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Gelöscht ( der Zombie-Thread)

Hervorgehobene Antworten

Ich bin ja ziemlich fassungslos, welch billiger Populismus hier vorgetragen wird, von Foristen, die "selbstverstaendlich" keine Rechten sind, aber die Trommel der AfD schlagen. Mit Argumenten, die mit wenigen Gedankengaengen als hohle Nuss zu entlarven sind und mit mehr als zweifelhaften Geschichten aus den Boulevardblaettern.

Das Menschen mit fremder Staatsbuergerschaft ueberproportional in den Fandungslisten auftauchen ist wenig verwunderlich und wohl in jedem Land der Welt so. Nicht wenige davon haben wahrscheinlich auch nie in dem Land gelebt und selbst wenn, waere ein Finne beispielsweise, schoen dumm wenn er nicht dort hin geht, wo die Wahrscheinlichkeit einer Verhaftung wesentlich geringer ist. Dabei sind die Mehrzahl wohl auch geringe Vergehen. Wenn man eine Geldstrafe nicht zahlt, wird irgendwann auch Haft verhaengt. 

Und aus dem Termin einer Einbuergerung eine Verschwoerung zu basteln kann mit Dummheit alleine nicht mehr erklaert werden, das ist Boshaftigkeit. Das war eine scherzhafte Hoeflichkeitsfloskel!

vor 2 Stunden schrieb Ebby Zutt:

Das allerdings kann ich mir gut vorstellen.
....bei der ich auf einen sehr traditionell islamisch geprägten Ehemann stieß. Die Frau gehöre an den Herd.
 

Ich sehe da auch gar kein Problem. Ich habe in den USA habe ich einen wohl chinesischstaemmigen Amerikaner getroffen der seine Frau um Hilfe bitten musste um mit mir zu kommunizieren. Wie die Leute leben und welche Perspektiven sie sehen kann sich innerhalb der Familie schon unterscheiden. Wir hatten eine tuerkischstaemmige Reinigungskraft auf der Arbeit, die, schon wegen der Enkel in Deutschland bleiben wollte, waerend ihr Mann den Lebensabend in der Tuerkei verbringen wollte. Ich weiss nicht welche Staatsbuergerschaften sie hatte, sie sprach auf jeden Fall gut Deutsch. Menschen die nicht in einem Beruf stehen und bei denen zu Hause die Muttersprache gesprochen wird, sprechen eben nicht so gut Deutsch, wo soll das Problem sein. Ein mir bekannter Kurde, der nicht nur auch Tuerkisch und Arabisch spricht, sondern auch gut Deutsch, was ihm auch der Mitarbeiter bei der Migrationsbehoerde attestierte, bekommt auf jeden Fall ohne einen Beleg das seine Kenntnisse B1 erfuellenkeine Staatsbuergerschaft, trotz dem er hier schon lange lebt und arbeitet.

Dieser ambige Vorwurf ohne gute Sprachkenntnisse kein guter Staatsbuerger zu sein und vielleicht auch noch kriminell, ist, wie auch der Begriff "Clan", AfD-Sprech. Niemand nennt die kriminellen Steuerhinterzieher-, Ausbeuter-, oder kartoffeldeutscher Bankrotteursfamilien "Clan". 

Aber wie jeder gute Rechtsradikale hat man natuerlich einen Auslaender als Freund oder vermietet an einen solchen oder geht zumindestend dort essen. Klar, es sind ja nicht alle kriminell, man ist ja kein Rassist. Und natuerlich die sarkastische Verwendung des Begriffs "Einzelfall", darf nicht fehlen. Wir sind hier in Deutschland 80 Millionen Einwohner und eine Informationsgeseschaft, in der jeder umgefallene Reissack ein mediales Echo hat. Wenn sich nur jeder Hunderttausendste, im Jahr, eine mittelschweres Vergehen zu schulden kommen laesst, ist an jedem Tag im Jahr fuer den Boulevard Weltuntergang. Was natuerlich auch nicht fehlen darf, ist das Maerchen, die deutsche Staatsbuergerschaft, die man sich durch den muehevollen Geburtsvorgang erkaempft hat, wird an Unwuerdige verschleudert. Und man kennt natuerlich einen der zahlreichen reaktionaeren Migranten, die in die gleiche Tute blasen!  Welch ein Beweis!

Aber solch ambige Anwuerfe kann ich durch eigene Erfahrung kontern. Auffaellig viele der selbstgefaelligen Faulenzer und Schummler in meiner Umgebung haben diese rechtsradikal Haltung auch :). Und darunter sind sogar Migranten (mit deutschen Vorfahren). Der groesste unter den kleinen Sozialbetruegern, ein ehemaliger Arbeitskollege, war allerdings auf seine adligen deutschen Vorfahren stolz (wenn er betrunken war)!

Bearbeitet ( von MatthiasM)

vor 30 Minuten schrieb MatthiasM:

Menschen die nicht in einem Beruf stehen

Mit Migrationshintergrund* brauchen je nach Beruf auch keine Deutschkenntnis.
Im Sprachkurs des JC saß ein polnischer Malergeselle, seit 12 Jahren in D. Seine Aussage ( auf Polnisch): wie sollte ich Deutsch lernen, ich habe 12 Jahre als Maler gearbeitet, mit der Tapete und Farbe konnte ich nicht sprechen. Im Supermarkt kommt ich die Preise auf dem Bildschirm ablesen, polnisches Fernsehen hab ich per Satellit und ich habe bis der Chef die Firma schloss fast nur alleine gearbeitet.

vor 47 Minuten schrieb MatthiasM:

wie auch der Begriff "Clan", AfD-Sprech.

Das ist der einzige Punkt, den ich etwas anders sehe.Der Begriff Clan-Kriminalität existiert wertungslos bei Wikipedia. Ebenso verwendet NRW Innenminister Herbert Reul diesen Begriff, wenn er über den jeweiligen Standpunkt der Bekämpfung einer solch genannten spricht.

Das die AfD versucht, diesen Begriff zu besetzen, mag ja durchaus sein. Vorneweg zu sagen, das ist eh AfD Sprech, kann ich da nicht teilen.

Ansonsten gibt es dem nichts zuzufügen, was du geschrieben hast. 👍

vor 3 Minuten schrieb PuckX2:

 Ebenso verwendet NRW Innenminister Herbert Reul diesen Begriff, wenn er über den jeweiligen Standpunkt der Bekämpfung einer solch genannten spricht.

Na, ob Reul oder Inneminister, sind fuer mich keine guten Gegenzeugen. Selbst Otto Schily vom Humanismus kommend, mutierte in der Position zum "Law und Order" Politiker. Etwas was sich die AfD ja auch gerne auf die Fahnen schreibt.

"Clan" hat eine eindeutig negative Konnotation und wird, in dem Sinne, ausschliesslich fuer Migranten aus bestimmten Regionen verwendet. Oder verstehst Du unter Clan das was man wohlwollend als Familiensolidaritaet bezeichnen wuerde? 

Ein guter Test ob ein Begiff wertneutral ist, ist doch immer ob man ihn auch auf andere Gruppen anwenden kann. Denn mit dem Schottischen, wo er urspruenglich her kommt, haben die Angesprochen ja wenig zu tun.

 

 

Also Scholz wird nicht belogen und sie ist seit 1932 hier in Deutschland? Das glaube ich nicht und das glaubt außer Dir auch sonst niemand. 

Scholz spricht deutsch, die Frau türkisch und der Lügner beides. Das sieht man. Evet (ja) sagt sie nur, als ihr auf türkisch etwas erklärt wird. Scholz nickt sie freundlich zu, vielleicht versteht sie etwas, vielleicht auch nicht. Ein deutsches Wort sagt sie nicht 

Ich habe nicht behauptet, die Frau habe beim Sprachtest betrogen. Das ist gelogen. Es war RalphB, der fundierte Sprachkenntnisse als Vorraussetzung für die Einbürgerung nannte. Einer Frau zu attestieren, dass sie jünger aussieht als ihr Dokument nennt, ist mir ansonsten noch nie vorgeworfen worden.

Warum hat Fatma erst mit 93 kurz vor der Wahl den deutschen Pass bekommen ? An ihrer Einstellung und ihrer Lebensleistung hat's ja laut Deinen Quellen nicht gelegen.

Sie hätte ja schon davor ihre Begeisterung für SPD und Deutschland mit der Staatsbürgerschaft Ausdruck verleihen können?

Seltsamerweise ist dieses Treffen auf einem Kanal von SPD oder Scholz nicht zu finden. 

Nochmals : ich kritisiere nicht die Menschen, die unsere Gesetze und Verwaltungen zu ihren Gunsten nutzen. Ich kritisiere, dass man solche Anreize setzt. So stärkt man die Ränder der Politik. Hat man bei den Wahlen ja gesehen.

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 53 Minuten schrieb MatthiasM:

Na, ob Reul oder Inneminister, sind fuer mich keine guten Gegenzeugen. Selbst Otto Schily vom Humanismus kommend, mutierte in der Position zum "Law und Order" Politiker. Etwas was sich die AfD ja auch gerne auf die Fahnen schreibt.

"Clan" hat eine eindeutig negative Konnotation und wird, in dem Sinne, ausschliesslich fuer Migranten aus bestimmten Regionen verwendet. Oder verstehst Du unter Clan das was man wohlwollend als Familiensolidaritaet bezeichnen wuerde? 

Ein guter Test ob ein Begiff wertneutral ist, ist doch immer ob man ihn auch auf andere Gruppen anwenden kann. Denn mit dem Schottischen, wo er urspruenglich her kommt, haben die Angesprochen ja wenig zu tun.

 

 

Ich wusste gar nicht, dass die öffentlich rechtlichen AFD Sprache verwenden. 

Das BKA bezeichnet Clans als ethnisch abgeschottete Subkulturen, die in der Regel patriarchalisch-hierarchisch organisiert sind und die ihre eigene Werteordnung verfolgen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Clan-Kriminalität

Ich finde es ziemlich daneben, wem Du, von mir abgesehen, so alles eine AFD Nähe attestierst.

Wie würdest Du diese Gruppen nennen? 

vor 42 Minuten schrieb MatthiasM:

"Clan" hat eine eindeutig negative Konnotation und wird, in dem Sinne, ausschliesslich fuer Migranten aus bestimmten Regionen verwendet. Oder verstehst Du unter Clan das was man wohlwollend als Familiensolidaritaet bezeichnen wuerde? 

Sehe ich nicht so. 'Familienclan' hatte und hat für mich erstmal keine Wertung, weder positiv noch negativ. Das er durch gegenwärtige Kriminalitätsverfolgung bei vorwiegend Migranten und durch Rechte Stimmungsmache AKTUELL in Verruf gebracht wird, sollte eher jemanden  bestärken, andere nicht die Deutungshoheit zu überlassen, was Begrifflichkeiten angeht, die gefühlt tausend Jahre vorher nicht negativ gewertet worden. Die Rassismuskeule wird da aus meiner Sicht etwas zu inflationär geschwungen.

Die Folge ist, daß alle die den Begriff weiterhin ohne böse Absicht verwenden, als rechts oder AfD affin abgekanzelt werden,oder uneinsichtig und somit als ewig Gestrige. Ich bin von Haus aus kein CDU Wähler, aber Herrn Reul eine AfD Nähe zu unterstellen, geht mir zu weit."Sheriff" Allüren hin oder her, nicht jeder Innenminister der etwas härter durchgreift,im Rahmen der Gesetze, ist ein Nazi. 

Wie soll das denn weitergehen? Jeder neue Begriff, den die AfD demnächst quasi als "Sau" durchs Dorf jagt, darf man nicht mehr verwenden, weil 'AfD-Sprech'? Egal welcher Begriff das sein wird. Und dann bekommt jeder sein 'Fett weg', der diesen Begriff weiterverwendet?

Nee, Liebelein, lass mal gut sein. 

vor 54 Minuten schrieb phantomas:

Einer Frau zu attestieren, dass sie jünger aussieht als ihr Dokument nennt, ist mir ansonsten noch nie vorgeworfen worden.

Gut, so lasse ich denn einen Restzweifel zu, dass du charmant sein wolltest und das Kompliment nur in der Gesamtaussage etwas unglücklich rübergekommen ist. In dubio ...

vor einer Stunde schrieb phantomas:

Scholz nickt sie freundlich zu, vielleicht versteht sie etwas, vielleicht auch nicht.

Eben. Das ist alles was das Video zu ihren Sprachkenntnissen hergibt. In dubio ...

vor einer Stunde schrieb PuckX2:

Die Folge ist, daß alle die den Begriff weiterhin ohne böse Absicht verwenden, als rechts oder AfD affin abgekanzelt werden,oder uneinsichtig und somit als ewig Gestrige. Ich bin von Haus aus kein CDU Wähler, aber Herrn Reul eine AfD Nähe zu unterstellen, geht mir zu weit."Sheriff" Allüren hin oder her, nicht jeder Innenminister der etwas härter durchgreift,im Rahmen der Gesetze, ist ein Nazi. 

Ich habe den Herrn Reul nicht als Nazi bezeichnet! Fuer mich ist es auch ein wesentlicher Unterschied ob jemand der haupftverantwortlich fuer die Sicherheit in Deutschland ist, diesen typisierenden Begriff ungeschickt verwendet, als wenn Foristen dieses in Kombination mit zur Wahrhaftigkeit ambivalenten Deutungen kombiniert. 

So ganz einsam bin ich mit dieser Auffassung, dass der Begriff nicht wertfrei ist, auch nicht: 

Zitat

Einige Wissenschaftler wiesen auf eine stigmatisierende Verwendung des Begriffs „Clankriminalität“ hin und erklärten, dass staatliche Maßnahmen gegen Clankriminalität vorrangig politisch motiviert seien und sich negativ auf präventive Maßnahmen und auf die Integration von dem nicht kriminell gewordenen Teil in den Familien auswirken würden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Clan-Kriminalität

Und das auch oeffentlich Rechtliche zweifelhafte Begriffe verwenden ist leider nicht selten.

 

 

Bearbeitet ( von MatthiasM)

vor einer Stunde schrieb magoo:

Eben. Das ist alles was das Video zu ihren Sprachkenntnissen hergibt. In dubio ...

RalphB hat behauptet, dass fundierte Sprachkenntnisse für eine Einbürgerung erforderlich sind. 

Dies stimmt einfach nicht. Menschen aus der Gastarbeitergeneration benötigen keine Deutschkenntnisse. 

https://migrando.de/blog/einbuergerung/wann-benoetige-ich-kein-sprachzertifikat/

Gegen die Frau habe ich nichts und sie wäre auch ohne deutschen Pass kein Bürger zweiter Klasse. Nur wer deutscher Staatsbürger werden möchte, sollte über fundierte Deutschkenntnisse verfügen und diese auch persönlich belegen können. Und nicht online wie in Berlin. Und es gibt keine Ausnahmen.

Das ist meine Meinung. Nur wer deutsch versteht und spricht, kann an der politischen Willensbildung teilhaben. Und so motiviert man auch die Migranten dazu, die Sprache zu lernen und so ein Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Das Video finde ich weiterhin krude.

 

 

 

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 43 Minuten schrieb MatthiasM:

Ich habe den Herrn Reul nicht als Nazi bezeichnet! Fuer mich ist es auch ein wesentlicher Unterschied ob jemand der haupftverantwortlich fuer die Sicherheit in Deutschland ist, diesen typisierenden Begriff ungeschickt verwendet, als wenn Foristen dieses in Kombination mit zur Wahrhaftigkeit ambivalenten Deutungen kombiniert. 

So ganz einsam bin ich mit dieser Auffassung, dass der Begriff nicht wertfrei ist, auch nicht: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Clan-Kriminalität

Und das auch oeffentlich Rechtliche zweifelhafte Begriffe verwenden ist leider nicht selten.

 

 

Jeder weiß doch, was unter Clankriminalität zu verstehen ist. Das sind Strukturen wie beim Remmo-Clan oder vergleichbaren Familien. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Remmo-Clan

Wir sollten deren Kriminalität bekämpfen und nicht den Begriff. Den bräuchten wir dann nicht mehr.

Bearbeitet ( von phantomas)

vor 1 Stunde schrieb PuckX2:

Wie soll das denn weitergehen? Jeder neue Begriff, den die AfD demnächst quasi als "Sau" durchs Dorf jagt, darf man nicht mehr verwenden, weil 'AfD-Sprech'? Egal welcher Begriff das sein wird. Und dann bekommt jeder sein 'Fett weg', der diesen Begriff weiterverwendet?

Nee, Liebelein, lass mal gut sein. 

Ich zitiere mal Ralph dessen Beitrag Du auch geliked hast :) (wie ich erst jetzt gemerkt habe und von dem mir auch nur der erste Teil in Erinnerung war): 

 

Am 16.8.2025 um 14:15 schrieb RalphB:

Ja, und dershalb sind Foren wie diese auch so wichtig. Damit unbedacht ausgeplapperte Rassismen auch mal benannt und überdacht werden. Im übrigen ist niemand davon frei und es überrascht mich doch auch immer mal wieder, wo ich dem erliege. Z.B. der Rassismus, der mit dem Begriff "Clankriminalität" einhergeht (ist damit eigentlich auch die Familie Quandt gemeint, die mehrere Milliarden ... auch was solls) 

Ja, es geht mir auch so, dass ich Begriffe unbedacht verwende. Ich erwische mich gelegentlich auch bei Gedanken, die von Ressentiments gegen Migranten gepraegt sind. Der zumindestens nicht davon gepraegte Begriff fiel mir aber auch erst beim lesen, des von @15cv verlinkten Artikels, ein: Bandenkriminalitaet.

vor 31 Minuten schrieb phantomas:

Dies stimmt einfach nicht. Menschen aus der Gastarbeitergeneration benötigen keine Deutschkenntnisse. 

https://migrando.de/blog/einbuergerung/wann-benoetige-ich-kein-sprachzertifikat/

Dein link widerspricht deutlich deiner Aussage, Zitat:

Kann man ohne Deutschkenntnisse eingebürgert werden?

Nein, eine Einbürgerung ganz ohne Deutschkenntnisse ist nicht möglich. Normalerweise werden ausreichende Sprachkenntnisse (B1) vorausgesetzt. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, für die mündliche Kenntnisse reichen. Dazu gehören verschiedene Härtefälle, ältere und minderjährige Personen sowie Gast- und Vertragsarbeitnehmer.

Was sind mündliche Kenntnisse und wie können diese online nachgewiesen werden? Und werden diese Kenntnisse bei älteren und aus Gastarbeiterfamilien stammenden nochmals reduziert? 

Dass die Frau nach 50 Jahren in D ein wenig deutsch kann, das würde ich natürlich auch vermuten. 

Für mich bleiben fundierte Sprachkenntnisse für eine Staatsbürgerschaft unabdingbar. Das Gesetz sollte geändert werden.

vor 6 Minuten schrieb phantomas:

Für mich bleiben fundierte Sprachkenntnisse für eine Staatsbürgerschaft unabdingbar. Das Gesetz sollte geändert werden.

Alter Falter, kannst Du einen auf den Kranz gehen.

So, das Gesetz ist geändert. Ging mal richtig schnell. Voraussetzung für die deutsche Staatsbürgerschaft kannst Du  in meinem Beitrag lesen - die Punkte hat nämlich nicht RalphB behauptet, die hat er von einer Senatsseite aus Berlin kopiert. Die faule Socke.

Was ich nicht kopiert hatte, war der Satz, in dem geschrieben steht, dass es auch Ausnahmen gibt. Und bevor Du daraus wieder ein "keiner muss Deutsch können" machst: Ausnahmen sind in besonderen Fällen, nicht immer, ausnahmsweise, selten, ein abweichen von der Regel. Weil man eine Sportlerin bei Olympia für Deutschland schwimmen sehen möchte, jemand sich besonders für dieses Land eingesetzt hat oder aus humanitären Gründen oder weil die Oma gut Kuchen backen kann. 

So.

Und Ausnahme heißt auch nicht, nicht deutsch zu können und es der Person zu verbieten (sonst Abschiebung); Ausnahmen bezieht sich auf alle aufgeführten Punkte. Schlechte Deutschkenntnisse und/oder noch nicht lange hier etc.pp.

Warum liest Du Dir die Vorgaben nicht einfach mal durch. 

P.S. da steht auch nur, dass der Antrag online gestellt werden kann.

Vielen Ehemännern ist es Recht wenn ihre Frauen hier leben ohne die Landessprache zu können. So kommen die auf keine "dummen Gedanken".

Hierin zeigt sich doch wieder was auch bei deutschen ausgeprägt ist:

Die patriarchale Sichtweise wo die Ehefrau praktisch als Besitz des Mannes angenommen wird. Darf sie arbeiten? Darf sie Autofahren? Darf sie wählen ? Darf sie mit fremden reden ? Bekommt sie Taschengeld? Ist sie für Wäsche, Herd und Kindererziehung zuständig? Bekommt sie Schläge ? Ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar?

Gottseidank hat sich diese konservative Sichtweise auf das andere Geschlecht in Deutschland ja durch Emanzipationsbewegung und Gleichberechtigung verbessert. In anderen Kulturen Ländern kann das noch anders sein. 

Da gab es ja Bestrebungen das Frauen und Männer getrennt zum / in Schwimmbad und zum Sport müssen. Ja sogar in manchen unikursen radikaler Menschen wurde nach Geschlecht getrennt  die Sitzordnung vorgeschrieben.

Alles pervertierende Auswüchse des Patriarchats. 

In Berlin muss man bei der Einbürgerung nur zur Verleihung der Urkunde persönlich erscheinen, der Rest geht online. Wie läuft es dann in der Praxis ab, wenn jemand seine mündlichen Sprachkenntnisse nachweisen soll?

Pro Mitarbeiter sind 8 Einbürgerungen pro Woche die Vorgabe. Im Zweifel wird für den Antragsteller entschieden. 

https://www.focus.de/politik/deutschland/wer-genug-einbuergert-darf-ins-homeoffice-insider-spricht-von-pass-zwang_f2a8386a-e6f7-47ec-9343-626c3110147d.html

Sollten die Hürden nicht höher gelegt werden, um die Leute besser zu integrieren?

Warum die Dame bei Herrn Scholz erst mit 93 wählen möchte, erschließt sich mir weiterhin nicht.

vor 16 Minuten schrieb MatthiasM:

die von Ressentiments gegen Migranten gepraegt sind.

Natürlich hat ganz aktuell der Begriff 'Clankriminalität' eine negative Wertung, weil es um was Negatives geht. Es werden damit vorwiegend Ausländer, Migranten in Form von Großfamilie, Clans gemeint, die hier organisierte Kriminalität betreiben. Und das muß man auch so benennen können. Deswegen ist für mich der einzeln stehende Begriff 'Clan' doch nicht in irgendeiner Form 'verbrannt' . Jeder weiß, was gemeint ist und welche Straftaten damit verbunden sind, ob Drogendelikte, Prostitution, Sozialbetrug. 

Was eine Familie Quandt in der Nazi Zeit getrieben hat, oder wie es mit Krupp aussieht oder die IG Farben, ist für mich ein anderes Thema. Da liegt in erster Linie für mich der Unterschied darin, daß von Hause aus, reiche, mächtige Familien in einer Diktatur, sich dem Diktator zur Verfügung gestellt haben, Zwangsarbeiter beschäftigt haben und sich bereichert haben. 

Der Unterschied in meinen Augen ist die jeweilige Zeit und das geltende 'Rechtssystem' . Wenn die Industriellen sich den diktatorischen Machthabern mit ihren Dienstleistungen zur Verfügung gestellt haben, dann sind das aus der Sicht dieser Zeit 'Geschäftsaufträge', die von höchster Instanz erteilt wurden.Die sind vom Staat bezahlt worden. Ob dies nach heutiger moralischer oder rechtlicher Sichtweise, Verbrechen sind, spielt für mich dabei erstmal keine Rolle. 

Bei den aktuellen Delikten mit der Bezeichnung 'Clankriminalität' geht es von vorne herein um kriminelle Straftaten in einem demokratischen Rechtssystem, gegen den Staat und somit auch seiner Bevölkerung. 

Ja, und es sind Migranten, meist arabisch - stämmig, laut Wikipedia. 

Das sollte man so dann auch benennen . Wenn wir wieder mehr deutsche Großfamilien hätten, die ähnlich kriminell agieren würden , sollte man dies natürlich auch als 'Clankriminalität' bezeichnen, selbstverständlich. Haben wir aber nicht und reiche Dinosaurier wie Quandt sind damit bestimmt nicht gemeint. 

Mir fehlt noch eine Auskunft zu der "Sau" die die AfD irgendwann mal wieder durchs Dorf treibt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vor 1 Stunde schrieb MatthiasM:

Ja, es geht mir auch so, dass ich Begriffe (Clankriminalität) unbedacht verwende. Ich erwische mich gelegentlich auch bei Gedanken, die von Ressentiments gegen Migranten gepraegt sind. Der zumindestens nicht davon gepraegte Begriff fiel mir aber auch erst beim lesen, des von @15cv verlinkten Artikels, ein: Bandenkriminalitaet.

Ich habe für ein besseres Verständnis in Klammern den Begriff eingefügt und möchte aus dem Buch "wie wir uns Rassismus beibringen" von Gilda Sahebi zitieren

"Dasselbe gilt für die sogenannte Clankriminalität. ... Im Jahr 2022 machten die Ermittlungsverfahren gegen sogenannte Clans 7,2 Prozent aller Verfahren gegen Organisierte Kriminalität aus. Dennoch beherrschte sie die Berichterstattung ... Wahrscheinlich sind nur wenige in der Lage, mehr als einen weiteren Bereich der Organisierten Kriminalität zu benennen - Clans stehen meist im Zentrum der medialen und politischen Aufmerksamkeit.

"Clankriminalität" ist ein offizieller Begriff, wie er auch in Statistiken und Lageberichten des BKA auftaucht. Ein Clan, so steht es in der Statistik des BKA, sei eine "informelle soziale Organisation, die durch ein gemeinsames Abstammungsverständnis ihrer Angehörigen bestimmt ist." Das ist eigentlich nichts anderes als eine sehr umständliche Definition einer Familie. ...

Das heißt: den einzigen Unterschied, den der deutsche Staat zwischen einem Clan und einer Familie macht, ist die Art der Abstammung. .... Es geht um .... arabischstämmige Familien. Für italienischstämmige oder russischstämmige Organisierte Kriminalität gibt es eigene BKA-Kategorien, sie sind mit Clans nicht gemeint. .... Der Begriffe "Clan" und "Clankriminalität" werden in fast allen Medien unkommentiert genutzt. Damit werden vom Neugeborenen bis zur Großmutter alle Mitglieder einer Familie kriminalisiert - allein aufgrund ihrer Abstammung. So wundert es nicht, dass das Bundesinnenministerium im Sommer 2023 einen Diskussionsentwurf vorlegte, nach dem "unabhängig von einer strafrechtlichen Verurteilung" Angehörige der "Organisierten Kriminalität" ihr Aufenthaltsrecht verlieren sollen."

Wer das Geschriebene durchdenkt wird sehr schnell feststellen, dass der Begriff "Clankriminalität" kein objektiver Begriff ist. Sondern ein durch rassistisches Denken geprägter und als politische Waffe genutzter Begriff. Was absolut nicht heißt, dass die oben genannten 7,2 Prozent nicht vorhanden oder nicht so schlimm seien! 

Was auch sehr gut aus dem Text hervorgeht ist, dass ein als Waffe benutzter Begriff in den Köpfen hängenbleibt und wie hier dazu führt, dass unschuldige Menschen dramatische Konsequenzen zu befürchten haben. Der Begriff Sippenhaft ist wohl recht gut geeignet, den Diskussionsentwurf von 2023 zu beschreiben - erschreckend ist vor allem, dass solche Begriffe in jedem etwas bewirken und den Blick auf den Menschen verändern. Es ist nicht der mit der Oma deutsch sprechende Junge aus dem Nachbarhaus, der mit seinen Kumpels Fußball spielt - es ist der aus dem Remo-Clan.  So mir passiert.

Bearbeitet ( von RalphB)

vor 38 Minuten schrieb phantomas:

In Berlin muss man bei der Einbürgerung nur zur Verleihung der Urkunde persönlich erscheinen, der Rest geht online. Wie läuft es dann in der Praxis ab, wenn jemand seine mündlichen Sprachkenntnisse nachweisen soll?

Nein! Hier der Link zum Anmelden des Einbürgerungstest vom ServicePortal  Berlin

https://service.berlin.de/dienstleistung/351180/

Verfahrensablauf

  1. Vereinbaren Sie einen Termin für die Anmeldung zum Einbürgerungstest.
  2. Für die Anmeldung wird ein Teilnehmermeldebogen benötigt. Das notwendige Formular wird von der Volkshochschule während der Beratung zur Verfügung gestellt und bei der Beratung ausgefüllt.
  3. Bezahlen Sie die Gebühr. Nach Bezahlung der Prüfungsgebühr erhalten Sie eine Buchungsbestätigung.
  4. Bitte bringen Sie die Buchungsbestätigung am Testtag mit.

     

Bitte beachten Sie: Sie schreiben den Einbürgerungstest nicht am Anmeldetag. Die verfügbaren Prüfungstermine werden Ihnen bei der Anmeldung mitgeteilt.

Berlin ist wirklich schräg - aber das Du offiziell eine Termin buchst, um dann mit den Unterlagen zu Deinem Rechner zu gehen und € 25,-- dort zu bezahlen - sorry, das halte ich selbst für Berlin etwas weit hergeholt. 

vor 52 Minuten schrieb phantomas:

Wie läuft es dann in der Praxis ab, wenn jemand seine mündlichen Sprachkenntnisse nachweisen soll?

Komisch, wenn es gegen die eigen Ueberzeugung geht, ist "Google" ein Fremdwort:

https://www.goethe.de/pro/relaunch/prf/materialien/B1/b1_modellsatz_erwachsene.pdf

Die Mitarbeiter des Amtes haben weder die Zeit noch die Faehigkeit eine qualifiziert Pruefung zu machen. Wie ich schon schrub, sagte der Mitarbeiter zu meinem kurdischen Bekannten, dass er seine Sprachfaehigkeit als gut einschaetzen wuerde, er aber eine Pruefung bei einem qualifizierten Institut ablegen muesse. Nur bei Menschen, die zB auf grund ihres Altes und (!) ihrer Lebensleistung  oder die von Ralph genannten Gruende, darf er persoenlich eine Einschaetzung treffen, sonst entscheidet er nach Aktenlage und dafuer hat er einen guten halben Tag Zeit. (Die Fuehrerscheinstelle, die einen Fuehrerschein ausstellt macht das uebering auch so.) 

Deinen Hetzartikel kann Du dir .... Leumund von der Bildzeitung aber anomym, lauter ambige Andeutungen, das sind keine Belege, das ist Hetze! "Erst nach intensivem Bitten durfte er die Übergabe verschieben." Indirekte Rede? Klar die CDU in Berlin ist eigentlich eine SPD oder noch schlimmer ... Ja, Menschen erschwindeln sich auch Zertifikate. Das wird ihm aufgefallen sein. Und das "bitte, bitte" ist wohl eher dem "Journalisten" eingefallen.

Was ich aber absolut widerlich finde ist dein herumreiten auf dem harmlosen Filmchen mit der alten Frau. Selbst wenn sie schlecht deutsch spricht, hat man bei ihr eben die Ausnahme fuer die Generation von Gastarbeitern gemacht, die unseren wirtschaftlichen Aufschwung mitgetragen haben. Deine Vermutungen (!) und Unterstellungen, dein nach unten treten, sind unter aller Sau und machen dich extrem unsympathisch.

Das sind in Berlin ueberings die Regeln: https://service.berlin.de/dienstleistung/318998/

All das prueft der Sachbearbeiter nach Akten, die er von anderen Instutitionen bekommt, wo man auch haeufig persoenlich vorsprechen muss. 

Bearbeitet ( von MatthiasM)

Also, es ist schwer zu verstehn, denn es trifft immer den
kleinen Mann, der sich nie in die Dinge mischt*…
 

Ich hatte jetzt 5 ! Stunden die Elektronik auf die Seite gelegt, gemeinsam mit der Gattin gespeist, dann haben wir zusammen Kuchen gebacken, die Hunde bewegt, so ganz analog.
Und währenddessen tobt hier der
……(hier nach Bedarf einsetzen).

Auffällig dabei die Negativisten.
Fuichbah! Bäh, was eigentlich ist überhaupt gut in Deutschland?
Wieso lebt der phantastische ( als glänzendes Beispiel) und nicht nur der 
überhaupt hier?
( oder weidelt er?)

Also, ganz konkret, ich wünsche mir positives Denken und Schreiben.

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