20. Januar 200719 J. Ich versuche mich nochmal als Oberlehrer in der Rolle des Ernüchterers. Was ich hier und auch an den Stammtischen so über die Jahre zum Thema Verbrauch, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, gehört habe, läßt sich nur mit ziemlich einfachen Rechnungen kommentieren. Also der Reihe nach: Ein Benzinmotor moderner Bauart erreicht in seinem optimalen Arbeitspunkt (meist so bei einem Drittel der Maximaldrehzahl) einen spezifischen Verbrauch von 240 g/kWh, ein Diesel rund 200 g/kWh. Mit den Dichten umgerechnet ergibt das 0,316 l/kWh beim Benziner bzw. 0,239 l/kWh beim Diesel. Wenn man jetzt annimmt, daß ein heutiger Mittelklassewagen 100 kW Leistung für V = 200 km/h braucht, führt das zu folgenden (erschreckenden) Ergebnissen: Benziner: 31,6 l/100km Diesel: 23,9 l/100km Und das ist noch geschönt, wenn man weiß, daß ziemlich sicher bei 200 km/h die Motoren nicht im Optimum des spezifischen Verbrauchs betrieben werden. Übliche Kennlinienfelder zeigen, daß der spezifische Verbrauch außerhalb des Optimums noch 2-mal höher sein kann. Nimmt man nun an, daß der Luftwiderstand oberhalb von 100 km/h die Hauptbremskomponente ist, so kann man mit den obigen Daten für 100 km/h sehr manierliche (und allen bekannt vorkommende) Verbräuche von jeweils einem Achtel, also 4,6 bzw. 3,5 l/100km ausrechnen (nicht, wie grunzer in #21 schreibt, ein Viertel!). Der Luftwiderstand (Kraft) steigt mit dem Quadrat, die Leistung, um diesen Widerstand zu überwinden, mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit. D.h. im übrigen, daß der Mittelklassewagen nur um die 12,5 kW braucht, um 100 km/h schnell zu werden. Warum wird nun regelmäßig über ganz andere Verbrauchswerte, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten gesprochen? Selbst ACCMSpinner war mit seinen 20 l in #13, die schon ungläubig kommentiert wurden, noch zu moderat! Es liegt wohl zuerst daran, daß niemand mehrere Tankfüllungen mit konstant hoher Geschwindigkeit verbrauchen kann und deshalb IMMER Mischbetrieb vorliegt, der den Durchschnitt ganz schnell drückt. Was die Momentanverbrauchsanzeigen so anzeigen, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, daß allein eine genaue Durchflußmessung ziemlich aufwendig ist und deshalb meist aus der Motorelektronik abgeleitete Hilfsgrößen für die Anzeige benutzt werden. Genauigkeit fraglich. Aber, laßt Euch den Sonntagsausflug von meinen Rechnereien nicht vermiesen. Gruß
21. Januar 200719 J. ...Nimmt man nun an, daß der Luftwiderstand oberhalb von 100 km/h die Hauptbremskomponente ist, so kann man mit den obigen Daten für 100 km/h sehr manierliche (und allen bekannt vorkommende) Verbräuche von jeweils einem Achtel, also 4,6 bzw. 3,5 l/100km ausrechnen (nicht, wie grunzer in #21 schreibt, ein Viertel!). Der Luftwiderstand (Kraft) steigt mit dem Quadrat, die Leistung, um diesen Widerstand zu überwinden, mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit. D.h. im übrigen, daß der Mittelklassewagen nur um die 12,5 kW braucht, um 100 km/h schnell zu werden. ... Hi, zum ersten hast du natürlich recht. Die leistung steigt mit der dritten potenz, weil die "arbeit" gegen den quadratisch steigenden luftwiderstand in - der geschw. proportional - kürzerer zeit erbracht wird. Eine begriffsverwirrung um arbeit/energie und leistung, leistung ist ja "arbeit/zeit". Nun ist die übliche rechenweise aber strecken-, nicht zeitbezogen. Mit verbräuchen pro zeit rechnet der flieger, weil er die windkomponente stärker einbezieht ... . Die gesammte umgesetzte energie, die "arbeit" ist streckenbezogen, und für die gilt, dass sie quadratisch mit der geschwindigkeit steigt. Durcheilt man seinen fahrweg also in der hälfte der zeit, erhöht sich der dazu erforderliche energieauswand auf das 4-fache. Man ersetze bitte in dem zu recht banstandeten posting das einmalige auftreten des wortes "leistung" durch das wort"energie", und die sache ist geritzt. Vielen dank für den hinweis! ps: nun kann ichs mir nicht verkneifen, auf eine kleine nachlässigkeit des Knut hinzuweisen. Um 100km/h schnell zu werden, braucht es eine ENERGIE, die auch stark von der MASSE des fahrkörpers abhängt. Welche LEISTUNG man dazu aufwendet ist erstmal offen ... ;-)
21. Januar 200719 J. Mit den Dichten umgerechnet ergibt das 0,316 l/kWh beim Benziner bzw. 0,239 l/kWh beim Diesel. Wenn man jetzt annimmt, daß ein heutiger Mittelklassewagen 100 kW Leistung für V = 200 km/h braucht, führt das zu folgenden (erschreckenden) Ergebnissen: Benziner: 31,6 l/100km Diesel: 23,9 l/100km Benziner: 31,6 l/h bei 200km/h entsprechend 15,8 l/100km Diesel: 23,9 l/h bei 200km/h entsprechend 11,95 l/100km
21. Januar 200719 J. Danke , grunzer in #27 es muß natürlich heißen: um 100 km/h schnell zu sein und/oder zu bleiben. Keine Beschleunigung, eingeschwungener Zustand sozusagen. Daß sich jetzt aber nur zwei melden, wundert mich doch etwas. Die Zahlen machen wohl etwas betroffen und sprachlos. Aber vielleicht kommen ja noch welche, die anders rechnen. Ich bin gespannt. Nur, @Robert_L in #28: So ist das ist genau NICHT! Doppelte Geschwindigkeit = doppelter Verbrauch. Das hätten die Schnellfahrer vielleicht gern so. Richtig ist aber, daß Motor- und Getriebeauslegung bei der einfachen Rechnerei nicht berücksichtigt sind. Es kann also erhebliche Abweichungen von diesen auf simplem Weg berechneten Verbrauchswerten geben. Allerdings nicht nach unten! Es könnte also theoretisch ein Fahrzeug geben, das Robert_Ls Rechnung entspräche. Dessen Motor müßte aber bei 100 km/h in einem fürchterlich unwirtschaftlichen Bereich betrieben werden. Das gibt es zum Glück wohl nicht. Gruß
21. Januar 200719 J. Naja, Knut, nach Roberts Umskalierung sind Ergebnisse wie meine "immer unter 8" im CX TD2 bei Autobahnbetrieb bei bis zu (!) 190 km/h ja wohl so abwegig nicht - sind ja (noch) genug 120- und 130-Stücke drin auf der A9. Wir erinnern uns kurz an die Originalfrage: Womit verbraucht man denn nun bei diesen Geschwindigkeiten am wenigsten? Da dürfte das Alteisen CX mit seiner geringen Stirnfläche ganz vorne dabeisein, ebenso der XM TD12, der zwar klotziger, aber auch erheblich glatter ist.
21. Januar 200719 J. Ja, Peter M. Kein Widerspruch gegen "immer unter 8" unter den Randbedingungen. Zu hinterfragen sind nur Werte von 10 l/100km oder gar weniger bei 170 km/h Dauergeschwindigkeit mit einem Auto der Mittelklasse. Das gibt die heutige Technik einfach nicht her. Gruß
22. Januar 200719 J. 3sat: Die Sprit-Fresser - Warum sparsame Autos keine Chance haben. Heute (22.01.2007): 20:15 - 21:00
22. Januar 200719 J. Also ich bin per Tempomat gestern Nacht zum Flughafen Düsseldorf gefahren und der C5 Break in unserer Familie hat sich circa 9,0 Liter genommen... Ich finde dass dies ein echt super Wert ist. Achja, es handelt sich dabei um den 2,2 Liter HDI mit 170 BiTurbo PS... Nochmals Achja, denn mein C2 VTS macht bei 170 KmH 6000 Umdrehungen und nimmt sich circa 15 Liter laut Boardcomputer. (Bei 220 sind es 25 Liter, was an der enorm kurzen Übersetzung liegt, denn sonst fahre ich den mit sportlichen 8 im Schnitt).
22. Januar 200719 J. Asche auf mein Haupt! Ich habe in #26 teilweise Mist vorgerechnet. Es hat mich ein freundlicher Mitleser hier darauf aufmerksam gemacht. Und zwar per sachlichem Telefonat, nicht mit einem Rundumschlag hier im Forum. Das finde ich gut, Danke dafür! Richtig ist und bleibt, daß die notwendige Leistung für das Halten einer bestimmten Geschwindigkeit mit der DRITTEN Potenz der Geschwindigkeit zunimmt, wenn der Luftwiderstand erheblich größer ist als die anderen Fahrwiderstände. Oberhalb von 100 km/h ist diese Annahme in erster Näherung zulässig. Also für den Mittelklassewagen, wie geschrieben: 100 kW für 200 km/h, 12,5 kW für 100 km/h, oder auch 61,4 kW für 170 km/h Die optimalen spezifischen Verbrauchswerte für Otto- und Dieselmotoren sind auch korrekt. Wohlgemerkt, das sind die GÜNSTIGSTEN Werte, die ein Motor nur in einem kleinen Bereich seines Leistungsdiagramms erreichen kann. Jetzt kommt aber die wichtige Korrektur, die das Bild freundlicher und einige hier gemachte Angaben plausibler macht. Die berechnete Leistung muß bei höherer Geschwindigkeit nur für entsprechend kürzere Zeit zur Verfügung stehen, um dieselbe Strecke zurückzulegen. Anders ausgedrückt: Der Verbrauch pro Strecke steigt NUR (?) mit der zweiten Potenz der Geschwindigkeit! Nun also, zweite Hochrechnung, für den Ottomotor: 15,8 l/100 km bei 200 km/h, 3,95 l/100 km bei 100 km/h, oder auch 11,4 l/100 km bei 170 km/h oder den Diesel: 11,95 l/100km bei 200 km/h, 2,99 l/100 km, oder auch 8,63 l/100 km bei 170 km/h Das gefällt mir jetzt auch viel besser. Es sollte aber bedacht werden, daß die optimalen spezifischen Verbräuche nur für ganz eng begrenzte Drehzahl/Last-Bereiche zutreffen. In der Praxis muß fast immer mit höheren Verbräuchen gerechnet werden. Nochmal Danke an den Anrufer - erstklassiger Stil! Und ich wollte das nicht falsch hier stehen lassen. Meine Quellen waren übrigens auch nicht wirklich korrekt, -> Fehlerfortpflanzung Gruß
23. Januar 200719 J. Das mit dem Quadrat ist mir auch aufgefallen, war aber zu Müde.. In diesem Sinne.. aber wieso zeigt meiner dann 9,3 Liter am Boardcomputer..?? hmm vielleicht falscher Tacho.. oder falsche Verbrauchsberechnung?
23. Januar 200719 J. Es kommt auch noch dazu, dass man selten alleine auf Bahn ist, was den Luftwiderstand z.T. erheblich geringer macht als er in Solofahrt wäre - auch unter Einhaltung sinnvoller Abstände.
24. Januar 200719 J. Hallo Spinner!Dass ein Motor naher der Vollast den besten Wirkungsgrad hat, ist richtig. Allerdings heißt Vollast nicht "volle Leistung", sondern nur "voll offene Drosselklappen". Deshalb muss ich Dir widersprechen: Hi Oliver, sehr interessant. Was mir an meiner Aussage (Vollast=volle Leistung) plausibel erschien, sind Sachen wie innere Reibung (mechanisch wie auch thermodynamisch). Da schleppt eine Maschine natürlich einiges mit sich rum. Ein 3 Liter V6 ja mehr als ein 1 Liter 4-Zylinder. Das Verhältnis aus abgebener Leistung zum nötigen Treibstoff würde also im Teillastbetrieb schlechter... weil gewisse Anteile der inneren Reibung ja konstant sind. Allerdings sind sie auch relativ klein... (Kolbenreibung, Lagerreibung, etc) Grüsse vom Spinner
24. Januar 200719 J. Moin, moin,Mit meinem C5 V6 konnte ich des nächtens einmal einen wirklich hohen Schnitt fahren. Das waren ca. 210 km/h auf 60 km. Durchschnitts-Verbrauch dann schreckliche 20 l/100 km. Grüsse vom Spinner wie hast Du das denn hingekriegt ? Wohnwagen dran ? ich hatte letzten Sommer das Vergnügen, fast die gesamte Strecke von Passau bis München durchgehend >200 km/h zu fahren; der Verbrauch wurde dann wieder 'verfälscht' weil es von München bis Stuttgart dann weniger zügig ging, trotzdem war ich mehr als überrascht, das der Gesamtverbrauch Passau - Stuttgart grade mal 1 Liter über meinem Durchschnitt (10,6) lag. Moin, kaum zu glauben, was du da schreibst! 11.6 l/100 km/h entsrpechen beim Benziner C6 so ca. konstanten 150 oder 160 km/h. Der Schnitt wurde gemessen, mit dem Bordcomputer. Die meisten Leute sind erstaunt, dass ihr (gemssener) Autobahnschnitt nur z.B. 140 km/h ist, obwohl sie doch "so häufig" auch über 200 fahren, und daher einen Schnitt um 200 "fühlen". Konkret war es vom Nürnberger Kreuz bis Bayreuth. Da gehts insgesamt ca. 100 Meter höher. Und am Hienberg ist nur 120 km/h. D.h. das muss man später durch 230 und 240 km/h wieder reinholen, die Fahrt war also nicht gleichmässig. Das frisst noch mehr. Aber Schnitte über 200 km/h kosten mich seit jeher Richtung 20 l (Super, kein Diesel). Hatte ich 5er BMW und E-Klasse (Leihwagen sowie Firmenzwangswagen) genauso wie bei meinen 3 Benziner-XM vorher. Mit dem C6 gings leider noch nicht. Die Kiste braucht a) lange bis über 200 km/h, hält sie das nicht mehr an jedem Berg und c) ist auch der Verkehr bei uns nochmal kräftig gestiegen Grüsse vom Spinner
24. Januar 200719 J. Warum wird nun regelmäßig über ganz andere Verbrauchswerte, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten gesprochen?Selbst ACCMSpinner war mit seinen 20 l in #13, die schon ungläubig kommentiert wurden, noch zu moderat! Es liegt wohl zuerst daran, daß niemand mehrere Tankfüllungen mit konstant hoher Geschwindigkeit verbrauchen kann und deshalb IMMER Mischbetrieb vorliegt, der den Durchschnitt ganz schnell drückt. Was die Momentanverbrauchsanzeigen so anzeigen, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, daß allein eine genaue Durchflußmessung ziemlich aufwendig ist und deshalb meist aus der Motorelektronik abgeleitete Hilfsgrößen für die Anzeige benutzt werden. Genauigkeit fraglich. Aber, laßt Euch den Sonntagsausflug von meinen Rechnereien nicht vermiesen. Gruß Moin, schöne Ausführung! Danke. Was den C5 angeht hilft der kleine Tank von 50 Litern schon prima mit, um den angezeigten Momentanverbrauch zu schätzen. Die Reichweite wäre dann bei 250 km/h. Viel mehr als die ca. 20 Liter sinds daher nicht gewesen. Ich bin seit meinem 1. Bordcomputer der sowas gemessen hat extrem überrascht, wie genau die Dinger sind! Durchflussmesser müssten es beim Einspritzer - wie erwähnt - nicht unbedingt sein. Vielleicht Einspritzmenge mal Drehzahl? Ich stoppe die gefahrenen Kilometer pro Tankfüllung regelmässig mit dem Tageskilometerzähler. Parallel den Durchschnittsverbrauch laut Bordcomputer ebenso. Wenn ich dann gelangweilt an der Tanke stehe, schätze ich immer ab, wieviel Liter nun in den Tank passen müssten, wenn beide Werte stimmen würden. Haut sehr gut hin! Man sollte aber auch wissen, dass BMW die Anzeige z.B. eh auf 20 l/100km max begrenzt. Citroen tut das bei 30. JEDES zügige (nicht maximale!) Anfahren bringt die aktuelle Anzeige des C6 auf diese 30 l/100 km, in Wahrheit sind es also mehr... Wenn man jetzt annimmt, daß ein heutiger Mittelklassewagen 100 kW Leistung für V = 200 km/h braucht, führt das zu folgenden (erschreckenden) Ergebnissen: Benziner: 31,6 l/100km Diesel: 23,9 l/100km Wir haben damals mal nen Calibra rechnen müssen, der hatte den damals hervorragenden CW-Wert von 0.28 (oder waren es 0.26?). Da kamen wir bei diesem Wagen auf knapp 100 PS für Tempo 200 auf der geraden ohne Wind. 100 kW wären für diesen Fall also ca. 45 % zu hoch angesetzt. Kämen wir den damals angezeigten gut 20 l schon etwas näher... falls ein C5 vergleichbares CW*A hätte, was ich nicht weiss... Grüsse vom Spinner
24. Januar 200719 J. Es kommt auch noch dazu, dass man selten alleine auf Bahn ist, was den Luftwiderstand z.T. erheblich geringer macht als er in Solofahrt wäre - auch unter Einhaltung sinnvoller Abstände. Exaktement. Kann man bei Tempomat + Anzeige des Momentanverbrauches fein ablesen... Zusätzlich und ähnlich: Meistens fährt man auf einer Autobahn ja insgesamt in eine bestimmte Himmelsrichtungrichtung. Jede Messung am Bordcomputer wird dann durch die Hauptwindrichtung und dessen Geschwindigkeit verfälscht. Da wir ja einig sind, dass bei hohen Geschwindigkeiten der Luftwiderstand der Hauptwiderstand ist, macht das ne Menge aus. Mit 30 km/h Wind im Schnitt von hinten und 200 am Tacho hat man plötzlich nen Verbrauch wie 170. Daher auch die zum Teil widersprüchlichen Aussagen über die tatsächlich erreichte Maximalgeschwindigkeit bei nur einer Testfahrt. Ohne Neigungs- und Windmesser sagt das nämlich recht wenig. Grüsse vom Spinner
24. Januar 200719 J. Deswegen muss man auf dem Salzsee in Utah ja auch innerhalb einer Stunde hin- und zurückbolzen, bevor ein Rekord dann gilt
24. Januar 200719 J. Kinners, Ihr schweift mal wieder ab... Fakten und keine Berechnungen... Macht doch nicht alles unnötig kompliziert, denn eine renomierte Studie stellen wir hier nicht auf...
2. Februar 200719 J. Moin, so, nun kann ich einen neuen extremen Messwert beisteuern. War doch die Autobahn - des nächtens - zum ersten Mal seit 23.000 km frei! 20 km lang fast immer Vollgas im 5. Gang, insgesamt leicht bergauf, Geschwindigkeiten zwischen 205 km/ und 240 km/h ergeben: * 221 km/h Durchschnitt * 29.1 l/100 km Superbenzin Man vergleiche das mit dem Minimalwert meines C6, der bei dauerhaften 6.5 l/100 km auf der Autobahn liegt!!! Es ist also die Entscheidung des Fahrers, ob er mit 1.9 t Auto noch erträglich umgeht, oder aber zur Umweltsau mutiert. Spass macht mit Madame C6 beides. Bei Topspeed liegt sie wie ein Brett, Restkomfort vorhanden, aber der härteste HP-Cit den ich je fuhr. Die Strecke war übrigens mit "Strassenschäden" beschildert. Davon war auch bei 240 km/h NIX zu spüren Bei 90 km/h ist sie dann so sanft und wiegend und entspannend... traumhaft, traumhaft. Grüsse vom Spinner
2. Februar 200719 J. ich hatte jetzt auf 850km einen durchschnittsverbrauch von 7,7 liter diesel bei 79km/h durchschnittsgeschwindigkeit ebenso madame aber doppelturbo uwe
2. Februar 200719 J. ...Meistens fährt man auf einer Autobahn ja insgesamt in eine bestimmte Himmelsrichtungrichtung. Jede Messung am Bordcomputer wird dann durch die Hauptwindrichtung und dessen Geschwindigkeit verfälscht...Grüsse vom Spinner Moooment mal, ein gescheiter Bordcomputer (und sowas hatte schon der XM!) macht ja nicht nur irgendeine fantasievolle Hochrechnung aus der gefahrenen Geschwindigkeit, sondern er errechnet aus den Einspritzsignalen der Motorsteuerung die tatsächlich eingespritzte Spritmenge. Nur so kann ein vernünftiges Ergebnis dabei rauskommen, alle Fahrwiderstände sind dann bereits ausgeglichen und in die tatsächlich benötigte Spritmenge eingeflossen.>>Jürgen
2. Februar 200719 J. ...Meistens fährt man auf einer Autobahn ja insgesamt in eine bestimmte Himmelsrichtungrichtung. Jede Messung am Bordcomputer wird dann durch die Hauptwindrichtung und dessen Geschwindigkeit verfälscht...Grüsse vom Spinner Moooment mal, ein gescheiter Bordcomputer (und sowas hatte schon der XM!) macht ja nicht nur irgendeine fantasievolle Hochrechnung aus der gefahrenen Geschwindigkeit, sondern er errechnet aus den Einspritzsignalen der Motorsteuerung die tatsächlich eingespritzte Spritmenge. >>Jürgen Moin. Klar. Unbestritten. Bis heute so. (Gemeint war die Geschwindigkeit des Windes!) -> Nur so kann ein vernünftiges Ergebnis dabei rauskommen, alle Fahrwiderstände sind dann bereits ausgeglichen und in die tatsächlich benötigte Spritmenge eingeflossen. Wenn ein XM 100 km von Nord nach Süd fährt und dabei dauernd permanent 50 km/ Rückenwind hat, dann wird auch diese geniale Maschine einen deutlich kleineren Durchschnittsverbrauch anzeigen, als in der Gegenrichtung. Und wenns dabei noch 500 Meter bergauf ging und in der Gegenrichtung 500 m bergab dann wird es noch krasser. Ich hab in meinen 4 XM jedenfalls keine Windmesser gefunden. Angezeigt wird in der Tat der Verbrauch inklusive aller Fahrwiderstände. Genau DAS ist ja das Problem. Grüsse vom Spinner
2. Februar 200719 J. Sicher richtig, was Jürgen schreibt. Bleiben lediglich die unvermeidlichen Meßabweichungen, z.B. beim Wegstreckenzähler und Geschwindigkeitsmesser. Beim letzteren vorschriftsgemäß IMMER in Richtung zu HOHER Anzeige. Aber, die letzten hier geschriebenen Bordcomputerablesungen geben doch ein plausibles Bild. Spinners Wertung in #45 ist da nichts hinzuzufügen -> die Fahrweise macht's! Und der genannte Wert (29,1 l/100km bei durchschnittlich 221 km/h) zeigt auch, wie weit der Motor bei diesem Betrieb vom Optimum hinsichtlich des spezifischen Verbrauchs entfernt ist. Im optimalen Betriebspunkt sollte die Geschwindigkeit mit ca. 19,5 l/100km zu fahren sein. In der Differenz sind natürlich die Tachoabweichung und in der anderen Richtung wirkend die Beschleunigungsarbeit, weil die Geschwindigkeit ja schwankte, sowie eventuelle Steigungen/Gefälle und Wind enthalten. Jedenfalls sicher ziemlich realistisch und durchaus zu den Angaben bei niedrigen Geschwindigkeiten passend. Wir haben den Verbrauch eben weitestgehend selbst unter Kontrolle. Gruß
2. Februar 200719 J. Aber, die letzten hier geschriebenen Bordcomputerablesungen geben doch ein plausibles Bild.Spinners Wertung in #45 ist da nichts hinzuzufügen -> die Fahrweise macht's! Und der genannte Wert (29,1 l/100km bei durchschnittlich 221 km/h) zeigt auch, wie weit der Motor bei diesem Betrieb vom Optimum hinsichtlich des spezifischen Verbrauchs entfernt ist. Im optimalen Betriebspunkt sollte die Geschwindigkeit mit ca. 19,5 l/100km zu fahren sein. In der Differenz sind natürlich die Tachoabweichung und in der anderen Richtung wirkend die Beschleunigungsarbeit, weil die Geschwindigkeit ja schwankte, sowie eventuelle Steigungen/Gefälle und Wind enthalten. Gruß Moin, interpretiere ich also richtig, wenn ich vermute: Ein V8 mit 350 Pferden im C6 würde bei 221/kmh Schnitt dann weniger verbrauchen (als der V6 mit 215 PS), weil der optimale Betriebspunkt deutlich unter der Drehzahl der Maximalleistung liegt. (?) Gilt das vorallem für heutige Maschinen und deren Optimierung oder ist das generell typisch für Verbrennungsmotoren? (Ich habe nämlich immer noch das Verständnisproblem, dass die innere Reibung und die thermodynamische Leistung (Verdichter) ja (u.a.) vom Hubraum der Machine abhängt. Kleine Maschinchen auf voller Leistung schleppen doch proportional weniger davon rum als sagen wir ein 1600 PS V8 einer Weineck Cobra, dem ich dann "nur" 200 PS abverlange.) Grüsse vom Spinner
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