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Aktive Kopfstützen eingespart! Kostensparmaßnahme!

Hervorgehobene Antworten

Ich lese vermehrt, daß deutsche Hersteller sicherheitsrelevante Merkmale aus Kostengründen aus dem Programm nehmen, eine Entwicklung, die mich sehr sehr bedenklich stimmt.

So gibt es bei dem 5er BMW nach dem Facelift, bei dem 3er und bei den neueren VW Golf KEINE aktiven Kopfstützen mehr, bei den BMW auch keine Gurthöhenverstellungen!!! Diese Entwicklung wird auch von deutschen Magazinen schärfstens kritisiert.

Diese fehlenden Merkmale stellen für mich echte K.O.-Kriterien dar, ein solches Auto eben nicht zu kaufen. Scheinbar sieht das aber die breite Masse anders. Scheinbar lieber einen IPOD-Anschluß oder eine Alu-Blende als ein sicherheitsrelevantes Merkmal.

Wie seht Ihr das?

Hallo!

Genau. Die bösen deutschen Hersteller.... PSA hat jahrelang den auch sicherheitstechnisch völlig überholten Saxo auf Basis des Peugeot 106 verkauft: sowas hätten sich andere Hersteller aus Angst um ihr Image nicht getraut.

Citroen koppelt bestimmte "Sicherheitsaustattungen" wie AFIL, dynamisches Kurvenlicht usw. immer an andere Austattungsmerkmale. Beim Peugeot 407 gibt es nun keine hinteren Seitenairbags grundsätzlich mehr in Serie: eigentlich kein Drama.

Beim ZX verbaute PSA lange Jahre statt Gurtstraffern nur Gurtklemmer: weil es ein bisschen billiger war.

Lange Jahre "verarschten" Hersteller wie PSA, VW, Renault und Co. ihre europäischen Kunden mit kleinen sogenannten Euroairbags: weil die billiger waren. Mercedes, BMW und Opel lieferten von Anfang an vollwertige Airbags nach US-Standard, sogenannte Fullsize Airbags.

Das Probelem: Sicherheitsausstattung, die der Neuwagenkäufer nicht so wahrnimmt, dass es die Zahlungsbereitschaft für das Auto erhöhen würde, mindert die Marge.

Konsequent von VW: den Golf 3 lieferte man in USA mit großen Fullsize-Airbags, die Fahrzeuge für Europa bekamen nur die kleinen und damals viel billigeren Euroairbags.

Nachteil der kleinen Euroairbags wie auch im ZX oder Xantia: bei schrägen Aufprallwinkel kann der Kopf leichter am Airbag vorbeifliegen, bei hoher Aufprallgeschwindigkeit kann der Kopf den Airbag leichter durchschlagen.

Speziell: 2 jahre bevor es den XM mit Fahrerairbag gab, lieferte Peugeot den 605 teilweise mit Airbag:

von 1992 bis 1994 verbaute Peugeot MW im 605 einen großen Fullsize-Aibag, ab 1994 dann analog zum XM einen kleinen, billigeren Euroairbag....

Heutzutage haben übrigens fast alle Neuwagen große Fullsize-Airbags: sogar die von PSA und Renault. Weil die einfach besser wirken und für gute EURONCAP-Ergebnisse erforderlich sind!

Hier im Forum wird regelmäßig die Meinung vertreten, viel Sicherheitsaustattung mache die Autos teuer und schwer. Aber einen Dacia Logan will dann doch keiner kaufen.

MFG

  • Ersteller

Sicherheitstechnik betrachtet ist ein C5 besser als ein BMW 5er. Der C5 hat mehr Airbags serienmäßig (sogar einen Knieairbag seit 2004, der jetzt bei deutschen Herstellern groß gefeiert wird, z.B. Mercedes C-Klasse) und schneidet im EuroNCAP mit 5 Sternen besser ab als der BMW 5er mit nur 4 Sternen.

Zum Preise eines 5ers bekomme ich 2 bis 2,5 Citroen C5...

Hallo!

Knieairbag? Bei BMW gibt es Knieairbags z.B. im 7er und einigen 3er-Cabrios schon seit 1994 serienmäßig, sogar für den Beifahrer! Kleiner Haken: diese Knieairbags liefert BMW nicht in Autos für Europa, sondern nur in Übersee: z.B. USA....

Begründung: Kniearbags sind laut BMW in Europa nicht sinnvoll, weil es in Europa üblich ist sich anzuschnallen. Na ja.

zum Preisvergleich:

Citroen C5 ist Mittelklasse, 5er-BMW obere Mittelklasse: kann man schon alleine deshalb nicht sinnvoll vergleichen....

MFG

  • Ersteller
Hallo!

Knieairbag? Bei BMW gibt es Knieairbags z.B. im 7er und einigen 3er-Cabrios schon seit 1994 serienmäßig, sogar für den Beifahrer! Kleiner Haken: diese Knieairbags liefert BMW nicht in Autos für Europa, sondern nur in Übersee: z.B. USA....

Begründung: Kniearbags sind laut BMW in Europa nicht sinnvoll, weil es in Europa üblich ist sich anzuschnallen. Na ja.

zum Preisvergleich:

Citroen C5 ist Mittelklasse, 5er-BMW obere Mittelklasse: kann man schon alleine deshalb nicht sinnvoll vergleichen....

MFG

Umso schlimmer für BMW, die Knieairbags in Europa nicht anzubieten in einem Auto der oberen Mittelklasse, das eigentlich einem höheren Anspruch gerecht werden sollte als ein Auto der Mittelklasse. Der C5 liegt größenmäßig näher an der oberen Mittelklasse als an der Mittelklasse. In einigen Statistiken in Österreich z.B. wird er wie der XM auch als obere Mittelklasse und direkter Konkurrent zu A5, E-Klasse, 5er etc. geführt. Das mag in Deutschland fremdartig anmuten, in anderen Ländern ist es durchaus üblich diese Einstufung.

Umso schlimmer für den 5er derartig im Crash-Test abzuschneiden...

Beim 407 wurden (laut AutoBild) auch stillschweigend die Windowairbags hinten in den billigeren Versionen abgeschafft.

Was natürlich groß aufgemacht wurde. Klein im Text steht dann, dass auch beim VW Passat die aktiven Kopfstützen eingespart wurden.

Für mich hat das ganze irgendwie ein Gschmäckle: Erst 5 Sterne abkassieren und dann, wenn man sie hat, wird wieder an der Kostenschraube gedreht.

Gruß

Markus

die Frage war ja - Wie seht Ihr das?

eine Sache ist, Zitat Markus - "Erst 5 Sterne abkassieren und dann, wenn man sie hat, wird wieder an der Kostenschraube gedreht." - das finde ich bescheuert und das müsste die Presse viel stärker betonen, damit die weniger gut informierten Kunden nicht auf die Nase fallen.

Meine ganz persönliche Meinung zu der ganzen Thematik Sicherheit ist aber- wenn ich ein Auto neu ohne zig airbags, ESP und diesem ganzen Firlefanz kaufen könnte würde ih es tun - voarrausgesetzt, es ist so gepreist, daß dem Weglassen auch Rechnung getragen wird.

Mich interessieren diese Gimmicks nicht so sehr, und könnte / müsste man jedes Detail gegen Aufpreis zukaufen, dann hätte mein Wagen ganze zwei airbags und Sicherheitsgurte, mehr nicht.

Viel wichtiger finde ich, und das wird heute gerne ignoriert weil man Sicherheit nur noch über die Anzehl der Luftsäcke b.z.w. die Rechnerkapazität der Fahrerassistenzsysteme definiert eine stabile Fahrgastzelle, gutes Fahrwerk und gute Bremsen.

So sind bis zum heutigen Tage in recht vielen Autos noch unterdimensionierte Bremsen verbaut und inzwischen tummeln sich wieder etliche Modelle auf den Strassen, die ohne ESP kaum mehr um Kurven kommen (klar....überspitzt ausgedrückt)

Ich kann der übertriebenen Sicherheits-Featuritis nicht viel abgewinnen.

2 Airbags ? Gut.

4 Airbags ? Besser.

6,8,10 Airbags ? wen kümmert's?

Crash mal eines der neuen 5-Sterne insassen statt mit 64(?) kmh mit 100! Überlebensrate gleich null. Heute sind's die Knieairbags, ohne die man eigentlich gar nicht einsteigen sollte, morgen die aktiven Kopfstützen, und übermorgen?

Das gleiche Theater wie mit ESP, das hat Bosch wirklich marketingmäßig toll hingekriegt. Wann bin ich eigentlich das letzte mal ins Schleudern gekommen? Vor 20 Jahren, auf Glatteis? Da hätt ESP auch nix mehr geholfen. Passiert ist eh nix. Heute wird so getan, als ob Autos ohne ESP gar nicht mehr verkauft werden dürften. Gut für Bosch, die bei jedem ESP Lizenz kassieren.

Peter

Unterschätzt ESP nicht! Geht mal zu einem Fahrsicherheitstraining und schaut wie gut ESP arbeitet und wie enorm es einen unterstützt! Das hätte ich mir vorher auch nicht vorstellen können.

ESP bringt für die Sicherheit mehr als ABS!

Gruß

Ich sehe es wie Peter, muss aber schon direkt anfügen, dass ein Mehr an Sicherheit grundsätzlich sinnvoll ist. Andererseits ist der ganze Krempel zum (Verkaufs-) Selbstzweck der Hersteller geworden. Und der praktische Nutzen der Sicherheitsausstattungen ist teils auch eher zweifelhaft. Wer sich um den Baum wickelt, hat ohnehin keine Chance.

Sicherheit in den Köpfen der Autofahrer ist viel wichtiger. Und auch Fahrsicherheitstrainings. Ein Depp bringt sich (und leider auch andere unschuldige Menschen) auch mit 7 Airbags und ESP etc. um.

Crash mal eines der neuen 5-Sterne insassen statt mit 64(?) kmh mit 100! Überlebensrate gleich null.

Im Prinzip hast Du Recht. Legitimierst Du denn die in Deinen Augen übertriebenen Sicherheitsausstattungen, wenn sie bei einem Unfall unterhalb von 64 km/h nützlich sind?

Jeder, der schon mal einen Unfall am eigenen Leib erlebt hat, denkt wahrscheinlich ein bisschen weniger überheblich. Lieber 18 Airbags als 16, wenn dafür ein Knochen ganz bleibt.

Hallo!

8 Airbags incl. Auslöseelektronik, ABS,ESP, aktive Kopfstützen und Gurtstraffer: all das zusammen dürfte die Hersteller im Einkauf 1500-2000 EUR kosten. Oder in etwa so viel wie eine einfache Lederausstattung.

Die Kosten durch Personenschäden trägt dann letztendlich auch die Allgemeinheit.

Außer ABS und Gurtklemmern weist mein ZX keine Sicherheitsausstattung auf: da hilft manchmal nur verdrängen. Jeder Logan wäre jedenfalls erheblich sicherer. Liest man aber die Presseberichte, dann stellt sich der Logan als unsicheres Auto dar...

MFG

Im Prinzip hast Du Recht. Legitimierst Du denn die in Deinen Augen übertriebenen Sicherheitsausstattungen, wenn sie bei einem Unfall unterhalb von 64 km/h nützlich sind?

Ich sag' ja nicht daß die Sicherheitsausstattung nutzlos ist, ich frag' mich nur ob jedes einzelne der angepriesenen Features so wahnsinnig wichtig ist.

Das kommt mir ein bisschen wie bei Persil vor, das laut Werbung seit 50 Jahren jedes Jahr verbessert wurde....

Der "unsichere" Logan hat, glaub ich, auch immerhin 4 Sterne nach neuestem Standard bekommen. Unsicher muß er schon mal deswegen sein, weil er billig und von Renault ist

Hallo!

Knieairbags können insbesondere Schäden an Knie und Unterschennkel verhintern. Schäden in diesem Bereich sind kaum lebensbedrohend, aber auch nur schwer heilbar. Gehbehinderungen haben erhebliche soziale Folgen , verursachen oft sehr langfristige Rehakosten. Da können 150 Euro für einen Knieairbag durchaus sinnvoll sein. Warum sollten Airbags nur Bereiche schützen, in denen Verletzungen lebensgefährlich sein können?

Moderne "Inflatable Curtain" (Vorhang-Airbags) verhindern ganz nebenbei bei einem Überschlag das Eindringen von Glassplittern: das konnte die erste Generation von Kopf-Seitenairbags noch nicht.

Heutige Frontairbags können sich je nach Unfallschwere in 2 Größen aufblasen: eine klare Verbesserung.

Demnnächst wird es dann MW noch "Frontal-Airbags" für die Rücksitze geben: beim Renault dann wohl auf beiden hinteren Reihen.....

Wer das alles nicht haben möchte kann immer noch den Logan kaufen, oder einen sicherheitstechnisch überholten Gebrauchtwagen.

Airbags sind heutzutage dezent integriert und oft nur noch durch die vorgeschriebenen Schriftzüge zu erkennen: die Zeiten klobig-aufgesetzter häßlicher Airbagdeckel ist vorbei, durch optimierte Falttechnik und kompaktere Sprengstoffladungen benötigen z.B. Fahrerairbags viel weniger Platz.

MFG

  • Ersteller
Hallo!

Knieairbags können insbesondere Schäden an Knie und Unterschennkel verhintern. Schäden in diesem Bereich sind kaum lebensbedrohend, aber auch nur schwer heilbar. Gehbehinderungen haben erhebliche soziale Folgen , verursachen oft sehr langfristige Rehakosten. Da können 150 Euro für einen Knieairbag durchaus sinnvoll sein. Warum sollten Airbags nur Bereiche schützen, in denen Verletzungen lebensgefährlich sein können?

Moderne "Inflatable Curtain" (Vorhang-Airbags) verhindern ganz nebenbei bei einem Überschlag das Eindringen von Glassplittern: das konnte die erste Generation von Kopf-Seitenairbags noch nicht.

Heutige Frontairbags können sich je nach Unfallschwere in 2 Größen aufblasen: eine klare Verbesserung.

Demnnächst wird es dann MW noch "Frontal-Airbags" für die Rücksitze geben: beim Renault dann wohl auf beiden hinteren Reihen.....

Wer das alles nicht haben möchte kann immer noch den Logan kaufen, oder einen sicherheitstechnisch überholten Gebrauchtwagen.

Airbags sind heutzutage dezent integriert und oft nur noch durch die vorgeschriebenen Schriftzüge zu erkennen: die Zeiten klobig-aufgesetzter häßlicher Airbagdeckel ist vorbei, durch optimierte Falttechnik und kompaktere Sprengstoffladungen benötigen z.B. Fahrerairbags viel weniger Platz.

MFG

Absolut richtig!!!

Ich weiß nicht, wie Ihr das seht, aber für mich sind alle diese Sicherheitsausstattungen absolute K.O.-Kriterien beim Autokauf. Wenn man selbst Unfälle hatte, dann schätzt man jedes noch so kleine Detail, das Schlimmeres hätte verhindern können. Jede andere Sichtweise kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Hätte ich beispielsweise bei meinem Unfall aktive Kopfstützen gehabt, hätte ich mir sicher einige Zeit Physiotherapie und Tabletten sparen können. Es ist mir ein Rätsel, wie ein Autohersteller bei einem sündhaft teuren Auto wie bei einem 3er oder 5er solche wichtigen Ausstattungen einfach weglassen kann. Hier geht Rendite scheinbar klar vor Sicherheit. Kundenorientierung kann man ein solches Verhalten sicherlich nicht nennen!!!

Crash mal eines der neuen 5-Sterne insassen statt mit 64(?) kmh mit 100! Überlebensrate gleich null.

Im Prinzip hast Du Recht. Legitimierst Du denn die in Deinen Augen übertriebenen Sicherheitsausstattungen, wenn sie bei einem Unfall unterhalb von 64 km/h nützlich sind?

Jeder, der schon mal einen Unfall am eigenen Leib erlebt hat, denkt wahrscheinlich ein bisschen weniger überheblich. Lieber 18 Airbags als 16, wenn dafür ein Knochen ganz bleibt.

Das hat meines Erachtens nach nichts mit Überheblichkeit zu tun;

Ich hab schon drei schwere Unfälle am eigenen Leib erlebt - mehr noch - ich hatte zwei mit früheren "unsicheren" Autos und einen mit mit einem Fzg mit 4 Airbags; zweimal war ich schwerstverletzt, wie zu erwarten; beim letzten, 'airbaggeschützen' Unfall blieb ich unverletzt, meine Beifahrerin kam mit leichten Verletzungen davon.

Aber - es war nicht sosehr der airbag der's ausgemacht hat, der hat nur ein bisschen geholfen die blauen Flecken zu mildern. Viel interessanter war die Stabilität der Fahrgastzelle, die vermied, daß die Stosstange des Unfallgegners am Schalthebel ankam :-)

Ich vermisse diesen ganzen Krempel trotzdem nicht, wobei ich aber auch betonen muss - es geht hier um eine persönliche, ich bezogene Aussage - ich sage ja nicht, daß das Zeug grundsätzlich überflüssig ist (gelogen - insgeheim denk ich das doch :-) aber laut sag ich was anderes) und ich werd auch keine airbags ausbauen wenn sie denn im Auto meiner Wahl drin sind.

Aber wirklich wollen - nein, kein Bedarf; mit einem sicheren Fahrwerk fühle ich mich ausreichend gesichert, und wenn's doch mal knallt - grade ich kann dieses Risiko nicht wirklich verleugnen - dann hab ich Pech gehabt.

Hallo zusammen,

ich sehe das genauso wie Chris, " daß das Zeug grundsätzlich überflüssig ist".

ESP braucht man nun wirklich nicht, entweder die Konstruktion ist Murks siehe Elchtest A-Klasse, oder der Fahrer hat schon einiges falsch gemacht, wenn die Karre schleudert. Wer einigermassen defensiv fährt, kommt gar nicht erst inden Bereich, wo ESP eingreift. Ich hab es bei einer Probefahrt im C4 Picasso nicht geschafft bei zügiger Fahrweise den Eingriff von ESP zu bemerken, da sich mit und ohne ESP das Auto gleich verhielt. 2 Airbags vorn und Gurtstraffer sollte aber ein Neufahrzeug haben.

Ein grosses Problem ist aber die Instandsetzung des Fahrzeuges nach einem Unfall. Schon bei einem Aufprall mit 30km/h mit Berlingo 1 lösten beide Airbags aus. Instandsetzung des Autos vorne ca.1000€ Material und 2 Wochenenden Arbeit. Da aber beide Airbags, beide Gurtstraffer und das Steuergerät schon 1900€ ohne Einbau kosten, ging der Schrott als wirtschaftlicher Totalschaden nach Griechenland, denn Ausbau der Airbags ist in D nicht zulässig. In Griechenland kräht kein Hahn danach. Seitdem fahren in meiner Familie nur noch Autos ohne Airbags und elektronische Steuersysteme, die ich nicht selbst reparieren oder austauschen kann. Der Fahrstil aller hat sich entsprechend zum Defensiven verändert.

Gruss

Robert

Beim Thema Sicherheit seh ich das auch so wie Wolfgang: mehr ist besser.

Was mich allerdings stört, ist, dass man aus der passiven Sicherheit so einen Hype gemacht hat. Klar, das lässt sich gut verkaufen, z.B. 5 Sterne, 10 Airbags, ESP, ABS usw. Die aktive Sicherheit wurde aber mE in den letzten Jahren etwas stiefmütterlich behandelt. Generell ist es so, dass die Autos enorm unübersichtlich geworden sind. Hinter der A-Säule können sich ganze Fussgänger beim Abbiegen verstecken (von den C-Säulen und der Sicht nach hinten ganz zu schweigen). Die Spiegel werden immer kleiner und unförmiger. Die Federung und die Sitze sind mittlerweile so hart, dass man nach 300 km Fahrt unter Schmerzen aussteigt. Navis, Bordcomputer, Controller, Handys lenken die Aufmerksamkeit des Fahrers von der Strasse ab. Beispiele gibt es viele.

Und wenn wir schon von Sicherheit reden, dann darf man auch nicht vergessen, dass diese ein Gesamtpaket ist. Dazu gehören auch und vor allem eine Bereifung, die den Verhältnissen angepasst ist und ein Fahrer, der ebenfalls fahrbereit ist (fit und nüchtern).

In Griechenland kräht kein Hahn danach. Seitdem fahren in meiner Familie nur noch Autos ohne Airbags und elektronische Steuersysteme, die ich nicht selbst reparieren oder austauschen kann. Der Fahrstil aller hat sich entsprechend zum Defensiven verändert.

Gruss

Robert

Da muss ich dir als Grieche aber widersprechen. Gerade weil wir eines der Länder in der EU sind mit den meisten Verkehrstoten, haben auch die Griechen dieses Thema entdeckt. Ob sie sich alle leisten können, ist dann die andere Frage.

Hallo!

Ob die Griechen sich das leisten können? So einfach darf man sich das doch wohl nicht machen.

In Griechenland werden Neuwagen mit MW 90-270% Zulasssungssteuer belegt. Obwohl "die Griechen" geringeres Durchschnittseinkommen haben verteuert der Staat die PKW-Neuanschaffung erheblich. Warum eigentlich? Warum wird die Neuwagen-Anschaffung ähnlich hoch bestraft wie in Dänemark?

Warum sorgt der griechische Staat dafür, dass ein 2,0l-C5 mehr als doppelt soviel kostet wie z.B. in Deutschland? Ist so ein C5 Griechenland schon ein Luxusartikel?

Die Top-3 der Neuzulassungshitliste in Griechenland: 1.Toyota, 2. Hyundai, 3. Fiat.

1900 EURO für 2 Frontairbags, Gurtstraffer und das Steuergerät: spricht weniger gegen die Airbags sondern eher gegen die Ersatzteil-Preispolitik.

MFG

Das kann man wirklich von 2 Seiten sehen. Ich habe auch schon Unfälle gehabt, alles ohne ABS, ESP, SRS, ASR, etc...

Irgendwas verhindert oder abgefangen hätten die Systeme nichts. Ein Nachtfahrassistent oder ein (Abstands-)Radar hätten mir wahrscheinlich geholfen.

Die ganzen Assistenzsysteme sind gut für den Hersteller und teils gut für den Käufer(helfen sie im Fall der Fälle), allerdings wiegen sie den Fahrer mehr und mehr in (falscher?) Sicherheit. Es steht jedem frei, ein Auto mit Assistenzsystemen zu kaufen.

Für Fahranfänger in gewisser Weise ideal, bügeln sie Fahrfehler größtenteils aus, aber lernt der (junge) Fahrer dadurch was?

Ich habe aus Fahrfehlern gelernt, nicht jeder führt gleich zu einem Unfall. Mit Assistenz, wäre mir die blinkende Warnleuchte aufgefallen, aber was genau nun war, weiß ich deshalb nicht.

Airbags vorn und an den Seiten erachte ich für sinnvoll, aber man kann es auch übertreiben. ABS? Na ja, es kann schon helfen, muß es aber nicht(Erfahrung, ist aber nochmal gut gegangen). ESP? Es ist lustig, das System auszureizen... Ich kann aber auch ohne. Mehr als das Auto nicht kann, kann das ESP auch meist nicht, die Physik siegt.

Sportwagen mit Assistenzsystemen zu stopfen, damit jeder sie fahren kann? Wozu sollte ich mir dann solch einen Boliden kaufen, wenn ich eh nicht mehr der Herr im Wagen bin?

Man kann in der Gesamtkonstruktion Auto/Knautschzone einiges anders machen, um ein Auto beherrschbar zu bauen. Die A-Klasse war ein gutes Beispiel, obwohl andere Autos das auch nicht hinbekommen, ohne ESP. Vor der A-Klasse hat kein Hahn nach dem Elchtest gekräht, nun ist ein Auto schlecht, wenn es ein Rad hebt. Vor 10 Jahren hat es keinen gejuckt...

Aktive Kopfstützen, es sollten Kopfstützen eingebaut werden, die ein größeren Verstellradius bieten. das Würde schon reichen, wenn die Leute nicht alle in ihren Autos liegen würden, wären sie auch nicht so weit von der Kopfstütze entfernt, sie müsste den Insassen nicht entgegenkommen. Ich sitze fast wie auf einem Stuhl, anders bekomme ich mittlerweile Rückenschmerzen, der Abstand zur Kopfstütze ist ideal, da ich mich bei einem Aufprall gar nicht so weit aus ihrem Aktionsradius verschwinde.

Dieser Airbag, der den Sitz aufbläst, damit man nicht unter dem Gurt durchrutscht, wäre dann auch schon nicht mehr nötig, wenn man korrekt sitzt.

Die Sitzergonomie ist eine wichtige Komponente, die allerdings auch noch oft vernachlässigt wird.

...Scheinbar lieber einen IPOD-Anschluß oder eine Alu-Blende als ein sicherheitsrelevantes Merkmal.

Wie seht Ihr das?

Nicht ganz, den IPOD-Anschluss und Alu-Blende würd ich auch nicht nehmen.

Ich finde nicht, dass die passive Sicherheit bei Autos überschätzt wird.

Die Anzahl der Verkehrstoten sinkt in Deutschland immer weiter und dabei spielt die Sicherheitstechnik sicher auch eine wichtige Rolle.

http://www.faz.net/s/Rub2F5E2A09D56442239A843519D55ABE3B/Doc~E81FE1C57DC744D2B9C7E1E0ECEDF1752~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Auch wenn man sehr vorsichtig fährt kann ein Unfall ganz schnell passieren.

Es kommt z.B. oft genug vor, dass ein Autofahrer auf der Landstrasse sich bei einem Überholmanöver verschätzt. Bei dem dann folgenden Frontalzusammenstoss oder einem Notabflug ins Gelände sind die Insassen des Autos sicher über jedes kleine Sicherheitsmerkmal froh.

Ich könnte es mir auf jeden Fall nie verzeihen wenn z.B. meine Frau bei einem Unfall stirbt weil ich das Geld lieber in einen IPOD-Anschluß oder eine Alu-Blende statt in ein sicheres Auto investiert habe.

Das heimliche Einsparen sicherheitsrelevanter Merkmale wie z.B. Airbags und aktive Kopfstützen ist ein Skandal.

Also ich muß doch mal widersprechen! ESP hat z.B. seit Einführung bei Mercedes die Zahl der schweren Unfälle um 10% gesenkt, für mich ist das ein großer Erfolg!

Die 10% wären nicht erst passiert, wenn die Fahrer angepasst gefahren wären... 10 % auf wieviel Jahre? Aktive Kopfstützen sind nicht unbedingt sinnvoll, wie ich weiter oben schon aufgeführt habe. Vor zig Jahren ging es auch ohne, aber heute muss ein Kleinstwagen ja schon 100 PS haben, sonst ist er ein Verkehrshindernis.

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