12. Februar12. Feb Hallo liebe CX-Schrauber! die Antriebswelle links ist getauscht. Da gibt es viele Challenges, die zu überwinden waren. Davon werde ich noch ausführlich berichten. Jetzt muss erstmal alles fertig werden. Aber… Ich scheitere gerade am unteren Kugelbolzen. Er dreht sich mit und ich kann die Mutter nicht festziehen. Leider befindet sich im Bolzen am Gewindeende kein Innensechskant mit dem man den Bolzen festhalten kann. (wie in den Lehrbüchern so einfach beschrieben) Wie kann ich den Kugelbozen festhalten damit ich die Mutter anziehen kann ??? Danke vorab für Eure Hilfe und Vorschläge. Die Welle haben ja viele von Euch schon getauscht und hatten das gleiche Problem… Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen 🐿️ VIele Grüße Ralf Bearbeitet (12. Februar12. Feb von laradu)
12. Februar12. Feb Eine Möglichkeit ist den Querlenker mit einem Wagenheber soweit anheben bis es nicht mehr weiter geht. Der Konus des Kugelbolzens wir dadurch genug blockiert zum festschrauben.
12. Februar12. Feb Andere Methode ist die, große Rohrzange nehmen und Querlenker mit Traggelenk zusammendrücken, bis der Konus klemmt. Im Grunde ein übliches Problem. Ärgerlich halt. Jens
12. Februar12. Feb Ersteller Danke! Hab gerade auch einige Videos dazu angeschaut. Die nutzen Druck von unten mit Wagenheber oder nutzen auch Hebelkraft. Ich hab das Problem schon erwartet, ja üblich. Wenn man es einmal gemacht hat kennt man das…
12. Februar12. Feb vor 29 Minuten schrieb laradu: Danke! Wenn ich das Bild sehe, muß ich leider mal maulen. Hier ist alles siffig durch fett einer (vormals ?) defekten Achsmanschette. Das gehört alles weg bzw. gereinigt. Nicht selten findet sich das Fett auch im Bremsenbereich. Zudem am Kugelbolzen und der Auflagefläche des Konus im Achsarm. Somit fördert das ein mitdrehen beim Anziehen. Mit einem langen Montiereisen gegen den Fahrschemel kann man auch den nötigen Unterstützungsdruck aufbauen. Hat man einen Schlagschrauber ist das auch fein - allerdings nicht bis zum Anschlag. Drehmoment wird sonst schnell zu hoch. Oder eben wie von @bx-basis beschrieben. Zuletzt: Die Mutter mit nyloc Ring ersetzt man durch eine neue. Eine einmalige Wiederverwendung ist zur Not vertretbar, da der Ring noch eine gewiss Klemm-/Sicherungsfunktion hat. Allerdings nur, wenn das Gewinde nicht mit Fett verunreinigt ist. Hier ist das vermutlich der Fall. Da sichert der Ring nix mehr. Sollte man bei solchen Arbeiten parat haben: https://www.ebay.de/itm/336408737147?itmmeta=01KH9XE3498DD1AYE0160R2260&hash=item4e5385f57b:g:v9UAAeSwT41o~fRN geht noch billiger, aber dann eher nicht acetonfrei und risky für Lacke. Bearbeitet (12. Februar12. Feb von Frank (F))
13. Februar13. Feb Ersteller Guten Morgen Frank, danke für die Wertvollen Hinweise. Die Bremse ist fettfrei und der Konus auch. Habe immer so wie Du empfiehlst Bremsenreiniger auf Lager. Ja, die selbstsichernden Muttern gehören getauscht. Da hat Du natürlich recht.
13. Februar13. Feb Ersteller Das Fett auf dem Bild ist auch Seilbahnfett zu Konservierung vom Unterboden. Das konserviert auch Fahrwerksteile… Bearbeitet (13. Februar13. Feb von laradu)
13. Februar13. Feb Ersteller So, danke nochmal für die schnellen und guten Hinweise gestern. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, erstmal eine Pause gemacht ind nachgedacht. Am nächsten Tag ist dann alles klar und es läuft. Habe nun folgende Methode wie von euch vorgeschlagen verwendet: 1) Kugelbolzen und Querlenker nochmal getrennt und Loch sowie Bolzen penibel gereinigt und fettfrei gemacht. 2) Hydropneumatik in Höchststellung gebracht und Querlenker unten mit dem Wagenheber nach oben gedrückt. 3) die neue selbstsichernde Mutter ließ sich ohne Probleme festschrauben und mit dem richtigen Drehmoment festziehen.
14. Februar14. Feb Ersteller Nein, war nur in 21 zu haben. War auch vorher 21. —————————————————- …ich hatte ja noch versprochen von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen beim ersten Austausch der Antriebswelle links im CX zu berichten. Insbesondere für alle anderen, die das wie ich zum ersten Mal vorhaben eine Aufzählung der Herausforderungen mit der Möglichkeit zu überlegen, ob der Besuch in einer Citroën CX freundlichen und erfahrenen Werkstatt wie z.B. der CX-Basis nicht doch die bessere und kostengünstigere Wahl ist. Hier meine ganz persönliche Einschätzung: ########################### Austausch Antriebswelle links CX S2 Schwierigkeitsgrad: schwierig Voraussetzung: gute Schrauberkenntnisse, nichts für Anfänger Werkzeug: nicht mit dem normalen Werkzeugsatz machbar, viel Spezialwerkzeug nötig Kosten: da ich diverses Werkzeug erst kaufen musste (ca. 400 Euro) wäre die Werkstatt günstiger gewesen, ich wollte es aber wissen und lernen und bin nun besser ausgestattet! Benötigtes Werkzeug über die normale Ausrüstung hinaus: > 2 gute und stabile Stellböcke und einen Hydraulischen Wagenheber - besser eine Hebebühne > Druckluftversorgung und Schlagschrauber mit großem Aufbrechdrehmoment (z.B. Hazet 9012TT mit 2.200 Nm Aufbrechdrehmoment) > schlagfeste Nuss 35mm > Drehmomentschlüssel bis 400 Nm > möglichst Citroën Spezialwerkzeug 6320 T (hatte ich leider nicht) > Kugelbolzenausdrücker (z.B. HAZET Universal Kugelgelenk-Abzieher 1779-1) _____________________________________ Meine Erkenntnisse: 1) ohne Schlagschrauber mit großem Aufbrechdrehmoment bekommt ihr die Befestigungsmutter der Antriebswelle (35mm) nicht auf. Auch mit einer langen Verlängerung war es mir nicht möglich! Die Gefahr besteht auch, dass ihr von der Schraube abrutscht und diese beschädigt. Mit dem Hazet Schlagschrauber ging die Schraube ganz leicht auf. 2) den Umlenkhebel der Stabilisatorstange bekommt ihr ohne das Citroën Spezialwerkzeug 6320 T sehr wahrscheinlich nicht auf. Ich habe verschiedene Methoden versucht, gekloppft, mit Meißel seitlich abgestützt und geschlagen, hat alles nichts genützt. 😭 3) der Mitnehmer (das Ende der Abtriebswelle Getriebeseitig) lässt sich höchstwahrscheinlich nicht ausbauen, weil der Sicherungsring im inneren des Planetensatzes blockiert ist. Das passiert, wenn die Antriebswelle durch den Ausbau radnabenseitig ein Drehmoment ausübt. In diesem Fall muss die Antriebswelle aufgetrennt und ohne Mitnehmer ausgebaut werden. Dabei wird die getriebeseitige Manschette zerstört 4) die Antriebswelle kann auch ohne abgebauten Stabilisatorhebel ausgebaut werden, wenn sie wie unter 3) aufgetrennt und ohne Mitnehmer ausgebaut wird 5) nach Ausbau der Antriebswelle ohne Mitnehmer war dieser nicht mehr verkantet und ließ sich ganz leicht mit einem Meißel und Abstützung an der Getriebeschraube wie im Handbuch beschreiben ausbauen 6) der Mitnehmer kann ganz knapp an dem nicht abgetrennten Umlenkhebel vorbei ebenfalls ausgebaut werden 7) der Einbau der neuen Antriebswelle muss nun ebenfalls aufgetrennt erfolgen, sofern der Umlenkhhebel der Stabilisatorstange nicht abgebaut werden konnte 8 ) der Mitnehmer wird zuerst Getriebeseitig eingebaut. Dann wird die Antriebswelle mit der einseitig befestigten Manschette und einer neuen vorgespannten Schelle vorsichtig eingebaut und in den Mitnehmer eingeschoben 9) jetzt kann die Welle radseitig eingeführt werden und der untere Kugelbolzen eingefügt werden. Der Kugelbolzen muss absolut fettfrei und sauber sein. Der untere Querlenker wird wie weiter oben beschrieben mit dem Wagenheber hochgedrückt damit sich der Bolzen beim Festschrauben der Mutter nicht mitdreht 10) jetzt muss die Manschette am Mitnehmer befestigt und die Schelle zugedrückt werden. Dies ist äußerst schwierig, weil für die Zange nicht genug Platzt ist. Es ist mir aber einigermaßen gelungen. An diesem Punkt kann die ganze Operation aber scheitern! 11) alle Muttern mit dem nötigen Drehmoment anziehen. Die Sicherungsmutter der Achswelle (35mm) benötigt 375 Nm. 12) die Antriebswelle im Ganzen kann nur mit abgebautem Umlenkhebel ausgebaut werden! 13) die Arbeit hat wegen all der Probleme leider keine Freude gemacht. Es war eine echte Quälerei! 14) ich bin trotzdem froh, das ich es probiert habe und Erfolg hatte. Ich habe dabei sehr viel gelernt. Es hat aber auch viel Zeit benötigt… 15) das Projekt hätte ganz leicht scheitern können und ich hätte trotzdem eine Werkstatt aufsuchen müssen. Zum Scheitern hat nicht viel gefehlt. Die Frsnzösin rollt wieder! Wie schön ist das denn? 🥳😎🙏 ————————————————— Wie waren Eure Erfahrungen? Wie habt Ihr den Umlenkhebel losbekommen? Bin schon gespannt und andere sicher auch wie es Euch beim Ausbau der Linken Antriebswelle ergangen ist!
14. Februar14. Feb Ganz ehrlich: ich mache das mit meinem ganz normalen Werkzeug. Unterstellböcke umd Wagenheber sind Standard wenn man an Autos ernsthaft arbeitet, 36er Nuß mit langem Hebel lasse ich gerade noch als "speziell" durchgehen, aber für den Rest braucht man echt nichts besonderes. Ein vernünftiger Hammer löst das Traggelenk aus dem Querlenker und in Verbindung mit einem guten Meißel o.ä. löst man auch klemmende Ringe auf der Getriebeseite. Auch der Stabiknochen läßt sich damit zur Mitarbeit überreden. Um die Radnabe zu blockieren dreht man einen Radbolzen rein und steckt einen dicken Schraubendreher in die Bremsscheibe - der Bremssattel hält das. Schlagschrauber wird ersetzt durch langen Hebel für die 36er, der taugt dann auch zum festziehen. Das korrekte Drehmoment scheint da eher unkritisch, ich habe da jedenfalls in fast 30 Jahren nie einen benutzt. Und vor dem lösen der Muttern schön die Gewinde mit der Drahtbürste bearbeiten und leicht schmieren, das hilft bei der Demontage ungemein.
14. Februar14. Feb Ersteller Danke BX-Basis. Klingt bei dir so als wäre es ein Spaziergang. Wie gesagt, bei mir ging der Umlenkhebel einfach nicht raus. Da war Nix zu machen…
14. Februar14. Feb Es gibt zwei unterschiedliche Typen des Innengelenks, der "alte " grössere Typ kommt nicht am Stabigelenk vorbei, der "neue" in einer bestimmten Stellung des Stabi schon (da muss man etwas rumprobieren ggfs., das kann je nachdem wie das Auto aufgebockt ist schwierig werden). Allerdings ging der Stabibolzen zuletzt bei mir unter keinen Umständen auf, erst als ich den anderen mit Abzieher löste und den Querlenker im Schraubstock hatte, reichte ein Hammerschlag (Knochen musste gewechselt werden und Traggelenk oben). Früher hat das aber auch schon fix geklappt eingebaut. Es ist eine 35er!! Seit Jahrzehnten hatte ich es immer mit 36er geschmiedetem Steckschlüssel, und durchgestecktem stabilen Stahlhebel easy auf und zu bekommen (Steckschlüssel immer mit Unterstellbock gegen Abrutschen gesichert). Mit 18 hatte ich mir mal eine Ratsche mit einer Verlängerung an Nabenmutter der Ente ruiniert, seither war ich vorsichtiger. Noch nie hatte ich das Problem des verkanteten C-Rings an dieser Stelle (aber am Aussengelenk). So unterschiedlich kann das halt laufen. 👍😏😃 Wenn das Auto alt ist, sollte man unbedingt bei dieser Gelegenheit am Differential den Simmerring für 2.50€ (Normteil) wechseln, ebenso den O-Ring! Wenn es hinterher Getriebeöl tropft, kann man sonst die ganze Aktion nochmal machen.
14. Februar14. Feb Ersteller Danke LCX25H! Ich glaube auch das es mal so und mal so läuft. Überraschungen wird es immer geben 😆
14. Februar14. Feb Ja, es ist eine 35er Mutter. Aber 36er Nuß ist Standard und paßt. Zumindest bei den Turbomotoren muß der Stabi immer weg, die Innengelenke sind zu groß - mit großem Hammer (800g oder mehr) ging das aber bisher immer. Der Simmerring dichtet gegen die Hohlwelle im Differential und nicht gegen die Antriebswelle, von daher besteht keine Gefahr daß es nach dem Einbau plötzlich leckt wenn es vorher dicht war.
14. Februar14. Feb Nein nicht vom Einbau, sondern vom Alter. Klar wenn es vorher dicht war, aber nach 35 Jahren ist es auch kein Aufwand, links zumindest geht der Wechsel relativ einfach (35mm Passstück zum drüber Schieben). Und ich hatte bislang nie den Stabiknochen gelöst gehabt, für die Welle am TD1 und TD2, außer es war eh mehr abzubauen. Den Bolzen zu lösen klappte bei mir sonst mit zwei flachen Keilen (Axt zB) zwischen Tragschemel und Bolzen, und Schlag mit Fäustel. Letztens tat sich da aber nichts, und ich weiss auch nicht wie man auf den Bolzen direkt drauf schlagen können soll? Bearbeitet (14. Februar14. Feb von LCX25H)
14. Februar14. Feb Klar, Simmerring wechseln macht natürlich Sinn. Hab die Wellen am TD auch schon irgendwie rausgewürgt, aber ohne den Stabiknochen gehts deutlich besser. Ich löse die Mutter bis zum Ende, dann dicken Meißel o.ä. zwischen Mutter und Fahrschemel als Hebel ansetzen und mit dem Hämmerchen am Querlenker klopfen - bislang ging so jeder Knochen irgendwann raus.
14. Februar14. Feb Ersteller vor 17 Minuten schrieb bx-basis: Klar, Simmerring wechseln macht natürlich Sinn. Hab die Wellen am TD auch schon irgendwie rausgewürgt, aber ohne den Stabiknochen gehts deutlich besser. Ich löse die Mutter bis zum Ende, dann dicken Meißel o.ä. zwischen Mutter und Fahrschemel als Hebel ansetzen und mit dem Hämmerchen am Querlenker klopfen - bislang ging so jeder Knochen irgendwann raus. Genau so hab ich es auch probiert…. Dachte das muss doch gehen 😤…
14. Februar14. Feb Ersteller Gibt es hier jemanden der das Citroën Spezialwerkzeug 6320 T besitzt? Wie geht es damit? Wie genau setzt man das an? Ist im Werkstatthandbuch nicht so genau zu sehen finde ich…
14. Februar14. Feb Ich habe dies Werkzeug, aber das für frühe Serie 1 (das ist kleiner - wenn es jemand haben will..?). Man schiebt es mit der Hülse auf den Bolzen und verankert es auf der anderen Seite des Querlenkers mit der Querschraube. Dann...ist es zumindest so gedacht, daß man mit der extra harten kleinen Sechskantschraube den Bolzen aus dem Querlenker drückt...aber so wie ich das sehe geht es da um Millimeter, daß man das Werkzeug MIT dieser Schraube angesetzt bekommt. Habe noch nirgends außer im Handbuch gesehen oder gehört daß das wirklich klappt.
14. Februar14. Feb Alternativ lösst man den Lenker am Stabilisator, dort kann man u.U. mit einem (kleinem) Werkzeug für Spurstangen arbeiten. Das Werkzeug in der Rep.Anleitung ist für die Lenker die mit einer Hülsenmutter im Querlenker befestigt sind, erst später kam die Version mit Nyl-Stop Muttern. Wozu dient die blaue Farbe am Querlenker....
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