2. Februar 200521 J. Grüßle, ich habe vor einem Jahr, bei Neuerwerb meines Xantia ein Ölanalyse machen lassen. Jetzt, kurz vorm nächsten Ölwechsel habe ich eine erneute machen lassen. Wen es interessiert, hier die Daten. Die erste Spalte war im Dezember 2003/Km Stand: 100000, die zweite Spalte ist Januar 2005/Km Stand: 120000. Ich weiß, Öl ist schon ziemlich lange drin, sollte eigentlich vorm Winter raus. Wer sich in der Materie gut auskennt, kann gerne mal was dazu erzählen. Würde mich sehr interessieren. Gewarnt wird übrigens immer vor dem hohen Eisenwert (obwohl jetzt deutlich zurückgegangen) Verschleiss Eisen Fe mg/kg 135 51 Chrom Cr mg/kg 1 2 Zinn Sn mg/kg 0 0 Aluminium Al mg/kg 11 7 Nickel Ni mg/kg 0 2 Kupfer Cu mg/kg 17 19 Blei Pb mg/kg 2 2 Molybdän Mo mg/kg 69 14 PQ-Index - ok Verunreinigungen Silizium, Staub, Si mg/kg 37 209 Kalium K mg/kg 43 20 Natrium Na mg/kg 9 6 Wasser <0.1% <0.1% Glykol - negativ negativ Kraftstoff % % 2,33 1,8 Ruß % % 0.01 0,07 Ölzustand Viskosität 40°C mm²/s 102.14 81,7 Viskosität 100°C mm²/s 13.73 12,76 Viskositätsindex - 135 155 Oxidation A/cm 32 35 Nitration A/cm 39 56 Sulfation A/cm 21 42 Schmutztragevermögen % 90 100 Additive Kalzium Ca mg/kg 1922 1736 Magnesium, Mg mg/kg 251 304 Bor B mg/kg 36 38 Zink Zn mg/kg 999 902 Phosphor P mg/kg 848 850 Barium Ba mg/kg 0 0 Zusatzteste TBN mgKOH/g 4,62 2,6 Liebe Grüße der Peti
2. Februar 200521 J. Ersteller Ups, da hat es mit der Formatierung net so richtig geklappt. Aber ich denke man kann es trotzdem gut lesen.
2. Februar 200521 J. Hallo, kann ich die Daten weiterbenutzen ?? Im Forum FMSO.DE ist auch jemand bei Motoroelen am experimentieren . Manni
3. Februar 200521 J. Hallo Peti, hast Du keinen Bericht mit Kommentar dazu bekommen? Mich würde das schonmal konkret interessieren! Ansonsten auf der Seite von www.wearcheck.de steht ja einiges zum Thema: Blei Wurde als Verschleißschutz früher vor allem Getriebeölen zugegeben. Heute als Additiv nicht mehr verwendet! Bestandteil von Gleitlagern, Buntmetall-Legierungen (Bronze), Lötmetallen. Molybdän EP-Additive in Form öllöslicher metallorganischer Verbindungen oder als feststoffhaltige, dunkelgraue MoS2-Ölzusätze. Zur Reduzierung von Reibung (Friction Modifier) und Verschleiß. Metall aus hochfesten Legierungen, z. B. Kolbenringe. Kalium Meist kein Öladditiv sondern Zusatz für wässrige Medien, wie Frostschutz-Glykol, Kühlwasser, Metall-Bearbeitungs-Emulsionen. Auch enthalten in Streusalz und Leitungswasser. Bor Zur Verbesserung der Sauberkeit von Motoren. Meist aber Emulsions- oder Kühlwasserzusatz. Legierungsbestandteil von »Glykol«. Zusatz in Getriebeölen für besondere Reibcharakteristik. Magnesium Verbessert die thermische Stabilität von Hydraulik- und Motorenölen. Erhöht die alkalische Reserve (TBN) von Motorenölen. Eher selten: Härtebildner in Leitungswasser (neben Kalzium). Kalzium Detergent (Reinigungs)-Zusatz besonders in Dieselmotorenölen und HLP-D-Hydraulikölen. Verbessert auch die thermische Beständigkeit. Manchmal »Kalkstaub« von Baustellen oder aus Kühl- und Leitungswasser. Barium Zur Verbesserung der EP-Eigenschaften. Detergierende (ablösende) und dispergierende (schmutztragende) Wirkung in Motorenölen. Reibwertveränderer in ATFs. Als Barium-Komplex-Seife Bestandteil von Hochtemperaturfetten oder Montagepasten. Phosphor Kommt in nahezu allen »legierten« bzw. additivierten Ölen vor. Bekanntester EP-Hochdruckzusatz (meist in Verbindung mit Zink oder Schwefel). Zur Minderung von Verschleiß und Verhinderung von »Fressern«. Abrieb von gebonderten oder phosphatierten Oberflächen. Zink Verschleißmindernder Hochdruckzusatz. Reduziert gleichzeitig die Reibung (Friction- Modifier). Abrieb von zinkhaltigen Bauteilen, Farbanstrichen oder aus Schlauchmaterial. Bei Esterölen (Bioölen): verzinkte Bauteile können durch Hydrolyse angegriffen werden. Natrium Meist Verunreinigung in Form von Streusalz oder durch salzhaltige Luft in Meeresnähe. Additiv in wasserhaltigen Flüssigkeiten. Leitungswasser-Bestandteil. Korrosionsschutz-Zusatz in Öl oder Frostschutz-Glykol (Buntmetallschutz). Silizium Verhindert das Schäumen von Schmierölen (Antischaum-Silikonzusatz). In den meisten Fällen aber Staub aus der Umgebung. Bei Gasmotoren auch aus dem Gaskondensat. Abrieb von Silikondichtungen, Rückstand aus Silikonfetten oder Trennmitteln. Gruss Norbert
5. Februar 200521 J. Hallo, Mir stellen sich da einige Fragen zu deiner Ölanalyse. Welches Öl fährst du ? Wieviel Kilometer war das Öl insgesamt schon drauf ? Hast du nach Erwerb des Xanti schon einen Ölwechsel gemacht, oder wäre es dein erster beim Xanti ? Das Öl war doch wesentlich länger als nur 20.000 KM drauf ,oder ? Gruß www.rapstruck.com
10. Februar 200521 J. Ersteller Hallo zusammen, hatte den totalen PC-Absturz, deshalb melde ich mich so spät. Erst mal danke an Norbert und rapstruck, werde dazu heute abend noch mal was sagen. Habe im Moment nicht viel Zeit, wollte mich nur mal zurück melden. Bis dahin der Peti
11. Februar 200521 J. Ersteller So, nun läuft es wieder halbwegs. Also nochmals vielen Dank, speziell an Dich Norbert. Sehr aufschlussreich was Du geschrieben hast. Einen Bericht habe ich dazu bekommen, war für mich als Laie aber nicht so informativ und auch sehr kurz gefasst. Ich habe zwar auf Nachfrage noch einiges an Info bekommen, aber das auch nur sehr knapp. Wenn Du willst kann Ich Dir die PDFs mal zukommen lassen. @rapstruck: Ich habe den Wagen vor etwas über einem Jahr gekauft und mit dem alten Öl eine Analyse machen lassen (der erste genannte Wert oben!). Danach habe ich einen Wechsel gemacht (vollsynth. 0W/40). Jetzt ein Jahr später, habe ich die zweite Analyse machen lassen (also der zweite Wert oben). Das Öl ist aber wirklich nur 20000 Km drin (Ok, vielleicht 500 mehr, weiß nicht so genau). Siehst Du da irgendwelche besorgniserregende Werte? Hat jemand noch ne Idee zu den hohen Eisenwerten? Konkrete Angaben habe ich dazu noch nicht bekommen. Grüße der Peti
11. Februar 200521 J. Hallo Peti, den Bericht hätte ich gerne mal zum anschauen, meine Adresse ist: nf"at"norbertfritz.de Hast Du einen Nebenstrom Feinstfilter drin? Das würde dem Öl sicher gut tun bei so langen Wechselintervallen. Auf der Wearcheck-Seite steht unter Wissen von A-Z auch was zu den Limitwerten für Verschleissmetalle. Bei Ottomotoren darf das Eisen im Bereich 80-200 mg/kg liegen, scheint bei Deinem also normal zu sein. Gruss Norbert
11. Februar 200521 J. Hallo Peti, auch ich hätte gerne mal den Bericht per Mail. info@rapstruck.de Gruß
11. Februar 200521 J. Was kostet so ein Test und wer führt den durch?? Und warum hast Du den test machen lassen??
15. Februar 200521 J. Ersteller Da bin ich wieder, wegen übelster Onlinprobs wieder verspätet, Sorry. @Norbert & rapstruck: Ihr habt Post! @Xsara-Fan: Preis siehe Malte. Den Test habe ich machen lassen weil ich mein Auto auf jeden Fall von privat kaufen wollte aber doch etwas Sicherheit haben wollte. Der Preis für die Analyse ist zwar happig aber dafür habe ich ein günstiges Auto erstanden. 4200 € für einen fünf Jahre alten Break ist, denke ich mal sehr OK. Liebe Grüße der peti
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