12. Januar 20242 J. Moin, ich entschuldige mich hiermit bei allen die aktuell auf irgendwas von mir warten. Der Grund hierfür: Ende letzten Jahres bekam ich ein Anruf von meiner Schwester, die mir erzählte, dass unser Vater im Krankenhaus liegt und schon fast gestorben wäre. Also sofort (am nächsten Morgen, der Anruf war abends) ins Auto und hingefahren (Sneek, NL, knapp 400km einfache Fahrt). Im Krankenhaus dann einige Gespräche mit Ärzte, Geschwister und Vater mit dem Ergebnis, dass er eigentlich gar nicht mehr leben will. Danach ist er dann von der Intensiv zur Paläontologie gekommen und sämtliche Medikamente bis auf Schmerzmittel und Morphine wurden abgesetzt. Und da sollte er eigentlich bis zum Ende bleiben, aber das hat sich dann auch wieder geändert. Mittlerweile (seit gestern) ist er im Hospiz in Den Haag (unsere Heimatstadt, ca. 177km von Sneek entfernt, gut 2 Std. Fahrt in der Ambulance) und damit in der Nähe meines Bruders (eigentlich wollte er lieber nach Emmeloord in der Nähe meiner Schwester, aber da gibt es eine Warteliste und er musste aus dem Krankenhaus weg). Außer den momentan recht häufigen Besuchen gibt es natürlich sehr viel zu regeln, denn er wird ohne Medikamente nicht mehr lange leben und sein Geisteszustand nimmt rapide ab. Er lebt zeitweise wieder in seine Vergangenheit, weiß nicht wo er ist und kann sich an Besuche nicht erinnern (er hat mich drei Mal zum Geburtstag gratuliert: am Geburtstag und dann jeweils zwei und vier Tage später). Drei Tage nach meiner Abreise nach einem langen Wochenende bei ihm hat er meine Schwester anrufen lassen weil er mich gerne auch nochmal sehen wollte. Geregelt werden muss alles von Kündigungen von Verträge über Wohnungsauflösung und Bestattung bis hin zur Erbschaft. Alles nicht gerade einfach und sehr zeitintensiv. Nochmals sorry für die Wartezeit und vielleicht könnt ihr die Situation verstehen. Danke!
12. Januar 20242 J. Der Vater war sicherlich nicht auf der Paläontologie, sondern auf der Palliativstation, aber das ist jetzt nur eine Randbemerkung. Ich habe das ja mit dem Vater vor 13 Jahren und mit der Mutter letztes Jahr durch und hätte da vollstes Verständnis. Man muß das verarbeiten. Gernot
12. Januar 20242 J. ja,ist ne schwere Zeit! Für alle Beteiligten... kann mich auch noch gut erinnern. Ich wünsche viel Kraft und so wenig Leid als möglich.
12. Januar 20242 J. Ersteller vor 14 Minuten schrieb Gernot: nicht auf der Paläontologie, sondern auf der Palliativstation Stimmt, auch ich bin wohl etwas durcheinander. Zeigt sich auch beim Reden, teilweise Niederländisch zu Deutsche und Deutsch zu Niederländer.
17. Januar 20242 J. René, auch ich wünsche Dir viel Kraft und Dir und Deinem Vater Alles Gute ! Klaus Bearbeitet (17. Januar 20242 J. von Citroklaus)
25. Januar 20242 J. Ersteller Update: Mein Vater ist am 23.01.2024 gestorben, nachdem er am 22.01.2024 nicht mehr aufwachen wollte. Die Einäscherung findet am kommenden Mittwoch statt. Bis dahin bin ich keinesfalls erreichbar.
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