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Getriebeübersetzung und Abdichtung


jens_s
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Ziel war es, eine Y 6 Übersetzung zu versuchen. Die beiden Zahnräder sind praktisch um einen Zahn verändert. Bei meiner Langversion mit dem Plan, auch ein Motorrad zu transportieren, schien mir das erst einmal ausreichend. Die Zahnräder stammen aus Holland und waren laut Vorbesitzer in einer HY Feuerwehr verbaut. Hier das orig. Zahnradpaar.

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Edited by jens_s
Ergänzung
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Danach waschen, Demontage und schön die Teile sortieren. Ich hatte auch Glück, das Getriebe ist gelaufen, war gut eingestellt und Verschleiß habe ich kaum gesehen. Lediglich die Dichtungen waren alle breit. Am schlimmsten vorn der Dichtring zur Kupplung.large.IMG_4495.JPG.7181d270808648e110720ca2f50c5998.JPGlarge.IMG_4515.JPG.5e71ef3caee9b421a37b25cd78f36c85.JPGlarge.IMG_4514.JPG.8b72821c09bca224e4df253cf4cbad4f.JPG

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Ich bin begeistert von der Robustheit der Getrieberäder. Richtig verbaut halten die sicher ewig.

Auf zwei "Fallen" bin ich gestoßen:

Die Nadeln sind nicht wie im Teilehandbuch 50 pro Lager, sondern nur 47. Ich habe aber erst mal gesucht.

Die Schlitzmutter zur Sicherung des Rades im Gehäuse (siehe Foto) hat Linksgewinde. Das ist so niergendwo vermerkt. Eine flache Sechskantmutter und ein Vermerk in der Literatur wäre hilfreich gewesen.large.IMG_4560.JPG.6f186e9043d2831fd4ecf28021e29e69.JPGlarge.IMG_4564.JPG.365007f603b0c7d93455631db118c737.JPG

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Lackieren, abdichten, zusammenbauen - 5 Versuche mit den Nadeln, dann hatte ich es raus. Hinterher habe ich erfahren, dass es Montagebänder auf Fettbasis für sowas gibt. Ich hatte das gute alte DDR Wasserpumpenfett. Das klebt schön.

Mein Tipp: merkt euch die exakte Reihenfolge, das spart Zeit.large.JVPN3937.JPG.e021cd538bfcbe798f09136cc14d0423.JPGlarge.IMG_4562.JPG.46678bcbcba3f41c97140206dcc49173.JPGlarge.IMG_4563.JPG.326bfdde81bd07325cd54084fbe86ce0.JPG

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Alles in allem hat das Spaß gemacht. Nun bin ich gespannt, ob ich mit dem H78 eine 100 fahren kann. 90 km/h gingen schon. Wenn eine 80 km/h Reisegeschwindigkeit herauskommen, wäre ich glücklich. Probieren kann ich das erst später, ich habe noch Probleme mit der Karosse.

Ich werde es berichten. Grüße Jens

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Schön zu wissen mit dem Zusammenbau, hab da noch ein zerlegtes Getriebe, allerdings die Linksverschraubung habe ich nicht gelöst, sonder so mit ausgebaut, könnte aber beim Zusammenbauen eng werden. Mit meinem Y5-Getriebe bin ich immer so 105 gefahren und zum Überholen auf der Autobahn bis 115, ging problemlos.

Da andere Zahnräder dann auch andere Distanzscheiben, da ja darüber das Differential nit eingestellt wir, oder war es nicht nötig?

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Ich habe auch im Kopf, dass diese Schraube nicht gelöst werden muss. War mir aber nicht sicher.

Differeiantial neu einstellen halte ich auch für eine gute Idee.

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gutesguenstig

Die Mutter hatte ich auch nicht gelöst. Eine Kontrolle der Teller/Kegelradeinstellung ist auf jeden Fall sinnvoll.

 

roman

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dumdidum

leute... wer hier (kegel/tellerad) nicht auf 1/100mm genau arbeitet zerstört sich das getriebe. nicht sofort aber innerhalb von 10 000km. das ist also nicht sinnvoll sondern vorraussetzung. bei falschdr einstellung ist kegel/tellerad verloren für immer. nach jedem zahnrad oder lagerwechsel ist die einstellung nötig, ich habe von 100 getrieben noch keins gehabt das einfach gestimmt hätte. natürlich kann man auch glück haben 😉 das ist aber meines erachtens bei den preisen und verfügbarkeite von guten getriebersatzteilen wirklich materialverschwendung und vorsätzliche zerstörung.

...und ja diese mutter zieht man mit vorgegebenen drehmoment und passendem werkzeug nach lagerwechsel in der eingangswelle ausserhalb des getriebes fest und sichert sie mit der metallzunge des sicherungsbleches! eingebaut macht man da garnix dran. das löst sich sonnst ohne sicherung durch temperatur und vibration, das löst sich ja leider in wenigen fällen sogar MIT sicherung.

Edited by dumdidum
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Natürlich muss das Spiel Kegelrad/Tellerrad geprüft werden.

Andere Zahnräder-andere Anlaufscheiben sind die Regel. War aber bei mir nicht notwendig. Ich kenne den Zusammenbau aus den Kardan Endantrieben von AWO oder Ural. Die Zahnräder waren keine Nachfertigung. Es hat einfach gepasst.

Die Verschraubung habe ich lösen müssen, weil der Zusammenbau ohne den Platz an dieser Stelle nicht gut zu machen war. Vielleicht habe ich mich auch zu blöd angestellt. Die Mutter ist neu gesichert, da löst sich nichts.

Nun bin ich gespannt, ob ich meine 100km/h fahren kann.

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@dumdidum

Wenn du das Spiel Kegelrad/Tellerrad auf das 1/100 einstellst, will ich gern mal dabei sein. Das glaubt dir vielleicht jemand, der sowas noch nie in der Hand hatte. Aber - man lernt ja nie aus😌.

Für den Zweck verwende ich spezielle Tragbildpaste. Dort kann ich genau ermitteln, wie das Tragbild optimal eingestellt werden muss. Auftragen - durchdrehen - prüfen - nachjustieren. In meinem Fall brauchte ich das nicht, glücklicher weise hat die vorherige und beibehaltene Einstellung gepasst.

Trotzdem danke für die hinweisende Ergänzung zu meinem Beitrag. Das oben geschriebene Spiel muss immer geprüft werden! Ich hatte vergessen, dies zu erwähnen.

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Das  mit dem 1/100 geht sehr wohl, wenn man eine Einstelllehre hat oder sich eine baut.

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original zahnräder? das können dann höchstens y4 und y5 sein, alles andere ist in jedem fall nachbau / mod, von citroen gabs nur die ab werk. aber es gab natürlich viele modifikationen über die jahre!

und die bilder zeigen da eine 22/25 zähne kombination. die ist standart und stellt keine verlängerung da.

dein awo oder ural kannst du damit nicht vergleichen, ich habe kein problem damit wenn du dir deine eigene methode überlegst - kann jeder so machen wie er will. da das hier aber auch andere lesen:

die einstellung ist mit messwerkzeug wie im getriebehandbuch genau spezifiziert vorzunehmen. alles andere birgt die gefahr einer beschädigung der geometrie von kegel/telleradzähnen. und ab ca. 5/100 bis 10/100 abweichung habt ihr einen heulenden uhu stehts dabei der wirklich nerft. das ist leider gerade bei gebrauchten verschlissenen getrieben der fall, hier muss vor dem zerlegen unbedingt das genaue zahnflankenspiel ermittelt werden um das ganze beim zusammenbau wiederherstellen zu können. wer da nach handbuch auf neumaß einstellt kommt in den wald. vorgabe ist: maximale abweichung darf 0,05mm nicht überschreiten! dieser wert gilt für neuwertige getriebe! wenn die stark eingefahren sind sollte man besser als das sein!

beim austausch nur eines lagers vom diff oder der unteren welle kann die einstellung nichtmehr stimmen. schon desshalb weil die abmaße der nachbaulager minimal andere sind als die der originallager. egal ob skf oder noname. die nut im unteren deckellager ist zudem anderst ausgeführt was die gesamte position der unteren welle verschiebt.

einstellpaste ist nett aber nach meiner meinung für diesen getriebetyp nicht genau genug.

das alles ist nur meine meinung und erfahrung nach vielen vielen getrieben die ich geöfnet / revidiert oder umgebaut habe.

also jeder wie er mag, ICH hab zum glück nochgenug reserveteile 😜

wer die nicht hat sollte genau nach vorgabe von citroen vorgehen und messen.

wie das geht ist hier nachzulesen:

https://typ-h.de/media/pdf-unterlagen-technik/Handbuch_NL_Getriebe_2b.pdf

(seitenzahl 17)

ps: dein syncronring und / oder der anlaufkegel vom 3. gang ist verschlissen.

Edited by dumdidum
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Ja, das Bild zeigt die ausgebaute  und ersetzte Serienübersetzung.

Danke für die PDF, man lernt ja nie aus.

Verschlissen würde ich nicht sagen, eher Kampfspuren. Das hält noch etliche 1000 km. Die neuen Synchronringe vom Franzosen sollen ja eh nicht viel taugen.

 

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auch hier fehlt dir entsprechendes wissen. der abstand sollte min. 1,4mm betragen. damit es noch funktioniert muss im kalten zustand, ich würde mal sagen, min. 0,5mm übrig sein (unter druck!). deiner ist eher 0 schon ohne andruck. das wird so nicht funktionieren und wenn dann nicht lange und nichtmehr wenn das getriebe mal heiß wird. der zweite gang ist normal nie besser als der dritte btw. kann man aber auf dem foto nicht erkennen da entlastet.

getriebehanbuch seite 11 zeigt dir das die ganze hohlkehle hinter der anlauffläche des syncronrings frei bleibt. das wird vermutlich bei dem zustand aber aufschweißen und abdrehen bedeuten.

hier wird viel arbeit in ein getriebe gesteckt ohne es tatsächlich zu überholen. durch die fehlende dokumentation des zustands vor dem zerlegen + die nicht gemachten einstellungen würde ich sogar eher sagen der zustand hat sich verschlechtert.

aber es ist schön lackiert und kann dann ja zur not als revidiert verkauft werden, das ist z.Z. ganz beliebt im hy-markt 😉

ich habe nix gegen try und error, ist auch meine lernmethode gewesen damals, aber dann bitte nicht so tun als überholt ihr hier fachmänisch ein getriebe sondern einfach fragen hey ich hab das und das vor aber noch nie gemacht, wie würdet ihr vorgehen, wo gibt es unterlagen, worauf muss ich achten etc.

Edited by dumdidum
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Die Frage, woher diese Übersetzung kommt stellte sich mir auch. Sind nicht die Dieselgetriebe die am längsten übersetzten?

Ansonsten kann man ja auch die normalen Zahnräder gegeneinander Tauschen nach Bearbeitung der erforderlichen Nut, nur mit dem Nachteil, das sich die Kraftlichtung Richtung Differential umdreht und nun das Lader alles aufnehmen muss.

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ja das geht, allerdings auch nicht lange, die kräfte heben sich wie richtig beschrieben nichtmehr auf und das lager erleidet nach wenigen 1000km den tod.

alles schon ausprobiert, nach 2000km hatte das untere lager bereits löcher in der laufspur außen...
da merkt man dann wieviele gedanken sich die leute bei citroen gemacht haben.

Edited by dumdidum
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Aus welchem Getriebe die Zahnräder kommen, kann ich nicht sagen, aber wer sie mir verkauft hat. Leider habe ich die vor dem Einbau nicht fotografiert, nur vermessen.

Die orig. sind nicht getauscht, obwohl ich da auch schon darüber nachgedacht habe. Aber wenn ihr das ausprobiert habt, ist die Sache ja durch.

Das Getriebe lief vorher sauber, Übersetzung geändert, Wellendichtringe neu, überprüft und so wieder zusammengebaut. Nicht mehr und nicht weniger. Eine GU ist eine andere Nummer. 

Die Kommentare in allen Ehren - das Getriebe wird laufen, nicht nur 100 km um die Ecke. Ich bin nur gespannt, was es gebracht hat mit der Übersetzung. Angeregt hat mich dazu jedenfalls der Beitrag auf typ-h.de. Herzlichen Dank dafür.

@dumdidum : Wenn du mal ein scheiße blau lackiertes Getriebe angeboten bekommst: Vorsicht!😉

Edited by jens_s
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vor 16 Stunden schrieb jens_s:

[...] Angeregt hat mich dazu jedenfalls der Beitrag auf typ-h.de. Herzlichen Dank dafür. [...]

bitte, gern geschehen. ich muss dir aber leider mitteilen das du den beitrag auf meiner Seite leider nicht so ganz richtig verstanden bzw. umgesetzt hast.

edit:

naja vielleicht passt es ja und du hast glück wär schad drum.😉

und was ich wirklich schade finde ist das man hier keinen austausch mehr hinbekommt wo mal so ein projekt von anfang an und mit gegenseitigem in und output besprochen wird sondern eigendlich nurnoch berichte gepostet werden und wenn man dann mal was schreibt heißt es man hätte keine ahnung (genaue einstellung wäre unmöglich etc.)

@ jens_s wieso nutzt du nicht das wissen das hier im forum vorhanden ist und machst es bestmöglich? hier gibt es sooo viele leute die dir helfen würden wenn du das ermöglichen würdest, lumiere würde dir vermutlich in zwei sätzen erklären wie du dir eine einstelllehre bauen kannst, vermutlich wenn du ihn fragst vielleicht sogar eine fertigen oder leihen... es gibt z.b. einen total einfachen trick wie man die nadeln da reinbekommt (schon beim ersten versuch) aber man bekommt nicht den eindruck das du daran überhaupt interessiert bist, du machst halt dein ding und postest dann die bilder. also das geht auch einfacher auf facebook oder sonstwo, dazu brauchts kein technikforum mit leuten die das seit 15 oder mehr jahren hier machen und einiges an erfahrung mehr haben dürften als du (nur bezogen auf den hy, nicht auf anderes!)

aber ok, vielleicht mach ich auch einfach mal wieder eine forumspause.

Edited by dumdidum
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