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Mir fehlen die Gimmicks im C6

Hervorgehobene Antworten

Grüß Gott, zusammen !

Als völliger Neuling hier, fühle ich mich bemüßigt auch mal einen Beitrag zum neuen "großen Franzosen" in die Welt zu setzen.

Kurz in eigener Sache: Bin wohl auch ein leidtragender des unheilbaren Citroën-Gendefektes. Nach zwei BX, drei Xantias und einem C5 (leider, für einen XM war es zu spät - vielleicht folgt ein Gebrauchter) war und bin ich auf die Markteinführung des C6 sehr gespannt. Eine sehr ambitionierte Preispolitik der allseits geschätzten französischen Individualisten-Marke lassen die Erwartungen sehr hoch sein.

Angenehm überrascht bin ich vom optischen (äußeren) Gesamteindruck des Wägelchens (ich möchte nicht noch eine Kombi-Diskussion anstoßen, wenn gleich ich einen solchen (er muss kommen!) dem Stufenheck - auch ohne Handwerker zu sein - klar vorziehen würde).

Auf das Fahren muss ich wohl noch warten bis das Autole bei meinem freundlichen Händler steht, da ich nicht Teilmenge des erlauchten ViP-Kreises bei der Vorpremiere war. (Insgesamt sind die Berichte an anderer Stelle aber sicherlich vielversprechend. Frage an die „Testfahrer“: gibt es eine Taste „Confort“ statt „Sport“ …?)

Nachdem ich Karten für die IAA bekam, habe ich mich auf die Pilgerreise dorthin begeben und eigentlich habe ich nur eine Kritik: (Die Tristesse im Innenraum wurde auch schon hinlänglich kritisiert, trotzdem: so hässlich ist er meiner Meinung nach auch wieder nicht)

Aber: Wo bleiben die Gimmicks ?

Neben dem Head-Up-Display ab Niveau Pallas fehlen mir ein paar nette Details, die das Individualistenherz höher schlagen lassen würden.

Mir würden da Sachen einfallen, wie:

* Sonnenrollos an den hinteren Seitenscheiben

* Sonnenrollo an der Heckscheibe elektrisch (wer soll das mechanische Teil während der Fahrt bei beginnender tiefstehender Sonne bedienen?, bzw. wer will das in einem Auto dieser Preislage?)

* Die doppelte Sonnenblende à la C5

* Belüftungsdüsen im Fond auch in Kopfhöhe

* DVD-Navigation auf dem neuesten Stand

* (teilweise) versenkbarer Bildschirm in der Mittelkonsole (wird nur bei Navigation ausgefahren, sonst bleibt nur das obere Teil für Radio, Klima und sonstige Informationen sichtbar)

* ...

Meine Meinung: Wer 50.000,- € aufrufen will, der sollte einem Citroën-Fahrer solche oder ähnliche Gimmicks bieten.

Hallo Mario,

bis auf die "Confort"-Taste dürften einige Wünsche nachrüstbar sein. V.a. ein gut arbeitendes Navi, wenn auch nicht ganz deiner wirklich guten ID folgend!

Allerdings bedeuten deine elektrischen Gimmiks: noch mehr Gewicht!

Du hast ja offensichtlich die Reaktionen zum C6 gelesen. Nur wenigen fehlen Gimmicks. Mir selber fehlen eher essenzielle Dinge - an Avantgarde gar nicht zu denken - und zwar hauptsächlich in den Disziplinen Leichtbau, Antriebstechnik, Variabilität. Bei der Antriebstechnik könnte man nachrüsten. Z.B. Autogas. Allerdings würde auch ein rel. leichter Benziner (z.b. 2.0 T) in diesem Falle wieder schwerer, so schwer wie ein Diesel ab Werk.

Gruß

Holger

Hallo.

Zuwenig Gimmicks? Nein. Zuwenig Innovation und neue Konzepte? Ja!

Welches Auto hat denn Belüftungsdüsen im Fond - auch in Kopfhöhe?

Citroen und ein gutes Navigationssystem ist wohl ein Paradoxon. Hab noch nie was gutes zu dem Thema gelesen.

Ansonsten scheinen es Dir Sonnenblenden und- rollos sehr angetan zu haben :-)

Du willst am liebsten einen C6 Break mit elektrischem Sonnenrollo an der Heckscheibe? Schreib doch mal Citroen an - wenn die wenigstens die Hälfte Deines Wunsches (den Break) realisieren, wär ich glücklich.

Wenn Du in Norddeutschland wohnst, ist zuviel Sonne doch eh nicht das Problem...

Mir wäre eine Sonnenblende für die obere Hälfte der Hinterräder am wichtigsten !

Gruß

Markus

Hallo Mario,

korrekt, dem C6 fehlt es an vielem. Die Gimmiks sind schon traurig genug aber noch am ehesten zu verkraften.

Das Innenraumdesign ist für ein Fahrzeug dieser Klasse und insbesondere für einen großen Cit. (den XM zähle ich nicht dazu) unter aller Kanone. Das kritisiert auch die Fachpresse (insbesondere die aus Frankreich) lauthals.

Der C6 ist genau so geworden wie ich es im alten Forum vor ca. 3 Jahren vermutet habe. Technisch ein verlängerter C5, optisch nicht mein Ding, Innenraum hatten wir ja bereits und insbesondere viel zu schwer.

Das hat nichts mit Fortschritt zu tun. Eher nach meiner Meinung eine Art Wiederkehr des unglückseeligen Barockengels.

Der Fahrkomfort ist mal so und mal so beschrieben. Ich vermute das es sich hier noch nicht um die endgültige Variante der Serie handelt.

Auch kommt Cit selbst in dieser Klasse nicht von den Paketen weg. Das nur mit dem und nicht in dieser Austattung, diese Farbe nur wenn und überhaupt.

Für diese Klasse eine Art Offenbarungseid und sicherlich nicht verkaufsfördernd.

Die sogenannten Fans sehen das natürlich anders. Allerdings kaufen die wenn überhaupt, den C6 eh erst nach 3 Jahren für max. 30 % des ehemaligen Einstandspreises.

Gruß, Ralf

  • Ersteller

Diese Paketpolitik ist wirklich ärgerlich! Vielleicht lernen die's noch ?

@001/Holger:

Ein leicher 2.4 l / 6-Zylinder wäre doch auch was, in französischen Autos leider Fehlanzeige. Ich denke, die Laufruhe ist mit einem 4-Zylinder-Motor nicht auf Oberklasseniveau hinzubekommen, oder? Autogas gerne, Hybrid noch besser (aber Marktführer war Citroën im Motorenbau nie, oder ?)

@002/Markus:

So ein paar Sachen im Innenraum hätten mir's halt angetan, zumal man die meiste Zeit im Innenraum verbringt. (Ein bisschen was zum Zeitvertreib, wenn man mit rund 200 PS im Stau steht...) Bin unlängst mit einem 5er mit elektrischem Sonnenrollo gefahren. Nettes Detail. Aber der Hersteller kommt auch aus dem sonnigen München ;-) Zugegeben: braucht kein Mensch. (aber wer BRAUCHT ein Auto für 50t€ ?)

Die Sache mit den Hinterrädern hat mich regelrecht begeistert (insbesondere die dazu passenden Illustrationen recht begabter Zeichner), wenn die Bilder bis nach Frankreich vordringen, vielleicht eine ID für den C6 Serie II ? - dann aber bitte mit zentraler Schraube auf dem Kotflügel! (evtentuell den hinteren Blinker noch auf Dachhöhe) Aber ist es nicht so, daß fast alle der DS/ID oder einem CX hinterher weinen und deshalb den neuen "großen Franzosen" gerne als Abbild einer der beiden Wagen erwartet hätte ?

Kompromißvorschlag (ab der Serie II): ein C6 Kombi mit Aluminium/Kunstoffkarosserie, zwei Türen und entsprechenden Scharnieren, Autogasantrieb, einem Armaturenbrett wie nie zuvor (überhaupt keine Kanten mehr, wild verstreute Schalter und Hebelchen - und viel Gimmicks zum Spielen - auch Sonnenblenden), dann noch eine Federung wie Gott in Frankreich. Mal abwarten...

Grüße aus dem sonnigen Schwaben,

Mario.

"Aber ist es nicht so, daß fast alle der DS/ID oder einem CX hinterher weinen und deshalb den neuen "großen Franzosen" gerne als Abbild einer der beiden Wagen erwartet hätte ?"

Nein. es ist nicht so. Das "Abbild" des CX wird ja geliefert. Silhuette - Kofferaum - Türverkleidungen - allerdings ohne Leichtigkeit.

Außen sehe ich Retro und nicht Future, darunter entdecke ich Standard und nicht Innovation, und drinnen sehe ich Tristesse, nicht Inspiration. Alles recht gut, aber nicht besser, intelligenter, wegweisender. Letzteres überhaupt nicht. Wer würde was von diesem Auto kopieren wollen? Die Kopien des wirklich technischen Highlights, dem Motor, werden schon von anderen Marken eingesetzt bevor der C6 überhaupt auf die Straße kommt.

Es bleibt die Federung. Und die wurde vor 60 Jahren erfunden.

Ralf hat recht. Ein aufgemöbelter C5 zum hohen Preis mit gewohnt schlechtem Ausstattungs-Marketing. So ist der Misserfolg programmiert. Aber der Motor wird ihm helfen. Der anhaltende Dieselboom in Europa ist für den C6 eine Glücksache...

Du liest, die Erwartungen an einen neuen großen Citroën sind hoch, die Enttäuschung ist groß. ;)Das ist das Erbe von DS, SM, GS und CX. ;)

Ach, was rede ich. Wenn er schön weich schwebt, kann man ihn aber trotzdem kaufen. Die anderen Europäer kochen auch nur mit Heißwasser...

Gruß

Holger

coupespace postete

Außen sehe ich Retro und nicht Future, darunter entdecke ich Standard und nicht Innovation, und drinnen sehe ich Tristesse, nicht Inspiration. Alles recht gut, aber nicht besser, intelligenter, wegweisender. Letzteres überhaupt nicht. Wer würde was von diesem Auto kopieren wollen? Die Kopien des wirklich technischen Highlights, dem Motor, werden schon von anderen Marken eingesetzt bevor der C6 überhaupt auf die Straße kommt.

Es bleibt die Federung. Und die wurde vor 60 Jahren erfunden.

Hallo,

Ich denke, so kritisch kann man es sehen. Wenn wir ehrlich sind, gibt es keine wirkliche Innovation, der Fahrkomfort wird ungefaehr auf dem Niveau der mittleren Oberklassekonkurrenz sein, vielleicht noch nicht mal. Die Motoren sind ja ganz lustig, aber das koennen andere besser (BMW z.B.). Beim Aussen-Design wurden keine grossen Fehler gemacht, aber eben auch keine Zeichen gesetzt. Das Innen-Design verraet die Moechtgern-Oberklasse-Problematik.

Viele meinen, heute gaebe es wenig Spielraum fuer wirkliche Innovationen. Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Toyota/Lexus/Honda zeigen bei Antriebskonzepten, was man auf dem Markt realisieren kann. Ein Bereich, wo Citroen wirklich Massstaebe setzen koennte, waere das Innenraumdesign, die Gestaltung des "Arbeitsplatzes" des Fahres, so wie es beim CX schon mal versucht wurde. Hier gibt es meiner Meinung nach noch einiges zu tun, z.B. vernuenftige Integration von Navigation, Unterhaltung, persoenlichen Geraete wie Mobiltelefonen usw. (wurde oben ja auch schon angesprochen). Was Citroen da in den letzen Jahren angeboten hat, ist eine Frechheit -- der Konkurrenz immer hinterher. AutoPC war ja ganz lustig, aber letztendlich auch nur ein Innovationsdeckmantel.

Sie haben ja Prototypen wie XM-MobileOffice, Pluriel-WiFi -- nichts davon scheint Eingang in die Serie zu finden.

Heute etwas defätistisch,

Dirk

coupespace postete

Ach, was rede ich. Wenn er schön weich schwebt, kann man ihn aber trotzdem kaufen. Die anderen Europäer kochen auch nur mit Heißwasser...

Gruß

Holger

Genau das ist für mich der Punkt. Themen wie Leichtbau, Alternativantriebe wie Hybrid oder Gas als serienmäßige Variante (s. Citroen selbst oder Volvo, Opel) sind wichtig und da ist der C6 nicht sonderlich innovativ. Insofern natürlich kein Vergleich zur sienerzeit völlig andersartigen DS. Aber wenn man es wenigstens wieder mit der Federung hin bekäme (zurück zu den Wurzeln!), dann wäre dies ein Rückschritt und Fortschritt zugleich.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

In der Psychologie (nach Weiner, Atkinson) unterteilt man zwei Typen von Leistungsmotivierte:

1. Erfolgsmotivierte (motiviert, Erfolg zu haben)

2. Misserfolgsmotivierte (motiviert, Misserfolg zu vermeiden)

Der C6 wurde imho von Misserfolgsmotivierten entwickelt.

Seltsam ist ja, daß Citroen 1999 mit dem Lignage nicht nur ein außergewöhnliches Außendesign sondern auch ein ästhetisch und wohl auch funktional voll überzeugendes Innenraumkonzept vorgelegt hatte, daß auch von offizieller Seite immer als einer der Entwicklungsschwerpunkte beschrieben (eher: vollmundig verkündet) wurde und daß schließlich, bis auf die Einzelsitze hinten, nur die Grundzüge des Außendesign überlebt haben.

Gruß, Marko

Was mich hier an der ganzen Diskussion wundert, ist der nicht totzukriegende Aberglaube, C hätte in der Vergangenheit "innovative" Antriebskonzepte oder "innovative Innenraumgestaltung" gehabt. Ich weiß von keinem solchen C - weder DS, noch SM noch CX nochg sonstwas.

Beispiele: DS hatte den alten AT-Motor, CX hatte immer nur den alten DS-Motor, SM hatte eine fehlkonstruierten "Schnellschuss"-Motor, ansonsten werkelte die alte DS-Technik. Komfort ? DS war laut und zugig, CX war etwas leiser, aber nur beim Langsamfahren, SM war nur laut, auch wenn es bei vielen Fahrern für erotische Gefühle sorgte. Baumarktfähigkeit: bei den Limos komplette Fehlanzeige, und die Kombis sahen auch wirklich wie frisch ausm Baumarkt entsprungen aus. Der SM konnte noch nicht mal seine Heckklappe rivchtig weit aufmachen, und das Reserverad lag einfach nur so im Kofferraum rum. Sehr praktisch. Technischen Innovation: da fällt mir nur die Federung/Hydraulik und die Lenkung ein. Das wars schon. Innenraum: DS ahtte viel Platz, CX wenig, SM nur vorne, ansonsten stets Durchschnittslangeweile bis hin zu völligem Durcheinander.

Die einzige wohltuende Ausnahme war der GS/A. Der wird aber hier nicht als Referenz herangezogen.

Wenn hier also ein "zurück zu dem Wurzeln" propagiert wird, sollte das als Hintergrund mitschwingen.

Wenn man diesen Einschätzungen zum Innenraumdesign folgt, hat Citroen doch nur in der (langen) Erprobungsphase das vorweg genommen, was bei der DS passierte, als sie schon auf der Straße war. Gut, damals war auch das Versuchsstadium möglicherweise in die Hände der ersten Käufer gelegt worden im Gegensatz hoffentlich zu heute. Aber das Innendesign, insbesondere das Armaturenbrett, zuerst künstlerisch sicher wertvoll, wurde mit den Jahren immer schlechter, das miserabelste war nach meinem Geschmack das zuletzt verbaute.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

Muß doch noch mal rein ins Forum. Also, Peter, das stimmt so wirklich nicht. Zum Innenraumdesign siehe meinen vorangegangenen Beitrag. Auch das erste Armaturenbrett des CX war etwas völlig neues und stimmig zum Außen-Design (ebenso wie bei der ersten DS-Serie), zumindest von mir so empfunden. Man erinnere sich an das Lupen-Tacho, die Bediensatelitten und überhaupt den optischen "weiten" Eindruck des Armaturenbretts der 1. Serie. Der CX hatte auch nicht "immer nur den alten DS-Motor", meiner hatte z.B. die komplett neue 2 ltr.-Alu-Konstruktion von Peugeot, die auch im 505 verbaut wurde. Es handelte sich um die Reflex/Athena-Baureihe. Die übrigen Motoren mögen Weiterentwicklungen der alten Maschinen gewesen sein. O.K. Die Motorenentwicklung hing sicher und wohl aus Finanzgründen hinter der möglichen Innovationskraft des Unternehmens hinterher. Allerdings waren auch die anfänglichen und späteren CX-Diesel im Vergleich zu Mercedes und Peugeot eine Offenbarung. Wer hatte schon so sparsame und gleichzeitig leistungsfähige Motorisierungen damals zu bieten? In diesem Segment fand ich auch C. innovativ. Über die Lautstärke konnte ich mich im CX-Benziner nie beklagen. Im Gegenteil, bei Vergleichsfahrten mit einem Jaguar XJ 12 fand ich dessen Federung stoßiger (Motor war natürlich erste Sahne), im Vergleich zu einem damals probeweise gefahrenen Mercedes Benz 230 Coupe´ fand ich dessen Geräuschentwicklung dröhnig und dem CX 2.0 ltr. nicht annähernd ebenbürtig.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

@ Peter V: Du spielst nur den Ignoranten, oder?

Keine tollen Motoren? die Diesel im CX, der TCT im XM, der XM 2.1 TD war der sparsamste Diesel seiner Klasse, der erste GTI-Motor im CX - vom AX Diesel oder dem grandiosen 1.9 Liter Diesel red ich gar nicht - was ist mit FAP?

Keine innovativen Innenraumkonzepte ? Bediensatellit, die Bediendose des Visa, Lupentacho, Einspeichenlenkrad, verschiebbare Rückbank im ZX

sonstige Innovationen : Hydractive, Activa, Kunststoffeinsatz im BX, mitlenkende Scheinwerfer....

Gruß

Markus

Man muss das immer im Verhaeltnis zur jeweiligen Zeit sehen.

Mit heutigen Masstaeben verglichen ist so eine DS natuerlich eine mittlere Katastrophe ;-)

Der wesentliche Unterschied zwischen den alten und aktuellen Modellen liegt

m.E. nicht in der "Innovationsdichte", sondern in der Methodik, d.h. dem Weg, den

ein Prototyp (Lignage) bis zum fertigen Produkt (C6) nimmt.

Dieser Weg ist heutzutage mit Marktanalysen und Assessments gepflastert.

Haette man bereits in den 50ern nach dieser Methode gearbeitet, saehe die DS

aus wie ein Schuhkarton auf Raedern, der CX hatte von Anfang an Rundinstrumente

mit einem Vierspeichenlenkrad und Hupe in der Prallplatte gehabt und ueberhaupt

waere eine Hydropneumatik niemals in Serie gegangen, weil sie 9 von 10 Testpersonen

irgendwie unheimlich gewesen waere. Bei 90% Ablehnungsquote hat selbst das

motivierteste Entwicklerteam keine Argumente mehr.

Vergleicht man den C6 mit dem Lignage, so ist das Ergebnis fuer viele (auch mich)

enttaeuschend. Das ist es, was wir sehen und im Vergleich zu den

alten Cits kritisieren. Andererseits: man wird ja nicht gezwungen, etwas zu

kaufen, das einem nicht gefaellt, oder? ;-)

Mal wieder on-topic "Mir fehlen die Gimmicks im C6"

Ja, ja, die fehlen mir auch!

...und das Auto drumherum auch noch! zwinker.gif

>>Jürgen

Zu der wenig mutigen Innenraumgestaltung des C6 gegenüber dem Lignage ist noch zu sagen, dass auch alle Studien und Innenraumentwürfe des XM viel mutiger und innovativer waren als die Serie. So ists eben auch beim C6. Aber das Armaturenbrett des C6 ist doch etwas anderes als bei der Konkurrenz - Minimalismus nennt es AutoBild.

Am Innenraum kritisiere ich auch nicht die fehlenden Ausstattung-Gimmicks - ausser einer schönen Analoguhr. Ein Navi brauch ich nicht.

Mir ist vieles zu gewöhnlich. Das Lenkrad (keine feststehende Nabe, billiges Aussehen), die Form der Sitze (sehen hundsgewöhnlich aus), die biederen Innenfarben, das Plastik an der Mittelkonsole... Ich hätte gerne eine futuristische französische Designsprache a la nouvelle vague - kann aber auch nicht genau sagen, wie die hätte aussehen sollen.

So wohnlich einladend wie der Vel Satis wirkt der C6 aber auch nicht auf mich.

An die Motoren stell ich keine so hohen Ansprüche wie ihr - der 2.7 HDI soll doch erste Sahne sein und der kommende 2.2 HDI wird genauso gut. Bei Motor-Talk.de behauptet einer, der Insider sein will, es kommt auch ein V8 in den C6. Den hatte ich nicht vermisst. Eher einen vernünftigen 4 Zylinder mit unter 10 Litern Verbrauch.

Wenn aber PSA als erster einen Diesel-Hybrid bringt, werde ich auch jubeln - versprochen.

Gruß

Markus

Peter V: Nenn doch mal ein Auto mit innovativer Innenraumgestaltung, bitte.

Hallo Dirk,

du triffst den Nagel auf den Kopf. Wer in futuristisch anmutenden und ergonomisch innovativen Innenräumen aufgewachsen ist, wird beim Anblick des C6 enttäuscht sein. Das war übrigens früher, eine Klasse drunter, schon einmal so, nämlich mit dem Xantia (GSA-BX - dann Xantia).

Aber: Wer aber mit dem Xantia aufwuchs, empfindet den C5 fortschrittlich. Wer mit dem XM aufwuchs, der... :D

Jetzt zu sagen: "Jaaa, der Xantia war ja auch ein Erfolg" Das waren GS und BX auch. Mut wird nicht immer bestraft und Vorsicht nicht immer belohnt. Siehe C5.

Dabei gäbe es zusätzlich zu der Optimierungen der elektronischen Integration noch vieles zu verbessern. Berücksichtigung der Größenunterschiede der FahrerInnen zum Beispiel: verstellbare Pedale und wiklich gut verstellbare Lenkräder.

Und noch nicht mal bejubelte Features, die es bereits wo anders gibt oder bei C. gab werden umgesetzt: Was spräche gegen Diravi? Was war falsch am Lenkrad mit festehender Nabe? Warum kein Keyless-Drive&Go? Warum keine schmalen A- Säulen, in die Sitze integrierte Gurte, kein leicht und luftig wirkender Armaturenträger? So gesehen ist der C6 noch rückschrittlicher, uninspirierter als es seine Freunde glauben mögen.

Gruß

Holger

Gimmick hin oder her

Seien wir doch schon froh, wenn die spärlichen Neuigkeiten im C6 wenigstens zur Zufriedenheit aller Eigner funktionieren. Was brächten all die neuesten Gimmicks, wenn die anfänglich ohnehin klägliche Anzahl C6 mehrmals pro Jahr per Rückruf zur Nachrüstung müsste. Man soll doch nicht auf der einen Seite die Zuverlässigkeit Toyotas in den Himmel rühmen und dann anderseits Citroën gar nie die Möglichkeit geben nur annähernd aufzuschliessen. Der grosse C6 soll jetzt erst einmal kommen!!!! Wenn er Erfolg hat, bleibt genügend Zeit für eine eingehende Modellpflege und Gimmicks sollten dann erst einmal gegen Aufpreis erfolgen. Was bringt mir z.B. die automatische Sitz- Rückspiegel-einstellung für mindestens drei verschiedene Fahrer! Ich fahre ohnehin meist selbst!

Gruss Jürg

Den letzten Einträgen nach zu urteilen gibts hier offensichtlich sehr unterschiedliche Meinungen dazu, was "Innovation" bedeutet. ZB. einfach nur alles Mögliche an Gimmiks ins Auto reinpressen und fertig ist die Innovation (siehe @017). Tschulliung, das war C aber noch nie und wirds gottseidank auch nie sein. Überfrachtete Autos kann man in München, Ingolstadt oder Stuttgart kaufen. Außerdem find ichs einfach cool, wie mutiges Design und Innovation gefordert wird und vermisst wird, ohne auch nur annähernd eine konkrete Ahnung zu entwickeln, WAS das denn sein KÖNNTE (siehe @016).

Sorry, mir kommt das hier so vor wie das berühmte Demonstationsschild mit der Aufschrift "DAGEGEN".

Harr bringt es gut auf den Punkt: die Gimmicks werden vorsichtig portioniert, um die Akzeptanz nicht zu verlieren, die speziell bei großen Cs ohnehin kaum da ist. Gute Gegenbeispiele kann man sich im 7er BMW angucken. Der strotzt vor "Innovation", ist deswegen tendentiell ständig werkstattbedürftig, und die Kunden latschen zurück zu Cermedes. So kanns auch gehen.

Das was hier so alles an absolut innovativen C-Wichtigkeiten aufgeführt ist, hat sich portionsweise auf viele verschiedene Autos verteilt. Wieso in aller Welt will jeder immer alles gleichzeitig auf ein Mal haben, am besten auch noch zum Diskounterpreis, OberklassemitKombikasten, filigrane Säulen mit Rundumweitsicht bei gleichzeitiger Perfektpassivsicherheit, mit nur ganz wenig Verbrauch, aber super Beschleunigung bei niedrigstem Gewicht und absolut keinem Gebrauchtwertverlust etcetcetc - man muss nur alle hier geäußerten Gimmickwünsche-Innovationen mal in einen Satz packen, um den Realitätsdefizit zu erkennen - ?!? Wolkenkuckucksheim.

Was alles schon bei C. innovativ war und leider wieder für lange Zeit wegfiel (Kurvenlicht z.B.) ist ja schon beschrieben.

Ich versuche es noch einmal mit der sog. Innovation:

Karrosserie: C6 hat eine einfache Stahlkarrosse. Fertig. Da war man bei der DS schon weiter mit Kunststoffdach und Alu-Motorhaube. Auch der BX bestand tw. aus Kunststoff und aus vollverzinkten Stahlteilen. Heute bieten von den Großserienherstellern nur Audi und Jaguar Alu-Karrosserien. C. ist hier auf den Stand eines konservativen Mercedes / Opel usw. zurück gefallen statt in Alu oder Werkstoffkombination weiter zu machen. Dann wären Vorteile hinsichtlich Gewicht und Korrossion zu verbuchen. Dies würde sich auf Verbrauch und Lebensdauer positiv auswirken.

Motoren: Hier war C. in der Tat noch nie sonderlich innovativ, von dem Segment Diesel einmal abgesehen. Aber hinsichtlich Benzin- oder gar Diesel-Hybrid, serienmäßiger Gas-Variante usw. Fehlanzeige.

Getriebe: Hier bot die DS eine neue Form der Fortbewegung, der C6 lediglich eine altbekannte mit 6-Stufen.

Federung: Dazu kenne ich den C6 zu wenig. Laut AMS hat C. den Mittelweg zwischen E und S-Klasse gesucht. Sollte dies zutreffen, frage ich mich, warum ausgerechnet C. gerade bei der Federung nicht ein neues Optimum realisiert hat, wie dies bei der DS und mit Abstrichen beim CX der Fall war?.

Weil ich darauf hoffe, dass es endlich wieder eine wirklich gut gefederte HP im Neuzustand zu kaufen gibt, warte ich auf den C6. Bei allen kritischen Anmerkungen wird er es, weil es leider keine in die heutige Zeit adaptierte Göttin gibt, vermutlich auch in meine Garage schaffen. Der C6 ist eben nicht diese Lichtjahre von der Konkurrenz entfernt wie die DS. Ob dies ein Glück ist (ich denke an die DS-Erstbesitzer 1955/1956) oder schade, muß jeder selbst wissen.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

@ Peter V

Bitte beim Lesen von 017 nicht falsch interpretieren.

Außerdem forderte ich weiter oben essenzielleres in Sachen Fortschritt. "Leichtbau, Antriebstechnik, Variabilität."

Noch mal zu 017:

Wenn schon "Gimmicks", dann ergonomische, intelligente, schöne: Aber, oje, wahrscheinlich ist das klobige Armaturenbrett wartungsfreundlicher als ein geschwungenes, das plumpe Lenkrad dreht sich länger zuverlässig als ein filigranes, in die Sitze integrierte Gurte rollen schlechter ab als am Rahmen montierte. Diravi ist anfällig, weil hydraulisch, KeylessGo ist zwar ein normaler Funkschlüssel, aber anfällig wenn die Form nicht einem typischen Schlüssel entspricht und das (elektronische) Schlüsselloch nicht am Lenkrad sondern wo anders sitzt, schmale A-Säulen verbögen sich beim Citroën, beim 5-Sterne Espace ist's allerdings ein unerklärliches Wunder, dass es nicht passiert...

Realitätsdefizit? Recht gebe ich dir mit verstellbaren Pedalen und den Sitzen. die wiegen mehr, der Rest nicht!

Und der reale C6 braucht sich doch elektronisch, gewichts- und verbrauchsmäßig nicht zu verstecken. Negativ gemeint. Was du kritisierst, ist alles schon vorhanden. Nur eben nichts besonderes, wenig inspirierend und nicht wegweisend. Ich verstehe deinen Einwand nicht.

PS: Deine Unterstellung "alles zum Diskounterpreis" durfte natürlich nicht fehlen. Diese abschätzende Haltung gegenüber Kritikern hat bei dir Substanz. Ich kann diese Einstellung überhaupt nicht leiden!

Gruß

Holger

also das der c6 gewichtsmässig nicht mithalten kann, verstehe ich auch nicht. für eine knapp 5-meter-limo mit großem diesel sind doch 1,8t nicht zu viel. ein phaeton bringt es mit dem 3.2 benziner schon auf 2,2t. er ist zwar auch etwas länger und hat bisserl mehr technik, aber dass das gleich mal 20% gewicht ausmacht....

ebenso z.b. ein nissan 350 Z bringt als cabrio 1,6t auf die waage. und das als sportwagen, also ich weiss nicht.

das der c6 in sachen leichtbau nicht mit dem A8 mithalten kann ist wohl verständlich. letzterer liegt aber auch in einer nochmal anderen preisklasse...

"Lichtjahre von der Konkurrenz entfernt" gibts nicht mehr. Niemehr.

Dazu ist die Entwicklung bereits zu sehr auf die Zulieferer verlagert.

Dieser Prozess ist unumkehrbar. Deswegen ist alles Hoffen auf eine

Revolution im Automobilbau (egal von welchem Hersteller) reines Wunschdenken.

Wenn sich etwas bewegt, dann nur aufgrund geaenderter Anforderungen

des Marktes! In letzter Konsequenz muessen wir uns also selber an die Nase

fassen und uns fragen: warum kaufen wir den Schrott dann eigentlich noch?

Das meine ich ernst! Kein Smiley!!

Deswegen halte ich die Forderung nach geringerem Gewicht, pfiffigeren Antrieben

und innovativer Technik fuer absolut gerechtfertigt. Es gibt leider nur

ein Problem dabei: es sind offenbar zu wenige, die das wollen!

Und so wurde der C6 so wie er ist.

Noch ein Gedanke zur Innovation:

Wenn man diesen Begriff enger fasst und auch die zeitliche Komponente betrachtet,

d.h. nach der Marktdurchdringung einer Innovation fragt, sieht es fuer Citroen ganz

uebel aus. Bis auf das Kurvenlicht der DS hat es keine der hier genannten Citroen'schen

Innovationen in die Serie anderer Hersteller geschafft. Die Grenze zwischen "innovativ"

und einfach nur "anders" verwischt doch ziemlich stark angesichts dieser Erkenntnis.

Was natuerlich nicht bedeutet, dass diese C-Innovationen schlecht waren.

Im Gegenteil! Ich finde z.B. so einen Serie-1 CX GTI Turbo absolut phantastisch

und habe deshalb auch genug davon gebunkert, dass es fuer eine Weile reichen sollte ;-)

Ich kann aber auch verstehen, dass die Experimentierfreudigkeit der ueberwiegenden

Zahl der Autokaeufer mit einer derart schrillen Schale schlichtweg ueberfordert wird.

Damit waeren wir wieder beim Thema "Assessment" und der Kreis vom Lignage

zum C6 schliesst sich. Schade zwar, wie ich finde, aber ich habe bei PSA leider

nichts zu entscheiden ;-))

"Der Prozess ist unumkehrbar"

Hallo Harald, ich gebe deinem Beitrag recht, nur nicht betr. des obigen Zitats. Toyota hat die Hybridentwicklung wohlweislich in eigener Hand. Jetzt müssen die anderen selber entwickeln oder Lizenzverträge/Kooperationen mit Toyota eingehen.

Mercedes hat seinen Ruf auf's Spiel gesetzt, weil man dort immer mehr mit Zulieferern arbeitete. Auch dort wird es auch eine gewisse Umkehr geben, so meine Prognose. Keine komplette Umkehr, aber einen signifikanten Richtungswechsel.

Gruß

Holger

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