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Neue Panne bei Mercedes S-Klasse

Hervorgehobene Antworten

Wie schon beim legendären Elch-Test hat es Mercedes mal wieder geschafft, ein peinliches Marketing Eigentor zu schießen.

Das neue Abstandsradar der S-Klasse hat beim simulierten Stau im Nebel den Auffahrunfall leider NICHT verhindert!

Näheres dazu heute bei Stern TV oder hier:

http://www.stern.de/tv/sterntv/549644.html?nv=sml

starke sache. wenn´s noch nicht mal in der simulation auf dem mercedes-testgelände und bei anwesender und mitfilmender presse funktioniert, möchte ich nicht wissen, wie das teil in der praxis hilft. weiss zufällig jemand, was das system eigentlich kostet?

OK, die Bedingungen waren also falsch und können real so nicht auftreten. Absolut einverstanden. Aber ein schales Gefühl bleibt halt doch: wie, wenn man (oder der Hinter"man") sich auf die Helferlein verläßt, sich zu Unaufmerksamkeit verleiten läßt und dann knallt's?

Vielleicht nicht schlecht, wenn solche Bilder gezeigt werden, damit sich die Leute auch überlegen, daß sämtliche Sicherheitseinrichtungen am Auto noch kein Freipaß für riskante Fahrweise sind.

Na, dann ist ja interessant, was Stern TV heute abend daraus macht. Schließlich läuft das bei RTL und die fühlen sich ja nun wirklich dem Unterschichten- und Skandal-Fernsehen verpflichtet.

>>Jürgen

War das überhaupt eine S-Klasse? Oder eine Fälschung?

Beim Stern weiß man ja nie...

@ahrensw

Hallo Wolfgang

Seit wann ist ams ein seriöses Fachblatt?

Gruss Hubi

Achja und bevor ich es vergesse:

Ueber diesen Wundertempomat mit Abstandregler habe ich mich schon im Mercedes-Forum ausgelassen.

Für denjenigen der hinter so einem Auto herfahren muss oder darf ist das grosser Mist. Das ewige nervöse Geblinke mit den 3 Bremslichter weil der Regler dauernd beschleunigt und wieder bremst. Manchmal flackern die Bremslichter im Sekundenabstand.

Gruss Hubi

Hallo Hubi,

stimmt, das seriöse Fachblatt heißt doch autob..d

;-))

@ACCM Hubi: das kann man ganz einfach lösen, indem man sich selber eine S-Klasse mit genau diesem Abstandsradar kauft. So ein dezentes Hingraulen zu den eigenen Produkten ist ja nichts neues ;o)

Auch wenn jetzt vielleicht darüber hergezogen wird, wird dieses Radar wohl eher für weniger Auffahrunfälle sorgen, wenn auch erst mal auf neue S-Klassen beschränkt. Mercedes ist damit eine Panne mit PR-Schlappe passiert - und? Schlimmer wirds, wenn sie das nicht innerhalb der nächsten Wochen hinkriegen und gut genug zur Schau stellen.

Weniger Auffahrunfälle????

Mit der Zunahme von ABS fahren die Leute noch verrückter und mit diesem "Nebelradar" werden die Tempobolzer bei Nebel erst recht mit Tempo 200 über die AB blochen. Wie beim Fliegen...landen mit Sicht null.

Das ist Fortschritt wie beim Allrad mit dem die meisten beim Abwärtsfahren auf schneeglatter Fahrbahn verunfallen.

Tja der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten :-(

Gruss Hubi

Vielleicht denke ich da ein bißchen naiv, aber Tempobolzer wesentlich förderlicher ist es, wenn ein System ständig eingreift und wirkt und damit präsent ist, also wird das Ding schon aufpassen. Beim Allradantrieb ist das der Fall, und beim Bremsen mit ABS im Ärmel glaubt zumindest ein Großteil der Leute, daß das Auto damit besser Bremst und bei jeder Bremsung mithilft.

Vielleicht setzt sich ja auch die Erkenntis irgendwie durch, daß bei einem zum Überholen ausscherenden Fahrzeug oder Glatteis auch dieses Radar-Dings nichts mehr machen kann. Vielleicht aber auch nicht.

Hallo,

spätestens auf einer doppelstöckigen Brücke wie z.B. der San Francisco Bay Bridge oder in Tunnelröhren mit hohem Stahlanteil im Beton klappt dieses supertolle Abstandsradar dann wohl nicht.

Es wird also die junge Mutter mit ihrem Kind nicht mehr von einem gestörten Fahrer, sondern von einem gestörten Automaten totgefahren.

Danke Bosch. Danke Mercedes. Ganz große Technik. Wann wird der Schwachsinn verboten?

Gernot

... Tunnelröhren mit hohem Stahlanteil im Beton...

Höchstens stehen dahinter Bleche, als "Vollwandelement". Davor stehen Tübbinge mit maximal 1,5 % des Querschnittes in Stahl. Und selbst dann dürften die Reflexionen sich in Grenzen halten, weil Brücken viele Verbindungsmittel und Tunnel eine nichtreflektierende Schale aus Beton besitzen.

"Spätestens" auf der San Fernando Brücke. Na gut, wenn es da nicht funzt, und einer jemandem draufrauscht, dann hat der Rechner hier nicht geholfen. Ansonsten kann er in vielen Fällen helfen.

Behaupte ich mal, obgleich ich auch gegen elektrische Heckklappen bin, aber sicherheitsmäßig würde ich der Marke mit dem Stern "gefühlt" schon etwas mehr Potential zugestehen als der Marke mit dem Doppelwinkel.

_blossom_ postete

... Tunnelröhren mit hohem Stahlanteil im Beton...

Behaupte ich mal, obgleich ich auch gegen elektrische Heckklappen bin, aber sicherheitsmäßig würde ich der Marke mit dem Stern "gefühlt" schon etwas mehr Potential zugestehen als der Marke mit dem Doppelwinkel.

Die wichtigste Qualifikation zum guten Deutschen.

Das sicherste Automobil nach EuroNCAP kommt von Citroën. Neue Citroën haben seit 1934

Frontantrieb, oder Allradantrieb. Seit 1934 gibt es bei Citroën die Zahnstangenlenkung. Alle Citroën haben ab Werk Michelin Reifen montiert. Die passive, sowie aktive Sicherheit der aktuellen Palette ist meßbar höher als die jedes deutschen Herstellers.

Autos bestehen außen zu einem großen Anteil aus Metall, wie kann eine solche Technik eine Zulassung bekommen? Wie sieht es überhaupt mit der Radarstrahlung aus? Muß man demnächst einen Strahlenpaß beantragen, wenn man auf der linken Spur fahren will?

Drum schrieb ich auch "gefühlt".

Superminis: Fiat Punto (spielen da nicht C1, C2 und C3 in der Liga ?)

small fam cars: VW Golf (spielt da nicht auch der Xsara mit?)

large fam cars: Pug 407 und Passat (spielt da nicht der C5 mit?)

MPV: Mazda 5 (Picasso malte hübsche Bilder.)

Komische Welt. Für Otto Normalgucker, und dieser kauft nach "gefühlte" Sicherheit, steht Citroen da nirgends auf Platz 1.

C4 hat 35 Gesamtpunkte, C5 36. Wer hat mehr?

Den ganzen Zeitungsschmierern und Filmregisseuren darf man nicht für 5 Pfennig vertrauen. Es ist alles gelogen und/oder verzerrt. Hat schon mal jemand eine Sendung über ein Thema gesehen, mit dem er/sie so richtig gut vertraut ist? Mahlzeit!

Ich habe mal als verantwortlicher Entwickler der Sensorik eines Unfalldatenspeichers das zweifelhafte Vergnügen gehabt, an einer Sendung über einen Test des Produktes zusammen mit einem Konkurrenzprodukt sozusagen als technischer Ansprechpartner bei Filmaufnahmen aufzutreten. In der Praxis sah das so aus, daß ein Kollege und ich uns um das Gerät meiner Firma kümmerten und zwei Betreuer des Konkurrenzgeräts um deren Produkt. Die beiden Regisseure und einige Kameraleute rannten immer mit dem Equipment herum, fragten hier und da etwas und filmten alles mögliche.

Es wurde ein Crash mit drei Fahrzeugen gefahren, einer steht, der nächste bremst, kommt aber rechtzeitig zum stehen und der letzte rauscht hinten rein. Sowohl das Konkurrenzgerät als auch das meiner damaligen Firma haben die Daten problemlos erfassen können, das sah man an den Rohdaten. Ich habe eine schnelle Auswertung gemacht und die Daten präsentiert, alles prima. Die Konkurrenz hat sich nicht getraut, ich weiß nicht wieso.

Auf unseren Daten war aber an einer Stelle ein singulärer Spike, ein kleiner Zappler in der Geschwindigkeitskurve, weil ein Programmierer den üblichen Lattenzaun-Fehler gemacht hat (wieviele Latten sind in einem 100m langen Zaun, wenn der Abstand zwischen zweien genau ein Meter ist: natürlich 101). Für das Ergebnis völlig unerheblich. Nebenbei waren es waren sehr frühe Prototypen, besonders die Software, da kommen kleine Macken schon mal vor. Blöderweise hat der Kollege etwas von einem "Fehler" fallengelassen, aber alles auch genau erklärt, alle waren zufrieden, weil das Endergebnis völlig korrekt war.

Was ist schließlich in der Sendung passiert? Die ganze Sendung war ein völliger Verriß unseres Geräts. DATENSALAT IM UNFALLDATENSPEICHER!!! Man kann diesen Daten nicht trauen etc. pp. Die ganze Geschichte war eine böswillige Verzerrung der Situation, sensationsgeil, Informationsgehalt absolut null.

Am Ende gab es tatsächlich eine Gerichtsverhandlung, der Unsinn durfte nicht noch einmal gesendet werden. Hornberger Schießen.

Jedenfalls glaube ich seitdem noch weniger, was mir von Print- oder anderen Medien präsentiert wird. Und der ganze pseudoobjektive Punkteblödsinn erst...

Ich könnte mich richtig schön hochfahren!

Schönen Abend

g

Edit: Felerbeseitigung

AMS schreibt:

...Mit diesem Ergebnis reiht sich der Yaris als zweitbester Mini in diesem Fahrzeugbereich hinter dem Peugeot 1007 mit 36 Punkten und fünf Sternen ein. Knapp dahinter rangieren mit jeweils 33 Zählern der Fiat Punto, der Renault Modus und der Renault Clio....

@Gernot2 (#018)

Genauso ist es. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch.

Leider wird das auch permanent noch schlimmer.

Technische Zusammenhänge werden komplexer, und sind mit den Mitteln, die der Journalistik zur Verfügung stehen, nicht ordentlich zu recherchieren und darzustellen.

Das Ergebnis muß ja immer bis gestern fertig sein und eine knackige Headline haben.

Deshalb wundere ich mich gelegentlich, wie wichtig manche Schnellschuß-Meldung hier genommen wird.

Die ersten 10 Gegendarstellungen abzuwarten und dann einen Mittelwert zu bilden, wäre oft klüger.

Aber hier soll es ja auch immer schnell gehen - "ich war der erste!"

Wir sind Teil des Systems, in dem Solidität nicht mehr so recht zählt.

Genug OT - ach nein, doch noch was zum Thema "schnell"

-> Wir sind immer die Schnellsten - Wenn die andern noch rutschen, liegen wir schon im Graben <-

Das Motto zum beginnenden Winter

Gute Fahrt

>OK, die Bedingungen waren also falsch und können real so nicht auftreten.

Alles soweit so gut. In der AMS Meldung steht:

"Um die Wirksamkeit unter Beweis zu stellen, hat Mercedes einen Nebelunfall in der eigenen Crash-Anlage für "Stern TV" nachgestellt."

Wenn diese Zeile soweit der Realität entspricht und ich sie richtig deute, hat Mercedes also von sich aus unter unsinnigen Bedingungen getestet. Hmmm, hat da kein Techniker protestiert?

Was die Presse nachher daraus macht ist eine Sache. Aber das sich Mercedes da nicht vorher mehr Gedanken macht ist schon peinlich. Peinlicher als das Ergebnis.

Hallo,

Mercedes hat Probleme über Probleme.

Die Absatzzahlen rückläufig wg. erheblichen Qualitätsproblemen, dazu fades, antiquiertes Design.

Aber anstatt diese Mängel konstruktiv zu bekämpfen eröffnet man dort jetzt auch noch das Spielfeld inkompetente Innovationsdarstellung.

Ich fürchte Mercedes ist zur Zeit einfach nicht zu helfen.

Die Benz - Fahrer tun mir aber am meisten leid.

Soviele katastrophale Imageschäden sind für labile Persönlichkeiten sicher kaum erträglich.

Gruß,

C-Breiling

na wer hats gesehen!

es geht doch nichts über seriösen journalismus, oder ?

...nicht schlecht, herr specht........

heute nacht lache ich mich in den schlaf!!!!!

Wißt Ihr, was mir als einziges bei den Aufnahmen aufgefallen ist?

Daß die S-Klasse viel besser aussieht, als ich nach den Printbildern (noch nicht in Natura gesehen) erwartet habe. Die Karosse kommt viel weniger protzig und aufgeplustert (Radhäuser!) daher, als ich angenommen habe, stattdessen schwungvoll und partienweise sogar leicht. Okay, vom Heck bin ich nicht so begeistert, sieht doch aus wie ein abgemilderter Verschnitt aus Maybach und BMW-7er. Aber die Schnauze und die Seitenlinie - ich wiederhole mich - kommen unerwartet gut rüber.

>>Jürgen

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