6. Oktober 20256. Okt Ersteller Es ist immer noch Juni 2025, und ich widme mich der Unterseite des Beifahrer-Fußraums. Auf diesem Bild sieht man bereits die Schäden, die der wütende Rost erzeugt hat. Das Bodenblech hatte ich bereits im Zuge der Instandsetzung der oberen Lage zum Teil ernfernt. Grau ist "neu", rot ist "alt". Wir sehen auch, dass das innere Stehblech des Schwellers bis hoch zum Knotenpunkt befallen ist (all dies bestägigt die Empfehlung von @Frank (F), doch noch genauer hinzusehen): Nach dem vollständigen Entfernen der Bodenblech-Fragente offenbart sich die "Pracht" der ehemals nautischen Verhältnisse. Ich ergänze ich zunächst die Abrostung im vorderen rechten Radhaus... ..., verschleife die neuen und alten Nähte am Bodenblech (hier konnte man übrigen gut erkennen, dass der Rost in diesem Fall im Wesentlichen durch Feuchtigkeit von oben kam) und stelle die Struktur des Schweller wieder her. Nachdem alles verschliffen ist, beginne ich, mittels Papieschablone, das untere Bodenblech zu rekonstruieren. Die Schablone wird auf die beständig schrumpfende Blechtafel übertragen. Schließlich improvisiere ich ein Umformwerkzeug für die Bördelung mit radialem Verlauf (eine stabile Pfanne dient als Form, das Gewicht des CX als Fixierung) und treibe das Blech solange darüber, bis... ...das Blech passt. Es erfolgen Lochungen für die Schweißpunkte... ...und eine schützende Teilgrundierung der Bereiche, die man später nicht mehr erreichen kann. Vor dem Einschweißen wird die Umgebung in gewohnter Art ebenfalls grundiert... ...und das Blech wird eingepasst, fixiert und angepunktet. Die Punkte geraten dabei nicht ganz so schön wie gewünscht, aber das Blech sitzt.
6. Oktober 20256. Okt vor 2 Stunden schrieb M. Ferchaud: ..und eine schützende Teilgrundierung der Bereiche, die man später nicht mehr erreichen kann. Bei der ganzen Arbeit und Zeit die Du in das Projekt investierst, sehe ich bei den Hohlräumen die größte Schwachstelle. Ist die Grundierung ein spezieller "feuerfester" Stoff? (Rüdiger Kroak hat andersfarbige Grundierung ( rot/braun ?) im Einsatz.) Den Abschluss bildet dann noch eine intensive Hohlraumkonservierung oder gibt es zuvor noch weitere Mittel welche den Rostschutz erbringen? Eine Alternative zur KTL gibt es ja eher nicht.
6. Oktober 20256. Okt Ersteller vor 4 Stunden schrieb Ronald: Bei der ganzen Arbeit und Zeit die Du in das Projekt investierst, sehe ich bei den Hohlräumen die größte Schwachstelle. Ist die Grundierung ein spezieller "feuerfester" Stoff? (Rüdiger Kroak hat andersfarbige Grundierung ( rot/braun ?) im Einsatz.) Den Abschluss bildet dann noch eine intensive Hohlraumkonservierung oder gibt es zuvor noch weitere Mittel welche den Rostschutz erbringen? Eine Alternative zur KTL gibt es ja eher nicht. Hohlräume und Überlappungen sind immer die Schwachstelle. Die Grundierung ist schweissbar, brennt jedoch unmittelbar an den Schweisspunkten weg. Die alte, rotbraune, deren Reste man auf den Fotos noch sieht, war in dieser Hinsicht tatsächlich etwas resistenter , aber der Unterschied fällt am Ende wohl kaum ins Gewicht. Hohlraumversiegelung zum Schluss ist unabdingbar.
6. Oktober 20256. Okt Bei Schweißarbeiten, sitzt mir auch immer der Rost/bzw. Der Rostschutz im Kopf. Ich habe immer den Gedanken, schön geschweißt und ein schönes passendes Teil geformt..... aber rostet es da nicht dennoch bei Rostschutz sofort wieder. Zu spät aufgebracht, oder nicht richtig ? Gruß Bearbeitet (6. Oktober 20256. Okt von sylvester)
6. Oktober 20256. Okt Ersteller Schweissungen sind potentiell Rostherde. Ist so. Leider. Mehr als vorher und hinterher Schweissgrundierung sowie eine gute Endlackierung auftragen, kann man „trocken“ nicht machen. Eine großzügige Hohlraumkonservierung erledigt den Rest. Wer bei einem solchen Projekt erpicht ist auf Rostfreiheit, muss der Realität ins Auge sehen: Trotz lokalen Entrostens bleibt immer etwas zurück, das man nicht erreicht. Selbst mit einer Sandstrahlpistole erreicht man nur Sichtrost. In den Falzen sitzt eh der Gilb und bleibt auch dort. Da hülfe nur chemisches Entlacken und Entrosten, anschließend Kataphorese. Und selbst dann… Was hiesse das im Falle des CX? Neben Demontage der Aggregate und Anbauteile Trennen von Karosse und Rahmen. Kann man machen. Ich will aber vor allem eins: Fahren! Und nicht erst als Rentner. Daher versuche ich einen guten Kompromiss aus Stabilität, Optik, Nachhaltigkeit, Zeit- und Geldaufwand umzusetzen. Und wenn irgendwo wieder ein Rostbläschen hochkommt - so what?
7. Oktober 20257. Okt Ersteller Weiter geht's am Heck. Der "Durchbruch" zum rechten Rücklicht wird freigelegt. Bei dieser Gelegenheit kommt eine weitere Durchrostung zum Kofferraum hin zum Vorschein. Auch der Kmotenpunkt vom hinteren rechten Radlauf zum Kofferraum hin zeigt sich "luftig". Die vor Jahren aufgeschobene Reparatur ist nun fällig. Hier der von @Frank (F) erwähnte Einblick in die C-Säule durch die Mulde des demontierten Gurtaufrollers... ...und eine weitere Durchrostung seitlich am Kofferraumboden. Hier nach entrosten und partiellem Beschneiden. Der CX steht mittlerweile nur noch auf einem Rad: Der Wagenheber bzw. ein Bock zur Absicherung stützen den Bug vorne rechts am stabilen Punkt des Fahrschemels, das linke Hinterrad hat Kontakt zur Rampe. Vorn links wird die Karosse mittels eines weiteren Bocks auf Niveau gehalten. Immer wieder muss die große Arbeitsfläche aufgeräumt werden. Neue Teile für's eigentlich abgearbeitete Puzzle.
7. Oktober 20257. Okt Ersteller Die Faustregel heißt: Eine Durchrostung bedeutet mindestens zwei Bleche. Deswegen ist Karosserie-Instandsetzung ist so aufwändig. So auch hier: Zunächst wird das seitliche Innenblech zum Kofferraum hin ersetzt. Blick in den umgebauten "Tunnel", der nun zusätzlich die Heckpartie schützen muss. Unten rechts erkennt man die andere Seite der vorherigen Schweißung. Schwenk zum Kofferraumboden: Die untere Lage ist erneuert und grundiert. Durchbruch zum Rücklicht hin ist geschlossen. Auch hier fehlt noch die zweite Lage. Teile einer alten Reparatur im Radhaus werden ergänzt. Eigentlich hätte man alles heraustrennen müssen, aber so ist es ausreichend. Hier sieht man gut die Verbindungspunkte. Diesmal bin ich klüger und schütze die Kunststoffleiste an der Seitenscheiben-Unterkate mittels Abschirmblech aus Alu. Diese Maßnahme soll hervorragend funktionieren. Zweite Lage am hinteren Rücklicht. Zur Stoßeckenaufnahme komme ich später noch... Und noch eine Durchrostung neben dem ersten gefertigten Reparaturblech. Hier weiche ich ein wenig von der Original-Konfiguration ab. Das hintere Radhaus von der Radseite her betrachtet, mittlerweile verschliffen... ..., wie auch die Kofferraumseitenwand. Ebenso die hintere rechte Ecke des Kofferraums... ...sowie der Seitliche Kofferraumboden.
11. Oktober 202511. Okt Ersteller Damit sind die Schweißarbeiten erledigt, so zumindest denke ich... Ich entferne die "Karton-Höhle" im Innenraum und die Schutzdecken von außen... ...um eine weitere Durchrostung am hinteren rechten Befestigungspunkt des Fahrersitzes zu finden. Wo so ein CX nicht überall rosten kann... Nachdem diese Stelle ebenfalls behandelt ist, widme ich mich letzten "kosmetischen" Bereichen. Hier zwei instandgesetzte Stellen am hinteren rechten Einstieg. Somit sind die Schweißarbeiten (fast) abgeschlossen. Kleine Nacharbeiten auf der linken Seite habe ich nicht extra dokumentiert. Sie belaufen sich im Wesentlichen auf das Entfernen von Oberflächenrost. Es ist Ende Juni 2025.
11. Oktober 202511. Okt Ersteller Juli 2025. Nach dem Auspacken ist vor dem Einpacken. Um die reparierten Bereiche ordentlich lackieren zu können, wird der Innenraum in Folie gehüllt. Ein zeitaufwändiges Unterfangen, wenn nicht alle Teile demontiert wurden. Lustiges Detail: Im hinteren linken Fußraum lugt ein (lackierter) Draht unter der Dichtmasse hervor... Die abgedeckten Fußräume vorn rechts... ..., hinten rechts... ... und der Blick in den Laderaum. Natürlich muss alles, was lackiert werden soll, geschliffen werden. Fußraum vorn links. Der Oberflächenrost zieht sich bis an die Firewall. Auch außen wird abgedeckt, um gegen jeglichen Sprühnebel zu schützen.
11. Oktober 202511. Okt Danke für die umfassende Dokumentation! (und ich lasse mich beim XM von einem rostigen Schwellerstehblech abschrecken ) ich lerne daraus: wenn einen CX, dann vorher gaaanz genau hingucken und/oder Frank fragen Viel Erfolg weiterhin.
11. Oktober 202511. Okt Ersteller vor 2 Stunden schrieb XMbremi: Danke für die umfassende Dokumentation! (und ich lasse mich beim XM von einem rostigen Schwellerstehblech abschrecken ) Nun ja, vom XM waren wir das lange nicht gewohnt, der CX hingegen rostete ja bereits quasi im Prospekt (ebenso wie viele seiner Konkurrenten dieser Zeit). Ein Fahrzeug in diesem Zustand würde ich heute auf keinen Fall mehr kaufen. Damals hingegen war ich Student, der CX war billig und ich wollte unbedingt einen Break. Bearbeitet (11. Oktober 202511. Okt von M. Ferchaud)
11. Oktober 202511. Okt vor 2 Stunden schrieb M. Ferchaud: Ich entferne die "Karton-Höhle" im Innenraum und die Schutzdecken von außen... Sehr schönes Foto -> Kalender 2026?
11. Oktober 202511. Okt Mir würde das Foto im ACC-Kalender 2026 gut gefallen. Probier´s doch Henning.
12. Oktober 202512. Okt Dem Dank vom Martin schließe ich mich gerne an! Sehr schöne Dokumentation. Da weiß ich genau, was auf mich demnächst zukommt. Schönen Sonntag Gerd
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Anfang Juli erfolgt der schützende Lackaufbau im Innenraum. Ich beginne mit EP-Grundierung.
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Nächster Schritt: Das Abdichten. Mit einer speziellen Finger-Technik (ups!) imitiere ich die maschinell im Werk aufgetragene Struktur. Auch kleine, nach dem Schweißen verbliebene Löcher werden mit der Masse geschlossen.
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Nach der Durchtrocknung werden Basis- und 2K-Klarlack (wichtig!) aufgetragen. Die kalkulierte, grob am in gleicher Manier behandelten Prestige orientierten Lackmenge erweist sich als Fehleinschätzung: Durch die schiere Länge, die Einbeziehung des Laderaums und die zahlreichen Verstrebungen weist ein Break eine ungleich größere Bodenfläche auf. Am Ende wird der Lack gerade ausreichen, um die behandelten sowie die unmittelbar benachbarten Bereiche abzudecken. Nicht wunderschön, aber die entscheidenden Bereiche sind nun geschützt. Warum sollten die übrigen Partien auch rosten, wenn sie es in den letzten vierzig Jahren nicht getan haben?
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Nachdem der Innenraum nun fertig ist, geht's außen weiter. Leider muss ich nochmals das Schweißgerät für die hintere rechte Aufnahme der Stoßecke auspacken (jaja, das Ding hätte man auch gleich komplett ersetzen können... Zudem findet sich noch eine Durchrostung an der rechten Verbindung des Hilfsrahmens.
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Auch außen wird nun EP-grundiert und abgedichtet. Hier wieder die Endpitze des hinteren rechten Radlaufs... Und das Ende Richtung C-Säule. Die Außenschweller werden vorher noch komplett geschliffen, damit der nachfolgende Schichtaufbau gut haftet. Die Sichtbereiche werden vor dem Grundieren mit EP-Kaltzinn geglättet, damit optisch alles stimmt. Auch die Fahrerseite erhält nach dem Entrosten einen schützenden Auftrag.
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Intermezzo: Das Leitungsbündel ist oberflächlich ebenfalls angegriffen und sieht schlechter aus, als ich es in Erinnerung hatte. Also hänge ich die Leitungen aus... Und entferne den Oberflächenrost, so gut es geht. Hier der Urzustand. Nach dem Entrosten wird Rostumwandler aufgetragen, um eine chemisch stabile Oberfläche zu erhalten. Im letzten Schritt wird großzügig transparentes Schutzwachs aufgetragen. Das sollte den Leitungen eine weitere Dekade verschaffen. Nachdem das ausclipsen und die Bewegungen keine Schwachstellen offenbaren, hat eine vollständige Erneuerung der Leitungen noch Zeit. Bearbeitet (19. Oktober 202519. Okt von M. Ferchaud)
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Zwischendrin ein wenig Balsam für die geschundene Seele: Ich ersetze die vordere linke Stoßecke vom Schmalflügler durch ein korrektes, günstig auf Leboncoin geschossenes Teil. Die Schrauben? Ach ja, zwei davon sitzen hinter der Standlicht/Blinker-Einheit.
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Abkleben invertiert: Ich nehme mir die Längsträger des Hilfrahmens vor, die reichlich Kantenrost und abgeblätterten Steinschlagschutz aufweisen. Zudem ist die Beschichtung teilweise durch das vormalige Benzinleck angelöst und hat sich in eine schmierige Pampe verwandelt, die abgespachtelt werden muss. Nach einigem Hadern schleife ich die Träger von unten komplett blank... Er erfolgt der Auftrag einer Rostschutzgrundierung... ... und der finale Lackauftrag in Schokoladenbraun.
19. Oktober 202519. Okt Ersteller Schritt zurück (Sorry, Reihenfolge vertauscht, das hier war vorher): Abkleben, abkleben, abkleben... Es erfolgt der Auftrag von Unterbodenschutz. (Hätte auch homogener sein können, entspricht aber in etwa der Unperfektion des Werkszustands. Erst später entdecke ich, dass den Sprühdosen unterschiedliche Spühköpfe beilagen.
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