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XM Y3 2,0i Benziner Motorschaden oder was?


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Hallo Citroenfahrer,

mein XM hat mich gestern kläglich im Stich gelassen. Folgendes ist passiert:

Fahrzeug kalt, Lufttemperatur -15°C, etwas mit Standheizung vorgeheizt.

Nach ca. 8km Fahrt, ohne Belastung, fast im Lehrlauf plötzlich Anzeige: "Motoröldruck niedrig" (genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr), dann Leistungsverlust und starke Rauchentwicklung aus Auspuff und aus Richtung Krümmer.

Das Ganze auf etwa 100m. Tatsächlich fehlen ca. 3 Liter Öl, welche bei Fahrtantritt noch vorhanden waren, da ich regelmäßig per Peilstab kontrolliere. Keine Geräusche vorher, nichts.

Meine Sänfte steht nun in der Werkstatt meines Vertrauens und ich bin etwas ratlos. Die Werkstatt meint, am günstigsten einfach Gebrauchtmotor kaufen, und alles wechseln, mit dem Hinweis, daß Autoverwerter letztlich auch Garantie auf Gebrauchtteile geben müssen. Trotzdem muß ich da an die Katze im Sach denken.

Zweite Möglichkeit wäre, Kopf abnehmen und der eigentlichen Ursache auf den Grund gehen. Laut Werkstatt läuft er im Moment auf allen 4 Zylindern, sobald er etwas warm wird pumpt er mächtig Motoröl in den Brennraum das über den Auspuff als Rauch das Auto verläßt. Auspuffanlage ist tropfnass, so die Angabe. Nachteil wäre, ist es nicht die Kopfdichtung wäre ein Gebrauchtmotor u.U. günstiger, da das Kopf demontieren auch einige Zeit in Anspruch nimmt.

So, was tun? Hat jemand eine Idee, was es sein könnte? Angeblich sind diese Motoren ja sehr robust. Meiner hat immerhin erst 94tkm runter und lief vorher einwandfrei.

Hat vielleicht jemand einen Kopf komplett, oder Gebrauchtmotor lagernd?

Wäre prima, wenn ich ein paar Meinung lesen könnte.

P.S. auch Minifahrer (klassisch) hupen mit dem Lenkstockhebel.

Gruß

Jörg

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Miniandmore postete

(…) Angeblich sind diese Motoren ja sehr robust. (…)

Das kann man nun wirklich nicht behaupten. Der zweite Vorname des 2.0i ist "Lagerschaden". Allerdings ist das was du da beschreibst, etwas sehr anderes. Noch nie von gehört.

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Hallo,

das klingt nach einer eingefrorenen Kurbelgehäuseentlüftung und jeder Menge Öl, das durch das Peilstabrohr herausgedrückt wurde.

An sich kein unlösbares Problem (Reinigung eines Schlauches), wenn der Motor aber einen Lagerschaden usw. durch den fehlenden Öldruck abbekommen hat, kann es teuer werden.

In jedem Fall sollte eine vertrauenswürdige Person den Wagen einmal besichtigen, der sich wegen ein paar Rauchschwaden nicht gleich ins Hemd macht.

Gernot

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Robust ist der Motor so lange wie genug Öl da ist, die oft angeprangerten Lagerschäden gehen auf zu wenig Öl in Verbindung mit dem hohen Drehzahlniveau des 2.0i zurück.

Gruß

Fred

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Mit Kurbelgehäuseentlüftung ist der Motoröleinfüllstutzen gemeint. Wenn du da reinschaust siehst du jede menge gelben Ölschlamm. Der gefriert im unteren teil des Stutzens. Meistens ab -10 grad. Dadurch wird auch Öl in den Ansaugschlauch gedrückt, was den Leistungsverlust und den Rauch erklärt.

Also nicht gleich ins Hemd machen. Die Werkstatt soll erstmal den Stutzen und den Ansaugschlauch reinigen. Mach dann mal eine längere Probefahrt.

Wenn der Motor am Arsch ist kann man ihn immer noch wechseln.

gruss JOE

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ACCM Jelle postete

Hat der tct eigentlich auch die Probleme wie der 2 Liter?

Nein, der t.c.t. hat einen anderen Motor (was daran anders ist, weiß ich aber nicht), der ist grundsätzlich viel leiser und auch nicht so knurrig bei 150 im fünften Gang. Die Ölverbrauchs- und Nockenwellenprobleme hat der auf jeden Fall nicht.

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Der t.c.t ist im Grunde ein naher Verwandter des 2.0i 8V, nämlich eine für die Mehrleistung durch den Turbo verstärkte Version des 2.0i 8V. Die Verwandtschaft fängt schon beim Namen an:

2.0i 8V: XU10J2 bzw. XU10J2C/Z, auch RFX

t.c.t: XU10J2TE, auch RGX

Auch der Hubraum ist mit 1998 ccm identisch, genauso wie Hub und Bohrung von jeweils 86 mm.

Die Schwachstelle beim 2.0i 8V ist und bleibt mangelnde Pflege. Einmal mit dem Öl nicht aufgepasst und das wars. Der XM 2.0i ist halt der Einstieg in die mobile Oberklasse. Da gibts schon Sparfüchse, die sich ganz stolz den großen XM zulegen, danach aber die Wartung vernachlässigen. Zu allem Unglück lässt sich der Peiltstab am 2.0i im XM auch noch sehr schlecht ablesen, man muss also sehr genau kontrollieren. Wie gesagt: Wenig Öl + hohes Drehzahlniveau (weil kurz übersetzt, da kleiner Motor in einem großem Auto) = schneller Motortod. Ich persönlich würde nicht von einer generellen Schwäche sprechen, es kommt halt auf die Pflege an.

Gruß

Fred

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Hallo,

der TCT hat auch lange Schläuche vor dem Motor, die einfrieren können. Allerdings sorgt der Ladeluftkühler für warme Luft im Motorraum und das "Saugrohr" oberhalb der Schläuche ist beim TCT auch schon wärmer als ohne Aufladung.

Fazit: Man bekommt den TCT auch zum Einfrieren, aber man muß dafür noch extremeren Kurzstreckenbetrieb fahren. Kaltstart und immer so 1000 m und dann abkühlen lassen bei -15°C und die Sache geht klar. DAs trifft aber irgendwie auf jedes Auto mit Verbrennungsmotor zu.

Mein 2.0 friert auch unter -10°C nicht ein (wie in den letzetn Tagen). Man muß halt immer ein wenig f a h r e n und nicht nur so herumeiern. Das macht doch Spaß im XM. Wo ist denn da das Problem?

Gernot

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Ich meine das die Diagnose von Gernot zutrifft.

Was aber bei diesen Motoren noch oft ist,das die Ventilschaftdichtungen gerne verrecken.

Hatte der 2,0l von meinem Cousine.

Allerdings hatte er sie nicht machen lassen und dafür einen Motorschaden(Lagerschaden)gehabt.

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Naja, ich finde die Übersetzung beim 2 Liter Automatik sehr gelungen.

Ab 70 bin ich im 4 Gang, fast ideal für die Stadt und sparsam im Verbrauch,

knappe 2500 Umdrehungen.

Also mit hohen Drehzahlen ist doch da nicht’s.

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Hallo,

70 mit 2500 U/min macht 140 mit 5000 U/min und 210 mit 7500 U/min. Nöh, ist nicht kurz übersetzt...

Gernot

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Kann man eben nicht 210 fahren, sondern hört wie im TD bei 182 auf.

Die Karre ist 15 Jahre alt (die Konstruktion), da war das noch was anderes als heute. Der SM galt mit 200 PS aus 3 Litern damals als schnellster Fronttriebler.

Lief damit 228, bei 6300 ungefähr.

Heute ? Heute hat jede Dusselschleuder ab Werk 180 PS aus 2 Litern, und wird bei 250 abgeregelt.

Der 2.1 td ist auch im Verhältnis zu den TDIs etc mehr als lahm. Und ? Ist halt so. Dafür verliert der Vertreter-A4 im Monat bald mehr an Wert, als mein ganzer XM wert ist..... wer fährt dann wohl billjer ?

Carsten

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Hallo,

hast schon Recht. Man fährt einfach nicht volles Rohr. Wozu auch?

Die Übersetzung zielt darauf, mit 130 km/h zu fahren. Da dreht der 2.0 knapp 4000 U/min, da hat die Urfassung des XM 2.0 das maximale Drehmoment und 50 km/h kann man auch noch so gerade im fünften Gang herumrollen.

Bei den versprochenen 201 km/h dreht der Motor in etwa solide 6000 U/min, was oberhalb der Nenndrehzahl liegt. Ist aber an sich kein Problem, solange genug Öl da ist.

Diese endlos lang übersetzten Sparübersetzungen, bei denen man wenn man Power braucht etwas tut, was garantiert keine Power freisetzt, nämlich auskuppeln und schalten, habe ich jedenfalls aus der Erfahrung mit einigen Mietfahrzeugen mehr als gefressen. Nicht nur weil man mangels Motorbremswirkung ganz gerne z.B. an Baustellen Problemchen mit Herren in zeiltlosen grünen Blazern bekommt.

Gernot

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Gernot postete

Hallo,

70 mit 2500 U/min macht 140 mit 5000 U/min und 210 mit 7500 U/min. Nöh, ist nicht kurz übersetzt...

Gernot

Höre ich da eine gewisse Ironie? ;-)

:-D

Fred

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kann es sein, dass man bei lagerschaden einen nicht zu überhörenden schlag warnimmt? wenn natürlich die ölpumpe kein oder zuwenig öl bekommt iss dann schnell ruhe im karton. kann man deinen wagen denn noch starten?

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Ein Lagerschaden kommt nicht von jetzt auf gleich, das hört man schon und starten kann man den Wagen auch noch. Irgendwann wirds schon kritisch.

Gruß

Fred

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hab mich übrigens oben verschrieben: Ich meinte natürlich Kurbelwellen- und nicht Nockenwellenprobleme beim 2.0i.

Zum 2.0i mit Automatik: der stellt sich tatsächlich etwas geschmeidiger dar als der mit Schaltgetriebe, allerdings ist auch hier Sehrschnellfahren eine Qual.

Zum Lagerschaden: der hat zwei Darreichungformen:

- der schleichende, der sich ab Laufleistungen von 160tkm bemerkbar macht: Leichtes "zisseln" bei Teilllast bei Drehzahlen über 2500. Dann noch kostengünstig neue Lagerschalen einbauen und noch mal 100tkm fahren. Typische 2.0i-Geschichte.

- der spontane bei zu wenig Öl, gerne auf der Autobahn bei Bergabfahrten (kann kein Öl mahr ansaugen). Klingt dann wie ein Heckflosser Diesel, ist aber definitiv im Arsch, also … ähem … in der Regel Totalschaden. Auch eine typische 2.0i-Geschichte.

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Erstmal besten Dank für die vielen Reaktionen. Fragt man viele Leute bekommt man viele Meinungen. Daraus sucht man sich dann das Plausibelste raus. Ist halt so in einem Forum und ist auch gut so.

Ein paar Anmerkungen und Fragen hätte ich noch:

@Gernot: Thema herumeiern: Wie auch schon teilweise angesprochen, mag der 2,0i keine hohen Drehzahlen (oder besser gesagt: Ich mag sie nicht). Da wird die Mühle einfach unangenehm laut und das nervt mich. In einem solch bequemen Auto will ich entspannt Kilometer spulen und mich nicht von einem Motor anbrüllen lassen. Wenn ich Lust zum heizen habe, fahr ich klassischen Mini - wohl fast das genaue Gegenteil eines Cits mit Hydropneumatik. Im Citroen lege ich Ruder, während ich den Mini um die Kurve wickel. Das aber nur am Rande.

@Gernot und ACCM CXJOE: Ist mir immer noch nicht ganz klar. Ist der Öleinfüllschlauch durch Eis verschlossen, entsteht Druck, der irgendwo abgebaut werden muß. Wie gelangt dann das Öl in den Brennraum, bzw. Auslaßtrakt?

Im Motorraum wurde nichts verspritzt. Das Öl kam aus dem Auspuff als Qualm und hat sich wohl auch flüssig dort abgesetzt. Und zwar 2-3 Liter.

Der XM ist nie ohne zu wenig Öl gelaufen. Wie oben angedeutet fahr ich auch Mini und da weiß ich, daß ich wöchentlich den Ölstand kontrollieren sollte.

Viele Grüße

Jörg

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@kugelblitz: wenn die ölpumpe kein öl mehr bekommt hast noch umgefähr 7sek. zeit. dann iss sense. also von jez auf sofort :D

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Hallo,

es reicht gewisse Strecken mit 3000 bsi 4000 U/min zu fahren. Strecken unter 20 km sind bei großer Kälte zu vermeiden.

Zum Problem: Der Motor hat eine Kurbelgehäuseentlüftung, um die Gase, die an den Kolben vorbeiblasen, wieder in das Saugrohr zu führen. Diese Entlüftung ist ein Schlauch, der vom Motorblock zu der Dose führt, wo man Öl einfüllt. Es gehen dann weitere Schläche zum Ansaugrohr.

Friert der Entlüftung ein, entweichen die Kurbelgehäusegase aus dem Rohr des Peilstabs, wobei Öl aus diesem Rohr ausgeworfen wird. Dieses Öl gelangt auf den Auspuffkrümmer und das qualmt. Es würde auch anfangen zu brennen, wenn man nun intensiv fährt.

Der nächste Schritt wäre, daß auch der Ölpeilstab einfriert. Dann platzt etwas am Motor, meist das Ölfilter.

Wnn man ohne Öldruck den Motor nicht hat lange laufen lassen ist es mit der Reinigung des Krümmers und der Reinigung der Kurbelgehäuseentlüftung getan.

Gernot

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@hansi:

Naja, man liest ja öfter mal in Verkaufsanzeigen: beginnender Lagerschaden. Und das hört man wohl auch. Hoffen wir mal, dass mich dieses Schicksal nicht ereilt.

Gruß

Fred

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Also es geht ja alles auf die Goldwaage.

Habe heute mal geschaut was die Drehzahl macht.

Bei 70 sind es 2100 Umdrehungen und die Schaltung vom 3 in den 4 Gang erfolgt bei 2500

Umdrehungen.

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...

Und was hatta nu...?

Ventilschaftdichtung rausgedrückt..??

War´s jedenfalls damals bei den meinigen ...

bei den Fakten.

Die Fahrt nach der Rep.. auf der Autobahn,

werd ich auch nie vergessen.. the Fog....

toi,toi,toi...

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