30. Dezember 200718 J. danke für die schöne Wortschöpfung, Wolle! Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt! Verkehr(t) verkehrt. Julian und andere (darunter auch ich), die nicht in oder dicht bei Umweltzonen wohnen und fahren (müssen) haben natürlich gut reden. Wir können uns gelassen zurücklehnen und die no drive areas umfahren. Dennoch: wenn ich die Diskussionen der letzen Monate hier so verfolge, werde ich den Schemen eines Bildes vor meinem inneren Auge nicht los: ein Männchen mit Nachtmütze und Kerze namens Michel, Theutscher. Im Hintergrund sehe ich dann noch den Gendarmen Wachtmeister Wuttke mit Pickelhaube, Zwirbelbart und Schleppsäbel, aber auch die anachischen Straßenbengel, die ihm eine lange Nase drehen, und die er nie erwischt. Außer an diese Zille-Idylle erinnere ich mich auch an die Volkszählung, an die Sechsecke, an die autofreien Sonntage (herrlich, Langstreckenlauf mit Skiern und Kinderschlitten auf der Autobahn!) und daran, daß Mahatma Gandhi mit zivilem Ungehorsam das britische Weltreich in die Knie gezwungen hat. 100 zusätzliche Schergen (plus einige Blockwarte, die man aber mit geeigneter Propaganda auf dem Kiez ganz schnell ganz stille machen kann) in Berlin, bei wieviel Millionen KFZ? Mal so eine Gedankenspielerei: in der Umweltzone beim Parken eine Plaste-Kapuze (= "Halbgarage") über die Kutsche stülpen. Glaubste, die Schergen pulen die Gummistroppen los, um die Windschutzscheibe zu entblößen und nach der Plakette zu suchen? Ich nich! OK, bei kurzen Stops ist das nicht wirklich praktikabel, aber es gibt weitere Denkansätze, wie man zivilen Ungehorsam praktizieren kann. Leider ist Michel aber seit je daran gewöhnt, das Denken wie das Regieren zu delegieren. Würde er sonst zum Kadi rennen, wenn in seiner Tüte drei Gummibärchen zu wenig sind, und nach einer gesetzlichen Regelung gegen solchen Betrug schreien? "Wer glaubt, daß Volksvertreter das Volk vertreten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten." Wo habe ich das jüngst gelesen? Und: "Unser Parlament ist mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer." Und wer hat diese Oberlehrer dahin delegiert? Na? Und da wundern wir uns hier, wenn uns grüne Germanisten und Handarbeitslehrerinnen solchen Quatsch wie Plaketten für Fahrzeuge, die keinen (statistisch relevanten) Feinstaub produzieren, aufs Auge drücken? Zum Trost bleibt mir die Zuversicht, daß es ein paar nicht so anarchistisch gesinnte Leute gibt, die legal auf dem Klagewege für eine gerechte und auch für die Betroffenen erträgliche Lösung sorgen werden. Leute, bleibt cool und laßt mal Eure Phantasie spielen, rät Rougie
30. Dezember 200718 J. Guten Morgen! Ganz meine Meinung. Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zu Pflicht! Ich erinnere mich noch an die Diskussion Anfang der neunziger Jahre, wo darüber gemutmasst wurde, allen "alten Stinkern" einfach die Betriebserlaubnis zu entziehen, wo allerdings arger Gegenwind von den Verbänden der Oldieszene kam. Nun ja, diese Lobby fällt für Youngtimerfahrer nun flach, da die "H-Kennzeichler" ja nicht betroffen sind. Das Gesetz muss nachgebessert werden. Nämlich für Fahrzeuge, die jetzt "dumm im Regen stehen": Eine Ausnahmegenehmigung für technisch nicht nachrüstbare Fahrzeuge für den Übergang bis zum H-Kennzeichen. Und das ganz allgemein und kostenfrei. Ohne km-Beschränkung für Anwohner und in den UZ Berufstätigen. Für alle "Lustfahrer" kann man es jährlich auf 1000km beschränken. Das ist das Mindeste! Also: Organisieren wir uns!
30. Dezember 200718 J. Guten Morgen!Also: Organisieren wir uns! In Teutschland? Da brauchst du mindestens einen eingetragenen Verein um auch nur die geringste Chance auf Organisation zu haben. Wie Rougie schon geschrieben hat: IHR (ich bin fein raus da nicht dabei gewesen) habt diese Volksverarschung (sorry Volksvertretung) gewählt, jetzt beklagt ihr euch darüber. Es ist aber auch klar dass das Problem weder mit Merkel noch mit Schröder begann sondern schon Jahrzehnte früher.
30. Dezember 200718 J. Ersteller Leider finde ich die Funktion nicht, mit der ich meinen Beitrag editieren kann. Daher hier die Berichtigung: der von mir so hoch verehrte Herr heißt Mahatma Ghandi, das h war mir verrutscht. Sorry! @ CX Fahrer: So ganz unrecht hast Du ja nicht, und der E Punkt Vau Punkt existiert doch schon, meines Wissens nennt er sich ACC, und das ist nur einer von mehreren möglichen Verdächtigen. Aber: wie durchorganisiert muß man denn sein, um zivilen Ungehorsam zu praktizieren? Dazu braucht's doch keinen Verein mit 1. und 2. Vorsitzenden, Schriftführer, Kassenwart und Co. Da genügt doch schon ein Forum, in dem jeder, der eine Idee hat, diese der Allgemeinheit zum Abkupfern anbietet. Phantasie ist gefragt! So kann man bleistiftsweise seine Windschutzscheibe mit einer solchen Vielzahl von Plaketten verzieren, daß die Drecksmurmel dazwischen nicht mehr so ohne weiteres erkennbar ist. Darunter können etwa Pickerl sein, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem staatlich vorgeschriebenen Sauberkeitspunkt haben. Dann gibt es die Möglichkeit, mit den Mitteln des Rechtsstaates gegen jede Amtstätigkeit Einspruch zu erheben. Ein Einspruch verursacht Verwaltungsaufwand, denn die öffentlich Bediensteten müssen auch unbegründete oder unberechtigte Einwände erst mal lesen und dann bearbeiten und beantworten. Wenn das alle Betroffenen konsequent durchführen, ist die Obrigkeit schnell am Ende ihrer Möglichkeiten. Hierzu ein Tip aus der Praxis: schreibt mal an eine Behörde einen Brief, in dem 3/4 aller Substantive und möglichst viele Verben durch entsprechende lateinische oder griechische Wörter ersetzt sind. (Wikipedia ist hierbei für nicht humanistisch gebildete Leute sehr hilfreich, und die Übersetzungen müssen ja auch gar nicht ganz korrekt sein!) Und richtig lecker wird's, wenn man etwa griechische Wörter auch mit griechischen Buchstaben schreibt! (In Word für Windows: Menü Einfügen > Symbol...) Nach meinem zweiten Antwortschreiben hat die GEZ es aufgegeben, von mir Gebühren zu erheischen. Voilá! bei manchen leutendie im internet foren potsen genügte s ja schon iren schreibstiel one ortogrfi un interpunktzjon auch auf papihr bei zu be halten! Nochmal @ CX Fahrer: Du bist als Gastfranzose fein raus, aber ich habe diese Citroënfalter mitgewählt und fühle mich verpflichtet, ihnen das Handwerk zu legen, wenn sie anfangen zu pfuschen. Aus diesem Grund habe ich diesen Fred angefangen, den ich als Beginn eines Brainstormings verstanden wissen möchte, Thema: Wie kann man Sand in die Getriebe der obrigkeitlichen Ver(ge)walt(ig)ung streuen? Und ob das nun unter Schröder, Merkel oder Hinz oder Kunz angefangen hat, ist völlig Wurscht, JETZT droht die Drecksmurmel, und JETZT lehnen wir uns dagegen auf! Mit unterthänigsten Grüßen Rougie
30. Dezember 200718 J. Hm, nicht fahren käme keinem Hungerstreik gleich. Wichtig für alle Aktionen: Wen interessiert's? Wie groß ist die Solidarität? Von wem? Wie groß ist der Nutzen? Für wie viele? Gibt's nicht schlimmere Ungerechtigkeiten? hs
30. Dezember 200718 J. Gibt's nicht schlimmere Ungerechtigkeiten? Nur wenn man in Berlin statt im Taunus wohnt... Nur wenn man finanziell auf ein plakettenloses Fahrzeug angewiesen ist... Nur wenn... Auf Madagaskar würde ich mich auch nicht für Heizölpreise interessieren. ;-) Aber: Echte Liebhaberei beginnt ja immer mit Entbehrungen. Manche die ihr Auto lieben, werden es dann demnächst erstmal mit dem ÖPNV besuchen müssen...
30. Dezember 200718 J. Glück Auf! Hm, nicht fahren käme keinem Hungerstreik gleich. Du sprichst nur für dich - lauf mal ein Jahr dreimal am Tag an deiner unbeweglichen Citrone vorbei! Also mich zerreißts dabei. Wichtig für alle Aktionen: Wen interessiert's? *meld* Sehr viele Fuhrunternehmen, die noch alte Laster haben, zB. Youngtimerfreunde aus der VW- und Opelszene zB. Den Saab-Commander vielleicht, wer weiß. Interessieren SOLLTE es eigentlich Jeden, wie jeder von Brüssel (denn da kommts eigentlich her) verzapfte Dummfug Jeden angeht. Na, eigentlich jeder Dummfug auf der ganzen Welt, aber wir können ja mal anfangen, kleine Brötchen zu backen. Wie groß ist die Solidarität? Von wem? Trittbrettschmutzfahrer zeigen sich erst, wenn schon was am Laufen ist. Solidarisch zeigen sollten sich, historisch bedingt, die ganzen 68er Systemhasser. Blöd nur das die jetzt Hardliner sind. Wie groß ist der Nutzen? Für wie viele? Wenn du schon nach dem Nutzen fragst, solltest du ihn zumindest in Relation zum Aufwand setzen. Gibt's nicht schlimmere Ungerechtigkeiten? Bestimmt, doch ist dieses Faktotum irrelevant. Im Kleinen fängts an, die Revolucione und die Konterrevoluione. Doch lassen wir mal all die idealistische Polemik beiseit. Es tummeln sich allein in diesem Forum Leut, die um Hilfe bitten (auch wolleCX, der bittet aber eher durch Schimpfen ;-) ) und das ist doch schonmal ein Anstoß, zu helfen so möglich und der eigene Wunsch. Wer nicht mitmacht, macht halt nicht mit, muß ja nicht gleich opponieren. Die Ideen von Rougie als solche halte ich schon für sehr lobenswert, allein schon, weil sie nicht auf Jurisdikation oder Violentia basiert. Nein, genau genommen sind sie wunderbarer clever und die Grundkonzepte auf so manchen Lebensbereich ausweitbar. Der Haken an der Sache ist nur: zivilen Ungehorsam kann nur leisten, wer auch betroffen ist. Ich z.B. bins nicht, noch nicht und vielleicht werde ich's auch nie sein Wer nicht betroffen ist, kann also nur durch Aufklärung oder Petition helfend in Erscheinung treten. Das früh gehandelt werden muß, sieht man an der Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung mittlerweile. Seit Jahren hat sich dies schleichend angekündigt, wie viele andere Akte staatlicher Vergewaltigung unser aller Privatsphäre auch. Doch interessiert hats keinen Schwanz, bis es pressierte. Nunja. Im Grund kann ich dich, avantprimacx, ja verstehen. Es lebe dieTugend der Gelassenheit, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Und selbst mit zu heiß gekochtem lernt Mensch, das Gewohnheitstier, zu leben. Dennoch sollte zumindest eine Diskussion gefördert werden. MhG der olle Olo
30. Dezember 200718 J. Ersteller MICHEL! KACK DIR NICHT IN DIE HOSE, BEVOR ES GEKNALLT HAT! Die Berliner können wohl bald als erste über den ganzen aufgewirbelten bürokratischen Feinstaub lachen. Sieh her, was ich da eben bei web.de gesehen habe (Auszug): ADAC will gegen Umweltzonen in Großstädten klagen Gegen die neuen Umweltzonen in einigen deutschen Großstädten will der Automobilclub ADAC gerichtlich vorgehen. "Wir prüfen in einigen Regionen - allen voran in Berlin - Musterprozesse für Anwohner mit älteren Fahrzeugen", sagte ADAC-Sprecher Michael Ramstetter der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Zum Jahreswechsel werden zunächst in Berlin, Hannover und Köln und später in weiteren Städten Umweltzonen eingerichtet, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Der ADAC hält dies für nicht effektiv: "Die Plakettenverordnung mit ihren restriktiven Regelungen ist unverhältnismäßig und bedeutet zudem einen zu hohen Verwaltungsaufwand." Na, habe ich es nicht erst vor wenigen Stunden geschrieben? Verlaß Dich drauf, Michel, es gibt noch Verstand in diesem unseren Volke, auch wenn Du ihn nicht hast. Und es gibt noch Zivilcourage, auch wenn Du dauernd nach der Obrigkeit rufst. Du kannst also weiterpennen, wir machen das schon für Dich! Zum Bleistift so: Ich stifte 100 Euronen, um davon Aufkleber drucken zu lassen, die den amtlichen Plaketten recht ähnlich sehen. Dann besuche ich für ein paar Tage Freunde in einer Umweltzone und mache mit ihnen lange nächtliche Spaziergänge, auf denen wir unsere Plaketten zu Hunderten auf fremde Windschutzscheiben pappen. Wie damals "Atomkraft - Nein Danke!" Wie damals gibt es daraufhin garantiert Medienaufmerksamkeit, und das ist das zeitgemäße Mittel, um Mißstände abzuschaffen. Wer macht mit?
30. Dezember 200718 J. Danke für die Blumen Rougie ;-)) der Deutsche nimmt doch alles hin.....wird kurz protestiert,wen interessieren 100 Leute mit Feinstaubmützen auf dem Kopf(ähh wie könnten die denn aussehen)und Plakaten die in irgenteiner Großstadt rumstehen toll..........keinen ich sach ja schei...Thema. Schlimmer wirds denne ja noch,wenn nach dem Verbrauch und was weiß ich für nen Ausstoß die KFZ Steuer berechnet wird,dann kann ich nicht mehr.Irgentwo muß die Kohle ja auch herkommen.Also ich habe schon die Schlüssel von Frauli Ihren BX GTI und morgen wird er nach Hannover bewegt und es wird ein schöner Tag sein um Benzin zu verbrauchen(Werner) Wolle ;-))
30. Dezember 200718 J. Ersteller High Wolle, "Der Deutsche", den gibt es nicht, es gibt nur die Deutschen. Und von denen wehren sich einige! Vielleicht bist Du noch nicht alt genug, um Dich an Volkszählung und Brockdorf zu erinnern. Ich weiß aber aus diesen Erfahrungen, daß man was bewegen kann und es immer wieder Aktivisten gibt, die das auch erfolgreich machen! Und es geht hier ja auch erst mal nur darum, eine offensichtlich unsinnige Verfügung der von uns gewählten und in unserem Auftrag - leider nicht fehlerfrei - handelnden Obrigkeit zu korrigieren. Daß wir unsere Konsumgewohnheiten besonders beim Umgang mit limitierten Ressourcen werden umstellen müssen, steht ja wohl außer Frage. Ein französicher Physiker hat schon vor mehr als zwanzig Jahren gesagt: "Wir sind gerade dabei, unsere Enkel zu ermorden." Also machen wir doch einfach erst mal fröhlich so lange weiter, wie es geht, und dann schaun mer mal. Wer es sich finanziell leisten kann, fährt weiter, die anderen haben die Wahl: sich fortzubilden, besser zu werden und mehr zu verdienen, oder die Fernbedienung zu bedienen. Die zukünftig notwendige Anpassung unseres Konsums aber ist doch nur zu normal: Der Mensch hat sich zu jeder Zeit den Erfordernissen seiner Gegenwartz und Zukunft angepaßt, und er wird das auch weiterhin tun, auch wenn es einer Reihe von Individuen nicht gefällt. Wo gehobbelt wird, fallen bekanntlich Spermien.
30. Dezember 200718 J. So ganz unrecht hast Du ja nicht, und der E Punkt Vau Punkt existiert doch schon, meines Wissens nennt er sich ACC, und das ist nur einer von mehreren möglichen Verdächtigen. Falsch,der ACC ist kein e.V.
30. Dezember 200718 J. "Der Deutsche", den gibt es nicht, es gibt nur die Deutschen. Und von denen wehren sich einige! Richtig, Rougie! Doch dass das nicht erst seit Brokdorf und der Volkszählung so ist, beweist beispielsweise das Interview mit Eddie Shaw im Film "Monks - The Transatlantic Feedback", vor zwei Wochen in 3sat ausgestrahlt, der sich erstaunt darüber zeigte, dass sich die Deutschen, genauer die Hamburger, ihm, Musiker und Ex-GI, im Jahr 1966 nicht, wie von ihm eigentlich erwartet, gleichgeschaltet jemandem nachlaufend und "Achtung!" rufend zeigten, sondern schon damals eine üppige Vielfalt an Meinungen und Handlungsweisen zeigten. Wo gehobbelt wird, fallen bekanntlich Spermien. Cooler Spruch! Muss ich mir merken ;-)!
30. Dezember 200718 J. Hab ich gar nicht gewußt, dass die "Atomkraft - Nein Danke!" Aufkleber vom ADAC sind. Und damit darf man in die Umweltzonen? Dann ist doch alles gut. mg
30. Dezember 200718 J. Ersteller Hallo magoo, die Aufkleber gibt es fast überall, und wenn Du Dir Deinen vom armselig-dümmlichen Arbeiter-Carnevalsverein besorgst, darfst sogar Du damit in die Umwelt, vor allem zu Fuß. Aber paß auf, daß Deine Schuhe keinen Staub aufwirbeln, es könnte auch feiner dabei sein! @menrathu: Den Film kenne ich nicht, werde ihn auch nie zu Gesicht bekommen, denn ich habe kein Glotzophon. Zwei Autos sind für mich Unterhaltung genug.
30. Dezember 200718 J. Hallo Rougie. Zu Fuß ist doof. Ich dachte, mit den Aufklebern könnte ich die Rostlöcher bei meinem Schwebeteilchen überkleben. Dann hätte ich mit zwei Fliesen einen Knappen erschlagen. mg
30. Dezember 200718 J. Ersteller @ magoo: Selbsterkenntnis ist das erste Loch im Wasserkopf, und auch das kann man flicken, wenn der Aufkleber groß genug ist. Deinen Antworten kann man einen gewissen Schalk anmerken. Was fällt Dir denn so alles an Eulenspiegeleien ein, mit denen man die Sache mit dem Feinstaub, den wir nicht hervorrufen, ad absurdum führen könnte? Laß bitte mal hören/lesen.
30. Dezember 200718 J. Ich habe dazu nichts beizutragen, außer, daß der magere Kollege tatsächlich Gandhi heißt.
30. Dezember 200718 J. Ersteller Ooops! Ich hatte den Pazifisten auch als Gandhi in Erinnerung, und ihn dann erst nach googeln umbenannt. Was nun auch immer richtig ist, wir wissen jedenfalls, wer gemeint ist, und mein Respekt ist ihm trotzdem sicher.
30. Dezember 200718 J. Also, wie rote Plaketten mit Klarsichtfenster auf die, invorauseilenden Gehorsam angebrachten grünen Plaketten. Dann regen sich die Richtigen richtig auf. Jetzt (typisch deutsch) das könnte doch aber auch die Falschen treffen. Oder in die Heckscheibe, beim eigenen Auto "ich bin ein Feinstauberzeuger und ein Stinker", das wäre mit "guten Beispiel" voran gegangen. Grüße Jochen
30. Dezember 200718 J. Gandhi wird ja eine gewisse Weisheit nachgesagt. Er würde die Sache dem ADAC überlassen ... Ick weeß nich, die Verordnung ist natürlich eine bürokratische Farce, untaugliches und ungerechtes Mittel zur Bekämpfung von Umweltverschmutzung. Das könnte man geißeln, das wird aber so überhaupt nicht wahrgenommen. Bist du für den "alten Stinker", stehst du automatisch auf der Seite die "Recht auf Dreck" fordert. Zu doofes Thema insgesamt für Witz und Auflehnung. mg
31. Dezember 200718 J. Solidarisch zeigen sollten sich, historisch bedingt, die ganzen 68er Systemhasser. Blöd nur das die jetzt Hardliner sind. So isses. Mit den Säcken kann keiner rechnen. Sind bald eh´ alle im öffentlich-rechtlichen Ruhestand. Danach kommt die "Generation Westerwelle". Ob das besser ist? Sich fagend am Kopf kratzend: Julian
31. Dezember 200718 J. ...ich seh das ganze relativ entspannt. In meiner nächstgelegenen Großstadt (Hannover) stand vor kurzem in der Tageszeitung, dass pünktlich ab dem 1. 1.08 rigoros durchgegriffen wird. Dann wurde mächtig Unruhe vernehmbar - div. jeweils opponierende Politiker, immer opponierende Verbände aller Art usw. und schon AM NÄCHSTEN TAG wurde verkündet, dass zumindest die ersten 3 Monate ahndungstechnisch nichts geschehen wird. Aber ich verstehe natürlich, dass von jedem persönliche Konsequenzen gezogen werden müssen. Vieles, was ich früher in Hannover gekauft habe, beschaffe ich mir jetzt schneller, preisgünstiger über Internetanbieter. Das spart natürlich Sprit und Reifenabrieb. Die paar Klamotten, die brauche gibt es überall hier in der Umgebung. Die hohen Steuern für ältere PKW umgehe ich mit der gleichen Methode, mit der ich schon vor über 20 Jahren gespart habe - nun eben auf Familienbasis: Für die vielen kleinen Rumfahrereien habe ich einen kl. Lieferwagen mit LKW-Zulassung angeschafft, DIESEL natürlich, mit Oxykat (für das durchaus ausgeprägt vorhandene Umweltgewissen). Der startet morgens absolut ohne sichtbare Emission usw. Plakette? Natürlich nicht, da ein 92 schon eingebauter OXYKAT nicht gilt. Rußfilter? Gibt es für diese Modell nicht=> die können mich an die Füße packen. Mit dem sparen wir auf jetzt erstmal mindestens 100.000 km Sprit und hohe Unterhalstkosten. Und komischerweise fahren sogar Frau und Sohn die leicht verdellerte Murmel ausgesprochen gerne. (Frau: der ist so praktisch, man kann mit der Einkaufslore direkt in den Laderaum fahren; Sohn: irgerndwie urig, macht Spaß, man kann alles einladen, ohne aufpassen zu müssen....). Also: Nicht so verkniffen sehen, individuelle Lösungen suchen. Nachtrag: Natürlich haben wir auch 2 Grünplakettentaugliche PKW - die brauchen aber deutlich mehr Sprit und haben breitere Reifen (=mehr Abrieb = na? Ihr wisst schon:...*lol*) In diesem Sinne: Munter bleiben + einen Guten Rutsch!
1. Januar 200818 J. Moin, das schlimme an dieser Farce ist ja, dass nicht nur dt. Autofahrer mit kleiner Kasse betroffen sein werden, sondern auch Touristen aus anderen Ländern. Selbst diese sind plakettenpflichtig, auch wenn sie vielleicht nur ein paar Tage bleiben. Für den Fall, dass eben diese Touristen keine Plakette besitzen, sollen sie auch noch belangt werden. Woher soll aber bitteschön ein deutscher, französischer oder holländischer Gast dies wissen? Gut, Köln will in diesem Punkt Aufklärungsarbeit leisten, aber ob es wirklich nutzt? Selbst wenn ich persönlich meinen GSA in Frankreich zulassen würde, um die ganzen Strafsteuern usw. zu umgehen, wäre ich spätestens dann gekniffen, wenn ich ein einziges Mal mit diesem Auto nach Düsseldorf oder Köln fahren wollte. Mit dem Supercinq wiederum wäre dies kein Problem, denn er sieht grün. Verkehrte Welt, oder? Während ich diese Zeilen schreibe, wabert ein Bild vor meinem geistigen Auge. Nämlich eines dieser Bilder, die ein typisches Südfrankreich-Klischee wiedergeben. Opa und Oma im klapprigen, zerdellerten R6 oder GS, die junge Mutter im altersschwachen 305 Diesel oder auch der junge Studi im 104. Und alle fuhren sie munter ohne Plakette und fröhlich stinkend und stänkernd durch Narbonne. Im Nachbarland schert sich nämlich keine Sau darum! Wehmütige Grüsse, Oliver
1. Januar 200818 J. ... Und: "Unser Parlament ist mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer." Und wer hat diese Oberlehrer dahin delegiert? Na? Und da wundern wir uns hier, wenn uns grüne Germanisten und Handarbeitslehrerinnen solchen Quatsch wie Plaketten für Fahrzeuge, die keinen (statistisch relevanten) Feinstaub produzieren, aufs Auge drücken? ... Rougie Ich weiß nun nicht, wie dein Verhältnis zu Lehrern ist. Aber die Vorstellung, dass diese Lehrer, die da sitzen, womöglich heute noch Kinder unterrichteten, ist mir eine viel schlimmere. Und diese grünen oder damals noch alternativen LehramtsstudentInnen haben damals schon völlig undiszipliniert und zum Ärger ihrer Kommilitonen in Seminaren ihre Nadeln klappern lassen und reichlich Feinstaub produziert. (lila Latzhosen-Fraktion) Gruss HyCh
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