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Jemand einen Keks? - Bilder des Grauens

Hervorgehobene Antworten

Ich habe mir noch nie eine Bremsscheibe durch das Anziehen der Räder verbogen, egal wie blöd ich die Schrauben festgezogen habe. Daß die Trennscheiben beim BX zu deutlichem Verzug und auch zur Rißbildung neigen ist nicht unbekannt, insbesondere wenn man meint die großzügige Toleranz von 3mm bei der Dicke (10mm neu, 7mm ist Verschleißgrenze) ausnutzen zu müssen. Wenn man da einmal etwas kräftiger bremst dann flattert es hinterher direkt. Meine BXe haben deshalb seit vielen Jahren innenbelüftete Scheiben drauf, wegen der besseren Ersatzteillage (und besserer Bremsleistung) mit Sätteln vom Xantia statt vom BX 16V.

Die Scheiben, die dann Schlackerten waren nicht besonders alt, eventuell 5tkm? Auf jedenfall weit von der Verschleißgrenze weg. Scharf Bremsen vermeide ich eigentlich sowieso und könnte mich zum genannten Zeitpunkt an nix erinnern. Aufgefallen ist das Schlackern prompt nach dem Wechsel. Natürlich mag ich es auch nicht, meinen Freunden die Schuld für sowas zuzuschreiben, im Endeffekt hab ich aber keine andere Erklärung gefunden.

Edit: Eine Ungereimtheit gibt es allerdings: Wenn der Wagen mit den Krummen Scheiben dann 2-3 Tage stand, war das Schlackern nach dem erneuten Losfahren temporär weg. Nach einigen Kilometern kam das Phänomen allerdings wieder zurück

Eben im Schrotteimer den Verschleiß nachgemessen:

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Bearbeitet ( von irgendwas_mit_bx)

  • Ersteller
Vor 19 Minuten, irgendwas_mit_bx schrieb:

[...] im Endeffekt hab ich aber keine andere Erklärung gefunden.

Da musst du dann halt noch ein bissel suchen.

Ich nehme an, die Scheiben waren fest auf der Nabe montiert, mit diesen kleinen Schräubelein? Wenn die Bremsscheibe rumklappert, kann Dreck zwischen Nabe und Scheibe kommen, dann eierts auch.

Ich zweifele auch ein wenig, dass das Festziehen der Raeder die Ursache ist. Zumal das leichte Taumeln von 0,5mm kaum solche Effekte ausloesen sollte. Ein wenig taumelt die Scheibe immer, soll sie auch, das drueckt dei Beläge zurueck. Der BX hat doch Festsattel, oder? Wenn die Scheibe gleichmaessig dick ist, gleicht sich das ja auch aus. Entweder schieben sich die Kolben des Festsattels hin und her oder der Schwimmsattel bewegt sich. Pulsieren sollte da eigentlich nichts. Sind die Raeder /Bremssattel richtig fest 😁 ?

Ich mache aus dem Festziehen der Raeder auch keine Wissenschaft. Alle leicht anziehen und dann ueber Kreuz abknaxen.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Vor 23 Minuten, schwinge schrieb:

Da musst du dann halt noch ein bissel suchen.

Ich nehme an, die Scheiben waren fest auf der Nabe montiert, mit diesen kleinen Schräubelein? Wenn die Bremsscheibe rumklappert, kann Dreck zwischen Nabe und Scheibe kommen, dann eierts auch.

Die Scheibe war durch beide Schräublein fixiert, ja. Zwischen Nabe und Scheibe sah es bei der Demontage recht sauber aus. Und durch einen Radwechsel kommt eigentlich kein Dreck dahinter, oder?

Vor 6 Minuten, MatthiasM schrieb:

Zumal das leichte Taumeln von 0,5mm kaum solche Effekte ausloesen sollte. Ein wenig taumelt die Scheibe immer, soll sie auch, das drueckt dei Beläge zurueck. Der BX hat doch Festsattel, oder?

Zumindest nach meiner Recherche wird oftmals 0,07mm als maximal zulässiger Schlag angegeben, und mein Maß wäre ja weit darüber. Vorne Schwimmsattel, hinten Fest

Vor 18 Minuten, MatthiasM schrieb:

Zumal das leichte Taumeln von 0,5mm kaum solche Effekte ausloesen sollte.

Das sind dem Video nach "nur" rund 0.3mm, und auch das ist extrem viel.

Vor 25 Minuten, MatthiasM schrieb:

Ein wenig taumelt die Scheibe immer, soll sie auch, das drueckt dei Beläge zurueck

Eher nicht, die Vorgaben für den Seitenschlag sind wesentlich geringer. Der "eckige" Dichtring zieht den Kolben zurück.

Radnabe < 0,03 mm

https://www.hella.com/techworld/de/ti/seitenschlag-der-radnabe-ueberpruefen/

Bremsscheibe 0,03 mm

https://www.at-rs.de/shop/images/PDF_Produkte/ATE_Bremsscheiben.pdf

Um den Bogen zu den offiziell zulässigen Schlag-Werten zu kriegen: Im Bucheli und Haynes stehen 0,2mm. Hätte ich vielleicht auch vorher nachschauen sollen...

Bevor ich Reifen montiere, bürste ich die sich berührenden Bereiche der Felge und der Bremsscheibe / Radnabe mit einer Drahtbürste ab. Bei meinem Berlingo kommt dann noch dünn Kupferpaste an die Stellen, an denen die Felge festgammelt. Die Radschrauben werden ebenfalls mit der Drahtbürste entrostet und über Kreuz handfest angezogen. Danach kommt das vorgeschriebene Drehmoment, ebenfalls über Kreuz.

Wie fährt sich der BX, wenn Du wieder die Winterreifen montierst? Vorne sollte genügen.

Vor 23 Minuten, irgendwas_mit_bx schrieb:

Um den Bogen zu den offiziell zulässigen Schlag-Werten zu kriegen: Im Bucheli und Haynes stehen 0,2mm. Hätte ich vielleicht auch vorher nachschauen sollen...

Das halte ich fuer einen plausiblen Wert. Die 0,03 mm an der Radnabe werden ja schon nach aussen deutlich mehr (Strahlensatz) dazu kommen die Fertigungstoleranzen der Scheibe und Korrosion. 0,3 mm ist schon viel, aber ob das wirklich so deutliche Auswirkungen hat? Sattel war nicht lose?

Aber das naechste mal, wenn ich die Raeder runter habe, messe ich mal meine Fahrzeuge nach. Das interessiert mich schon.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

2 Stunden her, MatthiasM schrieb:

Sattel war nicht lose?

Ich mein, der Sattel wird beim Radwechsel ja nicht angefasst. Daher kann ich hier auch keinen Zusammenhang sehen.

Vor 54 Minuten, irgendwas_mit_bx schrieb:

Ich mein, der Sattel wird beim Radwechsel ja nicht angefasst. Daher kann ich hier auch keinen Zusammenhang sehen.

Naja, ich kann mir irgendwie nicht erklaeren wie ein Radwechsel diese Phaenomene erzeugt, da fragt man eben noch mal nach.

Das Ende vom Lied war dann, dass die Muttern zwar über kreuz angezogen wurden, aber nicht gleichmäßig, sondern hintereinander während die anderen Muttern nur Handfest angezogen waren.

Entweder verstehe ich das nicht richtig oder ich mache das genau so. Handfest = ohne Werkzeug eingeschraubt?

Ich drehe alle Schrauben (Muttern) immer ein kleines Stueck mit der Hand ein, um kein Gewinde zu beschaedigen, drehe sie mit dem Radkreuz oder einem Pfeifenschluessel leicht an und benutze dann den Drehmomentschluessel. Aber selbst wenn man die Schrauben einzeln nacheinander kreisfoermig anzieht, sollte die Scheibe davon nicht dauerhaft verziehen. Der Radtraeger ist plan, die Bremsscheibe auch und die Felge gibt, bei korrektem Drehmoment, elastisch nach.

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Vor längerer Zeit gab es beim Audi A4 das von Schwinge erwähnte Problem mit Dreck hinter den gelösten Bremsscheiben. Audi hatte damals auf die Fixierschräubchen verzichtet.

Schweller eines 91er Volcanes, war der Bauschaum serienmäßig oder aufpreispflichtiges "feature" 🤔

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Glaube bei den ersten Xantias waren auch ein paar Ecken geschäumt

Von Werk aus? Wozu denn das?
Bei mir siehts aber nachträglich gemacht aus, weil an der stelle auch schon ein Flicken drüber war, der dann halt wieder weggeknuspert ist.

Vor 21 Minuten, L_Homme_Moteur schrieb:

Von Werk aus? Wozu denn das?

Beim Xantia wurde stellenweise schaumartige Dichtmasse verwendet. Zum Beispiel beim Break die hinteren Radhäuser zu den Kotflügeln hin. In den Heuliez-Ecken habe ich auch sowas gefunden. Nicht das optimale Material aus meiner Sicht.

Ob das bei der Limo auch so war, weiß ich nicht. Hatte ich nie so in den Fingern.

Bearbeitet ( von XM_Boris)

2 Stunden her, L_Homme_Moteur schrieb:

Von Werk aus? Wozu denn das?
Bei mir siehts aber nachträglich gemacht aus, weil an der stelle auch schon ein Flicken drüber war, der dann halt wieder weggeknuspert ist.

Mercedes hat das beim 639er Vito/Viano bei manchen Hohlräumen um die Schweller rum gemacht. Bei meinem Saab sind die Längsholme rechts und links vom Motor auch zum Teil ausgeschäumt. Wird wohl zur Geräuschdämmung gut sein.

  • Ersteller

Das sieht mir auch nach frischem Schaum aus.
Wenn der Schaum von Werk eingebracht wurde, muss es (meist von der Fahrzeuginnenraumseite) eine Öffnung geben durch diese der Schaum appliziert wurde, ca in der Mitte des Schaumbatzens, idR mit einem kleinen Plastiknubsi verschlossen.
Entweder das, oder der Batzen muss irgendwie anderweitig an der richtigen Stelle entstehen können. Also wenn man zB im Werk durch eine nebenan liegende Hohlraumöffnung appliziert, dann sind dann da zwei Blechlaschen im Schweller, zwischen die der Schaum reingeblasen wird.

Bearbeitet ( von schwinge)

Vor einer Stunde, Chöschi schrieb:

Mercedes hat das beim 639er Vito/Viano bei manchen Hohlräumen um die Schweller rum gemacht

Waren aber auch nicht die Pioniere was Rostbeständigkeit anbelangt 🙃. Trotzdem irgendwie unvorteilhaft, der schweller ist genau an der Stelle wo der schaum ihn berührte durchgegammelt 😕

1 Stunde her, L_Homme_Moteur schrieb:

der schweller ist genau an der Stelle wo der schaum ihn berührte durchgegammelt 😕

Bauschaum, also PU-Schaum aus der Dose, ist nicht gleich Bauschaum. Der übliche 1K Baumarktschaum ist offenzellig. D.h. die einzelnen Bläschen sind nicht dicht untereinander. So wirkt er kapillarisch und ist auch nicht wasserdicht. Und sind die Hohlräume einmal nass, geben sie die Feuchtigkeit nur unwillig wieder ab. Nach so einem Schaum schaut der hier gezeigte Befund aus.

Es gibt aber auch geschlossenzelligen PU-Schaum, s.g. "Brunnenschaum". Der nimmt tatsächlich kaum Wasser auf und ist dicht. Ich meine, wenn ein Autohersteller PU-Schaum in der Produktion einsetzt, sollte das wohl geschlossenzelliger sein.

Grüße,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

NSU Prinz hatte auch komplett geschäumte Schweller ab Werk. Der Rost wütete da genauso wie auf den Bildern.

Jens

Bearbeitet ( von Jensg)

  • 1 Monat später...

Auch ein Lingobär muss mal pieseln…

IMG_1261.jpeg

Aber wenigstens der an den man gut rankommt. einfach den alten mit einem alten Schraubenzieher am Eck reinklopfen im Idealfall dreht er sich das man in mit der Zange greifen kann, ansonsten zerrostet er sich halt den Rest des Lebens im Berlischwimmbad. Kannst auch vorher eine Blechschraube ins Loch drehen damit Du den greifen kannst

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