8. Juli 20215 J. ^ Danke. -> Entschuldigung ich meinte natürlich EPDM, nicht "PTFR" 😔 Ok bevor ich hier noch mehr Unsinn schreibe, können wir das nochmal in einem zusammenfassen? Bitte das hier geschriebene als Fragen zu verstehen. Geht allgemein um Gummi/Elastomere und Öle/Fette/Benzin und Verträglichkeit bei "unseren" Autos, bzw. aus welchen Kunststoffen/Elastomeren welche Dichtungen bestehen. EPDM wird also als Dichtungsmaterial für Bemsflüssigkeiten wie Dot 4 verwendet, wie zum Beispiel in der Kupplungshydraulik. Innerhalb der für Dot 4 ausgelegten Bremsanlage wird auch reines Gummi verwendet, für Dichtungen der Bremskolben, Bremsschläuche etc.. ? Dot 3 und Dot 4 zerstört Gummi nicht, bringt es aber zum aufquellen. EPDM verträgt also keine mineralischen Öle. Sind pflanzliche Öle wie Rapsöl ok für EPDM? Und Silikonöl (Dot 5)? Was für ein Material wird im Kühlkreislauf verwendet? Ist ja wohl auch meist Gummi, z.B. bei den Kühlerschläuchen? Aber für die Dichtungen im Heizungkühlerkopf-Adapter waren doch die beiden O-Ringe nicht aus Gummi sondern anderem Material? War das auch EPDM? FKM? Was? Auf welche Art von Gummi und Dichtungen wirkt Motoröl aggressiv? Viele Dichtungen meiner älteren Karren am Motor sind aus Gummi, wohl kautschukbasiert, jedenfalls ist Motoröl da offensichtlich nicht aggressiv. Sind das heute neue Elastomer-Mischungen? Auf welche Materialien wirkt Fluid Film aggressiv? Gummi auf Kautschukbasis? Warum kein Ö/Fett auf die Servolenkung (Stichwort Kardangelenk fetten oder besser nicht), welche Teile der Lenkung sind da betroffen - Faltenbälge? Dichtungen der Druckleitungen? Würde mich wirklich mal interessieren, im Netz gibt es da widersprüchliche Aussagen, oder gibt es eine verlässliche Webseite wo alles drin ist? Ich habe da folgende gefunden: Dichtungs-Werkstoff-Übersicht und Eigenschaften (Gesamtübersicht) (ralicks.de) katalog-gummi-fischer-05-elastomerweb-2015-10.pdf 7 Anwendungen - O-Ring-Lager O-Ring haus Danke und viele Grüße, Kai
8. Juli 20215 J. Das was Du da anfragst, ist eine sehr komplizierte Sache. (Oder: Das wird ein dickes Buch.) Was schwarz und wie Gummi aussieht, kann aus verschiedensten Materialien bestehen, die verschiedenste Beständigkeiten/Unbeständigkeiten haben. Und dann gibt es verschiedenste Zusammenhänge: z.B.: Bremsschläuche: Bestehen aus meist 2 verschiedenen "Gummi"-Schichten. Innen: um der Bremsflüssigkeit zu widerstehen Außen: um der Umgebung, Ozonalterungsfähigkeit zu widerstehen Oder: vor 3 Stunden schrieb ACCM Kai: Warum kein Ö/Fett auf die Servolenkung (Stichwort Kardangelenk fetten oder besser nicht), welche Teile der Lenkung sind da betroffen - Faltenbälge? Dichtungen der Druckleitungen? z.B.: Bei den Xantia wurde mehrfach festgestellt, daß die Lenkungs-Kardangelenke, gerade wenn sie alt sind, nicht mit WD40 oder Rostlöser eingesprüht werden sollen. 1: Das macht das Kardangelenk etwas beweglicher, spült aber auch u.U. Rost in die Gelenklager, und macht die dann auch von innen kaputt. 2: Aber das schlimmste daran: Die Brühe läuft an der Lenkspindel nach unten (Rostlöser und Rost,...) auf das Lenkventil oben und auf denn Wellendichtring, der das Lenkventil dicht hält. Diese Rostpartikel arbeiten sich beim Lenken in den Spalt zwischen Lenkwelle und Wellendichtring und sorgen dass die Lenkwelle partiell verrostet. Folge: Rost statt glatter Oberfläche und der Wellendichtring kann seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen. ==> Lenkventil Schrott (manchmal rettbar durch mechanische Nachbearbeitung.). Gegen vernüftiges Fetten des Kardangelenkes spricht eigentlich nichts.(bevor es dickverrostet und fest ist.) u.s.w. Fred
8. Juli 20215 J. So wie Fred schon schrieb, kann man mit dem Thema ganze Bücher füllen, da Dichtungen und Schläuche aus verschiedensten Kunststoffarten bestehen können, die auch alle verschiedene Eigenschaften haben. Durch mischen verschiedener Kunststoffe oder auch zugabe von diversen Additiven, kann man einer Kunststoffart neue Eigenschafften beibringen. Beispiel 2CV (da kenn ich mich am besten mit aus): Ersten Enten wurde mineralisches Motoröl empfohlen, bei späteren Enten kamen in der Auflistung auch teilsynthetische Motoröle drin vor. Ein Punkt, wo 2CV mit Scheibenbremse und Hydrauliker gleich sind, ist die Befüllung mit LHM. Dort wird in der Bedienungsanleitung (egal ob 2CV, BX, Xantia etc.) darauf hingewiesen, daß LHM mineralisch ist und man zur Not nur mineralisches Motoröl einfüllen darf: aber niemals Öle auf synthetischer oder pflanzlicher Basis, da das die Gummis zerstört. Als Schmiermittel von beweglichen Teilen, wird beim 2CV empfohlen Motoröl zu benutzen; z.B. zum Schmieren der Vergasermechanik (Metalllager), schmieren der Wischerachsen und Wischergestänge (Teflonbuchsen); aber es wird speziell drauf hingewiesen niemals die Gelenke des Schaltgestänges zu schmieren! Der Grund ist der: wenn man auf die Idee kommt, das Schaltgestänge zu schmieren, quellen die Gummibuchsen auf, so daß das Schalten unmöglich wird. Jedes Gummiteil/ jede Gummidichtung hat eine für seine vorgesehene Aufgabe bestimmte Mischung. Bearbeitet (8. Juli 20215 J. von EntenDaniel) ie
8. Juli 20215 J. vor einer Stunde schrieb EntenDaniel: bestimmte Mischung. Ist eigentlich relativ simpel: Für eine polare (Kühlwasser, Bremsflüssigkeit) Umgebung nimmt man ein unpolares Polymer z. B. EPDM. Für die entgegengesetzte Kombination (Mineralöl) kommen polare Kautschuke, wie z. B. Chloroprene Nitril (NBR) (beide günstig) oder HNBR (teuer) in Frage. Wenns heiß zugeht, kommt Viton (FKM, sehr teuer) zum Einsatz. Gruß Jens
8. Juli 20215 J. vor 4 Stunden schrieb jens-thomas: Ist eigentlich relativ simpel: Wenn man den Molekularaufbau genau kennt,.... (Aber der steht nur selten auf dem Material)
9. Juli 20215 J. vor 10 Stunden schrieb jens-thomas: Ist eigentlich relativ simpel: Für eine polare (Kühlwasser, Bremsflüssigkeit) Umgebung nimmt man ein unpolares Polymer z. B. EPDM. Für die entgegengesetzte Kombination (Mineralöl) kommen polare Kautschuke, wie z. B. Chloroprene Nitril (NBR) (beide günstig) oder HNBR (teuer) in Frage. Wenns heiß zugeht, kommt Viton (FKM, sehr teuer) zum Einsatz. Gruß Jens Ja, ich weiß (hab in der Kunststoffindustrie gelernt). 🙂 Im Laufe der Jahre hab ich mir aber angewöhnt, alles so einfach wie möglich zu beschreiben, wenns um Chemie geht. Das kommt davon, wenn man immer mehr Vorgesetzte hat, die keine Ahnung haben. Ich sah dann immer mehr Fragezeichen in den Gesichtern, wenn ich denen z.B. unsere Ionenaustauscheranlage erklärte....
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