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judex non calculat

Hervorgehobene Antworten

Sommerloch - uraltes Kaninchen wieder mal aus dem Hut gezaubert:

http://www.br-online.de/bayern-heute/artikel/0607/17-pkw-maut/index.xml

Bayerns Innenminister Beckstein (Jurist) will eine 100 Euro PKW-Maut einführen und dafür im Gegenzug die Mineralölsteuer um 8 Cent senken. Für Fahrer mit durchschnittlicher Fahrleistung und Verbrauch keine Mehrausgaben.

Angeblicher Zweck der Maßnahme:

- höheres Steueraufkommen durch wegfallenden Tanktourismus (nach Österreich, Tschechien...)

- Mehreinnahmen in Milliardenhöhe durch Vignettenverkauf an Ausländer

- Schaffung von Arbeitsplätzen im Inland durch Wiederbelebung grenznaher Tankstellen

Rund 85 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung.

ne... ist klar.

Völlig.

An eine 40 Euro Maut für ganz D könnte ich mich gewöhnen......

.....wenn das Geld auch in die Straße fliesst.

C5Pilot

Ich könnte mich auch an 400 Euro Maut das Jahr gewöhnen - wenn das Geld in meine Taschen fliesst. *ggg*

Die 100 (oder mehr) Euro Maut kommen, die Entlastung bei der Kfz-Steuer nicht.

Wer wettet dagegen?

Ich gehöre übrigens zu den 15%, die dagegen sind.

Wenn man Realist ist, dann hat Xantiaheinz recht. Und unter diesen Bedingungen wäre ich ann auch dagegen.

Es hat noch KEINE Regierung irgendeine Steuer angehoben oder neu erhoben und eine andere abgeschaft...

Ich sagen z.b Solidaritaetszuschlag.

Sollte der nicht mal nur fuer ein paar Jahre kommen?

Alex

Jo - und selbst wenn vorübergehend eine Entlastung kommt, ist die bei der nächsten Wahl wieder weg.

Wenn die eine neue Steuer (und was ist eine "Zwangsmaut" anderes, wenn es nicht möglich ist auf Vignette zu verzichten und dafür Landstrasse zu bevölkern) erfunden wird, sollte eine andere ABGESCHAFFT werden. Wahlweise Kfz-Steuer oder besser noch Mehrwertsteuer.

Nur bei einem solchen Vorschlag würde ich mir Gedanken machen, ob ich vielleicht doch dafür wäre...

Gruss

Mike

Ich möchte korrigieren: Der Solidaritaetszuschlag ist KEINE Steuer. Das hätte unserem Grundgesetz widersprochen und wäre Verfassungsbruch gewesen. Daher ist es eine Abgabe! *ggg*

Hallo,

ich gehöre zu den garantiert mehr als 15% (der Deutschen, nicht der Bayern 1 Hörer) die gegen eine Maut sind!

1. Ist das wieder nur eine Vielfahrersubvention, wenn 100 Euro pro Jahr anstatt 8 Cent pro Liter verlangt werden. Ich höre schon die Autofahrer: "Jetzt hab ich die Vignette schon bezahlt, jetzt muß ich sie auch nutzen..."

2. Jeder Deutsche wird sich die Vignette kaufen, um Autobahnen benutzen zu können, aber es gibt bestimmt wieder viele ausländische Mautschnipsler (wie z.B. auch ich in Österreich) die sich denken, für das eine Mal die paar hundert Kilometer durch Deutschland lohnt sich keine Vignette für 100 Euro und uns unsere Landstraßen und vorallem die Ortschaften und Städte verstopfen werden...

Ich versteh sowieso nicht, was der verkehrsplanerische Unsinn einer Autobahnmaut soll. eigentlich will doch jeder, daß so viel wie möglich Verkehr auf die Autobahn kommt, damit die Ortschaften und Städte und der Kurzstreckenverkehr nicht so sehr unter dem Durchgangsverkehr leiden. Durch Autobahnmaut locke ich jedoch die Leute von der Autobahn runter!!! Wieviele Landstraßen sind seit der LKW-Maut mit LKW-Fahrern dicht die sich nachvollziehbarerweise gerne das Geld sparen möchten!

Armes Deutschland!!!

Liebe Grüße,

Martin.

Ah ja... Wie war das mit der Sektsteuer: Von Kaiser Wilhelm II eingeführt zur Finanzierung des Flottenbaus, wird sie weiter erhoben - obwohl die Flotte inzwischen bereits mehrfach abgesoffen ist.

Prost! Jörg

Mal nachgerechnet:

100 Euro einsparen bei 8 Cent pro Liter - dafür braucht es 1250 Liter Jahresverbrauch. Bei einem halbweges sparsamen Fahrzeug sind das 15.000 bis 20.000 Kilometer, wer weniger fährt, ist im Minus, also der "DEPP". Die reiche Sau mit 40.000 km Cayenne spart sich natürlich was, das ist unbestritten.

Um heute noch die Fixkosten beim Auto raufzuschrauben, und die kilometerabhängingen runter, dafür muss man (selbst für Ministerverhältnisse) ziemlich hohl in der Birne sein.

Grüße

GeorgK

Amalfi postete

Hallo,

2. ...aber es gibt bestimmt wieder viele ausländische Mautschnipsler (wie z.B. auch ich in Österreich) die sich denken, für das eine Mal die paar hundert Kilometer durch Deutschland lohnt sich keine Vignette für 100 Euro und uns unsere Landstraßen und vorallem die Ortschaften und Städte verstopfen werden...

Liebe Grüße,

Martin.

Hallo!

Also mir wäre nicht aufgefallen, dass ausländische Mautschnipsler unsere Straßen verstopfen... eher schon die in- und ausländischen LKW, die vor der LKW-Maut flüchten, aber auch das hat sich wieder normalisiert.

lg tom

Hallo,

eine PKW - Maut ist abzulehnen!

Wer die verbrauchsabhängige Besteuerung über das Benzin durch eine Vignette ersetzen will, bestraft damit umweltschonendes Fahren.

Wer wenig fährt, wer mit einem sparsamen Auto wenig Treibstoff verbraucht, wäre in der Tat der Dumme.

Die Mineralölsteuer ist die gerechteste Art und Weise, den Autoverkehr zu besteuern.

Gruß,

C-Breiling

Wenn ihr künftig Maut für eine Autobahn bezahlen sollt, die ihr bereits durch eure Steuergelder finanziert habt, ist das doppelte Abzocke! Passt nur auf,

uns Österreichern ist der Schmäh auch ganz geschickt reingewürgt worden. Das gängige Argument damals war, dass sich künftig auch der Transitverkehr an den Straßenerhaltungskosten beteiligen soll, wodurch auch neue Autobahnen finanziert werden könnten.

Nun, gebaut ist kaum was geworden, und die ursprünglich gerade noch verschmerzbaren 500.- Schilling (was ca. 35 Euro ist) hatten sich bald verdoppelt. Als gelernter Österreicher vermute ich, dass eine weitere Erhöhung schon bald ins Haus steht, da bereits einige Hohlköpfe laut über eine kilometerabhängige Bemautung nachdenken. Die würde allerdings besonders die Pendler existenzgefährdend treffen und ist somit sowieso nicht durchführbar. Als "Kompromiss" kommt dann jedoch eine weitere Mauterhöhung :-(((

  • Ersteller

Man muss gar nicht immer den alten Kalauer Sektsteuer bemühen, die kräftigste Mineralölsteuererhöhung fand Anfang der 90er Jahre unter der Regierung Kohl statt. Begründung: Finanzierung des (ersten) Golfkriegs.

Logik- bzw. Rechenfehler bei der Becksteinschen Kalkulation:

- die meisten Autofahrer tanken an der günstigsten Tanke, egal wie groß die Differenz. Also muss man sich den Preisen im Ausland nicht annähern sondern sie egalisieren, um zu verhindern, dass dort Sprit gebunkert wird.

- Ab 1.1.2007 drei Prozent Merkelsteuererhöhung plus Zwangsbeimischung von Bio-Kraftstoffen – Literpreis steigt ca. 6 Cent. Um die Preise wie gewünscht zu senken muss die Mineralölsteuer 14 Cent runter statt 8.

das ist es doch ;)

ich bin dafür, daß diese unsäglich kfz-steuer ein ende findet. aber ich leg mich mal hin und träume weiter.

Mich würde interessieren, was der Anteil an privat bebunkerten Fahrzeugen am Gesamtaufkommen des Spritverbrauchs in der BRD ausmacht. Ich mutmaße (!) mal, daß das Groh an Treibstoffen wohl in Geschäftsfahrzeuge (LKW, Vans, Firmen-Cayenne etc) geschmissen wird. Oder bin ich da fern der Realität?

@Enthusiast, könnte hinkommen, so ein LKW verheizt einiges mehr als ich. Ein Trecker oder, gerade aktuell, Mähdrescher ist auch nicht so ganz sparsam.

Hieß es beider LKW-Maut nicht einmal, daß eine Ausdehnung auf Bundesstraßen ausgeschlossen sei? Oder daß die erhobenen Daten (jede Mautbrücke erfaßt Fahrzeugtyp, Achszahl und Kennzeichen) nicht in großem Stil gespeichert und zur allgemeinen, nicht zweckgebundenen Auswertung benutzt werden sollen (außer wenn wieder mal böse Terroristen das Land bedrohen)? Und warum ist eigentlich der Vertrag mit Toll-Collect komplett unter Verschluß, weil nicht mal das Verkehrsministerium selber die Passagen mit und ohne Betriebsgeheimnissen unterscheiden kann?

Ich würde ja eine Autobahngebühr bezahlen, wenn

* das Geld wirklich in den Straßenbau geht (und nicht in die Renten- oder Sozialkasse)

* es bei der reinen Datenerhebung zur Abrechnung bleibt (Datenbestände schaffen Begehrlichkeiten!)

* das Abrechnungssystem sicher und in der Technik offengelegt ist (Security by Obscurity funktioniert nicht)

* ich dafür nicht von irgend einem Monopolisten eine verplombte Box für hunderte von Euros kaufen muß (wieviel kostet das Ding in Ösiland schnell wieder?)

* etwas anderes dafür verbilligt/abgeschafft wird (Kfz-Steuer z.B.)

@spacetank: träumen darf man immer...

Der Herr Beckstein koennte auch Werbung fuer Siemens Waeschetrockner machen.

Alex

Ich bin der Meinung, daß Tanktourismus eigentlich nur von Privaten betrieben wird. Den Geschäftswagenfahrern kann's doch gleich sein, ob die Tankfülling nen Euro mehr kostet oder nicht. Zumal das Herumgurken für zwei, drei Cent weder betriebswirtschaftlich noch ökologisch wertvollen Nährboden haben dürfte. Und die -wirrechnenamendedesmonatsmitdirab-Variante ist wohl nur noch selten Gang und Gäbe; vielmehr haben die meisten wohl eine Tankkarte eines Öl-Konzerns?!

Will sagen: Jede Maßnahme zielt wohl weniger auf den Durchschnitts-BRD'ler ab, der mit seinem Vectra eh immer nur für 20EUR tankt und so eh nix von den Spritpreisen erfährt. Kassieren will man von den Industriebetrieben von Ich-AG bis Metro-Konzern.

Daß Steuern zweckentfremdet wurden und werden, ist doch nix Neues im Westen. Wird die Öko-Steuer direkt für ökologische Belange eingesetzt? Und der Soli-Zuschlag wird nach letzten Berichten auch nur von den wenigsten Neuen Bundesländern wie gefordert eingesetzt. Das Meiste versickert im sebst aufgefahrenen Treibsand.

Und wenn's der Rentenkasse guttut?

Eigentlich spricht doch nichts dagegen, daß Steuern zweckentfremdet werden. Hätten wir eine Paschalsteuer, mit der der Staat alles abarbeiten dürfte, dann wäre es dem Steuerzahler wohl gleichgültig, was er damit wie und wo anfängt.

Die Forderung von Beckstein paßt zu diesem Typus Politiker: Rechts von ihm gibt's nur noch braune Sauce und derart Charakter greift jedes Mittel auf, daß schnell zum Erfolg führt. Ohne Rücksicht auf Verluste - alles zum Wohle des Landes. Der singt doch abends bestimmt noch 'Heil Dir, oh Siegerkranz' und träumt vom Bazi-König als Herrscher über Bavaria und Neu-Preußen (ein Konglomerat aus 15 Bundesländern). Stoibers 'Durchrassung' stammt doch eigentlich aus Becki's Feder, oder nicht?

'tschuldigung - bin gerade OT.

  • Ersteller
Enthusiast postete

Ich bin der Meinung, daß Tanktourismus eigentlich nur von Privaten betrieben wird. Den Geschäftswagenfahrern kann's doch gleich sein, ob die Tankfülling nen Euro mehr kostet oder nicht.

Ganz falsch.

Spediteure in München beschäftigen schon Fahrer, die nichts anderes machen als den Fuhrpark nach Kufstein zu karren und dort die Tanks zu füllen.

Scheinbar will keiner mit mir wetten, das wirft ein bezeichnendes Licht auf die Glaubwürdigkeit unserer Politiker.

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