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ultra-soft-Aufladung: neuer Trend?

Hervorgehobene Antworten

Hallo!

Aufgeladene Benziner sind im Kommen: bei fast allen europäischen Marken. Bisher wurde die Aufladung dazu genutzt, die Literleistung und das Drehmoment zu erhöhen.

Fast ganz neu ist die "Ultra-Soft-Aufladung": durch die Aufladung wird hier die Leistung ggü. einem vergleichbaren Sauger überhaupt nicht angehoben, es wird ledglich die Drehmomententwicklung verbessert.

Audi liefert im neuen A4 als Basis-Benziner einen 1,8l-Turbo mit Direkteinspritzung und nur 120 PS, aber 230 Nm Drehmoment (10,5 sec. für 0-100, 6,9l Gesamtverbrauch, ab 25.900 EUR) Sowas ist wirklich ziemlich neu.

Scheint so, als würden sich einige Autohersteller schon jetzt tatsächlich auf die Zeit nach dem Diesel in kleineren PKW vorbereiten.

MFG

Na, das wär doch mal ne nette Entwicklung...

Keine über-200PS-Schleuder und trotzdem nicht auf Drehmoment verzichten müssen (die sogenannten Sicherheitsreserven ;-)

  • Ersteller

Hallo!

Weiteres Modell mit "Ultra-Soft-Aufladung": Mercedes C 160 Sportcoupé (1,8l-Kompressor, 122 PS).

Besonderer Clou an solchen Modellen mit minimalem Ladedruck: das maximale Drehmoment wird bereits bei niedrigeren Drehzahlen erreicht als bei modernen Dieselmotoren zum Erreichen des maximalen Drehmomentes notwenig: schon bei nur 1300-1500 U/min erreichen diese Motoren ihr Drehmomentmaximum. Das schaffen Diesel nur mit Doppelaufladung.

MFG

Das klingt wahrhaftig gut, gerade für dieselphobe wie mich.

PSA war ja da mit dem TCT schon mal auf gar keinem schlechten Weg...

  • Ersteller

Hallo!

Genau:

Der tct war ein "Softurbo", wies neben dem erhöhten max. Drehmoment aber eben auch eine deutliche Leistungssteigerung ggü. der frei saugenden 121-PS-Basis auf.

"tct"= bekanntlich t urbo c onstant t orque, also Turbo mit gleichmäßiger Drehmomententwicklung

deutete schon in die Richtung, genau wie die ganz offiziell als "Softturbo" bezeichneten Saab-Motoren mit milder Aufladung. Mercedes betont z.B., dass das maximale Drehmoment beim 122-PS-Kompressor im breiten Drehzahlbereich von 1400 bis 5000 U/min konstant zur Verfügung steht.

Mit ein bisschen Elektronik-Änderung kann PSA sicher den "1,6 THP" im Sinne noch gleichmäßigerer Drehmomententwicklung von 150 auf z.B. 125 PS heruntertunen.

MFG

Na, ich glaube eher diese Motoren werden gebaut, um bessere Abgaswerte zu bekommen, wurde bei den Dieseln auch gemacht. Die Leistung erhöht sich geringfügig, dafür hat man mehr Drehmoment und solang keiner die Leistung abverlangt ist der Verbrauch auch gering. Mir persönlich wäre allerdings ein Motor ohne Turbobums lieber.

Das ist es hier doch genau: Turbo ja, aber nicht als Bums, sondern gleichmäßig verteilt.

Hm... ob sowas nicht zu Entzugserscheinungen bezüglich CX-Turbobums führt...?

Der CX Turbo ist doch schon von der sanften Sorte, nachhaltiger Schub ohne plötzlichen "Bums". Insofern sind Soft-Turbos für uns nix Neues. ;)

Den TCT würde ich auch gern mal fahren, man hört so viel Gutes. :)

mg

  • Ersteller

Hallo!

Die neuen mild aufgeladenen Turbomotoren haben sogar teilweise weniger Höchst-Leistung als ältere Saugmotoren des gleichen Hubraums.

Zum Vergleich:

Audi 1,8l-Sauger (1996-2002) vs. neuer Audi 1,8l-Turbo:

Höchstleistung in PS: 125 vs 120

max. Drehmoment: 168 Nm bei 3500 U/min. vs 230 Nm bei 1300 U/min

oder

Mercedes 1,8l-Sauger (1993-2001) vs. neuer Mercedes 1,8l-Kompressor:

Höchstleistung in PS: 122 vs. 122

max. Drehmoment: 170 Nm bei 4200 U/min vs. 190 Nm bei 1400 U/min

Das sind Zahlen, die die Idee der mild aufgeladenen Motoren recht eindrucksvoll illustrieren.

MFG

Der Turbo hat aber zwei gravierende Nachteile, erstens verbrauchen sie unter Vollast exorbitant viel, zweitens ist ein Defekt des Turboladers bzw. ein Austausch des Tubos sehr teuer und kann bei älteren Modellen schnell zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen.

Der Auslegung nach dürfte dieser Turbo bei Volllast keinen Ladedruck mehr bieten. Der Verbrauch würde also nicht vom Turbo beeinflußt sein.

Hallo,

Light Pressure Turbos sind übrigens wirklich nichts neues. Saab hat das Prinzip in den 1990ern im Saab 9000 2.3 turbo Ecopower erstmals umgesetzt. Die TCT-Motoren fallen wohl auch in die Kategorie und kamen ja auch kurze Zeit später auf den Markt.

Mehr: http://www.autozine.org/technical_school/engine/tech_engine_3.htm

Grüße,

Dirk

  • Ersteller

Hallo!

Saab Ecopower und "tct" bei Citroen: da wurde durch die Aufladung eben neben dem Drehmoment auch jeweils die Leistung angehoben.

Audi geht da mit dem völligen Verzicht auf Leistungssteigerung einen Schritt weiter: insofern ist das schon etwas Neues.

Vergleichbar im Bereich der Dieselmotoren: der 1,4 HDI im C1. Der leistet mit 54 PS nicht mehr als vergleichbar große Saugdiesel. Aber bei dem Motor ging es MW vor allem darum, den vorhandenen 68-PS-Diesel auf die Belastbarkeit des C1-Getriebes zu stutzen.

MFG

Die verwendung von soft-Turbos in der heutigen Zeit, zeugt von der Unfähigkeit der Europäischen Automobilindustrie einen serienreifen Hybriden anzubieten.

Wieso muß ein Auto gleich zwei Antriebe besitzen? Für mich wurde der Beweis noch nicht wirklich erbracht, daß das wirklich nötig ist. Batterien sollen übrigens auch nicht sonderlich umweltverträglich sein!

Bisher gibt es noch keine wirklich Alternative, Gas geht irgendwann auch mal aus, Elektroautos kranken an der Batteriefrage und die Frage wie der Strom dafür erzeugt werden soll ist auch nicht wirklich geklärt, Planzenöl kann auch nicht in den benötigten Mengen produzuiert werden. Wie man sieht gibt es noch viel zu forschen, meckern ist immer einfach, Gegenvorschläge zu machen die in der Praxis auch umsetzbar sind, sind schon bedeutend schwieriger! Wenn das alles so einfach wäre, hätte sich ein Konzept mit Sicherheit schon durchgesetzt!

Hallo,

der gute Walter Röhrl (der ja Porsche-Repräsentant ist) hält von einer Hybridversion des Cayenne "gar nichts!", bzw. er hält generell nichts von der Hybridtechnik, da er ein "Gewichtsfanatiker" ist. Seiner Meinung nach hat die Diesotto-Technik von Mercedes (selbstzündender, effizienter Ottomotor) eine spannende Zukunft vor sich

Gruß,

Wobei da wohl auch noch etwas geforscht werden muß, so ganz ausgereift scheint das auch noch nicht zu sein, so war zumindest das Fazit im TV.

Der Turbo hat aber zwei gravierende Nachteile, erstens verbrauchen sie unter Vollast exorbitant viel, zweitens ist ein Defekt des Turboladers bzw. ein Austausch des Tubos sehr teuer und kann bei älteren Modellen schnell zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen.

Aber sie bringen gute Performance und niedrigen Verbrauch in 90 Prozent der Verkehrssituationen. Vollast ist zukünftig out. You will see. :-)

hs

Wieso muß ein Auto gleich zwei Antriebe besitzen? Für mich wurde der Beweis noch nicht wirklich erbracht, daß das wirklich nötig ist.

Warum überzeugt dich der Verbrauch meines Hybriden nicht? 30-40 Prozent weniger als ein vergleichbarer Benziner ist überzeugend. Ein Hybrid-Diesel brächte 20-30 Prozent. Scheuklappen?

Batterien sollen übrigens auch nicht sonderlich umweltverträglich sein!

Dazu wurde schon ausreichend geschrieben. Aber wenn man Fakten keinen Glauben schenken mag. Recherchiere doch mal selber nach Nickel-Metal-Hydrid-Recycling,

berücksichtige die Menge Nickel, die Haltbarkeit und die Dauer bis zum Recyceln einer 39 kg Batterie und vergleiche die Parameter mit einer Bleibatterie.

Bisher gibt es noch keine wirklich Alternative, Gas geht irgendwann auch mal aus, Elektroautos kranken an der Batteriefrage und die Frage wie der Strom dafür erzeugt werden soll ist auch nicht wirklich geklärt, Planzenöl kann auch nicht in den benötigten Mengen produzuiert werden. Wie man sieht gibt es noch viel zu forschen, meckern ist immer einfach, Gegenvorschläge zu machen die in der Praxis auch umsetzbar sind, sind schon bedeutend schwieriger! Wenn das alles so einfach wäre, hätte sich ein Konzept mit Sicherheit schon durchgesetzt!

Hallo,

der gute Walter Röhrl (der ja Porsche-Repräsentant ist) hält von einer Hybridversion des Cayenne "gar nichts!", bzw. er hält generell nichts von der Hybridtechnik, da er ein "Gewichtsfanatiker" ist. Seiner Meinung nach hat die Diesotto-Technik von Mercedes (selbstzündender, effizienter Ottomotor) eine spannende Zukunft vor sich

Gruß,

Der Walter ist wirklich gut. Auch ich bin auf den Diesotto gespannt. Nur bringt's nichts auf heiße Luft zu verweisen und währenddessen im alten Stil CO2 rauszublasen.

Hybrid ist da und es funktioniert. Soll doch der Diesotto kommen und Hybrid ablösen. Wenn das besser funktioniert und sauberer ist bin ich der Erste,

der drauf anspringt.

Der "Gewichtsfanatiker" Röhrl ist auch PS-Fanatiker. Ein Scheinheiliger also. Wo entstehen denn die Nachteile hohen Gewichts? Beim Beschleunigen und

beim Bremsen. Aber gerade hier glänzt der Hybridantrieb und kompensiert sein Mehrgewicht von ca 80 Kilo um ein Vielfaches! Abgesehen davon, sind

Diesel schwerer als Benzin-Hybrids und sollten diesbezüglich im negativen Rampenlicht stehen. Tun sie aber nicht, weil etabliert.

hs

Hallo Holger,

laut eigener Aussage fährt der Walter im Ort nur Fahrrad - am Pikes Peak hatte er soweit ich das in Erinnerung habe einen recht "gewichtsoptimierten" Audi Sport Quattro S1; außerdem bremst der Walter nur im Notfall!!

;-)

Gruß,

Ich habe überhaupt nicht gemeckert!

Fakt ist, es bis zum heutigen Tag keine Alternative zum Diesel oder Benzin-Antrieb gibt! Es gibt zwar Nischenbereiche mit anderen Antrieben, aber egal welche Alternativen man sich anschaut, keine ist wirklich für den Einsatz im Massenmarkt bisher geeignet, das muß man einfach mal zu Kenntnis nehmen!

Wozu braucht man Hybrid, wenn man das auch mit einem sparsamen Diesel oder Diesotto erreichen kann. Die effektiven Verbrauchszahlen sind wirklich so eklatant besser, als das man das nicht auch auf konventionellen Wege erreichen könnte. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht der Durchbruch, mal ganz davon abgesehen, daß man nicht mehrere Millonen Autos in Deutschland einfach auf Hybrid umstellen könnte!

Mit dem richtigen Luftdruck in den Reifen, guten Motor- und Getriebeölen, guten Zündkerzen, guten Reifen, einem guten Kraftstoff, weniger Staus durch intelligentere Ampelsteuerungen, einer schonenden Fahrweise könnte man von jetzt auf gleich mehrere Millionen Liter Sprit sparen. Nur wieviel Prozent der Autofahrer weiß überhaupt welchen Luftdruck er bei seinem Auto fahren muß? Wieviel Leute sparen lieber am Motoröl, weil es 20€ biliger ist oder haben völlig unnötigen Ballast im Auto? Bei wievielen Leuten sieht das Fahrzeug nur selten oder gar nicht die Werkstatt, weil Wartung ja Geld kostet und ja sowieso meist völlig unnötig ist?!

Wozu braucht man Hybrid, wenn man das auch mit einem sparsamen Diesel oder Diesotto erreichen kann.

Eben weil man es nicht kann. Mit einem Diesotto schon gar nicht. Den gibt's doch noch gar nicht. Die vermeintlich alternativen Ratschläge sind keine Alternativen. Luftdruck, Fahrweise, Motoröle usw treffen auch auf Hybride zu und verbesseren deren Effienz noch einmal mehr.

VW Golf Plus FSI Automatik 85 kW - 8,0 L / 191 g/km

Toyota Prius Automatik Systemleistung 83 kW - 4,3 Liter / 104 g/km

Citroën C4 HDI ESG 80 kW 4,5 Liter / 120 g/km

Citroën C4 HDI hybrid ESG ca. 80 kW Systemleistung: 3,4 Liter / 90g/km

Letzterer ist noch nicht zu kaufen.

Gruß

hs

Und wie lange soll die Umstellung dauern? Spendiert mir jemand einen Neuwagen, wohl kaum!

Man kann mit Sicherheit mit Weiterentwicklung im Motorenbau und anderen Maßnahmen auf dieselben oder noch bessere Werte kommen, der Markt muß es nur fordern. Im Ubrigen liegt der Anteil der durch Autos verursachten CO2 Ausstoßes "nur" 13% vom Gesamtausstoß, es gäbe eine weites Feld von Maßnahmen die eigentlich gemacht werden müßten. neue Kohlekraftwerke sind z.B. auch keine Lösung. Abgesehen davon ist ein weltweites Problem, zumindest die Europäer müßten mal sich über Gesamtkonzept unterhalten, Autos sind da nur Teil davon.

genau! aufhören zu atmen und endlich kein rosenkohl mehr! hups, das war methan - ich bin schon wieder weg.

(auch 13 eingesparte % sind ne menge holz. gas. whatever)

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