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Aus für VW Phaeton in den USA

Hervorgehobene Antworten

ACCM WOLFGANG ZX postete

Hallo!

ja, ja, der Maserati Quattroporte: wirklich stilvoll. Kleinwagenmäßige Ruckelschaltung ohne Wandler, horrender Verbrauch (die Reichweite könnte bei Reiselimousinen ein Thema sein...), lausige Detailverarbeitung trotz Handarbeit und nicht zuletzt das Mafia-Image und das kaum vorhandene Servicenetz machen solche Autos für den intensiven Alltagseinsatz von vornherein unbrauchbar.

Klar Wolfgang,

Ornella Muti kann nicht so gut kochen wie Mutter Beimer. Und sie wäscht auch nicht Deine Wäsche, sie ist zickig. Und putzen tut sie auch nicht. Und Ornella kostet Dich auch jeden Monat viel mehr an Haushaltsgeld als Mutter Beimer.

Aber wie ihre Augen funkeln, die Karosserie, ihr Gang. Bellissima !

Hallo!

Natürlich kann man das ganze auch rein emotional sehen.

In den USA hat Maserati den neuen Quattroporte sogar mal über einen exclusiven "Weihnachtskatalog" vertrieben:

http://www.classicdriver.de/de/magazine/3300.asp?id=2577

Mir gefällt der aktuelle Quattroporte auch sehr gut. Aber die unscheinbare Schlichtheit der Vorgänger hat der auch nicht mehr. Da ist jede Menge Prunk. Der versteckt gar nichts. Weder den Luxus noch die Leistung.

MFG

Schöner Link!

Ein Händler verkauft 60 Maseratis in 30 Minuten? Soviel haben alle US-VW-Händler vom Phaeton im September abgesetzt (68 Stück).

Gruß

Markus

Hallo,

mich wundert am meisten, wie VW in einer architektonisch großartig gebauten gläsernen Manufaktur einen dermaßen langweiligen und charakterlosen Wagen wie den Phaeton zu bauen wagt.

Aber das ist typisch für VW.

Da werden hier und da Versuche gestartet eine imagegeladene Firmenphilosophie mit neuen Modellbezeichnungen ( " Phaeton ", " Eos " ) künstlich zu erschaffen ( ohne jede Tradition auf diesem Feld ).

In den VW - Entwicklungszentren gibt´s jedoch gar keine Köpfe die solch ein denken verstehen können; geschweige denn solche Vorstellungen in wirklich eigenständige Designideen fließen zu lassen.

Gruß,

C-Breiling

Solange VW nicht den Namen ändert, wird keinerlei Wagen in die Oberklasse aufsteigen Punkt!

Opel versuchte es seinerzeit mit dem Diplomat, der durchaus seinen Konkurrenten ebenbürtig war, scheiterte jedoch.

Wer es sich leisten kann, will weder VW noch Opel fahren.

Wann gab es zuletzt ein Oberklasse Fahrzeug von FORD oder FIAT?

Ich meine, eines was Erfolg hatte...

Gruß,

Markus

Warum heißt der Lexus Lexus und nicht Toyota?

Mit dem Floppen des Phaeton ist die gesamte Edelmarkenstrategie des Herrn P. gescheitert. Wer glaubt ernsthaft, dass die wenigen Bentleys und Lamborghinis die Entwicklungskosten für die Motoren und Bodengruppen auch nur annähernd decken? Der Plan war sicher der, mit dem Phaeton den Businessmarkt zu bedienen, dort die Stückzahlen zu machen, und die Klientel der Superreichen mit den Exoten abzuschöpfen.

Die 2 Denkfehler in der Strategie: (Fast) Kein Vorstandsvorsitzender fährt VW, wenn die mittlere Führungsebene Mercedes oder BMW fährt. Egal, wie die Qualitäten des Autos sind. Und: Die sehr anspruchsvolle Bentley-Kundschaft rümpft ob der Phaeton-Schalter und Motoren pikiert die Nase.

Vor Kurzem habe ich einen britischen Test des Bentley Flying Spur gesehen. Aussage: das ist ein VW Phaeton mit dem Heck des Toyota Avensis, einem merkwürdigen Gesicht (als hätte man die Augenbrauen abrasiert) und dem typischen, schalterüberladenen Innenraum einer deutschen Luxuslimousine. Das vernichtende Fazit: „It has no presence!“ Schwer zu übersetzen. Die Technik ist gut, kaufen Sie den Phaeton, der ist 45000 Pfund billiger.

Immerhin fuhr doch unser Bundeskanzler Phaeton, oder? Was das Merkel wohl als Kanzlerin fahren wird?

Maik, was Du schreibst ich schon alles logisch und schlüssig. Allerdings hat Audi es ja auch irgendwann geschafft, eben mit langem Anlauf und erst im zweiten oder dritten Versuch. Schließlich wurden die Audi 200 und der Audi V8 (Vorläufer des A8, der fast genauso wie ein 200er aussah) am Anfang auch belächelt.

Mal abwarten wie es bei VW laufen wird. Noch zahlen ja sowohl die Golf-Kundschaft als auch die Mitarbeiter für die Fehler des Mänätschmänts.

>>Jürgen

Hallo!

Als Audi 1988 den "V8" präsentierte war aber auch die Ausgangssituation ganz anders als bei VW: es gab keinen Audi-Kleinwagen (der Audi 50 wurde schon lange nicht mehr produziert), und einen Kompaktwagen gab es bei Audi auch nicht. Dafür aber den Allradantrieb, der damals in der Oberklasse noch ein Alleinstellungsmerkmal war.

Meine Meinung: VW hätte den Phaeton einfach ganz ohne Marke und VW-Embleme verkaufen sollen. Einfach nur "Phaeton", mit einem eigenständigen Emblem.

MFG

... und ohne Passat-Front.

  • Ersteller

Auch hier macht es Toyota richtig: Toyotas fürs "Volk" und Lexus für die "Besserverdienenden" (oder solche, die es nötig haben). Die gleiche Strategie war doch auch bei VW zu Hause, nachdem Audi aufgestiegen war.

Opel hätte frühzeitig die Kapitän/Admiral/Diplomat - Klasse unter einer anderen Marke anbieten müssen, hinterher weiß man´s. VW hat über Audi schon die Oberklasse, wozu noch einen zur Marke unpassenden Phaeton? Und wenn, dann ohne VW-Logo, da hat Wolfgang ZX völlig recht und dies wäre, wenn erfolgreich, der Beginn einer neuen Oberklasse - Marke gewesen.

Wegen der Verbindung eines durchaus gekonnt gemachten Oberklasse-Wagens mit einer Massenmarke sind sie alle gescheitert: Opel Kapitän / Admiral / Diplomat, Fiat 130, Peugeot 604 / 605, VW Phaeton, Renault Safrane usw., BMW V 8, Borgward P 100, Glas V8 (Glaserati, wer kennt ihn noch?). Nur bei Citroen bin ich mir nicht sicher. Aber C. ist auch keine ausgeprägte Massenmarke. Nach DS/ID und CX scheiterte in meinen Augen der XM, was zur jahrelangen Pause führte, bis nun der C6 vorgestellt wurde. Aber vielleicht war der XM auch nicht in der Weise adäquat zum Zeitgeist (oder dem voraus eilend) wie seine Vorgänger/in. Da Citroen fast immer neben ausgesprochenen Kleinwagen auch Beinahe-Oberklasse baute (siehe auch Traction Avant), ganz ähnlich zu BMW (Isetta und V8, dazwischen lange nichts), muß hier nicht zwingend eine neue Marke kreiert werden. Für den Phaeton selig wäre dies sicher der bessere Weg gewesen, denn welcher Chef fährt VW, wenn seine Untergebenen BMW und Mercedes fahren (ein schöner Vergleich, Maik Gutser, der die Stimmungslage genau trifft). Und das Argument, "seht her, wie schön bescheiden ich bin, indem ich VW fahre", zieht angesichts des monströsen Phaeton ja auch nicht.

So wird der Phaeton, gewiß kein schlechtes Auto, das Schicksal des Ford Edsel erleiden.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

Hallo!

Dabei ist zu erwähnen, dass Toyota die Marke Lexus erst vor gut einem Jahr in Japan eingeführt hat. Vorher hiessen die Lexus-Modelle in Japan einfach Toyota. Aber meist mit eigenem Emblem und ohne Toyota-Schriftzug.

Der Toyota Century ist ein luxuriöser Design-Klassiker und kommt seit jeher ohne jeglichen Hinweis auf die Marke Toyota aus. Sehr schön zu sehen auf folgenden Bildern:

http://www.autogallery.com.hk/eproduct.php?id=377

MFG

ACCM Hell-Driver postete

Wann gab es zuletzt ein Oberklasse Fahrzeug von FORD oder FIAT?

Ich meine, eines was Erfolg hatte...

Gruß,

Markus

Ford und Fiat bieten aktuell schon einige Oberklassen-Fzg. an. Allerdings sind sie klug genug dafür nicht den eigenen Namen zu nehmen, sondern als Jaguar und Maserati. Ich musste schmunzeln, als Wolfgang schrieb, dass der Maserati rein gar nichts versteckt. Er versteckt doch eine ganze Menge Fiat-Technik und zwar so, dass man gar nicht auf die Idee kommt danach zu suchen, wenn man ihn erblickt und den Motor fauchen hört. Wer bei solchen Sinneseindrücken noch nach Lässigkeiten bei Details sucht ist imho ein Spiesser und ist bei den Teutonen auf jeden Fall besser bedient.

Dass er die unscheinbare Schlichtheit seines Vorgängers vermissen lässt, da muss ich Wolfgang recht geben. Allerdings vermisse ich diese so bei ziemlich allen heutigen Autos. Die Tendenz geht definitiv Richtung bullig, böse, muskulös - filigrane Eleganz gibt es heute kaum mehr.

Bei Citroen gab es seit WW2 bis Ende 60er nur 2 Klassen: Oberklasse und Kleinwagen, Teuer und Billig, DS und Ente, auch die ID war vergleichsweise teuer, auch in den Folgekosten!

Als was hätte VW den Phaeton labeln sollen? Wanderer(mein Favorit), DKW, oder Horch, NSU oder unter einer neuen Marke? Die Einführung einer neuen Marke verschlingt Milliarden und scheitert sher schnell, Daewoo ist da ein Beispiel...

Die Kampagne war nicht schlecht, aber die Marke uninteressant.

  • Ersteller

Das Scheitern des Phaeton wird auch nicht billig zu haben sein. Ich meine immer noch, ein A8 aus diesem Konzern hätte genügt. Audi als Premium-Marke und VW mehr für die Masse, diese Strategie fand ich gar nicht schlecht. Wieviele Luxus-Karrossen soll es denn noch geben? Und das in der heutigen Zeit mit hoher Verschuldung, hohen Arbeitslosenzahlen, älteren Fahrzeugbestand, weil sich viele kein neues Fahrzeug mehr leisten können, Umweltschutz, endliche Erdölreserven? Das erscheint mir derart inflationär, da kann doch kaum einer was verdienen. Individualität auch in der ohnehin schon elitären Oberklasse mag ja schön und gut sein, aber sie muß sich rechnen. Zählte man die Verkaufszahlen des A8 und des Phaeton zusammen, würde daraus immer noch kein Massenmobil. Auch ein VW-Vorstand kann im A8 vorfahren, schließlich kommt er aus dem gleichen Konzern.

Anders bei Citroen. Frankreich hatte keine wirklich überzeugende Limousine im Grenzbereich zwischen gehobene Mittel- und Oberklasse. Und hier gibt es die schöne Tradition, namentlich Traction Avant, DS, CX und von mir aus XM. Deshalb halte ich eine Angebotsergänzung in diesem Bereich für zwingend und richtig - im Gegensatz zum VW bzw. zu Deutschland.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

Wer sich, besonders in den USA, einen Phaeton kauft hat ja auch ein echtes Problem einen guten Chauffeur zu finden, der bereit ist einen VW zu fahren, die fahren doch standesgemäß nur DB, RR usw.

Bis sie den Phaeton gefahren haben. Mein Rat: Fahrt ihn und urteilt dann... Aber nur den Pneumatischen!

  • Ersteller

den Pneumatischen ?

Hab einen im Fuhrpark meiner Fa.. Will den jemand haben ?? Issn klasse Auto. kostet nur wenig Leasing, da von VW gesponsort. Laufzeit noch knappe drei Jahre. Wie siehts aus, Felix ? Bist leider ziemlich alleine mit Deiner Positiveinschätzung. Der jetzige Fahrer will ihn unbedingt loswerden, damit er wieder A8 fahren kann. Den interssiert auch nicht, ob da ein VW-Zeichen drauf ist. Dem ist das Auto innen einfach zu verwürfelt.

Wer ist Felix?

Manfred Heck postete

Anders bei Citroen. Frankreich hatte keine wirklich überzeugende Limousine im Grenzbereich zwischen gehobene Mittel- und Oberklasse. Und hier gibt es die schöne Tradition, namentlich Traction Avant, DS, CX und von mir aus XM. Deshalb halte ich eine Angebotsergänzung in diesem Bereich für zwingend und richtig - im Gegensatz zum VW bzw. zu Deutschland.

Gruß aus Mannheim

Manfred Heck

Man darf natürlich auch nicht das Preisgefüge vergessen. Der Preis des Phaeton und vor allem die Fahrzeugklasse liegt ja doch noch deutlich über der eines C6 und den entsprechenden Vorgänger(inne)n.

Der große Fehler war ihn als VW auf den Markt zu bringen inkl. des biederen Aussehens. Interessant wäre so ein Fahrzeug bei Audi gewesen (natürlich entsprechend dynamischer gestylt) aber dafür dürfte es zu spät sein.

Aber generell gilt: Alles über der S-Klasse ist schwierig zu verkaufen. Dem Pragmatiker sind die Maybachs und Phaetons dieser Welt einfach zu pompös. Man darf auch nicht vergessen für wen sie gedacht waren: Für die Yuppie’s der New Economy und die sind sang und klanglos verschwunden.

Und das wird auch mit dieser Fahrzeugspezies passieren. Die Superreichen dieser Welt werden weiter bei Rolls Royce und einigen Edelmarken einkaufen und der Rest des Geldadels wird mit Lexus, BMW und Mercedes zufrieden sein.

Und dann gibt es Gott sei Dank auch noch Individualisten die durch ihren kauf die eine oder andere Marke am leben erhalten weil es eben doch mehr gibt, als Spaltmaße, Pseudooptik und die Meinung deutscher Autoredakteure.......

Die S-Klasse ist nicht billiger als ein Phaeton und nicht vergleichbar mit einem Maybach!

ein maybach sieht zum fürchten aus. rolls und bentley mittlerweile auch, bleibt also in der "luxusklasse" nicht viel übrig.

s-klasse, 7er und phaeton sind "premium" - "massen"modelle mit besonderem anspruch, oberklasse.

7er bmw gefällt mir z.b. - kann auch die gewöhnung sein, der erschließt sich erst später. außer das heck, das geht mal gar nicht. s-klasse - never. phaeton, tja, der trägt halt die zwei buchstaben mit sich rum, und dabei ist er doch alles andere als das. schick find ich den auch, auf seine weise. er ist sehr unauffällig im straßenbild - eigentlich genau das richtige für die leute, die understatement suchen. kommt bei den amis natürlich nicht an, klar.

uns wird er erhalten bleiben, freuen wir uns auf das innovative und avantgardistische SUV von cit. dann haben wir in allen bereichen Aechte Konkurrenz. in diesem sinne: prost

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