9. November 200718 J. Ganz einfach: Citroën bedient die Felgenspießer.hs Was ist denn damit wieder gemeint? Ist man Spießer, weil der C6 18 Zöller hat??? Tust ja so als hätten die Kunden diese Räder erfunden. Mit sind immer noch Stahlfelgen mit geschlossenen und glatten Alu-oder Edelstahl-Radkappen das Liebste (so wie früher beim 5er BMW oder Citroen CX oder... beim US Audi 5000). Das sieht prima aus, lässt sich ohne Aufwand sauber halten. Das Ganze am besten noch mit nicht zu breiten Ganzjahresreifen! Dann fallen ewige Wechsel und Lagerungskosten weg. Aber sowas ist ja heutzutage im Zeitalter der LM-Felgen nicht mehr zu kriegen.
9. November 200718 J. Na klar haben die Kunden die Räder erfunden. Große Felgen bei immer schmaleren Reifenquerschnitten waren anfangs das Geschäft der Zubehörlieferanten. Weil die Kunden sowas Unsinniges allzugerne kauften, zogen die Autohersteller nach. Erst nur als Option, aber inzwischen traut sich fast keiner der Hersteller mehr, sein neues Modell ohne überdimensional schwachsinnige Felgen vorzustellen. Ich finds spießig. Und dumm. Dumm, weil ein Argument die größeren Bremsscheiben sind. Die sind größer, weil die Autos übermotorisiert werden ohne die Geometrie zu ändern. Ein Formel 1 Auto hat keine fingerdünnen Gummis zwischen Straße und Felge. Die vergewaltigten DTM-Renner haben sie. Aber bin ich nicht selbst so geprägt? Ein Serienauto mit 15" Felgen sieht auch für mich unproportioniert aus. Ich armes aufmupfendes Opfer einer steten Spießergehirnwäsche. hs
9. November 200718 J. Hallo, wenn man vor 10 Jahren geschrieben hätte "Ich fahre 225 / 55 R 17 W" weil damit der Komfort so gut ist", wäre man als kompletter Vollidiot bezeichnet worden. Wenn ich vor 10 Jahren jedoch mit 175/70R14S (das muß man auch etwas schmaler zusammen schreiben) so gefahren wäre wie ich heute und an sich ganz unspektakulär fahre hätte man mich auch für einen kompletten Vollidioten gehalten. Die Quer- und Bremsdynamik von Autos heute ist schon toll im Vergleich mit früher. Da geht es auch noch weiter. Andererseits muß man einmal die Querdynamik eines aus Draht und Leinentuch gebauten 40 Jahre alten Schulseglers erleben, um zu wissen, daß Autos doch bis zum Ende aller Tage einfach nur träge, lahme Scheißgurken sein werden. Da kann man auch 1000" Räder dranbauen. Da geht gar nichts. Niemals. Nie. Luft hat viel mehr Grip als jeder Gummi auf jeder Straße. Andererseits genießt man dann den heutigen Stand der Autotechnik ganz entspannt und hat aber nicht den geringsten Druck es beim Fahren zu übertreiben und sich oder andere dabei zu gefährden. Gernot
9. November 200718 J. "Dumm, weil ein Argument die größeren Bremsscheiben sind. Die sind größer, weil die Autos übermotorisiert werden ohne die Geometrie zu ändern. Ein Formel 1 Auto hat keine fingerdünnen Gummis zwischen Straße und Felge. Die vergewaltigten DTM-Renner haben sie." Das finde ich jetzt aber ziemlich "dumm". Ein Formel 1 Auto hat keine fingerdünnen Gummis zwischen Straße und Felge, weil das Reglement 13-Zoll-Felgen vorschreibt (die Größe der Bremsscheiben wird dadurch beschränkt), der "Ballonreifen" ist damit der einzige Weg um auf einen vernünftigen Durchmesser zu kommen und kann gleichzeitig Federungsaufgaben übernehmen. Wenn es diese Reglementsbeschränkugn nicht gäbe, hätte ein Formel-1-Wagen mindestens 20-Zoll-Felgen! Man muss ein Auto halt abstimmen können - und dabei einen guten Kompromiss zwischen allen Komponenten finden: dass dabei beim auf 170km/h beschränkten Prius etwas anderes rauskommen muss als beim C6-2Tonnen-450Nm-Traction-Avant-Schiff ist ja wohl klar - mit "spießig" hat das jedenfalls nichts zu tun. Überhaupt wundert es mich, dass beim C6, 2,7 Hdi 17-Zoll-Felgen verwendet werden können. Beim 407-C-2,7Hdi passen die jedenfalls nicht über die Bremse (leidvoll selbst erfahren bei der Suche nach Winterbereifung). Der Scheibendurchmesser ist meines Wissens derselbe (300). Gruß Jean
9. November 200718 J. Sorry, mag ein dummes Argument gewesen sein. Aber könnte man die Einhaltung der Bremsscheibendurchmesser der F1 Boliden nicht einfacher messen? Bei den vergewaltigten DTM Rennern bleibe ich aber. Auch wenn Gernot die Performance- Argumente liefert: Die Serienautos werden ähnlich vergewaltigt. Es geht doch kaum um Performance, sondern um die inzwischen spießige(!) Optik. Früher war's prollig, dann sportlich, jetzt spießig. Jedenfalls in steigendem Maße zu Lasten des Komforts. Aber ich glaube ich bin im falschen Forum hs
9. November 200718 J. "Vergewaltigt" sind DTM-Autos in einem ganz anderen Sinne: sie haben nämlich mit "Tourenwagen" überhaupt nichts mehr zu tun: Silhouetten auf Dallara-Chassis (wie im Audi). Ihre 20-Zoll-Felgen fahren sie trotzdem aus gutem Grund.
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