12. Juli 200422 J. Ich wollte übrigens eine Umlegung der KFZ-Steuer auf die Spritpreise nicht kritisieren. Für mich wäre diese Regelung sogar recht lukrativ. Was mich nur gestört hat war die pauschale Verurteilung der Pendler, da ich einige kenne und diese mit ihrem Arbeitsweg nicht glücklich sind, ihn aber in Kauf nehmen. Das sind Paare wo beide Partner in unterschiedlichen Städten arbeiten. Wenn sie weiterhin zusammen leben wollen, dann muß eben mindestens einer pendeln. Ist es denn ein Luxusgedanke, daß beide ihren Job behalten wollen, oder ist es Luxus, daß man sich nicht trennt, damit jeder in die Stadt ziehen kann, in der er arbeitet? Ich bin nicht wirklich "Pendler", da ich Freiberufler bin. In meiner Branche ist es auch egal, wo man wohnt, da man eh meistens in ganz Deutschland und oft auch weltweit unterwegs ist. Da der Auftraggeber die Reisekosten zahlt würde er nach der Reform auch noch einen Teil meiner KFZ-Steuer übernehmen müssen, da diese ja in meine Reisekosten mit einfließt. Was mir aber noch auffällt ist, das man so auch noch KFZ-Steuer für Fahrzeuge und Geräte kassieren würde, die bisher nicht besteuert sind. Das wären nämlich 25er und 50er Mokicks und Mofas, Rasenmäher und Stromerzeuger. Außerdem wäre dann auch die steuerliche Erleichterung für Sonder-Fahrzeuge weg, so daß die CX-Leiche von Sensenmann auch etwas teurer wird, ebenso wie verschiedene Oldtimer mit etwas durstigeren Maschinen. Trotzdem wäre diese Art der Besteuerung imho die gerechteste Lösung. Wer viel verbraucht produziert viele Abgase. Eine alte 500er S-Klasse, die nur 5.000 km pro Jahr bewegt wird ist garantiert umweltfreundlicher als ein Smart, der täglich 70 km fährt. Schwierig wird es dann nur mit dem "Steuervorteil" in Grenzgebieten, aber da wird es bestimmt auch Lösungen für geben. Z.B. "Zoll" auf Treibstoff bei der Einreise nach Deutschland oder so etwas. Da ist jede Regierung kreativ genug, um an das Geld ihrer Bürger zu kommen. Viele Grüße Stefan R.
12. Juli 200422 J. Wegen der Pendler nochmal: Es geht nicht darum, den Vielfahrern das Vielfahren zu vermiesen, sondern sie zu den Alternativen zum Mineralöl zu, naja, steuern eben.
13. Juli 200422 J. Fortschritte im Abgasverhalten könnte man auch anderes steuern als über die Kfz-Steuer. Z.B. über eine Kaufpreissubvention bzw. -besteuerung. Damit wäre auch die Neuwagennachfrage in ein gewünschte Richtung zu steuern. Schaut mal auf ein Extrembespiel wie in Dänemark: Die wollen ganz offensichtlich keine großen, spritfressenden Luxuskisten auf ihren Straßen. Für große Fahrzeuge zahlt man m.W. bis zu 180% Steuer. Der dänische Weg kann aber kaum kaum die Lösung sein, weil sonst europaweit die Verkaufzahlen genauso einbrechen würden, wie dies nachhaltig in dem 2.5 Mio Staat passierte. Das Therma ist saukomplex. Hier ein Link zum Nachlesen, da geht's sehr detailliert um das Thema: Vehicle Taxation Studies - Final Report Hab's nur in Englisch gefunden. Unabhängig von der Sprachbarriere: Viel Spaß beim Einarbeiten und Eruieren! )) Gruß Holger Edith: für mich auch einen CX-Turbo Prestige bitte! Und Wechselkennzeichen wie in der Schweiz.
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