
8. Juli 200422 J. der schilderwald wächst auch nur, weil eben keiner mehr selbständig situationen einschätzen kann/will und andere gelegentliches fehlverhalten auch sofort wieder mit dem grossen besen ausrotten möchten. das fahrerinformationssystem gibts schon lange - schauen, einschätzen und reagieren. gruss, kris
8. Juli 200422 J. Dennis: Selbstverständlich gab es die. Kauf Dir eine ADAC Zeitung (Auto-Darf-Alles-Club) aus den 50er Jahren als das Tempolimit innerorts eingeführt wurde oder eine ams oder ACDC-Zeitung oder "hobby" aus der Zeit der Limitierung auf den Landstraßen (67 oder 69 weiß ich jetzt nicht). evilbay und Oldtimerteilemärkte sind voll davon. Lies Dir auch andere Jahrgämge durch. Als gefordert wurde die Kleinstwagen als gefährliche Verkehrsbehinderer zu verbieten. Aus der Zeit der Ölkrise. Aus der Zeit der Umweltbewegung und der Tempo 100 Forderung. Auch immer schön die Geschichte des "Red-Flag-Act" dessen Aufhebung mit dem London-Brighton-Run gefeiert wurde (1896?) Es hat diese Diskussionen immer gegeben. IMMER! Bei der vollständigen Limitierung auch der Autobahnen, daß muß uns aber klar sein, nehmen wir eine Außenseiterposition ein, die vergleichbar ist der Schweiz, die erst seit 1971 dass Frauenwahlrecht hat und im Kanton Appenzell erst seit 1990 René
8. Juli 200422 J. was das Autobahnlimit so spannend macht und von den bisherigen Limits unterscheidet, ist die Endgueltigkeit bei der Abschaffung der allerletzten limitfreien Zone. Mit dem Gedanken, NIRGENDS mehr schneller als 130km/h fahren zu duerfen, koennen sich viele nicht anfreunden. Wozu hat man schliesslich sooo viel Geld fuer ein Auto ausgegeben, in dem man sich sogar noch bei Tempo 250 locker unterhalten kann? ;-) Bei Tempo 100 auf Landstrassen gabs ja immerhin noch die Autobahnen, die derlei Investitionen rechtfertigten. Wie sehr der Zwang zum Ausnutzen der teuer erkauften Reserven das Fahrverhalten bestimmt, kann man uebrigens sehr schoen am Ende eines 120er Limits beobachten. Nach dem grauen Schildchen mit den Schraegstreifen gibt die Horde regelmaessig Gas, als ob Godzilla persoenlich hinter ihnen her waere. Sind das die 99.9%, von denen hier die Rede war? ;-)
8. Juli 200422 J. Gerade beim Grenzübertritt aus Holland oder Belgien nach Deutschland, hat man das Gefühl das Pacecar wäre gerade in die alte Kontrollstelle abgebogen. René
8. Juli 200422 J. Bei all den Diksussionen fällt auf, dass pro Tempolimit mit verschiedenen Gründen argumentiert wird, auch wenn diese im Einzelnen angezweifelt werden und diskussionswürdig sind. Das einzige Argument gegen ein Tempolimit lässt sich im Grunde wie folgt abkürzen: ich will Spass beim Autofahren. Ich möchte das nun gar nicht als Abwertung verstanden wissen oder ins Lächerliche ziehen, ich denke auch, dass das hier kaum jemand tut, weil jeder einzelne recht gerne mit seinem Auto unterwegs ist und ganz bestimmt auch jeder (mich eingeschlossen) durchaus mal zu schnell war oder ist. Für mich persönlich wiegt der Spassfaktor dennoch nicht hoch genug, um gegen ein Tempolimit zu sein, während es offenkundig eine Reihe vernünftiger Gründe, zumindest überprüfungswürdiger Gründe, dafür zugeben scheint. Worin läge das Problem, das einfach mal auszuprobieren, wenn sich eine Mehrheit dafür fände? Zwei Jahre Tempolimit 130 auf zwei Spuren und 150 auf drei Spuren und dann schaut man, wie sich das Ganze entwickelt. Dann kann man es entweder beibehalten oder auch wieder aufheben. Ganz nach dem Motto: probieren geht über studieren. Also statt Endlosdiskussionen einfach mal überprüfen, ob sich die theoretischen Ansätze bestätigen lassen. Einwände? Übrigens: "gelegentliches Fehlverhalten" bedeutet in seiner Folge im Straßenverkehr etwa 8.000 Tote pro Jahr. Für mich jeder einzelne ein Opfer zuviel, gleich auf welcher Straße. Man stelle sich vor, mit der Bahn oder Flugzeug würde jedes Jahr 8.000 Leute hierzulande sterben... bezogen auf das Autofahren nehmen wir das schlichtweg in Kauf.
8. Juli 200422 J. @Chimbuka listiger Vorschlag ;-))) Die "theoretischen Ansaetze" braucht man gar nicht zu bemuehen. Die praktischen Erfahrungen aus dem Rest der Welt reichen voellig ;-) Deutschland ist allerdings insoweit ein Spezialfall, als genau hier die wichtigsten "Premium"-Hersteller sitzen, allen voran DC, BMW und Audi. Viel interessanter als eine Studie ueber die Auswirkungen eines generellen Tempolimits auf die Unfallzahlen ist deshalb eine Studie ueber die Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie. Ich fuerchte, dazu liegen bereits sehr detaillierte Studien vor...
8. Juli 200422 J. chimbuka posteteÜbrigens: "gelegentliches Fehlverhalten" bedeutet in seiner Folge im Straßenverkehr etwa 8.000 Tote pro Jahr. Für mich jeder einzelne ein Opfer zuviel, gleich auf welcher Straße. Man stelle sich vor, mit der Bahn oder Flugzeug würde jedes Jahr 8.000 Leute hierzulande sterben... bezogen auf das Autofahren nehmen wir das schlichtweg in Kauf. das wird sich auch mit einem limit nicht ändern, es sei denn wir eliminieren den faktor mensch ganz aus der rechnung. eine milchmädchenrechnung.
8. Juli 200422 J. Das totale Verbot von Alkohol im Straßenverkehr und eine harte Durchsetzung würde sicherlich mehr Leben "retten" als ein Tempolimit mit gleicher harter Verfolgung, interessante Frage, was sich in D leichter durchsetzen läßt. Der Spaß beim Citroënfahren kommt für mich nicht primär durch die Geschwindigkeit. Es ist einfach eine Bereicherung selbst entscheiden zu können, wie schnell man ein Ziel erreicht. Meinetwegen könnte ab morgen ein Tempolimit gelten, mir würde nicht wirklich etwas fehlen. Ein schwer wiegendes Argument gegen ein Tempolimit: Der dann deutlich nachlassende Verschleiß und der sicherlich sinkende Kraftstoffverbrauch würden die Steuereinnahmen und die Auftragslage in Werkstätten weiter sinken lassen.
8. Juli 200422 J. >Ein schwer wiegendes Argument gegen ein Tempolimit: Der dann deutlich nachlassende Verschleiß und der sicherlich sinkende Kraftstoffverbrauch würden die Steuereinnahmen und die Auftragslage in Werkstätten weiter sinken lassen. Genau: Vollgas für Eichel!
8. Juli 200422 J. Hallo! Altes Thema: ich glaube kaum ,dass es in Deutschland jemals ein flächendeckendes Tempolimit auf Autobahnen geben wird: die fehlende generelle Beschränkung ist immer noch sehr wichtig für den Verkauf deutscher Autos im Ausland, vor allem in Übersee: egal ob Golf oder S-Klasse. Und eines darf man nicht vergessen: nicht nur kurvige südeuropäische Landstrassen sondern auch das hohe Tempo auf deutschen Autobahnen hat dazu geführt, dass europäische Autos traditionell stärker in Richtung Fahrsicherheit entwickelte Fahrwerke haben als Autos von Marken aus anderen Kontinenten, das ist nunmal bis auf wenige Ausnahmen der Fall. Das galt früher natürlich noch viel mehr als heute. Nicht umsonst führen einige japanische, koreanische oder amerikanische Hersteller Abstimmungsarbeiten in Europa und speziell Deutschland durch: entweder, weil die Bedingungen stimmen oder nur aus Imagegründen. Da kann man heute natürlich einwenden, dass sich auch ein Lincoln Continental oder Cadillac Escalade mit ESP auch ohne Feinarbeit am Fahrwerk relativ sicher auch unter schwierigen Bedingungen fahren liesse.Ansonsten spricht eigentlich eine Menge für das Tempolimit. Eine europäische Vereintlichung ist für mich aber kein echter Grund: da gibt es deutlich wichtigere Unterschiede. Wenn es das Limit gäbe, dann hätte man wahrscheinlich sehr schnell vergessen, wie es vorher war. Zu befürchten ist allerdings, dass ein Tempolimit die SUV-Plage nur noch weiter beschleinigen würde: die verminderte Höchstgeschwindigkeit der Strassen-Geländewagen ggü. vergleichbar motorisierten PKW fiele dann als Gegenargument weg. die Folge: stärkere Gewichtsunterschiede auf breiter Front würden wieder neue Probleme bei Unfällen schaffen. MFG
8. Juli 200422 J. Moin. Zum Einüben eines Tempolimits empfehle ich (wieder mal) das Fahren eines Lkw mit mehr als 11,99 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht: Bei ca. 90 km/h regelt der Begrenzer ab und Schluss ist´s. Wer schneller fahren will, muss sich beim Truck-Race eine Kutsche kaufen, denn darf er 160. Man sollte auch beim Pkw Begrenzer einführen, die bei der Zufahrt auf diverse Rennstrecken deaktiviert werden können (aber nur dort). Da haben die Helden die Chance, unter Aufsicht sich gegenseitig unter Gleichgesinnten und Ähnlichmotorisierten zu terrorisieren. Das finde ich in Ordnung. Nicht in Ordnung finde ich die Tatsache, dass A, B und D immer mehr an der Leistungsschraube drehen, um einer kleinen feinen Klientel das Drohmittel gegen andere Verkehrsteilnehmer liefern, mit denen die ihre vermutlich etwas derangierte Psyche ausleben, denn nirgendwo darf man so ungestraft andere nötigen und in Lebensgefahr bringen wie im öffentlichen Straßenverkehr. Dafür liefern vor allem die hiesigen Hersteller die benötigten "Waffen." Vernünftige Autos, mit denen die Omma mit den Blagen sicher von A nach B kommt, sind in Deutschland doch weitgehend Fehlanzeige. Sieht man am Caddy. gruß f
8. Juli 200422 J. hallo, das hatten wir alles schon. drängeln tun weder porsche noch BMW M5-fahrer, da irgendwelche zusammenhänge mit den wenigen sehr starken autos hinzuorakeln und derangierte psychen zu attestieren, zieht nicht. nein, es sind die kleinen und mittleren TDI / CDI-pinscher und die mittelklasse-bomber, die zwar wien grosser aussehen ,aber grad so motorisiert sind um kleinwagen wegzufahren, alle die, deren bulls nur im dauerlauf den eindruck eines schnellen autos vermitteln können - diese leute drängeln. gruss, kris
8. Juli 200422 J. Ein Tempolimit bedroht Arbeitsplätze in Deutschland. Zahlreiche Handwerks- Familienbetriebe und mittelständische Unternehmen müßten erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Dagegen wurde letztes Jahr demonstriert! Hier der Demonstationszug:
8. Juli 200422 J. Hallo! Der Link funzt net. Zum Thema Tempo-Limit: In Schweden ist man dabei es anzuheben (da gibt es eine Studie, die besagt, dass sich das Anheben des Limits in Schweden günstig auf die Unfallzahlen auswirken soll), in Italien darf man neuerdings auf besonders ausgewiesenen Strecken 150 km/h fahren. Ein Limit von 160 km/h für D fänd ich gut. Bei 160 lässt es sich nett und entspannt fahren und wenn man mal 20 - 30 drüber ist, wird es nicht so teuer... :-)) Gruß Fred
8. Juli 200422 J. Frage: Wie hoch ist die Fahrzeugdichte auf schwedischen Autobahnen? Welche Strecken wären betroffen? Kann es sein, daß es hier um Pisten geht die 200 km geradeaus durch unbesiedelte Wälder gehen, auf denen die häufigste Unfallursache Einschlafen ist? Ich möchte wie mein Opa sterben, friedlich im Schlaf! Und nicht laut schreiend wie seine Fahrgäste!!!
8. Juli 200422 J. Wir hatten ja das Thema schon duzend mal hier durchgekaut. Meine rein persönliche Meinung: Tempolimit 120 für alle Fahrzeuge, freigeben des links und rechts überholen auf mehrspurigen Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften, Abbau der ganzen Verkehrsleitnetze die nur Geld kosten, drakonische Strafen bei Überschreitung des Tempolimits und eine drastische Luxusbesteuerung für Fahrzeuge mit mehr als 130 PS und siehe da, der deutsche Autofahrer würde entspannt und mit deutlich weniger Unfällen ans Ziel kommen, was immense Kosten im Gesundheitswesen sparen würde und sinnlose Instandsetzung (= Werteverzehr) von Unfallautos. Nützlicher Nebeneffekt: Wir würden die knappen Benzinreserven länger nutzen können und die deutsche Autoindustrie könnte sich endlich auf japanische Tugenden zurückbesinnen und pannenarme, bequeme Fahrzeuge entwickeln. Wie oben bereits gesagt, reine persönliche Meinung eines Verkehrsteilnehmer, der im Jahr so um die 40.000 km auf Europas Straßen unterwegs ist und immer froh ist die Bundesrepublik – zumindest Verkehrsmäßig – zu verlassen.
8. Juli 200422 J. @ Kugelblitz schwedische Autobahnen sind mir bestens bekannt und auch die dortige Verkehrsdichte. Staus über 4 km Länge werden bei denen schon als Sensation im TV gezeigt und somit sind schwedische Autobahnen nicht vergleichbar. Meine schwedische Verwandschaft kommt seit 10 Jahren nur noch per Flieger zu Besuch. Warum? Die wollen sich den Stress auf der deutschen Autobahn nicht mehr antun. O-Ton: "Die fahren wie die Henker. Trainieren alle für die Formel 1?" OK, die wohnen in der Provinz. Als wir mal in Stockholm an einem Freitag Mittag waren stöhnten die schon über den Verkehr...im Pott ist Nachts um 3 mehr Betrieb. Da oben ist auf super ausgebauten Autobahnen soviel los, das selbst ein XM V6 Automatik zum 5l Auto wird. @ all Ist es nur mein Eindruck, oder kommen tatsächlich die meisten Tempolimitbefürworter aus dichter besiedelten Gegenden? Ich komme z.B. aus Mönchengladbach mit allmorgentlichen Stau gen Düsseldorf und Güterzugartige LKW Kolonnen gen Holland.
8. Juli 200422 J. "oder kommen tatsächlich die meisten Tempolimitbefürworter aus dichter besiedelten Gegenden" Nein. Rhein-Main-Gebiet. Aber ich fahre fast immer ohne Verkehrstress, auf meiner Strecke gibt's vielleicht 3, 4 Staus im Jahr. Vor allem, weil die Heimfahrt in der Regel nachts stattfindet. Mein Votum für ein Tempolimit ist ein rationales, nicht ein von meinen Gefühlen bestimmtes. Nach meinem Gefühl bin ich natürlich gegen ein Tempolimit. Das bedeutet gleichzeitig, dass ich die Limitgegner bis in die tiefsten Sphären ihrer Libido durchschaue. Gruß Holger .
9. Juli 200422 J. @ BerndMitBX: Bei all dem Lob zu Stockholm: Was ist mit den 3 Filmen "Getaway in Stockholm"? Da geht es richtig ab.... und das ist auch mega gefährlich. @Folkher Braun: Du forderst ne Abregelung: Die haben wir doch schon. Alle außer Porsche sind bei 250 abgeregelt.... und ein paar Leute lassen das sogar so.....
9. Juli 200422 J. Von wegen Kosten im Gesundheitswesen, da hängen Arbeitsplätze dran. Ein klitzeklein wenig auch meiner. Interessant wären harte Zahlen der Toten aufgrund zu schnellem Fahren auf Autobahnen und der Toten aufgrund Alokoholmißbrauch auf Autobahnen.
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