17. Mai 200521 J. Hat Paul Jaray an der DS mitgearbeitet? Ich habe folgende Seite über klassische Aerodynamik und Konstruktion von Stromlinienfahrzeugen gefunden: http://www.design-classic-cars.de Wenn man sich die Seiten über Paul Jaray ansieht stellt man fest, daß sehr viele von ihm patentierten Prinzipien auf die DS anzuwenden sind. http://www.design-classic-cars.de/jaray/paul-jaray08.html Ich muß nach Lektüre dieser Seiten sagen, daß mir kein in Serie produzierter Nachkriegswagen bekannt ist der eine so konsequente Umsetzung der Jaray-Entwürfe darstellt wie die DS. Ausgenommen der Porsche 356 der allerdings als kurzer 2-Sitzer weniger deutlich den Grundentwurf erkennen läßt. Selbst der erste von Jaray gebaute Wagen von 1921 sieht doch wie eine perspektivisch nach oben verzogene DS aus. Ging ja auch durch den Plattformrahmen damals nicht anders: Hat der ursprüngliche Entwurf der DS nicht ein 3. Seitenfenster vorgesehen und kam die Form mit der hinteren Panoramascheibe und der breiten C-Säule erst relativ spät? Ich frage mich jetzt ob Citroen nur für die Nutzung der Jaray-Patente gezahlt hat, wovon ich mal ausgehe oder ob Jaray, der ja bis 1974 lebte noch aktiv an der Entwicklung der DS beteiligt war. Weiß da jemand etwas genaueres? Es würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn Jaray, als späte Genugtuung für den Spott den man über ihn ausgegossen hat, eine relmäßige Altersversorgung durch jede verkaufte DS bekommen hätte. Zitat:"Die Form war eine Katastrophe , das Publikum staunte und wieherte vor Lachen, die Fachwelt grinste hämisch." Ein anderer :" Wir kugeln uns heute vor Lachen, wenn wir diese Monstra von Tulpenquerschnitt sehen. Die Fahrgestelle sind hochbeinige Böcke, überbaut nach allen Richtungen, allen Gesetzen organischen Wachstums Hohn sprechend."
17. Mai 200521 J. Nun, bei der Aerodynamik kommt man ganz zwangsläufig zu ähnlichen Ergebnissen. Es würde der Tradition des Hauses Citroen entsprechen, sich der bereits vorhandenen Erkenntnisse, von wem auch immer, zu bedienen und dies dann in die Produktentwicklung einfliessen zu lassen. Direkt beteiligt war Jaray sicher nicht. Ein Unbekannter wird er für die Citroeningenieure aber auch nicht gewesen sein. Mit dem Ersteinsatz von Bremsscheiben in der Großserie verhält es sich ja ganz ähnlich. Die Technik war bekannt, andere hatten es bereits probiert ( Jaguar ) und Citroen hatte den Mut zur Umsetzung in einer Serienlimousine. Gruß Jörg übrigens man beachte das klassiche "Kamm-Heck" des Citroen GS. Reinste Aerodynamiklehre. Damals, als man noch Philosophien baute und keine Produkte.
17. Mai 200521 J. Ersteller Jörg Kruse posteteNun, bei der Aerodynamik kommt man ganz zwangsläufig zu ähnlichen Ergebnissen. Diese "zwangsläufigen" Ergebnisse hat sich Jaray aber offensichtlich patentieren lassen zu einer Zeit als man solche Autos noch ausgelacht hat. Ich denke da hat Citroen zahlen müssen. Übrigens bekommt Volvo für jeden weltweit produzierten 3-Punkt-Sicherheitsgurt auch Patentgebühren.
17. Mai 200521 J. Die aerodynamische Optimierung eines Fahrzeuges unterliegt physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Diese kann man mitnichten patentieren lassen. Eine bestimmte exakt beschriebene Formgebung mit genau definierten Eigenschaften schon eher. Wenn jemand davon aber in nur ein oder zwei Punkten abweicht, hat es sich mit dem Patentschutz. Ich traue es Leuten wie Bertoni und Levebre durchaus zu, auch ohne Jaray zur DS gefunden zu haben, ohne letzteren dadurch klein zu reden.
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