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Feinstaub-Schwachsinn, nächster Teil: Krefeld bekommt eine Umweltzone

Hervorgehobene Antworten

Also man muss ja kein Genie sein, um zu vermuten, dass es nicht gesund ist, Staub einzuatmen oder Abgase, ebensowenig, um zu erkennen dass es nicht sinnvoll sein kann, 1 Tonne Gewicht in Bewegung zu setzen, um 100 Kilo Gewicht einen Kilometer weit zum Einkaufen zu tragen. Und dass unsere Innenstädte ohne Autos schöner sein könnten, kann man zumindest vermuten. Und wenn weniger Autos in die Stadt fahren, gibt es dort wahrscheinlich - zumindest muss ich dies als Laie annehmen - weniger Abgase.

Bei der Feinstaubverordnung geht es aber nicht darum, sondern erstmal um die Umsetzung einer EU-Verordnung, deren Sinn sich dem Laien nicht auf Anhieb erschließt. Also vermutet dieser, dass die Politiker die Autoindustrie unterstützen wollen, indem man Menschen zum Kaufen neuerer Kraftfahrzeuge zwingt. Und wenn dann der Laie liest, dass Tiefensee die TÜV-Prüfung verschärfen will, um unsere Straßen sicherer zu machen, fördert das ebenfalls nicht gerade die Glaubwürdigkeit. Auch die Tatsache, dass die Kfz-Steuer einfach immer weiter angehoben wird, statt sie - wie längst fällig - auf den Sprit umzulegen, lässt das Vertrauen in den seriösen Willen der Politiker, die Umwelt schützen zu wollen, nicht eben steigen.

Solange nur Teile der autofahrenden Bevölkerung - und hier vornehmlich die mit alten, mithin eher billigen Autos von solchen Beschränkungen betroffen sind, kann mit solchen Regelungen nicht alles in Ordnung sein.

Verkehr muss gesteuert werden. Macht die Städte für PKW mit Verbrennungsmotor dicht, macht den ÖPNV attraktiver, macht den Sprit teurer und schafft die Kfz-Steuer ab, dann könnte man wohl ernsthaft den Willen der Politik erkennen, das Umweltverhalten der Menschen zu steuern, nicht das Kaufverhalten!

Im Übrigen wurden im letzten Jahr die Grenzwerte in Köln kaum überschritten, der Umweltzonendriss aber trotzdem durchgezogen.

Fahren denn dadurch weniger Autos in die Innenstadt?!

Abgesehen stimmt die Rechnung ja nicht mehr...sind ja eher 2 Tonnen für 120 Kilo, siehe neuer C5 :-(

Nur weil eine Fraktion im Stadtrat etwas will, heißt das ja noch nicht, dass das dann auch so eingeführt wird.

An dem Sinn der Umweltzonen habe ich auch meine Zweifel. Zum Beispiel wundere ich mich, dass Diesel älterer Bauart - also Vor- oder Wirbelkammerdiesel - deren Motoren überhaupt keinen Feinstaub erzeugen, ausgesperrt werden, aber die allerneuesten Direkteinspritzer - das sind die großen Feinstaubsünder - auch ohne Partikelfilter eine Euro-vier-Einstufung kriegen und damit fahren dürfen. Allein schon das ist für mich ein ziemlich starkes Indiz dafür, dass es überhaupt nicht um Umwelt- oder Gesundheitsschutz geht, sondern nur um eine Kampagne zum Absatz neuer Autos.

Gruß Elmar

Volle Zustimmung Elmar. Das Problem ist der völlig undifferenzierte Umgang der Politik mit dem Begriff "Feinstaub". Besonders Gefährlich sind die sog. Nanopartikel, die ausschließlich von "modernen" Direkteinspritzern - auch Benzinern - emittiert werden, auch wenn sie nur einen Bruchteil der Gesamtmasse ausmachen. Ist schon ein Skandal, daß ein Euro-3- oder 4-TDI ohne Filter eine grüne Plakette bekommt, ein XM 2.1 TD aber nicht.

Außerdem: seit der Einrichtung der Fußgängerzonen vor ca 40 Jahren ist bekannt, daß eine punktuelle Verkehrsvermeidung zu einer verschärften Verkehrssituation in den umgebenden Bereichen führt. Wenn schon Umweltzone, dann müßte ein schlüssiges Gesamtkonzept her.

Gruß, Marko

So viel ich weiss, sind es nicht die Grünen, die in KR den Oberbürgermeister & Co stellen.

Am Sonntag habe ich noch gelesen, dass in KR keine Umweltzonen geplant seien.

Die Initiative ist genauso bekloppt, wie die Idee des Bremer (Grünen-) Abgeordneten, Plastiktüten zu verbieten.

Als die Grünen noch Fahrrad fuhren und Sandalen trugen waren sie noch OK, aber jetzt...

Gruß

Hal2000 (aus Krefeld)

wie die Idee des Bremer (Grünen-) Abgeordneten, Plastiktüten zu verbieten.

Ne, die Idee ist gut und sinnvoll. Sie soll in Australien umgesetzt werden. Achtlos weggeworfene Plastiktüten stellen ein ernstzunehmendes Umweltproblem dar, weil sie leicht verweht werden und oftmals Tieren eine tödliche Falle darstellen.

Also mir sind mehr Tiere aufgefallen, die z. B. überfahren wurden als an einer Aldi-Tüte erstickt sind. Gleich dazu ein Gesetz erlassen wollen halte ich für übertrieben.

Also mir sind mehr Tiere aufgefallen, die z. B. überfahren wurden als an einer Aldi-Tüte erstickt sind. Gleich dazu ein Gesetz erlassen wollen halte ich für übertrieben.

Stand neulich mal ein Artikel drüber drin in spiegel.de

Klar fallen Dir mehr überfahrene Tiere auf, als welche, die irgendwo mit ihrer Plastiktüte sich zu Tode gekämpft haben, oder gurkst Du quer durch'n Wald oder sogar übers Meer, wo die Tüten v.a. für Wasservögel verheerend sind? Die Tüten werden von nahezu überall antransportiert und bauen sich über Jahre nicht ab.

Is das gleiche wie im Krankenhaus. Da liegen auch massenhaft Kranke rum, die mir sonst so in der Fußgängerzone auch nicht aufgefallen sind.

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