21. Mai 20233 J. Seit letztem Herbst machten sich beim Fahren mehr und mehr vibrierende metallische Fahr- und Abrollgeräusche bemerkbar. Wenn man so ca. 5° nach rechts lenkte, war das Geräusch kaum zu hören, wenn man stark nach links oder rechts einlenkte, war es extrem laut. Im November war ich dann bei meinem ehemaligen Freundlichen und bat um Prüfung und Ursachenforschung. Ergebnis: An den tragenden und drehenden Bauteilen sei alles in Ordnung, wahrscheinlich hätte ich ein sog. "Sägezahnprofil" auf meinen All-Season-Reifen entwickelt. Das gäbe sich wieder, wenn das Profil abgefahren würde. Erst mal erleichtert, dass ich um eine teure Reparatur rum gekommen war. Aber die Geräuchentwicklung wurde nicht weniger, sondern mehr. Zuletzt hatte ich beinahe Panik, längere Strecken mit dem Auto zu fahren, das sich mittlerweile wie ein Kettenfahrzeug anhörte - einschl. entsprechender Vibrationen im ganzen Auto. Jetzt, nach ca. 20.000 Km Dröhnfahrt erneut zum ehemaligen Freundlichen. Ergebnis: Radlager vorne links stark beschädigt, auf keinen Fall mehr damit fahren. Reparatur für über 400,- EUR. Aber: Jetzt habe ich gefühlt ein flüsterleises Auto... Was für eine Wonne. Damit komme ich gerne nach Wetter an der Ruhr.... Nur mal so als technische Geschichte, falls sich Euer Auto auch mal wie ein Kettenfahrzeug anhört. Irgendwie hatte ich schon im November einen solchen Verdacht. Aber wenn der Fachbetrieb nix feststellt. ... Wer würde dann widersprechen? Lg, Saint-Ex Bearbeitet (21. Mai 20233 J. von Saint-Ex ACCM BAD)
21. Mai 20233 J. Das war ziemlich mutig, wenn ich so ein metallisches kratzen höre, würd ich nicht fahren, aber auch keine Märchen vom Reifen glauben. Das dürfte wohl immer in Richtung Gelenk, Träger etc sein. Ich würd die Werkstatt wechseln .... stell dir mal vor das gibt auf bei 130 .... Glück gehabt!
28. Mai 20233 J. Ersteller Am 21.5.2023 um 21:38 schrieb Dreher: Das war ziemlich mutig, wenn ich so ein metallisches kratzen höre, würd ich nicht fahren, aber auch keine Märchen vom Reifen glauben. Das dürfte wohl immer in Richtung Gelenk, Träger etc sein. Ich würd die Werkstatt wechseln .... stell dir mal vor das gibt auf bei 130 .... Glück gehabt! Immer wieder inspirierend, diese retrospektiven “Klugscheißereien“ wie, “ich hätte“, “ich hätte nie“, “ich würde“, “ich täte“ ... Ich wünsche euch allen, dass euch so etwas nie passiert und ihr immer die absolut richtige Bewertung und Entscheidung trefft. Schön, dass ihr so klug seid ... Bearbeitet (28. Mai 20233 J. von Saint-Ex ACCM BAD)
29. Mai 20233 J. Die Schilderung, daß sich das Geräusch beim Lenken verändert, ist eigentlich schon sehr charakteristisch für das Radlager. Da hätte die Werkstatt wirklich ein bißchen genauer hinsehen (und hören) sollen. Ich hatte bei meinem Passat kaputte Radlager (gleich mehrere hintereinander, später bestätigter Produktionsfehler) und bei meinem Granada-Kombi. Da stand auf der Autobahn (so wie Dreher befürchtete), das rechte Vorderrad plötzlich still. Ein unvergleichliches Erlebnis. Aber mein Schutzengel war gut trainiert (der konnte locker bei 130 auf der AB mithalten) und es war genau zur richtigen Zeit eine Abfahrt neben mir. Es ging nämlich etwas rasant rechts rum. Das Kurvenmaß entsprach annähernd dem Willen des Vorderrades und ich bin halb gewollt und halb gezwungen abgefahren und habe am Straßenrand auf den gelben Engel gewartet. Das Geräusch meiner Radlager war - so weit ich mich heute noch dran erinnere - eher pfeifend/singend, es gibt aber auch ratternde, rumpelige. Trotzdem ein Geräusch, daß man nie vergißt und beim nächsten Auftreten ist man entdsprechend sensibilisiert. Wenn es beim starken Einschlagen klackert, wäre ein Blick auf die Antriebswelle sinnvoll. Unter dem Strich sind wir froh, daß Dir nichts Schlimmeres passiert ist 😉
1. Juni 20233 J. Über 400 für ein radlager? Da ist wohl der nach mir die Sintflut Faktor einberechnet worden. Unglaublich was sich Werkstätten gerade erlauben. roman
1. Juni 20233 J. Na ja, das lumpige Standardlager wird bekanntermaßen vergoldet bevor es zusammem mit dem platinierten Sicherungsring in den PSA-Karton gepackt wird. Dann noch großzügige 1,5h à 145€ für den Arbeitsaufwand und zack - 400€ Rechnungsbetrag...
2. Juni 20233 J. vor 7 Stunden schrieb bx-basis: PSA-Karton Du hast was vergessen: In den mit Seide ausgeschlagenen PSA-Karton und die Rechnung auf handgeschöpftem Büttenpapier. 😉
4. Juni 20233 J. Ersteller Also, so ganz kann ich eure Aufregung nicht verstehen. Ich habe jetzt mal die Rechnung hier als Bild abgespeichert und stelle sie hier ein. Bin immer noch der Meinung, dass das ein reeller Preis ist. Aber schaut selbst... Natürlich ist selbermachen immer viel billiger. Aber das kann ja nun mal nicht jeder...
4. Juni 20233 J. 3,5h für einen Radlagerwechsel finde ich persönlich ziemlich überzogen, zumal die Nabe mit ersetzt wurde und somit sogar ein Arbeitsschritt entfällt. Die Teile waren nicht aus dem gepolsterten PSA-Karton sondern schnöde Aftermarket-Ware.
4. Juni 20233 J. Ersteller vor 8 Stunden schrieb Saint-Ex ACCM BAD: Also, so ganz kann ich eure Aufregung nicht verstehen. Ich habe jetzt mal die Rechnung hier als Bild abgespeichert und stelle sie hier ein. Bin immer noch der Meinung, dass das ein reeller Preis ist. Aber schaut selbst... Natürlich ist selbermachen immer viel billiger. Aber das kann ja nun mal nicht jeder... Das Radlager wird bei einem bekannten Online-Händler übrigens zum fast identischen Preis angeboten: Und weil ein Handwerksbetrieb seine Mitarbeiter bezahlen und den Betrieb erhalten muss, rechtfertigt das natürlich auch einen angemessenen Stundenlohn. Ein AW von 59,-€ erscheint mir dabei im Vergleich zu vielen anderen Werkstätten schon fast sozialverträglich. Bearbeitet (5. Juni 20233 J. von Saint-Ex ACCM BAD)
5. Juni 20233 J. Ersteller vor 9 Stunden schrieb bx-basis: ... Die Teile waren nicht aus dem gepolsterten PSA-Karton sondern schnöde Aftermarket-Ware. Und wie kommt BX-Basis zu dieser Einschätzung? Immerhin zählt SKF zu den renommiertesten Kugel-, Wälz- und Radlager-Herstellen weltweit, deren Produkte von vielen Auto-Herstellern als Erstausrüstung Verwendung finden, so z.B. auch bei BMW. Würde mich wundern, wenn PSA eigene Radlager produziert. Die werden sie auch zukaufen. Bearbeitet (5. Juni 20233 J. von Saint-Ex ACCM BAD)
5. Juni 20233 J. vor 26 Minuten schrieb Saint-Ex ACCM BAD: Und wie kommt BX-Basis zu dieser Einschätzung? ...ganz einfach: Bei Originalteilen stünde auf der Rechnung eine Teilenummer und nicht "SKF" Übrigens, freu Dich dass Du keinen Toyota fährst, da hätten 400€ nicht ausgereicht...
5. Juni 20233 J. 3,5 Stunden für ein Radlager sind erstmal zuviel Zeit. Sollte es nötig gewesen sein feste Schrauben mit erhöhtem Aufwand zu entfernen sollte das als Zusatzzeit auf der Rechnung stehen, also Richtzeit Radlager + individueller Aufwand = 3,5 Stunden. Spart Diskusionen und Vorverurteilung der Werkstatt ohne Hintergrundwissen des Fahrzeugzustandes
5. Juni 20233 J. vor 11 Stunden schrieb Kroack: Sollte es nötig gewesen sein feste Schrauben mit erhöhtem Aufwand zu entfernen sollte das als Zusatzzeit auf der Rechnung stehen, ...ja, absolut richtig! Ich handhabe es in solchen Fällen zusätzlich noch so, dass ich den Kunden darüber informiere, sobald sich die Mehrarbeit abzeichnet.
5. Juni 20233 J. Am 4.6.2023 um 20:51 schrieb Saint-Ex ACCM BAD: Der "Ersatzteileprofi" ist für Originalteile eine günstige Quelle, aber für Ident eher nicht - den SKF-Satz bekommst Du bei den üblichen Verdächtigen um ca. 30€ herum (dafür wird's die Werkstatt aber nicht abgeben und einbauen, klar...). Und natürlich baut PSA nicht alles selber, allerdings haben die Hersteller in der Regel eine ziemlich rigide QA für zugelieferte Teile - und die kann in manchen Fällen trotz namhaften Teileherstellern auch für mich als Schrauber den Ausschlag geben, trotz deutlich höherem Preis OE zu verbauen. Die Zeit finde ich indes auch prinzipiell diskussionswürdig, die PSA-Richtzeit für ein Radlager vorne in situ ist 1,8 Stunden. Allerdings steht da "AW" als Einheit, nicht Stunde; möglicherweise ist das in dieser Werkstatt nicht das gleiche, und würde auch den eigentlich zu günstigen "Stunden"-Preis erklären (zumal ich den letzten Posten für Lexia und Stoßfänger befestigen auch eher reichlich fände, wenn es dann wirklich eine ganze Stunde gebraucht hätte). Man muß aber auch ehrlicherweise sagen, dass 1,8h in einer Cit-Werkstatt sicher auch im Bereich um 200 netto auskommen. Bearbeitet (5. Juni 20233 J. von jumpy_beifahrer)
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