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kleine "Steuerkette" zw. den Nockenwellen, C5 140 HDI

Hervorgehobene Antworten

Hallo C5 Fans,

gibt es eigentlich für den C5 140 HDI, BJ 2010, ein Wechselintervall für die "kleine Steuerkette" zw. den beiden Nockenwellen? bei 220.000Km (Vorgabe von Citroen 240.000Km oder 10 Jahre) wurde nur der Zahnriemen und die Wasserpumpe mit Umlenkrollen getauscht. Ich frage mich nun, wann eben der Spanner der Kette oder die Kette komplett getauscht werden soll/ muß.
Um Info's wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße

Dieter

Ein Wechselintervall dafür gibt es nicht, Probleme sind mir nur aus der Anfangszeit der 16V-HDi bekannt (2001), da wurden Spanner und ggf. die Kette im Rahmen einer Rückrufaktion ersetzt weil es da Probleme bei den Spannern gab die gelegentlich zum frühzeitigen Versagen der Kette führten. Ansonsten habe ich noch nie von Problemen damit gehört, auch nicht bei weit höheren Laufleistungen.

Bearbeitet ( von bx-basis)

Da muß ich einhacken:

 

haben die aktuellen Diesel Modelle (BlueHDI)  ebenfalls diese "kleine Steuerkette" neben dem Zahnriemen?

 

Danke.

 

Ja, hat der 1.5 und 2.0 Blue HDI auch.

  • 4 Monate später...
  • Ersteller

nun habe ich bereits 300.000Km (und 13 Jahre) auf dem Tacho und der Motor ist immer noch sehr gut in Schuss, dennoch sind nun leichte Klappergeräusche im Bereich der kleinen Steurkette zu höhren. Die Frage zu den nächsten schritten bzw. Überlegungen sind:

a.) einfach weiterfahren. Der nächste Zahnrienemwechsel ist theoretisch bei Km: 440.000

b.) die Ventildeckelabdeckung abmachen und nur die Kunststoffleisten am Kettenspanner und den Kettenspanner zu wechseln.

c.) die Kette zwischen den Nockenwellen tauschen, inkl. Kettenspanner und Gleitschienen. Leider sehr aufwändig:

      1.) Zahnriemen abbauen

      2.) Dieselpumpe ausbauen
      3.) Vakuumpumpe ausbauen

      4.) Abdeckung der Nockenwellen abmachen

      5.) Nockenwellen ausbauen

      6.) Kette tauschen und wieder alles zusammenbauen

Wer hat denn schon höhere Laufleistungen am 140 er HDI die weit über 300.000Km sind? Sind solche Arbeiten und ev. weitere Arbeiten gemacht worden bzw. sinnvoll.....

Viele Grüße
Dieter

 

 

 


 

Ansaugbrücke, Unterdrucksteuerventile, Hochdruckrail, Injektoren müssen auch raus.

  • 3 Wochen später...

Hab das machen lassen - wegen dem allen und weil zu wenig Ahnung. Von einer Motortuning-Werkstatt, die sich sonst v.a. um BMW kümmert. 2 freundliche Cit.-Vertragswerkstätten haben lediglich den Computer drangehängt und Fehlerauslese betrieben, da kam aber nichts. Die Geräusche aber, die sich der Werkstattmeister beim Tuner anhörte (nur mal Haube auf bei laufendem Motor) ließen ihn sagen: "Damit würde ich nicht mehr lange fahren..." - Diese kleine Steuerkette (Verbindung der beiden Nockenwellen) hatte sich gelängt und kam in Berührung mit den umliegenden (Gehäuse-)Teilen. Reparatur bei 285tkm, 2600 € fällig (neue Hochdruckpumpe incl.). Nach der Probefahrt übrigens Kompliment vom Werkstattmeister zum Motor! - Interessanterweise hört bei meinem (C5II 2,0 hdi, 2008) das Wartungsheft bei 270tkm auf... - Jetzt isser bei bei 334000 km!

  • 1 Jahr später...
  • Ersteller

update:

lange wollte ich nun bei 333.000km mit dem, leicht nach metallischem Rasseln im Bereich der Kette, nicht weiterfahren. Nach Studium der technischen Unterlagen und tollen Internetvideo's habe ich mich nun an die Sache herangetraut:

Unterdruckpumpe, Dieselhochdruckpumpe mit Railsystem, Ansaugbrücke und Injektoren, oberen Zylinderkopfrahmen und Nockenwellenrad ausgebaut

Folgende Besonderheiten:

2 Stehbolzen, die mit den anderen ~36 Schrauben, die den oberen Bereich des Zylinderkopfes fixieren, waren fest und dadurch nur mit 2 gekonterten Muttern und dem Heißluftfön zu lösen.

2 Injektoren saßen etwas fest, aber dennoch rel. einfach mit dem Schlaghammer auszubauen (beim Wiedereinbau Injektorenpaste verwendet)

alle Injektoren hatte ich bei einem Boschdienst zur Überprüfung. Die Injektoren zeigten an den kleinen Düsenbohrungen leichte Verkokung. Diese wurde beim Testen gereinigt. 2 Injetoren waren leicht aus Toleranz, dennoch wurde geraten diese wieder einzubauen.

die alte Kette zeigte an den Kettengliedern eine minimale Dehnung (~0.05mm). Dieser Wert kann von mit nicht beurteilt werden, doch zeigten die Kettenrollen auf den Kettengliedern ein deutlich größeres Spiel, welches zum Rasseln führte.

die beiden Kunststoffschienen (1x am Spanner und 1 x der Untere zur Führung), zeigten leichte Einlaufspuren von etwa 0.5-1.0 mm. Auffallend war, daß es nun losging, daß kleine Stücke Kunststoff aus diesem Bereich heraugebrochen waren (nach nun 15 Jahren wird der Kunststoff spröde)

Zusammenbau:

Dichtflächen mit Kunststoffschaber und Dichtflächenreiniger gesäubert, alles wieder mit neuer Kette, Spanner und Kunststoffschienen zusammengebaut, neuen Simmerring im Bereich Nockenwellenrad, Dichtmasse auf gereinigte Dichtfläche aufgebracht, Dichtflächen der Injektoren zum Brennraum gereinigt, neue Edelstahlleitungen des Railsystems eingebaut, neue Dichtungen an der Hochdruckpumpe und Vakuumpumpe eingebaut, Zahnriemen, Spannrolle und Wasserpumpe mache ich erst im Herbst, da ich dann noch die Ölpumpe mit Ölpumpenkette erneuern möchte.

Nach bangen 15-20 sec "orgeln" mit dem Anlasser dann der großartige Moment des Starten des Motors (unglaublich gutes Gefühl).

Ergebnis:

Der Motor hat nun kein metallisches Rasseln an der Steuerkette, die Reinigung der Injektoren waren extrem gut: Der Motor läuft extrem ruhig trotz der hohen Laufleistung.

Heute nach nun 1000km nach der Reparatur:

alles dicht (kein Öl läuft aus),

Motor sehr sparsam: bei ruhiger Fahrweise 4.6 l/100Km (Das Rußverhalten beim Beschleunigen wirkt optisch viel geringer als vorher)

Endlich ist die Gefahr weg, daß die Kette reissen könnte und ein sehr hoher Motorschaden oder Motortotalschaden enstehen könnte.

Es macht Spaß so einen Citroen (der letzte mit dem hydraulischem Fahrwerk) zu verstehen und auch schwierige Reparaturen selber machen zu können (Hobby, deshalb für das ganze 20h ! benötigt, aber das rechnet man ja nicht), der Respekt vor der Autotechnik und die Zuverlässigkeit eines Verbrenners mit so vielen Teilen wird nach so einer Arbeit noch höher.

Nun kündigen sich die beiden hinteren Koppelstangen am Stabi an, aber nach 15 Jahren und 334.000 Km, istr das normal und auch rel. einfach zu erledigen........

 

 

 

Danke für die ausführliche Dokumentation! Zahnriemen musste aber auch runter oder konntest du das mit dem Nockenwellenrad irgendwie anders lösen?

  • Ersteller

Hallo Baustromverteiler,
ja, defenitiv. Nur dann kannst Du in Ruhe das Nockenwellenrad abnehmen und spannungsfrei die Nockenwellen ausbauen. Wirklich wichtig war beim Ausbau des Zahnriemens, die große Schraube des Schwingungsdämpfers, geschraubt in die Kurbelwelle, vorsichtig mit dem Heissluftfön zu erwärmen und ohne Schlagschrauber zu lösen (max. 200Nm), sonst gibt es das Risiko, daß die Schraube bricht.

Interessante Geschichte. Jedoch sind 2600 € bei dem voraussichtlichen Tachostand von 300Tkm eine bittere Pille, wenn auch der Reparatur-Preis realistisch ist...  Hochgerechnet ist dann mein BlueHdi180 13-14 Jahre alt (300 Tkm) und gerade mal noch 3000 € wert.

Sicherlich eine Spekulation meinerseits, aber irgendwie mag ich diese vermeidbaren "Kleinigkeiten" nicht, die das Ganze ad absurdum führen. Erinnert mich an die dunklen Zeiten der VW-Knechtschaft 😀

 

Bearbeitet ( von DerSchweber)

vor 15 Minuten schrieb DerSchweber:

Hochgerechnet ist dann mein BlueHdi180 13-14 Jahre alt (300 Tkm) und gerade mal noch 3000 € wert.

Deshalb gibt es doch jetzt das "dickere" , "stabilere" Total Ineo RCP 5W30 ;)

 

Nachdem man mich jahrelang mit der dünnen Suppe (Ineo first) versorgt hat und gegen den gesunden Menschenverstand argumentiert hat?

"Ich bin ja nicht doof", ein Mannol 7919  trotz 0W30 hat vom Haus aus dickeres Grundöl. Vom Preis mal ganz abgesehen ...

Letztendlich aber ist (mein) BlueHDI180 von dieser Empfehlung nicht betroffen, mein Motor hat einen Zahnriemen...

Oder meinst Du die in meinem Motor verbaute "kleine Kette"?

 

 

 

Bearbeitet ( von DerSchweber)

vor 3 Minuten schrieb DerSchweber:

Letztendlich ist aber ist der BlueHDI180 von dieser Empfehlung nicht betroffen, mein Motor hat einen Zahnriemen...

Oder meinst Du die in meinem Motor verbaute "kleine Kette"?

Der BlueHDI wurde auch auf das 5W30 FPW9.55535/03 umgestellt und ja, ich meine die Nockenwellenkette.

Welche der Freigaben ist jetzt offiziell für meine Maschine gültig?

PW9.55535/03 

PSA B71 2290 

ACEA C3 

API SN Plus 

Die Freigabe B71 2312 sehe ich gar nicht mehr. Wie kommt das? Solch ein tolles C2-Öl ! 😀

Das ist ja wie bei VW! Kein bisschen besser.

Bearbeitet ( von DerSchweber)

vor 17 Minuten schrieb Ronald:

FPW9.55535/03

https://www.andre-citroen-club.de/forums/topic/114650-20-bluehdi-motoröl/?page=2#findComment-2047999

Hab zwar nur den Plan zum BlueHDI150, aber beim 180 wird es nicht anders sein.

Sorry, die neue Ölformulierung macht auch nicht alles besser, das fehlende Molybdän  macht mich nachdenklich. Wie schon jemand hier treffend bemerkte @Merlin667

***

Das FPW bzw B712290 ist meinem (nicht 100%ig fundierten) Kenntnissen eher für Motoren mit Steuerketten und Partikelfilter (Zink + Schwefel), das B71 2312 ein extrem gutes Öl für Motoren mit trockenen Zahnriemen und Partikelfilter.

***

Visko-Index von 167 ist auch nicht so toll. Für mich scheint das eine Sofortmassnahme zu sein, um die Probleme bei dem 1,5L-Motor in Griff zu bekommen. Wenn man Fahrradketten verbaut, muss man sich auch nicht wundern.

 

 

vor einer Stunde schrieb DerSchweber:

B71 2312 

 

Das ist die alte PSA-Freigabenummer. Die gibt es nicht mehr, da der Laden jetzt Stellantis heißt

vor 24 Minuten schrieb EntenDaniel:

Das ist die alte PSA-Freigabenummer. Die gibt es nicht mehr, da der Laden jetzt Stellantis heißt

Nee, iss klar ! 😀

Genauso ist es aber. 🙂

Beispiel Total Quartz Ineo RCP

Alte Freigabenummer PSA B71 2290 wurde von der neuen Freigabenummer FPW9.55535/03 ersetzt.  Die alte Freigabenummer ist die von PSA, die neue von Stellantis. Woher ich das weiß? Mein Cactus braucht das selbe Öl und seit diesem Jahr wird bei der Wartung nicht mehr die PSA-Nummer aufgeschrieben, sondern die Stellantisnummer (die übrigens identisch mit den alten Fiat-Freigabenummern ist).

 

Dein genanntes B71 2132 hat jetzt die Nummer 9.55535-DS1.

 

Also fangen wir mal ganz klein an: 😀

 

was ist die Norm PSA B71 2132 ?

Wo finde ich die?

 

Gruß Roman

Bearbeitet ( von DerSchweber)

Nächste Frage bitte:

 

ist die Norm PSA B71 2312 irgendwann durch die Norm  B71 2290 abgelöst worden?

Wenn nein (was ich glaube), dann ist die Norm FPW9.55535/03 für die BlueHDI-Reihe nicht zugelassen. (wohl aber für HDI 1,5L) .

Demnach wäre die Norm 9.55535-DS1 die Nachfolgerin der B71 2312 wie von @EntenDaniel und @Merlin667 postuliert und somit für die BlueHDI 150 und 180 geeignet.

 

Auch das empfohlene Öl

ÖL

wäre demnach das falsche.

Bearbeitet ( von DerSchweber)

Am 10.9.2025 um 16:11 schrieb DerSchweber:

Nee, iss klar ! 😀

Normen werden umbenannt, weil basierend auf einem Vorgänger eine abwärtskompatible neue Norm entsteht und die braucht einen neuen Namen. Nur seltenst hat das was mit Übernahmen des Unternehmens zu tun. Demnach müssten die Volvo-Motoren x verschiedene Ölnormen "durchlebt" haben, ist aber nicht der Fall.

Im Falle Stellantis hat man nicht "gänzlich neue" Bezeichnung für die weiterentwickelten Öle gefunden (was konsequent in Deinem Sinne wäre), sondern auf der "alten" Fiat-Notation aufgesetzt, was Deiner Idee doch ein wenig widerspricht.

vor 11 Stunden schrieb DerSchweber:

Also fangen wir mal ganz klein an: 😀

 

was ist die Norm PSA B71 2132 ?

Wo finde ich die?

 

Gruß Roman

Sorry Zahlendreher 1 und 3 verwechselt.

vor 10 Stunden schrieb DerSchweber:

Normen werden umbenannt, weil basierend auf einem Vorgänger eine abwärtskompatible neue Norm entsteht und die braucht einen neuen Namen. Nur seltenst hat das was mit Übernahmen des Unternehmens zu tun. Demnach müssten die Volvo-Motoren x verschiedene Ölnormen "durchlebt" haben, ist aber nicht der Fall.

Im Wartungsplan meines Cactus stand die Freigabenummer PSA B71 2290. Nun steht dort als Nummer FPW9.55535/03. Es gibt für Citroën-Fahrer eine neue Freigabenummer für die selbe Ölsorte. 

 

vor 10 Stunden schrieb DerSchweber:

Im Falle Stellantis hat man nicht "gänzlich neue" Bezeichnung für die weiterentwickelten Öle gefunden (was konsequent in Deinem Sinne wäre), sondern auf der "alten" Fiat-Notation aufgesetzt, was Deiner Idee doch ein wenig widerspricht.

 

Es ist kein neu weiterentwickeltes Öl. Diese Ölsorte, die neuerdings auch für die Diesel empfohlen wird, wird schon seit einigen Jahren in die Pure-Tech-Motoren mit 82PS gekippt. Es hat sich lediglich die Nomenklatur der Freigabe geändert, da von einer PSA-Nummer auf eine FPW-Nummer gewechselt wurde. 

Und die Stellantis-Notation sieht aus, wie die alte Fiat-Notation.

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