6. Oktober 20256. Okt vor 4 Stunden schrieb Nitsrekds: Seitan finde ich aber gut als Alternative. Wie habt ihr das denn weiter verarbeitet, bis es so toll aussah (und wohl auch schmeckte?). Hi Kerstin, hier unsere Vorgehensweise. 250ml vegane Rinderbrühe kochen und abkühlen lassen. Folgendes trocken vermischen: 240g Seitanfix (Weizenproteinpulver) 4 EL Kakaopulver 2 EL Rote Beete Pulver 1/2 EL geräuchertes Paprikapulver 1 EL Zwiebelpulver 1 TL Knoblauchpulver 3 EL Hefeflocken Folgendes zusammen pürieren: 1 x 400g Dose Kidneybohnen (abgetropft) 2 EL rotem Miso 1 EL Tomatenmark Das Pulver unter die Masse heben. Es muss sich ein sehr zäher, aber nicht mehr am Rand klebender Teig bilden. Die (abgekühlte) Brühe währenddessen hinzufügen. Das Ganze 10 Minuten (!) kneten und immer wieder auseinanderziehen (reißen). Eine ca. 5cm dicke Wurst formen. Diese erneut ziehen, längs in drei Streifen schneiden und die Stränge flechten - je dünner man es zieht, umso fasriger wird es zum Schluss. Wenn die Masse zu gummiartig zu werden droht, ca. 10 Minuten ruhen lassen, dann weiter verarbeiten. Den Zopf zum Schluss noch ein-, zweimal knoten und mit der Knotenstelle nach unten ablegen. Den Teig in ein sauberes Küchentuch einwickeln. Dann in ca. 1/2 L Brühe eine Stunde lang dämpfen (nicht kochen, es darf nicht zu heiß werden!) - wir haben das im Slowcooker gemacht und den eingewickelten Teig auf kleine Gläser gelegt. Nach dem Abkühlen über Nacht ruhen lassen. Dann nach Belieben in dünne Scheiben schneiden und roh als eine Art Rinderschinken verzehren, aus dickeren Scheiben „Steaks“ machen (am besten in Marinade einlegen) oder in kleine Schnipsel zupfen, diese ebenfalls marinieren (am besten über Nacht) und knusprig braten - die meiner Meinung nach bislang leckerste Variante: (Keine Gewähr auf Vollständigkeit - zudem ist alles WIP - wir werden sicherlich noch einiges ausprobieren.)
6. Oktober 20256. Okt Danke! Das werde ich mal ausprobieren. Leider bin ich nicht sehr geduldig, muss ich mal sehen, wann ich dazu Zeit u Muße finde. Ich habe mich gewundert, was das rote ("blutige") im "Fleisch" ist, die Kidneybohnen? Dass es vegane "Rinder"brühe gibt, wusste ich nicht. Umami ist natürlich echt elementar und damit eigentlich Sojasauce ebenso. Tatsächlich hab ich als Alternative dafür schon gute Erfahrung gemacht mit selbstgemachter Gemüsebrühe (ggf incl Pilzen), die ABER SEHR stark eingedickt, fast schon nen bisschen angebrannt sein muss. Den Tipp hab ich mal von nem Koch bekommen, weil ich ja auf Soja verzichten möchte. Je nachdem kann man sogar Maggi in Maßen (leider viel Salz) nehmen. (Das alles vielleicht mal als Tipp für Leute, die Soja auch nicht verwenden möchten). Auch wenn ich nie Rindfleischfan war, werde ich dein Rezept auf jeden Fall mal ausprobieren. Es passt sicher auch für ne andere Fleischart.
7. Oktober 20257. Okt Am 6.10.2025 um 01:17 schrieb M. Ferchaud: Wir haben dieses Wochenende das erste Mal veganen Fleischersatz auf Seitan-Basis selbst gemacht. Wer den Geschmack von Fleisch mag, aber keine Tiere mehr auf dem Gewissen haben will, findet hier kulinarische Erfüllung. Man darf aber keine Gluten Unverträglichkeit haben...
7. Oktober 20257. Okt vor 5 Stunden schrieb Kugelblitz: Man darf aber keine Gluten Unverträglichkeit haben... Dann kann man sich ja notfalls ein schönes Stück Rindfleisch als Fleischersatzersatz in die Pfanne legen... 😆
8. Oktober 20258. Okt Am 7.10.2025 um 12:40 schrieb bx-basis: Rindfleisch als Fleischersatzersatz in die Pfanne legen... 😆 Gans da nicht mal den schönen Satz: Das Rindfleisch ist heute wieder wahnsinnig gut? ( Am bester mit Pilzen aus Belarus 😎) Am 6.10.2025 um 22:27 schrieb M. Ferchaud: Seitanfix Das gibt’s bei uns in der Kleinstadt nicht. Also habe ich den Seitan selbst hergestellt. Der 2. Versuch war dann okay, zunächst in einer einfachen Variante - also wenig Gewürze aber mit gemahlenen Walnüssen Kleine Klopse hergestellt. Ich konnte nur noch die Reste fotografieren:
8. Oktober 20258. Okt Am 7.10.2025 um 12:40 schrieb bx-basis: Dann kann man sich ja notfalls ein schönes Stück Rindfleisch als Fleischersatzersatz in die Pfanne legen... 😆 Wenn einem das Rind egal ist, dann ja. Besser was aus Tofu oder Tempeh basteln. Oder Erbsen- oder Bohnenprotein verwenden. Das ist jeweils glutenfrei. Bearbeitet (8. Oktober 20258. Okt von M. Ferchaud)
8. Oktober 20258. Okt vor 5 Stunden schrieb Ebby Zutt: Am 6.10.2025 um 22:27 schrieb M. Ferchaud: Seitanfix Das gibt’s bei uns in der Kleinstadt nicht. Bei uns auch nichts. Wir haben‘s online bestellt. Edit: Die Klopse sehen echt lecker aus und scheinen offensichtlich sehr geschmeckt zu haben. Bearbeitet (8. Oktober 20258. Okt von M. Ferchaud)
8. Oktober 20258. Okt Am 6.10.2025 um 17:52 schrieb Nitsrekds: Ich lehne Tofu/Soja auch aus anderen Gründen ab. Aus welchen denn?
8. Oktober 20258. Okt vor 3 Stunden schrieb Ebby Zutt: Gans da nicht mal den schönen Satz: Das Rindfleisch ist heute wieder wahnsinnig gut? ( Am bester mit Pilzen aus Belarus 😎) Tja, wenn man seine Billig-Lebensmittel von sonstwo importiert dann kann so was dabei rauskommen. Da wo ich einkaufe gibt es so was zum Glück gar nicht...
8. Oktober 20258. Okt vor 3 Stunden schrieb M. Ferchaud: Wenn einem das Rind egal ist, dann ja. Besser was aus Tofu oder Tempeh basteln. Oder Erbsen- oder Bohnenprotein verwenden. Das ist jeweils glutenfrei. Nö. Besser ein Stück gutes Rindfleisch was nicht 5000km quer über den Kontinent gekarrt wurde sondern lokal und unter kontrollierten Befingungen erzeugt wurde. Wenn ich etwas essen möchte das wie Fleisch schmeckt und aussieht dann kaufe ich Fleisch und keinen Chemiebaukasten. Wenn ich ohne Fleisch essen möchte (was durchaus an bis zu 5 Tagen im der Woche passieren kann), dann gibt es so Dinge wie Gemüse, Reis, Pasta etc. - das soll dann auch nicht nach Fleisch aussehen oder schmecken.
8. Oktober 20258. Okt vor einer Stunde schrieb bx-basis: Wenn ich etwas essen möchte das wie Fleisch schmeckt und aussieht dann kaufe ich Fleisch und keinen Chemiebaukasten. Entschuldige, aber das ist ein extrem abgegriffenes und meiner Ansicht nach sehr dummes Argument. Hast Du eine Ahnung, wie viel Chemie das Tier gefressen hat, bis Teile von ihm auf Deinem Teller landen? Von der Zubereitung, bis es nach was schmeckt, ganz zu schweigen. vor einer Stunde schrieb bx-basis: Besser ein Stück gutes Rindfleisch was nicht 5000km quer über den Kontinent gekarrt wurde sondern lokal und unter kontrollierten Befingungen erzeugt wurde. Besser als was? Kotrollierter als unser selbstgemachtes Fleisch geht meiner Ansicht nach kaum (natürlich könnte man auch alle Basisprodukte selber herstellen). Ich habe 50 Jahre lang totes Tier (und genau das ist es - alles andere ist Romantisierung) verzehrt und bin leider jetzt erst auf den Trichter gekommen, dass Tiere tatsächlich in jedem Fall und leider in der bedrückenden Mehrzahl der Fälle unsagbare Qualen erleiden müssen. (Von den Auswirkungen aufs Klima will ich gar nicht erst anfangen.) Selbst, wenn das Tier tatsächlich ein „schönes Leben“ hatte… am Ende wird es getötet. Punkt. Ein ähnliches Mass an Leid geht einher mit dem Konsumieren von Milchprodukten und Eiern. “Besser“ ist all das allenfalls in Deiner Vorstellung und für die Rechtfertigung Deines Unwillens, zugunsten von empfindungsfähigem Leben auf Gewohnheiten und/oder Genussanspruch zu verzichten. Ich verurteile nicht, dass Du Fleisch isst, sondern dass Du fadenscheinige Argumente, die vermutlich auf Unwissenheit beruhen, als Rechtfertigung für Dein eigenes Gewissen einsetzt. Sorry, das war mein militantes Wort zum Mittwoch, aber wenn ich solche Quatsch-Argumente höre, mag ich das nicht auf sich beruhen lassen. Ich hoffe, Du nimmst das nicht persönlich. Und damit das hier nicht völlig ins OT abzudriften droht, hier noch eine Impression von der heutigen leckeren japanische Pfanne „Gyodon Art“ mit selbstgemachte veganen Steakstrips. Guten Appetit! Bearbeitet (8. Oktober 20258. Okt von M. Ferchaud)
8. Oktober 20258. Okt vor 1 Minute schrieb M. Ferchaud: Von der Zubereitung, bis es nach was schmeckt, ganz zu schweigen. Tut mir leid wenn Du 50 Jahre lang kein vernünftiges Fleisch zu essen bekommen hast. Ein gutes Stück Rindfleisch schmeckt von ganz alleine nach etwas, da braucht es weder haufenweise Gewürze noch Zauberei bei der Zubereitung. vor 5 Minuten schrieb M. Ferchaud: Ich hoffe, Du nimmst das nicht persönlich. Nein.
8. Oktober 20258. Okt vor 2 Minuten schrieb bx-basis: vor 7 Minuten schrieb M. Ferchaud: Ich hoffe, Du nimmst das nicht persönlich. Nein. Das ist die Hauptsache.
9. Oktober 20259. Okt vor 19 Stunden schrieb bx-basis: Tut mir leid wenn Du 50 Jahre lang kein vernünftiges Fleisch zu essen bekommen hast. Ein gutes Stück Rindfleisch schmeckt von ganz alleine nach etwas, da braucht es weder haufenweise Gewürze noch Zauberei bei der Zubereitung. In Frankreich zu leben ist da allerdings ein großer Vorteil. Bœuf Bourguignon z.B. schmeckt grandios (oder zählt in Rinderfond und Rotwein schmoren schon als Zauberei?) Davon abgesehen finde ich es aber gut, dass es fleischlose Alternativen für vieles gibt. Ich esse zwar Fleisch, aber z.B. finde ich vegane Landjäger leckerer als das tierische Produkt, weil die nicht diesen talgigen bis ranzigen Unterton haben, den es bei vielen Würsten gibt.
9. Oktober 20259. Okt vor 19 Stunden schrieb M. Ferchaud: Selbst, wenn das Tier tatsächlich ein „schönes Leben“ hatte Dazu vielleicht noch der Hinweis: Der Fleischessende möge Zecken vermeiden: https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/alpha-gal-syndrom-100.html Stellt euch mal vor, die Rindfleischfans werden allergisch gegen Fleisch 😂
9. Oktober 20259. Okt So schnell wird man zum Vegetarier. 26 minutes ago, merterhenz said: [...] nicht diesen talgigen bis ranzigen Unterton haben, den es bei vielen Würsten gibt. Industrielle Wurst in Plastikverpackung? Die sind eigentlich immer unlecker. Wenn du auf Paprika und leichte Schärfe stehst, zB Palatin Cabanossi csípős kolbász (aus Ungarn) angucken. ("csipos"=scharf) Oder nen Metzger finden, der so dünne Würsteln macht. Die sind aber selten. Ich hol mir bei nächster Gelegenheit Fleischwolf und Wurstfüllmaschine von meinen Geschwisterchen, die benutzen die nicht. Dann kann ich meine Würste selber machen. Das, was ich mag, gibts hier nicht zu kaufen. Oder nur weitweg und außerdem ordentlich teuer (nicht wie in überteuert, gute Wurst kost halt Geld). On 10/6/2025 at 3:48 PM, M. Ferchaud said: Produkte aus Lupine habe ich auch schon probiert, war aber nicht immer nach meinem Geschmack. Selbermachen ist ohnehin besser. Lupine ess ich gern direkt aus der Schote. Nur wenn richtig reif, sonst bitter. Vor nem Monat hab ich erst geerntet. Gut, das Zeug wird geschrotet und an Nachbars Schafherde verfüttert. Es bleibt aber jedes Jahr nen halber Zentner im Bunker zurück, den ich auffange, aussiebe und in meine Speisekammer stelle. Für schlechte Zeiten. Muss mir mal ne Mühle kaufen, dass ich das Zeug vermahlen kann.
8. November 20258. Nov So ne 'große' gußeiserne Handmühle mit verschiedenen Mahlsteinen und Stählen habe ich noch, sogar mit altem Waschmaschinenmotor als Antrieb. Kannst du haben, wiegt nur mit Motor gut 25kg. Ist grün ab Werk gestrichen. Wird nicht mehr genutzt und steht daher seit fast 30 Jahren rum. gebe ich gerne ab. So was wie das: https://www.profimixershop.de/Getreidemuehle-Diamant-D525-ohne-Fugenrille-im-Handrad/10011?gad_source=1&gad_campaignid=23050752919&gclid=EAIaIQobChMIzbuXl73ikAMVPJaDBx2nfACWEAQYCCABEgKhJPD_BwE Jens
19. März19. Mär Irgendwie ist mir dein Beitrag untergegangen. Je größer, älter und schwerer desto besser. Wo find ich dich denn? Zum Thema (ich hole erstmal nen Stück aus): Vor ein paar Jahren hab ich beim Schrottwichteln nen Koffer voller Pokerchips ergattert, secondhand, davor im Hindu Kush gewesen. Normalerweise spielen wir ja immer Dart im Dorf. Vor sechs Wochen hatten wir unseren ersten Pokerabend. Nun steht am Samstag der dritte an. Zuerst wird gegessen. Ich wollte nen "Bohneneintopf" machen. Damit kenn ich mich nicht aus - macht prinzipiell erstmal nix, denn ich kann nen bissel kochen, besser als 90% der heutigen "Frauen", meine ich. Soll "leicht exotisch" sein, irgendwo die Richtung zwischen Sahara, Mittelmeer und Indien. Nur nicht zu sehr exotisch, denn es gilt auch einen "Biodeutschen" zu verköstigen. Wollte mich von https://mymoorishplate.com/loubia/ inspirieren lassen, mit nen bisschen Lamm (kleingeschnipseltes Bauchfleisch und Herz ) und Möhrleins drin. Die Bohnen aus eigenem Anbau hab ich schon im Wasser, 90% Mississippi Pinkeye Purplehull und 10% Merveille de Piemonte (für die Abwechslung ). Vielleicht hat ja jemand was leckeres in petto in der Hinsicht, dann freue ich mich über Vorschläge. Entweder heute oder später. Meine Bücher geben in der Hinsicht dazu leider nicht viel her. Dieses Jahr werd ich 10-15 kg Bohnen anzubauen, da erwarte ich genügend Material zum experimentieren.
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