29. November 200520 J. "Nur schade, daß Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung noch nicht mithalten" - Angeblich soll die Fahrfreude wohl nicht recht aufkommen, da das Auto extrem komfortorientiert abgestimmt sei und die Lenkung zu leichtgängig wäre. Wenn die wüßten - das wollen wir Citroenfahrer auch so!!!! Und die anderen sicherlich auch, die noch nie mit einer Hydraulik geschwebt sind, sie wissen es nur noch nicht - außer die Härter- und Tieferfraktion natürlich. Sänften können auch ein Alltagsprodukt sein- mehr denn je, wenn der hohe Preis nur nicht wäre.
29. November 200520 J. Stimmt ja, da kommt keine Fahrfreude auf. Sondern Gleitfreude. Bös wer jetzt was anderes denkt .... :-))))))))))))))
29. November 200520 J. Das Problem ist die teigige und gefühllose Lenkung. Vermittelt schon ein sehr schwammiges Fahrgefühl. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Übrigens gab es das so noch nie bei einem großen Cit. Da ist selbst die uralt Lenkung aus dem D eine Offenbarung. Gruß, Ralf
29. November 200520 J. ACCM RGS posteteDas Problem ist die teigige und gefühllose Lenkung. Vermittelt schon ein sehr schwammiges Fahrgefühl. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Übrigens gab es das so noch nie bei einem großen Cit. Doch (Y4 Dirass "man merkts noch nicht, aber der fährt da schon hin")
29. November 200520 J. Und auch die Experten vom ADAC nennen Hydractive eine Luftfederung....pffft Die Bilder sind Prospektbilder, da bezweifle ich fast, dass die das Auto länger als eine Runde um den Händler gefahren haben. Gruß Markus
29. November 200520 J. phantomas posteteUnd auch die Experten vom ADAC nennen Hydractive eine Luftfederung... Mal ne ganz bescheidene Frage an die Spezialisten: Was isses denn dann, wenn keine Luftfederung ? Womit federt die Fuhre denn ? Wenn ich in Physik richtig aufgepasst habe, lassen sich Flüssigkeiten nicht komprimieren...
29. November 200520 J. Es ist eine Hydropneumatik, und keine Luftfederung a la Audi oder Mercedes. Das ist doch ein Unterschied, oder? Zur Hydropneumatik gehört nicht nur Luft (Stickstoff).... Gruß Markus
29. November 200520 J. bei den zwei von mir gefahrenen Exemplaren war die Lenkung für meinen Geschmack sogar extrem teigig und gefühllos. Gruß, Ralf
29. November 200520 J. Ich habe gestern ein paar Glühbirnen* gewechselt. Dabei lief mir meine Tüte Gasgemisch, die ich im legendären "Sticksoff gehört in die Reifen"-thread durch physikalische Grundkenntnisse, erworben habe, über den Weg. Luft besteht schon zu 78 % aus Stickstoff. Von der Warte her, ist die Aussage, es handele sich um eine Luftfederung eigentlich nur zu 21 % falsch. Zu 78 % ist es richtig. Denn ich kann mir, ohne mich darüber informiert zu haben, nicht vorstellen, daß Mercedes und Co. ihre "Luftfederung" mit Luft und Stahl-Bauteilen realisiert. * Gruß an Heinz
29. November 200520 J. Luftfederung: Ein Kompressor komprimiet die Luft, das ganze funzt ohne Hydraulik (soweit ich weiß). HP: Der Kompressor ist eine Pumpe, die Öl komprimiert. Das komprimierte Gas befindet sich in den Kugeln. HP-Kugeln haben um die 30 bis 70 bar (oder so in dem Dreh), Luftfederung eher weniger. 10? 15? Gruß
29. November 200520 J. ACCM Oliver Weiß posteteLuftfederung: Ein Kompressor komprimiet die Luft, das ganze funzt ohne Hydraulik (soweit ich weiß). ... und ist extrem Defekt anfällig! Zumindest noch beim alten V(au), wo mind. alle zwei Jahre ein neuer Kompressor fällig wird, dann noch etliche Ventile und Luftbälge...
29. November 200520 J. Wenn mir jemand von euch vormacht, wie man, ohne auf das Gas zu achten, Öl komprimiert, bin ich gern bereit eine Tüte Gas zu verschicken.
29. November 200520 J. Hallo, ich würde jetzt einmal auf der Kompressibilität von Flüssigkeiten nicht so herumreiten. Bei Dieseleinspritzungen laufen da ganz lustige Druckwellen durch die Flüssigkeit. Ein Effekt, den es ohne Elastizität nicht gäbe. Servohydrauliker schwitzen Blut und Wasser aufgrund der Elastizität des Öles. Hydrostößel sind aufgrund ihrer Elastizität bei Sportmotoren äußerst unbeliebt. Tatsächlich sind Gase aber deutlich stärker kompressibel als Flüssigkeiten. Gernot
29. November 200520 J. Federungseigenschaften aber auf die Kompressibilität von Ölen zurückzuführen ist, IMHO, schon etwas gewagt. Dagegen würde wahrscheinlich selbst ein F!-Wagen DS-artig gleiten und schweben.
30. November 200520 J. Hallo, jetzt ich: Ihr habt ja alle Recht. Die Federung funktioniert mit Gas. Das Öl dient - neben der Niveuregulierung und dem anderen Geraffel - zur Dämpfung. Wenn ein Wagen nur mit Luft federn würde, ohne durch Öl gedämpft zu werden, würde er ganz schön hoppeln, oder schwingen. Keinesfalls jedoch schweben. Viele Grüße Helge
30. November 200520 J. Gut dass ich kein Techniker bin. Aber als Laie darf ich ja fragen. 1. Ist das Hydrauliköl nicht etwa eine Art flexible Stange, also kaum dämpfend? 2. Ist es nicht bei der Luftfederung und bei der Hydropneumatik so, dass das Gas sowohl federt als auch dämpft? Von meinen MTB-Federgabeln und -elementen kenne ich das so: Die Feder trägt und federt, während das Öl dämpft. Aber nicht indem das Öl selber dämpft weil es komprimiert wird, sondern durch die Regelung des Öl-Durchflusses durch ein Ventil. Große Öffnung = geringe Dämpfung. Kleine Öffnung = hohe Dämpfung. Ups, das war jetz aber keine Frage. Gruß Holger
30. November 200520 J. Ok Holger, richtig. Aber ohne Öl würde die Dämpfung nicht so gut und reibungslos funktionieren. Gab es da nicht mal Reibungs-/Hebelstossdämpfer bei den Messingautos? Ich glaube nicht, dass das Gas Dämpft. Es ist glaube ich, nur eine progressive Federung. Aber ich bin auch Laie - in fast Allem. ;-) Viele Grüße Helge
30. November 200520 J. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das Gas nennenswert dämpft. Bei den Luftfederungen sind es dann eher noch die Gummibälge, die eine solche Funktion übernehmen könnten. Ich vermute aber eher, daß man bei solchen Systemen konventionelle Dämpfer verbaut. Richtig ist, daß das Öl selbst eigentlich nicht dämpft. Stellt man sich beispielsweise einen Ölgefüllten, dichten, mit Kolben und Kolbenstange versehenen Zylinder vor (das wär dann ungefähr Holgers flexible Stange), so hätte man praktisch keine Federung und etwa gleich viel Dämpfung. Die Dämpfungswirkung des Öls rührt immer daher, daß es durch enge Öffnungen fließen muß, was es nur langsam kann. So wird die Bewegung verzögert, eben gedämpft. Dies gilt aber bei konventionellen Systemen genauso wie bei der HP. Dort dämpft nämlich das Öl, das durch die kleine Öffnung am Fuß der Federkugel strömt.
30. November 200520 J. Kann mir einer erklären: Was sollen bei einer (Audi-) Luftfederung die beiden schmalen langen "Röhren", die quer und längs zu sehen sind? Hat eine "gewöhnliche" Luftfederung auch stets eine Niveauregulierung? Gruß Markus
30. November 200520 J. Eine konventionelle Federung arbeitet wie folgt: Das Rad federt ein. Dabei wird sowohl der St0ßdämpfer als auch die Feder zusammengedrückt. Hätte man nur die Feder, würde man bedingt tiefer einfedern, jedoch bis mindestens zum nächsten Schlagloch nachfedern. Probe: Man lasse eine Feder vom Auto im ausgebauten Zustand auf den Werkstattboden fallen. Die hüpft, so sie idealerweise gerde stehen bliebe, durch die ganze Bude. Liesse man die Feder weg, hätte man einen ganz famosen Effekt: Der Wagen würde spontan in ein Loch fallen und später, durch Umströmen der Ölmengen im Federbein (nicht Cit) immer tiefer absacken. Im Normalbetrieb spielt also die Feder die Rolle des Hochdrückers des Wagens, der Dämpfer die des Runterziehers. Beide zusammen ergeben eine gedämpfte Schwingung. Bei unseren Citrusfrüchten, und ich meine die mit dem grünen Blut, sieht die Lage ähnlich aus. Bein Federt ein, Öl will weg, da systemdruck vorhanden, muss Gas nach irgendwo, wo Platz ist. Platz ist da, wo Gas im System ist. Gas ist in den Halbkugeln, die mit Stickstoff gefüllt sind. Dieser Stickstoff wird zusammengedrückt. Das Volumen nimmt ab, der Druck zu. Da aber Gas auch nur ein Mensch ist, und auch ungern eingepfercht zwischen Metall und grünem Öl sitzt, möchte es sich ausdehnen. Gas dehnt sich aus, die eben noch eingefederte Masse wird "wieder herausgedrückt" und der ganze Spass beginnt von vorn. Je schneller die Flüssigkeit das Gas verdrängen kann, desto eher kann der Hobel einfedern (Stichwort: Bypass-Bohrung--> kurze Stöße). Probe: Luftballon in Glas mit Wasser tauchen. Luft wird zusammengedrückt. Luftballon wieder raus: Luft ist wieder genaus "groß" wie vor dem Tauchgang. Edith: Luftfederung ? blossom: Luft wird komprimiert, siehe Angaben oben. Luft steht komprimiert in einem Zylinder, dieser drückt sich rein, das Gas wird weiter komprimiert, Federung durch weitere Kompressibilität, Dämpfung durch Eigenschaft des Gases, einen möglichst energiearmen Zustand (expandiert) anzunehmen.
1. Dezember 200520 J. Natürlich braucht die Luftferung einen Niveauausgleich. Wo soll das System sonst die Information hernehmen, wie weit das Luftpolster aufzublasen ist? Ein luftgefedertes Fahrzeug sinkt beim Beladen genauso ein, wie wir es gewohnt sind und wird dann durch Auffüllen von Luft wieder angehoben. So wie wir es von unseren Citroën kennen. Luftfederungen sind eigentlich die genialsten Federungen, es gibt sie schon sehr lange: in Eisenbahnfahrzeugen, Bussen und LKW. Die Wirkungsweise kann sich jeder klarmachen: man besorge sich eine Einwegspritze aus der Apotheke, ziehe den Kolben etwas raus, verschließe die Öffnung und versuche, den Kolben wieder zurückzudrücken. Auch die DS sollte ursprünglich mit Luftfederung ausgestattet werden, nur vertrug sich der (damals) recht schwere Kompressor nicht mit den Vorstellungen von einem PKW in Leichtbauweise, so wurde die Hydraulik als Zwischenglied zwischen Achskörper und Gaspolster erfunden. Sie sollte ursprünglich nur für den Niveauausgleich zuständig sein. Aber wenn man schon mal Hydraulikflüssigkeit unter Druck hat... Der Mercedes 600 hatte Luftfederung; in diesem ohnehin sehr schweren Wagen spielte das hohe Gewicht des Kompressors keine so entscheidende Rolle. Dass jetzt immer mehr Wagen mit Luftfederung angeboten werden, stellt die Anwürfe, denen Citroën wegen der Hydropneumatik ausgesetzt war, in ein neues Licht. Der Stoßdämpfer bei der konventionellen Federung zieht den Wagen nicht gegen die Federkraft runter, das besorgt das Fahrzeuggewicht auf die natürlichste Weise. Der Stoßdämpfer bremst die Auf- und Abbewegungen des Wagenkörpers, und zwar raffinierterweise unterschiedlich stark, je nachdem, ob es auf oder ab geht. Ein verbrauchter Stoßdämpfer sorgt durch unkontolliertes Wippen und Durchfedern nicht nur für Komfortverlust, sondern ist lebensgefährlich. Ach so: noch was zum ADAC-Motorwelt-Artikel: es wäre das erste Mal, dass ein deutscher Automobiljournalist den Charakter eines typischen Citroën versteht (oder es zugeben dürfte). Komfortable, kopflastige (und damit besonders fahrsichere!) Fronttriebler sind nicht zum Heizen und somit Scheiße! Das ist in Deutschland nunmal Dogma.
1. Dezember 200520 J. Naja, das ist wohl auch eine Erscheinung unseres Zeitgeistes. Als 1989 der XM in der ADAC präsentiert wurde, hieß es noch (halb empört): "Mon dieu, was ist aus dem CX geworden?" und es folgte ein insgesamt recht positiver Bericht. Abschließender Kommentar, Zitat: "Ende Mai, wenn der XM zunächst in Frankreich auf den Markt kommt, werden wir wissen, wie er sich fährt und ob die neue "gezähmte Avantgarde"(Citroen) noch das alte Herzklopfen auslöst. Die Verantwortlichen Autoren müssen dem CX doch einiges abgewonnen haben! Gruß M.
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