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CV 15/6 Motor mit starken Fehlzündungen, Lenkung sehr schwergängig

Hervorgehobene Antworten

Der originale Zündverteiler meines H hat keine automatische Verstellung des ZZP. Da ist manuelle Verstellung Pflicht und nicht Kür.
Ich wollte mit meiner Beschreibung nur darauf hinweisen, dass im Leerlauf der ZZP ein anderer sein muss als beim (los)fahren. Und wenn die 123 mangels Unterdruckschlauch kein Signal bekommt dann....könnte vielleicht was schiefgehen.

Also wenn du am Vergaser einen Anschluss für den Unterdruckschlauch hast (kenne den 15er Vergaser nicht) dann muss der auch angeschlossen sein (Schlauch zum Verteiler) oder du musst die Öffnung am Vergaser schließen, sonst zieht er die da Falschluft und macht das was Du beschreibst (Fehlzündungen). Also prüfen und ausprobieren...

(Wenn der Vorbesitzer eine 123 mit Unterdruckanschluss installiert hat, dann sollte das ja mit dem verbauten Vergaser passen (mit Schlauch))

Schick uns mal ein Bilder vom Vergaser, vielleicht hilft das weiter.....

Der Motor müßte auch ohne Unterdruckverstellung laufen. Wie Eisele schreibt muß aber der Anschluss am Vergaser geschlossen sein wenn nicht benützt . Vielleicht ist ja auch nur der Schlauch abgefallen.

Wenn ich den Schlauch am 123 meiner DSuper5 abziehen ohne ihn zu verschließen, dann ist der Leerlauf schlecht.

Meines Wissens, nimmt die 123 im Leerlauf die Unterdruckverstellung weg. Aber das wird ja auch schon mechanisch am Vergaser gemacht wenn dieser einen Anschluß hat.

Hallo, ich habe da gerade einen ganz doofen Gedanken. Was ist wenn die Zündkabel, und wenn nur zwei Zylinder, vertauscht sind. Kann da nicht auch so ein Fall entstehen?

  • Ersteller

@Claude-Michel

Die Zündung habe ich wie folgt eingestellt: Motor soweit rechts herum gedreht, dass der 1. Zylinder im Zündungstakt steht. Das heisst: Ein-und Auslassventil überschneiden sich oder anders gesagt, sie haben Spiel wie beim Einstellen der Ventile. Danach den Motor wieder ca. 1/2 Umdrehung  links herum zurück gedreht un danach  ganz langsam wie der recht herum, damit der 6 mm Bohrer in die Fixierbohrung der Schwungscheibe einrasten kann. Damit steht der Motor mit dem 1. Zylinder 8° vor OT.

Der 1. Zylinder ist bei mir der Zylinder, der dem Wasserkühler am nächsten ist.

Dann Verteilerkappe ab und die 123-Befestigungsschraube lösen. Danach den Verteiler solange drehen, bis eine der LED in der 123-Grundplatte aufleuchtet (S. Foto Zündzeitpunkt). Der Verteilerfinger auf dem Foto sieht ein wenig versifft aus. Keine Sorge, Kappe und Finger sind mittlerweile natürlich neu.

Verteiler wieder festziehen, Kappe wieder aufsetzen, Bohrer aus der Schwungscheibe ziehen, das war's. Ist an dieser Prozedur irgend etwas falsch?

Jetzt noch eine Frage zu der Unterdruckdose an der 123:

Nach meinen Recherchen wird die Unterdruckdose gar nicht mehr gebraucht, weil sich doch die Elektronik um die Zündzeitpunktverstellung kümmert?!

Aber ich könnte den Unterdruckanschluss natürlich versuchsweise mal irgendwo anklemmen, aber wo?

Wie immer besten Dank vorweg!

Cuby

Motor-Innenraum-Rechts-small.jpg.ee10301c086a65e4cb2830e068416d35.jpg

Vergaser von vorne.jpg

Zündzeitpunkt.jpg

Im Prinzip ist das so nahe dran. Die LED sollte an und aus gehen, wenn man mit abgestecktem Schwungrad den Motor vor und zurück "dreht" Also eher wackelt.

Ventilüberschneidung bedeutet, dass beide Ventile offen sind. Das sollte hier beim 6. Zylinder so sein, dann muß der Verteilerfinger, was wichtig ist,  auf das Kabel des 1. Zylinder zeigen. Aber es ist an sich egal ob der 1. oder 6. Zylinder auf Überschneidung stehen, weil der 6. Zylinder im gleichen KW Winkel zündet. 

Was mir auf dem Bild auffällt - am Vergaserfuß fehlt eine Schraube, eine garantierte Falschluft-Quelle. Das Loch in der Schwimmerkammer im Deckel sieht wie nachträglich gebohrt aus. Das könnte Brandgefährlich werden, wenn man flott durch Kurven fährt. Oder mal das Schwimmernadelventil nicht schließt.

Bearbeitet ( von Ofi)

Bis auf die alten Zweitaktmopeds kenne ich nur Schwimmerkammerbelüftung ins Luftfiltergehäuse. Nach meinen Verständis stimmen sonst die Druckverhältnisse nicht im Vergaser. Außerdem könnte schlicht und einfach der Vergaser bzw. das nicht korrekt funktioniernde Leerlaufsystem der Grund für das schlechte Laufverhalten sein. Das Leerlaufsystem hat in etwa bis zu 2/3 Gasstellung erheblichen Einfluß auf die Gemischzusammensetzung. ISt es verstopft bzw. der Benzinfluß einfach zu niedrig, läuft der Motor zwar im Standgas, stirbt aber sofort beim Gasgeben ab.

Jens

vor 18 Stunden schrieb Cuby:

.... Danach den Verteiler solange drehen, bis eine der LED in der 123-Grundplatte aufleuchtet.....

Bis hier scheinst du alles richtig gemacht zu haben. Nur zwei Bemerkungen:

_ hat dein Wagen eine manuelle ZZP-Verstellung? Wenn ja, müßte diese auf 0 stehen beim Einstellen.

_ hast du den Verteiler in die richtige Richtung gedreht? Wenn man ihn falschrum drehht, geht die LED auch irgendwann an. Als Test: wenn eingestellt, dann Motor weiterdrehen bis der Stift wieder in's Schwungrad einrastet. Da müßte die LED an gehen.

 

vor 18 Stunden schrieb Cuby:

Jetzt noch eine Frage zu der Unterdruckdose an der 123:

Nach meinen Recherchen wird die Unterdruckdose gar nicht mehr gebraucht, weil sich doch die Elektronik um die Zündzeitpunktverstellung kümmert?!

Aber ich könnte den Unterdruckanschluss natürlich versuchsweise mal irgendwo anklemmen, aber wo?

Die 123 macht die Drehzahlabhängige ZZP-Verstellung. Das was die Fliegkraftverstellung bei einem mechanischem Verteiler macht. Damit müß der Motor schon laufen.

Welche Kurve hast du jetzt gewählt bei der 123?

Die Unterdruckverstellung ist eine Verstellung nach früh für den Teillastbereich. Also kurz nach öffnen der Drosselklappe und dann immer weniger je mehr die Drosselklappe öffnet. Diese Verstellung könntest du ausnützen da deine 123 diese Option hat. Wenn du kein Unterdruck an der 123 anschließt, macht sie auch keine zusätzliche Verstellung.

Dann mußt du aber schauen, daß am Vergaser, dieser Anschluß zu ist. Ich kenne jetzt dein Vergaser nicht. Es sieht aber so aus, daß vieleicht dieses Loch unterhalb der vergaserdichtung dafür verwendet wurde. Da hinter scheint ein Kanal nach unten zu gehen, zur Drosselklappe. Schau mal ob es das saugt wenn der Motor ein bischen über Leerlauf dreht. Die Drosselklappe muß leicht offen sein. Wenn die Drosselklappe zu ist sollte es nicht mehr saugen. 

Das Loch oberhalb, im Deckel scheint oberhalb der Schwimmerkammer zu sein. Da drin ist eh nichts abgedichtet zum atmosphärischem Druck. Warum da gebohrt wurde? Mach' es zu und gut.

Bearbeitet ( von ACCM Claude-Michel)

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