10. Juli 200422 J. Keine guten Nachrichten kommen z.Zt aus Wolfsburg. Laut einem Bericht des Spiegels sieht es nicht gut aus. Das Stammwerk in Wolfsburg ist nur zu 70% ausgelastet, der US Markt stagniert und auch in China kommen die Fahrzeuge unter Druck. Rächt sich jetzt dort der Größenwahn des kleinen Österreichers? VW ist mit seinen Preisen schon längst von einem „Volkswagen“ zu einer Premiummarke geworden, ohne entsprechende Premiumprodukte anzubieten. Auch keine guten Nachrichten kommen aus der Edelschmiede aus Stuttgart. Da streiken gerade die Daimler-Arbeiter. Wenn ich mir dazu im Gegensatz die Meldungen von Citroen anschaue ist das zwar auch nicht rosig, aber immer noch besser als bei den deutschen Herstellern.
10. Juli 200422 J. Bonjour! Der Herr bewahre mich vor Wetter und Wind und Autos, die aus WOB sind. Nie wieder Volkswagen. Je prefère les voitures francaises! Lieben Gruss, Oliver
10. Juli 200422 J. Ja, vor allem wird - wohl zum ersten Mal - die sture Haltung von VW gegen den Rußfilter von deutschen Journalisten kritisiert. Zwar nicht überdeutlich, aber das Fehlen steht zumindest beim Fazit bzw. manchmal bei den Minuspunkten. Die Aussage zum "Premium" Preis stimmt vollkommen - warum hatte ich wohl noch nie ein dt. Auto? Ob VW ein Premium-Hersteller ist oder sein will, finde ich ziemlich egal, da sich diesen Begriff mal wieder jemand "aus den Finger gesaugt hat"..... wahrscheinlich BMW oder DB, um ihre überteuerten Autos an die Käufer zu bringen. Aber egal - was interessiert der Hersteller - die Leute zahlen für das Produkt. Da mir VW-Erfahrung abgeht, kann ich aus der Praxis zum Preis-Leistungsverhältnis nix sagen. Das nahezu alle VW's immer die Tests in dt. Zeitschriften gewinnen, ist aber nicht verwunderlich. Ob es Objektiv an der Qualität liegt? Passat, Golf und Sharan sind ja womöglich schon die besten in ihrer Klasse - aber um welchen Preis? Belegt durch unzählige Rückrufauktion ALLER Hersteller kocht aber auch VW nur mit Wasser - nicht nur die Kabelbäume im Golf sind aus Polen - was ist heute noch "Made in Germany"? Die Autos bestimmt nicht. Outsourcing und X Zulieferer sorgen für einen bunten, weltweiten Mix an Teilen. Bei jedem Hersteller inzwischen. Ist ja auch nix schlimmes, weil es eben jeden trifft. Allerdings entfällt dadurch für mich der Bonus, mehr für ein "deutsches" Auto wegen der Qualität auszugeben. Und Leute: Qualität? Wenn man hier querliest, könnte man erschrecken, wieviele Mängel aufgedeckt werden. Aber: Dies ist in einem Forum normal, weil hier gnadenlos ehrlich gepostet wird. Zum Beispiel wird bei Gesprächen im Freundes- oder auch Kollegenkreis niemals etwas Negatives am eigenen Auto zugegeben. Man würde ja seine eigene Entscheidung für diese Marke in Frage stellen. Wer will sowas schon. Bei den anonymen Posts allerdings kommen schonungslos alle Schwächen ans Licht. Zum Glück auch manchmal Lob. Doch noch mal zu uns Doppelwinklern: Wer Foren anderer Marken/Modellen besucht, merkt ganz schnell, das es hier genau die gleichen Probleme gibt. Egal ob Premiummarke, VW oder sonstwas. Deswegen bleibt für uns Citroen top. Ein schönes WE noch ACCM CPicasso
10. Juli 200422 J. Kann GSASpecialViersen nur beipflichten. Wir haben selber keine guten Erfahrungen mit VW gemacht. Nicht dass die Zuverlässigkeit das große Problem wäre - sie ist allerdings auch nicht erheblich besser als die der Konkurrenz. Die Autos sind einfach unbequem und es wird bei VW von Jahr zu Jahr schlimmer: Sitze und Federung werden immer knallhärter - na ja dieses kleine Männeken von Piech ist ja wohl recht robust gegenüber diesen Erschütterungen gewesen. Und warum man 3000 Euro noch mal mehr zahlen muss, um auf selber Platform in Form eines Audis ein angemessenes Design, gute Sitze und eine zumindest akzeptable Federung zu erhalten, bleibt mir ein Rätsel. Hauptproblem von VW dürfte Folgendes sein: Wer nur geringe Ansprüche an ein Auto hat bzgl. Komfort und Design, aber auf Zuverlässigkeit Wert legt, kauft heute keinen VW mehr, sondern Toyota! Wer Premium will, kauft sich sowieso keinen VOLKSwagen. Wer Komfort und/oder Design will, je nach Geldbeutel und Geschmack kauft französische, italienische Autos oder Mercedes und BMW. Also trotz der unbestrittenen Solidität der VW-Produkte ist mir ein C5-Elektronik-Spinner lieber als das Gefühl schon nach dem Einsteigen in einen VW: HOLT MICH HIER RAUS!
10. Juli 200422 J. Vw will 30% Personalkosten einsparen (steht heut in der HNA), weil der Gewinn so stark gesunken ist. Auch wenn ich lieber Cit fahre, stimmt mich das bedenklich. Allein die Verunsicherung der Arbeiter und Angestellten sorgt dafür, dass diese Leute erst mal vorsichtiger und sparsamer werden. Kommts soweit ( Lohn- / Stundenkürzungen sind zunächst angedacht) dann geht das wieder zu Lasten der Kaufkraft. Also weiter abwärts. Volkswirtschaftlich kein Gewinn. Ganz nebenbei ärgert mich daran die Ignoranz der Bosse: wenn die schon vor ein paar Jahren angefangen hätten andere Technologien zu assimilieren (z.B. jeder 500. Motor wird zum Blockheizkraftwerk umgebaut und ensprechend günstig an den Markt gebracht), dann wäre jetzt ein zweites Standbein da, was den Druck des Marktes dämpfte. Gruß Ebby
10. Juli 200422 J. Ich habe 12 Jahre lang VW gefahren und dabei gute und miserable Fahrzeuge gehabt. In meiner Familie werden sicher zu 80% VWs gekauft, aber einen Reinfall hat (außer mir) niemand erlebt: Die sind alle hoch zufrieden mit ihren Autos, die zudem den riesigen Vorteil haben, dass man sie als Gebrauchte zu guten Preisen wieder los wird. Letztlich ist entscheidend, wieviel der Kilometer kostet. Ein hoher Einstandspreis wird nämlich häufig durch niedrige Ersatzteilpreise und einen guten Wiederverkaufswert wett gemacht. Studiert einfach mal Betriebskostentabellen, und ihr werdet sehen, dass die VWs auch nicht teurer sind als die französischen Autos; oft ist das Gegenteil richtig! Ich habe mit Cits unterm Strich ähnliche Erfahrungen wie mit meinen französischen Autos gemacht: 18 Jahre lang fahre ich, abgesehen von einer kurzen Zeit mit einem Renault 19, Citroen - mit ungezählten außerplanmäßigen Werkstattaufenthalten. Man sollte sich abgewöhnen, über andere Marken herzuziehen. Wir sitzen nämlich im Glashaus, und da wirft's sich bekanntlich schlecht mit Steinen. Wer mir das nicht glaubt, kann mir gerne meinen C5 abkaufen. Ich wünsche ihm viel Vergnügen und viel Zeit und Geld für Reparaturen! Grzuß, Fluxus
10. Juli 200422 J. Ersteller Gerade weil ich betriebswirtschaftlich denke, kommt mir kein VW-Produkt mehr in die Finger. Die Zeiten, in denen VW’s weniger Wertverlust hatten sind vorbei. Auch die Gebrauchtwagenmärkte reagieren auf überteuerte Serien- und Zusatzausstattungen, die bei Wiederverkauf nichts mehr wert sind. Die Ersatzteilpreise des VW-Konzerns sind nicht mehr günstig, gleiches gilt für Wartung und Reparatur. Die Garantien verkommen bei VW zur Farce. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich in den entsprechenden VW-Foren bin. Erst werde ich im Preis abgezockt und dann im Service. Kulanz ist ein Wort, das VW und seine verbundenen Unternehmen noch nie gekannt hat. Einerseits verlangt man von uns nur möglichst deutsche Produkte zu kaufen, die Konzerne aber verlangen erst Lohnverzicht, dann verlagern sie immer mehr Arbeitsplätze ins Ausland, stellen zu hunderttausend deutsche Arbeitskräfte frei und wundern sich dann, dass der Umsatz im eigenen Land nicht mehr so will. Wir haben mit dem Automobil die weiße Ware erreicht. So was nennt sich Marktsättigung. Beim Ersatz fällt auf, dass außer beim Prestige bestimmter Marken, fast alle gleich sind. Und da such ich mir halt die Marke aus, die mir am günstigsten erscheint. Habe nämlich festgestellt, dass es immer einen Hersteller gibt, der gute bis sehr gute Preisleistungsverhältnisse hat. Das hat mich in den 90ern zu Crysler gebracht, vor 7 Jahren zu Skoda und jetzt zu Citroen. Selbst wenn ich für den Cit in 7 Jahren keinen müden €-Cent mehr bekomme, war das Fahrzeug billiger, als jede Mittelklasse aus deutscher Produktion (rein Betriebswirtschaftlich gerechnet). Gerade die deutsche Automobilindustrie muss aufwachen und auf ihre alten Tugenden zurückkommen. In Zeiten des Shareholder value allerdings fast unmöglich.
10. Juli 200422 J. wo ist denn VW billiger von den ersatzteilen als citroen ? vielleicht wenn du direkt bei citroen kaufst.
10. Juli 200422 J. JuergenII postete die Konzerne aber verlangen erst Lohnverzicht, dann verlagern sie immer mehr Arbeitsplätze ins Ausland, stellen zu hunderttausend deutsche Arbeitskräfte frei und wundern sich dann, dass der Umsatz im eigenen Land nicht mehr so will. was sich erst wieder ändern wird, wenn der transport deutlich teurer als inländische produktion wird, daher spielt uns ein steigender ölpreis hier deutlich in die arme - wenn der liter super 6,50 kostet wird deutschland wieder interessant werden für industrie und fertigung.
10. Juli 200422 J. eine Zwischenfrage: ist es in Deutschland nicht so, dass Unternehmen wenig bis keine Steuern zahlen? Oder können diese verhandelt werden?
11. Juli 200422 J. @Raoul: jedes international niedergelassenes Unternehmen spart dadurch Steuern, indem es die internen Verrechnungspreise für gegenseitige Zulieferungen beliebig hoch oder niedrig ansetzt. Bei VW ist in Wolfsburg ein anderes Problem: die Fabrik ist nur dann rentabel, wenn sie unter Vollauslastung gefahren wird. Der Grund liegt darin, das VW so etwa wie eine Oberfinanzdirektion oder unsere "Arbeitsagentur" ( = 90% der Mitarbeiter sind unproduktiv, weil mit der Verwaltung der Verwaltung beschäftigt ) organisiert ist. Das wiederum liegt in Deutschland daran, dass der Vorgesetzte grundsätzlich seinen Untergebenen misstraut. Er muss also jemanden einstellen, der den Untergebenen kontrolliert. Und der Kontrolleur muss natürlich auch kontrolliert werden. Das heißt dann ganz militärisch "Stabsstelle". Deswegen müssen deutsche Unternehmen bei den produktiven Beschäftigten sparen, VW zum Beispiel beim "5000 (Arbeitsplätze) für 5000" (DM- Bruttolohn). Ein vergleichbarer Toyota-Mitarbeiter verdient heute umgerechnet 10000 DM und Toyota ist gnadenlos produktiv, weil sie nicht unsere Verwaltung haben und die Firma sich darauf verlassen kann, dass die Mitarbeiter selbständig denken und handeln. Das ist bei uns verboten. Ich habe selber mal im Werk Wolsburg miterlebt, wie die Entscheidung herbeigeführt wurde, ob eine Frühschicht am Samstag eingerichtet werden soll, um die für Freitag bestellten Lkw zu entladen. Dafür brauchten die acht Stunden (die wir Kutscher natürlich ohne Vergütung zu warten hatten.) Dieses Phänomen der Immobilisierung durch zwischengeschaltete Kontrollinstanzen haben wir spätestens seit Gründung der Preussischen Staatsbahnen 1876. gruß f
11. Juli 200422 J. @Folkher: Gute Beschreibung der Abläufe bei vielen deutschen Großunternehmen am Beispiel von VW. Ich kenne die deutsche Elektroindustrie recht gut. Ob es aber 1876 wirklich mit unseren Problemen anfing? Mein Eindruck ist, dass besonders bei den Großunternehmen die Trägheit sich in den letzten Jahren deutlich verstärkt hat. Das liegt für mich vorrangig an der Art und Weise, wie und mit wem heute Management-Positionen besetzt werden. Viel zu oft sind die Leute zu unerfahren und versuchen dann, sich durch zusätzliche interne Kontrollinstanzen und externe Berater (mindestens so schlimm) abzusichern. Die Ergebnisse sind dann schlechter, als wenn sie selbst zügig entschieden hätten mit dem Risiko natürlich, eine gewisse Fehlerquote zu haben. Die Angst von erfahreneren Untergebenen vorgeführt zu werden, hemmt diese Leute aber völlig mit verheerenden Folgen für das Unternehmen. Bevor ich ganz ot gerate, höre ich hier lieber auf. Aber, ein Fisch stinkt immer noch vom Kopfe her.
11. Juli 200422 J. Hallo! Na, dass es bei Marken wie VW hin- und wieder bergauf und bergab geht liegt auf der Hand: man wagt halt eine Menge. Bei PSA läuft nie was schief, es gibt kein Flops: weil man nichts wagt. Das führt bei PSA sogar soweit, dass man die konzerneigene Dieselmotoren-Entwicklung fast komplett eingestellt hat und fast alle Dieselmotoren in einer Kooperation produziert und entwickelt. Es ist ja so schön billig. Bei den PSA-Benzinern tut sich fast gar nichts: bis auf den 1,4l-88-PS-Motor sind die Motoren technisch mehr oder weniger schlicht und teilweise völlig veraltet: 1,4l- mit 73 PS. Der V6-Benziner- neuerdings im 407 wieder auf der Höhe der Zeit-ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit Renault: auch wieder schön das Risiko und die Kosten redziert. Der VW Konzern verwendet nur eigene Motoren und hat davon eine extrem breite Pallette. VW wagt den Schritt in die Luxusklasse(Oberklasse mit Produkten, die auf dem neuesten Stand sind) PSA lässt die XM-Fahrer im Stich: weil sie zu wenig Geld gebracht haben, gab es keinen Nachfolger für den XM. Peugeot speist die 607-Kunden mit einem Auto ab, das technisch auf seinem Vorgänger basiert. usw usf. VW liefert schon im kleinen Golf modernste Automaikgetriebe: vergleichbares liefert PSA nur im Topmodell des 407, weil man das Getriebe ja teuer einkaufen muss. Und die Premiere der jeweils neuesten Gemeinschafts-Diesel überlässt man dem Ford-Konzern, der PSA für diese Vorrecht sicher ordentlich was "bezahlen " muss. Das ist solide Politik bei PSA , aber eben auch so langweilig. MFG
11. Juli 200422 J. @Knut: das mit der Eisenbahn fällt mir immer ein, weil ich mal unter Reichsbahn-Dienstrecht gearbeitet habe. Hätten wir die Vorschriften eingehalten, hätten wir gar nicht arbeiten können. Ich kenne aber die Automobilindustrie recht gut, weil man als Lkw-Kutscher ja so seine Einblicke bekommt. Neben der VW-Verwaltung ist es ja auch die falsche Modellpolitik. Statt Milliarden in Luxusmodelle zu versenken, fehlen ihnen solche Massenmodelle wie der Berlingo (der Caddy ist mehr ein Abklatsch vom Ford Tourneo Connect), kleine Cabrios und so etwas wie Mazda 2. Das so eine Fehlkonstruktion wie Pumpe-Düse versus Zahnriemen mit Spannrolle jahrelang nicht auffällt, oder die brüchigen Kabelbäume mit billigem (unelastischen) Kupferdraht, die die ZKD knackenden hängenden Kühlmittelthermostate ... usw., solche Sachen kann man nicht durch das "Premium-Gefasel" überdecken. Es ist die gleiche Methode, mit der Obbel seine Marktanteile niedergemacht hat. Deutsche Überheblichkeit gepaart mit dem Unvermögen einzusehen, dass andere Leute schneller die besseren Idee haben dürfen und die dann auch sofort umsetzen, siehe FAP von Faurecia oder Toyotas D-Cat. gruß f
11. Juli 200422 J. VW wagt also ne menge?!? na ja, so würd ich das mal nicht unterschreiben. die VW-motoren sind auch alles gemeinschaftsentwicklungen mit audi, weshalb auch nicht, da PSA nen vorwurf draus stricken zu wollen kann ich net nachvollziehen. sicher gibt es raffinierte motoren als PSA-maschinen, für die franzosen spricht aber letzlich die problemlosigleit ihrer motoren (nehmen wir mal den 2.5 TD aus), die im schnitt sehr sehr hohe laufleistungen erzielen. an geschichten wie aufwendige automatikgetriebe und andere gimmiks häng ich mich auch nicht, da ich eher dafür plädiere, sinnvolle technische änderungen statt technische spielereien zu entwickeln. früher wurde den franzosen das verspielte vorgeworfen, heute bauen sie solide sachen und es ist auch net recht. dass französische hersteller keine oberklasse-autos bauen, weil es ihnen zu teuer und unrentabel ist, find ich nur ehrlich. ob der schritt in die luxusklasse überhaupt sinn macht, ist ne ganz andere diskussion. in welchem auto ein gemeinschafts-entwickelter motor debütiert ist eigentlich auch hemd wie hose. im übrigen zum abschluss: der golf ist derzeit ja wohl mal das auto wo am wenigsten gewagt wurde, was design und konzept angeht, stattdessen versucht VW durch technische überfrachtung das wieder wettzumachen, letzlich ist er vom design überaltert egal wie gut er technisch sein mag.. gruss, kris
11. Juli 200422 J. e-kris: letzlich ist er vom design überaltert egal wie gut er technisch sein mag.. und der C5 ist ja auch die perfekte Lageweile.....deshalb läuft er ja so gut.. Gruss Gerhard
11. Juli 200422 J. Hallo! Wo ein Gemeinschaftsmotor debütiert ist egal? Sehe ich anders. Echten Neuigkeitswert hat ein Motor nur in den Auto, in dem er zuerst auf den Markt kommt. Wenn der 2,7 d irgendwann mal bei PSA zum Einsatz kommt, dann ist er zumindest einigen Leuten schon von Jaguar und Land Rover bekannt. Und zum Obigen: wenn man PSA in seiner Gesamtheit betrachtet, dann darf doch auch wohl die VW-Marken gedanklich zusammenfassen? Anders als bei anderen Konzernen gibt es im VW-Konzern teilweise markenspezifische Motoren und- zumindest für aussenstehende- einen Wettbewerk verschiedener Motorenlösungen. VW bevorzugtPumpe-Düse und 2-Ventil-Technik, Audi Commmon-Rail und 4 Ventile/Zylinder. VW hat einen nagelneuen 5-Zylinder-Diesel entwickelt: mit Pumpe-Düse 2,5 l Hubraum und 10 Ventilen: wird in Touareg, Multivan, Transporter und im nächsten Passat eingesetzt. Audi verwendet den Motor nicht und präsentiert in Kürze einen 2,7 l-V6 -CommonRail-Diesel mit 24 ventilen. Im Phaeton gibt es den 4,9l-V10-Pumpe-Düse-Motor mit 20 Ventilen, audi liefert im A8 stattdessen einen 3,9 l-V8 CommonRail mit 32 Ventilen. Die V5 und W8-Motoren hat Audi auch nie angefasst. Und sogar Seat hat aktuell einen Motor, der sonst in keinem Konzern-Modell in der Leistungsstufe lieferbar ist: 1,9-TDI mit 160 PS. Aber machmal darf man sich natürlich über die VW-Motoirenpolitik sehr wundern: in Touran,Octavia,A3;Golf luefert man einen 136/140 PS starken 2,0 TDI mit 16 Ventilen. Offenbar kein Grund für VW, für den Passat eine Leisungs- und Hubarumgleich Version zu entwickeln, die jedoch mit 8 Ventilen auskommt... Wer da als Aussenstehender einen Sinn erkennen kann, darf sich melden. MFG e-kris posteteVW wagt also ne menge?!? na ja, so würd ich das mal nicht unterschreiben. die VW-motoren sind auch alles gemeinschaftsentwicklungen mit audi, weshalb auch nicht, da PSA nen vorwurf draus stricken zu wollen kann ich net nachvollziehen. sicher gibt es raffinierte motoren als PSA-maschinen, für die franzosen spricht aber letzlich die problemlosigleit ihrer motoren (nehmen wir mal den 2.5 TD aus), die im schnitt sehr sehr hohe laufleistungen erzielen. an geschichten wie aufwendige automatikgetriebe und andere gimmiks häng ich mich auch nicht, da ich eher dafür plädiere, sinnvolle technische änderungen statt technische spielereien zu entwickeln. früher wurde den franzosen das verspielte vorgeworfen, heute bauen sie solide sachen und es ist auch net recht. dass französische hersteller keine oberklasse-autos bauen, weil es ihnen zu teuer und unrentabel ist, find ich nur ehrlich. ob der schritt in die luxusklasse überhaupt sinn macht, ist ne ganz andere diskussion. in welchem auto ein gemeinschafts-entwickelter motor debütiert ist eigentlich auch hemd wie hose. im übrigen zum abschluss: der golf ist derzeit ja wohl mal das auto wo am wenigsten gewagt wurde, was design und konzept angeht, stattdessen versucht VW durch technische überfrachtung das wieder wettzumachen, letzlich ist er vom design überaltert egal wie gut er technisch sein mag.. gruss, kris
12. Juli 200422 J. hallo mfg-wolfgang, die "abgespeisten" 607er-kunden haben ihr auto bei der aktuellen JD Power-Studie auf platz 1 gewählt. guckst du hier: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=572453 ansonsten vermag ich auch nicht das spannende an einer spinnerten VW-konzernpolitik mit phaeton und zugekauften marken erkennen, die sich als betriebswirtschaftlicher totalflop erwiesen haben und zur bilanzaufbesserung vielen arbeitern den arbeitsplatz kosten werden. dann doch lieber: solide, was in deinen augen langweilig sein mag. und die innovation der pumpe-düse-technik ist doch wohl, dass sie nach wie vor nagelt wie ein trecker. auch nicht sehr spannend, wie ich meine.
12. Juli 200422 J. Ich hatte kürzlich das Vergnügen, in einem nagel(!)neuen Touran mit 105-PS-TDi-Motor mitzufahren. Über die unangenehme Lautstärkeentwicklung war ich auch platt. Fand ich nicht so unbedingt kreativ ... Fl.
12. Juli 200422 J. Das ist jedenfalls auch ein Alleinstellungsmerkmal. Keiner nagelt so schön wie Volkswagen;-)) Gruß Jörg
12. Juli 200422 J. Da kann ich - fällt mir gerade leider ein - kontern. Mein C3 1,4 HDi nagelt im Winter beim Kaltstart die ersten 500 Meter so heftig, dass ich das schon reklamiert habe, erfolglos natürlich. Ich hatte noch keinen in der langen Reihe meiner Diesel, der das so schön konnte, dass es sich absolut krank anhört. Im Sommer ist das Extrem-Nagel-Geräusch übrigens nicht da. Gruß, Fl.
12. Juli 200422 J. Dann hast Du einen Wagen, der sich der Jahreszeit anpasst. Das gibt's bei VW nicht mal gegen Aufpreis. Dass die PR-Abteilung dies noch nicht gemerkt hat...
12. Juli 200422 J. Passend gerade dazu eine Wirtschaftsmeldung vom T-Online Portal: "...berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", dass der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen sein Gewinnziel für das laufende Jahr verfehlen werde. VW-Chef Bernd Pischetsrieder werde bald eine Gewinnwarnung herausgeben müssen, so der Spiegel. VW will dazu, mit Verweis auf die für den 23. Juli anstehenden Quartalszahlen, nicht zu dieser Veröffentlichung äußern. Die Aktie des Autobauers ist daher einer der größten Verlierer im Deutschen Aktienindex mit einem Minus von mehr als 1,5 Prozent."
12. Juli 200422 J. Wenn es bedeutend ist, in welchem Auto ein Gemeinschaftsmotor debütiert, welche Bedeutung hatte dann das Erscheinen des formidablen XUD Motors in den Modellen Peugeot 305 und Talbot Horizon? Richtig, keine! Von diesem Motor nahm man außerhalb der Fachpresse erst Kenntnis, als er im BX und im Pug 205 Kreise um die Konkurrenz drehte. VW „mutige“ Unternehmungspolitik anzudichten, ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht einmal Herr Pie (s) (ch) etsrieder unterschreiben würde. Dort ist man doch gerade stolz darauf, mit Modellen wie Sharan, Touran und Caddy die Marktforschung der Konkurrenz überlassen zu haben und dann den Markt von „hinten“ aufgerollt zu haben. Das ist „Low Risk Management“ wies im Buche steht. Daran ändern auch ein paar Technik-Gimmicks und ein verwirrendes Motorenprogramm nichts. Das Engagement von „Volks“wagen im Hochpreissegment mit den Produkten Phaeton, A8, Bentley und Lamborghini ist nicht anderes als ein von Herrn Piëch aus persönlichen Gründen eingeschlagener, milliardenschwerer Irrweg, den der Golf-Kunde finanzieren soll, es aber durch vornehme Kaufzurückhaltung zunehmend weniger tut. Mir ist jedenfalls die biedere PSA-Politik der Besinnung auf die eigenen Marken und Stärken (Produktivität = Kostenführerschaft) wesentlich sympathischer als das, was in den letzten 15 Jahren bei VW abgelaufen ist. PSA ist im Gegensatz zu VW überwiegend in Familienbesitz, das dürfte den vorsichtigeren Umgang mit milliardenschweren Experimenten erklären.
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