20. Februar 200620 J. Na Wolfgang, die Preise werden Gott sei Dank nicht von denen aus Berlin diktiert. Steigen die Preise wegen des Teuros (deine Vermutung) oder wegen der gestiegenen Rohstoffpreise, erhöhten Mautgebühren und erhöhten Löhnen (vor allem im Ausland, aber auch in D)? Und alles ist schon gleich gar nicht teurer geworden. Von Stuttgart nach Barcelona kostete früher der günstigste Flug 500 DM. Heute 20 Euro. Ist daran auch der Euro schuld? Gruß Markus
20. Februar 200620 J. "die Preise werden Gott sei Dank nicht von denen aus Berlin diktiert" Nein Markus, ich meinte damit auch, das die Banditen schon wussten, warum sie das Volk nicht haben abstimmen lassen, ob der TEURO gewollt wird! "Steigen die Preise wegen des Teuros (deine Vermutung) oder wegen der gestiegenen Rohstoffpreise, erhöhten Mautgebühren und erhöhten Löhnen (vor allem im Ausland, aber auch in D)?" Markus, Die gestiegenen Rohstoffpreise kamen erst später! Zum anderen ist es doch nun weis Gott von genügend Verbänden festgestellt worden! "Und alles ist schon gleich gar nicht teurer geworden. Von Stuttgart nach Barcelona kostete früher der günstigste Flug 500 DM. Heute 20 Euro" Ja, das ist auch wichtig für mich, weil ich diesen Weg ja jeden Tag zweimal fliege!
20. Februar 200620 J. Ich kenne viele seriöse (Bild-Zeitung halte ich nicht für seriös) Untersuchungen, die belegen, dass der Euro eine (wenn auch nur geringe) preisdämmende Wirkung entfaltet hat. Sogar die Bildzeitung hat mal ganz klein geschrieben, dass seit Einführung des Euros die Kosten für Lebensmittel gesunken sind. Ganz klein, weil so was sich nicht gut macht nach jahrelanger Euro-Teuro-Kampagne. Was Du ansprichst, sind Euro-Abzocker. Denen gehe ich einfach aus dem Weg. Wenn etwas unbegründet viel teurer geworden ist, dann kaufe ich es nicht mehr. Das war bei der DM so und ist auch jetzt so. Wenn etwas teurer wird (Spritpreise), dann heulen viele Leute sofort auf. Wenn etwas günstiger wird (Flugreisen, Bankgebühren, Telefon, Bankzinsen...) dann wird das eben kaum registriert. So ist der Mensch eben. Ich auch. Hat aber nichts mit dem Euro zu tun. Gruß Markus
21. Februar 200620 J. Beim sogenannten Warenkorb ist es richtig, das es keine wesentlichen Verteuerungen durch den TEURO gab! Nur, da war sich der Handel auch einig, die Produkte, die den Warenkorb ausmachen, von den Preiserhöhungen auszuklammern! Wenn ich mich richtig erinnere, hat dies sogar die Stiftung Warentest festgestellt. Aber das sage ich jetzt unter Vorbehalt! Markus, es ist doch unerheblich, ob Fernsehgeräte, Videorecorder, Fahrräder, oder Flugreisen billiger werden, das sind nicht die Dinge des täglichen Bedarfs! Wenn aber die Butter statt 1,80 DM jetzt 1,80 TEURO kostet (ist nur ein schlechtes Beispiel), dann ist das schon gravierend, denn Butter brauche ich alle vier Tage!
22. Februar 200620 J. Gerade der Warenkorb besteht aus Dingen des täglichen Bedarfs, und der ist insgesamt nach der Euroeinführung sogar im Preis gesunken. Festgestellt hat das z.B. auch das statistische Bundesamt. Ich weiß natürlich nicht sicher, ob die nicht auch Teil der Verschwörung sind Wer bei der Euroeinführung zugelangt hat, das waren Gastronomen und diverse Dienstleister wie Friseure, und denen kann man sehr schnell klarmachen, daß ihre Preise zu teuer sind: man geht nicht mehr zu ihnen hin. Weil aber die Leute zum ersten mal auf breiter Basis zu rechnen angefangen haben und es wirklich ein paar schwarze Schafe gab, ist diese Behauptung mit dem "Teuro" nicht totzukriegen.
22. Februar 200620 J. Die Dienstleistungen des Gastronomie und Freizeitbedarfs sind definitiv und sehr deutlich teurer geworden. Im Warenkorb wird das gegengerechnet mit dem Preisverfall bei elektronischen Komponenten. Zur EURO Einführung war eine 1 GB SD-Speicherkarte absoluter Luxusspielkram im hohen 3 stelligen Bereich. Heute kosten sie 45 EUR. Daß ein großes Bier kaum noch unter 6 DM und eine Pizza unter 15 DM im Restaurant zu bekommen ist, rechnet sich dann auf. OK, kauf ich mir elektronische Spielzeuge und verzichte auf "Geselligkeit". Gut für Elektronikjunkies, schlecht für Trinker und Gourmets ;-) Was bei dem Prisverfall der Elektronik aber nicht berücksichtigt wird, ist daß auch der Standard steigt. Wenn ein 2 GHZ Rechner für 3000 EUR vor 3-Jahren das High-End Produkt für verrückte Freaks war und heute mittlerer Standard für 1000 EUR ist, heißt das aber trotzdem daß sich die "Verrückten" weiter High-End für 3000 EUR kaufen werden und die "Normalen" Rechner für 1000 EUR. Es hat also im persönlichen Warenkorb überhaupt keine Vergünstigung stattgefunden. Im Gegenteil. Die damalige High-End Kiste wechselt heute gegen einen Kasten Bier den Besitzer. Die neue Kiste kostet trotzdem den "junkie" 3000 EUR
22. Februar 200620 J. Ein etwas differenzierteres und vollständigeres Bild erhält man hier: http://destatis.de/download/d/preis/euro_02.pdf Nach einer echten Preissteigerung direkt nach der Euroeinführung war die Preisentwicklung für Dinge des täglichen Bedarfs im Schnitt sogar rückläufig (Zahlen von 2002). Zugelangt haben vor allem Dienstleister, die bei ihren höheren Preisen gebleiben sind. Die mit hineingerechneten Energiekosten für Haushalge dürften sich aber mittlerweile nicht mehr Kostenhemmend auswirken, aber dafür kann man den Euro genauso wenig verantwortlich machen wie die Opposition, den Mossad oder Xena (=neu entdeckter Planet hinter Pluto). Übrigens wurden keine kurzlebigen Produkte wie Computer oder Speichermedien hineingerechnet, sondern Allerweltsgeräte wie Fernseher oder Radios.
22. Februar 200620 J. Die Teuerung beim Kneipen-Bierchen ist überwiegend mit gestiegenen Einkaufspreisen (Bierproduktion und Transport ist energieintensiv), gestiegenen Personalkosten (gerade in der Gastronomie gab es viele 530DM Jobs) und mit gestiegenen Energiepreisen zu erklären. Klar gab es auch Euro-Abzocker. Als mein Stammlokal für das Weissbier statt DM 4,20 nun 2,50 € wollte, hab ich das Lokal gewechselt. Kurze Zeit später kostete (und kostet es heute noch) 1,95 €. Und dennoch hat der Wirt die verloren gegangene Stammkundschaft bis heute nicht wieder zurück gewonnen. Auch Kneipenpreise sind Marktpreise, egal ob DM oder Euro. Wer meint, die deutschen Wirtshauspreise wären wegen des Euro so hoch, darf sehr gerne mal eine Kneipentour durch die Schweiz (oder Dänemark) unternehmen. Zürich oder Genf eignen sich ganz hervorragend dazu. Gruß Markus
22. Februar 200620 J. "Wer meint, die deutschen Wirtshauspreise wären wegen des Euro so hoch, darf sehr gerne mal eine Kneipentour durch die Schweiz (oder Dänemark) unternehmen" Das Gastronomiegewerbe hat den TEURO genutzt, schon seit Jahren gewollte Preiserhöhungen endlich am Markt durchzusetzen! Ich kopiere es noch einmal zum besseren Verständnis hier hinein, damit jeder sieht, das es nicht um subjektives Empfinden geht! "Bei Markt im dritten haben sie vor einiger Zeit eine Familie gezeigt, die im Auftrag der Sendung ein Jahr vor dem TEURO, und ein Jahr nach dem TEURO ein Haushaltsbuch geführt hat, in dem jede Ausgabe gelistet werden musste. Fazit: Die Belastung der Familie hatte sich um gut 30% erhöht! Heute kämen sogar noch die erhöhten Benzinkosten dazu!" Der Schlußsatz, fällt mir gerade ein, war, das der Familienvater froh war, das sie noch die alte Eigenheimzulage bekamen, denn sonst hätten sie das Haus verkaufen müssen!
23. Februar 200620 J. Ich habe vor kurzem einen neuen Fernseher gekauft, Preis 499,00 Euro. Spaßeshalber habe ich mal die Papiere des "Alten", welcher begann, seltsame Töne von sich zu geben, rausgekramt. Das gute Stück war erst 18 Jahre alt und hatte seinerzeit DM 2.200 gekostet. PS: was hat das jetzt mit dänisch zu tun?
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