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Fragen an Profis, Motorausbau XM Y4 2,1TD


schraubvogel

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Hallo erstmal

Nach längerer Pause habe ich wieder mal Zeit, an meinem XM weiterzuschrauben. Motor/Getriebe soll zwecks Austausch 4HP18 raus. Haynes verstehe ich zuwenig, eine deutsche Anleitung habe ich nicht. Habe zwar schon Schrauber-Erfahrung, aber eher mit japanischen und deutschen Produkten.

Nun stehe ich an 3, resp. 4 Punkten an:

1. KLIMA. Die festgemachten Punkte der Anlage sind das Innenraum-Kühlelement und der Klima-Kompressor. Muss ich die Anlage zum Motorausbau leeren oder geht es auch anders? Was muss man besonders beachten? Mit Klima habe ich null Erfahrung.

2. HYDRAULIK. Vorne unten am Getriebe hängt eine Federkugel und etliche Hydr.-Leitungen drum'rum. Ist das der sog. Druckspeicher?

Was darf/kann man ohne spezielle Einrichtung generell am hydraulischem System machen, wo darf ich die Leitungen trennen? Was ist zu tun bei Undichtigkeit? (Es tropft recht viel LHM auf den Boden) Muss man das System danach entlüften?

3. Auch Hydraulik. Oben über dem Getriebe ist ein schwarzer Kasten mit dem Schauglas der Hydraulik und eine Menge Schläche. Darf man diese Schäuche Zwecks Ausbau von den Anschlüssen abziehen? Was gilt es zu beachten?

4. Der ABS-Steuerblock ist im Wege, wenn der Motor raus soll. Geht der Motor da wirklich dran vorbei? Was muss ich bei einem Ausbau der Einheit beachten?

Danke vielmals schon im Voraus für die Antworten!

Grüsse

Andreas

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Hallo,

zu 1)

Motor habe ich nur bei XM ohne Klima ausgebaut, weiß dazu nichts genaues. Gehe aber davon aus, dass die Anlage entleert und die Leitungen getrennt werden müssen.

zu 2)

Vorne am Getriebe hängt der Druckregler mit der Druckspeicherkugel. Du darfst eigentlich alle Leitungen trennen, da gibt es keine besonderen Fallstricke. Wenn Dein XM neueren Baujahres ist (ca. 98/99), dann daruf achten, dass das Adapterstück im Druckregler an der dickeren Hydraulikleitung nicht verloren geht. Bei älteren Baujahren gibt es das nicht, soweit ich weiß, also kein Problem. Wenn Du Leitungen entfernst, die eine Gummidichtung haben, stecke beim Zusammenbau immer zuerst die Dichtung in die Bohrung und danach die Leitung. Aufpassen, dass dabei die Dichtungen nicht gestanzt werden oder das Gewinde der Leitung kantet.

Zuerst den Druck ablassen (Auto in Tiefstellung bringen, Motor laufen lassen, Schraube SW12 am Druckregler ca. 1/2-1 Umdrehung öffnen, das Auto ca. 2 Minuten lang so laufen lassen, Motor abstellen). Allerdings muss man sich als Selbstschrauber vorher überlegen, wie man bei abgesenktem Auto wieder drunter kommt, um z.B. den Auspuff zu lösen. Ich hatte meinen XM mit dem Wagenheber wieder hochgebockt, mit Böcken unterbaut und zusätzlich an allen vier Ecken zur Stabilisierung nochmal unterbaut.

Nach dem Zusammenbau darauf achten,dass die Pumpe nicht trocken läuft. Notfalls den Ansaugschlauch mit LHM anfüllen (musste ich allerdings noch nie machen). Dann Motor starten und nach wenigen Sekunden die Schraube SW12 am Druckregler wieder schließen. Nach ein paar Sekunden nochmal öffnen. Wenn es dabei zischt, baut sich schon Druck auf. Dann Schraube wieder schließen und warten, bis das Auto hochkommt (LHM-Stand dabei natürlich kontrollieren, wird in Höchststellung abgelesen).

zu 3)

Sinnvoll ist es, den LHM-Behälter zu leeren, damit später nicht unkontrolliert irgendwo die Soße aus abgeschruabten Leitungen tropft. Ich löse dazu eigentlich nie Schläuche aus Angst vor späterem Luftziehen. Wenn man den Behälter vorsichtig etwas kippt, kann man den gesamten Filter-/Ansaug-Komplex aus dem Behälter ziehen, ohne Schläuche abzunehmen. Der ganze Kram bleibt in einer Auffangwanne dann im Auto, nur der schwarze Behälter muss raus (Citroen hat dafür einen schönen Spezialbehälter, es geht natürlich auch mit jeder x-beliebigen Plastikwanne). Auf Sauberkeit achten!

zu 4)

mit Schaltgetriebe kommt man ganz gut am ABS-Block vorbei. Automatik weiß ich nicht, denke aber schon. Extrem hilfreich ist natürlich ein Motorheber mit Balacierer. Ich hatte damit meinen Motor angehoben, getriebeseitg abgesenkt und konnte dann noch im Auto die gesamte Einheit etwas drehen und dann rausschwenken. Vorher natürlich die gesamte Front abbauen, geht recht einfach.

Eigentlich ist das alles nicht sehr kompliziert und reine Fleißarbeit. Das richtig fiese ist, dass man unter schlimmsten Verrenkungen unterm abgesicherten Auto rumkriechen muss, wenn man keine Bühne oder Grube zur Verfügung hat. Die Ecke um den Turbo herum ist nicht besonders gut zugängig.

Hoffe, das hilft Dir etwas weiter.

Boris (kein Profi)

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Klima mußt du entleeren.

Das Hydraulikgedönns am Getrieba abbauen und zur Seite legen. Hier mußt du keine Leitungen lösen, nur den Schlauch der oben vom Behälter kommt.

Den Behälte rmußt du auch ausbauen. Das innenleben wo die schläuche drauf gehen kannst du auch bei seite hängen, du brauchst hier keine schläuche abzunehmen.

Und der ABS Block kann auch sitzen bleiben.

nehm dir die ganze schnauze vorweg und hole den motor nach vorne raus.

Das Geht, bei Fragen kannst auch gerne anrufen.

Matze

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Hallo Boris, hallo Matze!

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Wer so etwas schreibt, ist von mir aus ein Profi. Mindestens ein Foren-Profi-Schrauber.

Mit der Überschrift wollte ich ein bisschen sondieren, damit nicht irgendwelche Standart-Antworten kommen.

Ich habe vergessen, den Stand der Dinge zu schreiben. Kurz gesagt ist alles vom Motor schon weg, auch Front, bis auf die beschriebenen Punkte, und das Auto steht auf Böcken.

zu 1: ich werde versuchen, mitsamt dem Klima-Kompressor auszubauen. Habe es nur kurz angesehen, aber da hängt glaub ich alles schon jetzt frei herum bis auf die Leitungen zum Kompressor resp. Kühlelement. Werde wohl alles auf die Windschutzscheibe legen oder so.

zu 2: was ist die Schraube "SW12" Heisst das "schlüsselweite"? Wenn ich da beim Druckspeicher eine Leitung löse, die an die Karosse geht, tropft dann LHM nach? Muss/Kann man das System denn entlüften oder nicht? Wie erkenne ich, ob die Pumpe trocken läuft?

zu 3/4: danke!

Sorry dass meine Antwort so spät gekommen ist, habe etwas viel los und komme eh nicht vor Montag zum Schrauben.

Mit Gruss!

Andreas

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Bilder sagen mehr als Worte:

motor2.JPG

motor1.JPG

Beim Automatik muss vor Ausbau die Getriebeaufhängung abgebaut werden.

Kenne auch Leute die es mit Motorträger absenken und ohne Motorausbau gemacht haben, finde diese Methode aber sehr brutal. Für den Motorausbau benötigt man ca. 3 Stunden wenn man weiß was man macht und gutes Werkzeug (u.a. Pressluftknarre!) besitzt.

Wegen Hydraulik brauchst du dir keine Sorgen zu machen: die einzigen Verbindungen zur Karosse (diesel) sind die 2 Leitungen rechts unten im 2. Foto und 3 Gummileitungen zum Ausgleichsbehälter, vor Aubau einfach Drucklos machen (Fahrwerk auf ganz unten stellen).

Gutes Gelingen

Reini

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zu 2: was ist die Schraube "SW12" Heisst das "schlüsselweite"? Wenn ich da beim Druckspeicher eine Leitung löse, die an die Karosse geht, tropft dann LHM nach? Muss/Kann man das System denn entlüften oder nicht? Wie erkenne ich, ob die Pumpe trocken läuft?

SW heißt Schlüsselweite. Es gibt am Druckregler nur eine davon. Egal welche LEitung man löst, es tropft immer etwas. Bei manchen Leitungen tropft es so lange, wie eben LHM im Behälter ist, deshalb diesen ausbauen.

Nach dem Zusammenbau muss nichts entlüftet werden. Die o.g. Schraube SW 12 wird zwar oft "Entlüftungsschraube" genannt, dient aber eigentlich nur dem Anfüttern des Ansaugschlauchs zur Pumpe. Die muss dann wie oben beschrieben geöffnet werden.

Die Pumpe läuft nur dann trocken, wenn sie kein LHM bekommt. Hatte ich noch nie, weil die Anfütterei mit der Schraube am Druckregler bislang immer finktioniert hat. Falls nicht, sollte man eben etwas LHM manuell in den Schlauch geben. Ob die Pumpe fördert oder nicht, hört man am Geräusch. Kann's jetzt aber auch nicht besser hier beschreiben.

Boris

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Die gesamte Hydraulik ist selbstentlüftend. Die einzigen Leitungen, die man entlüften muss, sind die Bremsleitungen.

Gruss

Matthias

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Reini,

vielen Dank! meiner sieht wirklich genau so aus im moment, ausser dass der Motor noch nicht draussen ist. Auch dunkelgrün metallic...

Leute Leute, wenn ich euch so höre... 2,5 Stunden oder 3 Stunden für'n Ausbau...puh! Habe jetzt doch schon viel länger gebraucht! *amkopfkratz*

Nun da ich schon dabei bin, was soll ich am Motor gleich alles ersetzen respektive frisch abdichten?? (habe ich da auf dem foto nicht ein dichtungssatz gesehen!?)

was brauche ich auf der "Einkaufsliste"?

- Zahnriemen

- beide Keilriemen

- ...

- ...

jedenfalls VIELEN dank, nun weiss ich am Montag, wie weitermachen!

Grüsse

Andreas

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Hallo, wieviel hat der Gute denn gerannt? So ab 200000 km kann es nicht schaden, die Kopfdichtung gleich mit zu wechseln, wenn der Motor draussen ist. Ist im eingebauten Zustand ein ziemliches Gefriemel. Schau Dir auch alle Gummischläuche genau an (Wasser, Kraftstoff, Hydraulik) ob sie noch ok sind, besser kommst Du nicht mehr dran. Beim Zahnriemen die Rollen mit wechseln. Gruß, Werner

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  • 3 weeks later...
schraubvogel

Bis jetzt sind 244tkm auf der Uhr.

Habe aber keine Ahnung, was schon gemacht wurde, da ich ihn so gekauft habe. Weiss nur gewisse Dinge die hierzu keine Rolle spielen wie Bremsen, Federkugeln, Batterie etc.

Jetzt habe ich endlich wieder mal Zeit zum schrauben! *freu* (...und weg!)

Grüsse

Andreas

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Hallo, ob die Zylinderkopfdichtung schon mal gewechselt wurde ist so schwer zu erkennen, ich vermute bei dem Kilometerstand aber, dass noch die erste drin ist. Also besser erneuern, incl. Zahnriemen und Rollen, dabei auch mal die Wasserpumpe prüfen, wenn da aussen schon Schmodder zu sehen ist, raus damit, auch gleich das Thermostat. Bei den Wasserschläuchen auf Scheuerstellen achten und ob die Schläuche aufgequollen bzw, sich weich und dünn anfühlen, dann besser neu. Wenn der Motor draussen ist schau Dir das Leitungspaket zum HD-Behälter an, die Leitungen werden mit der Zeit hart und brüchig. Das ist zwar insgesamt ziemlich viel Materialaufwand, aber wenn Du das alles im eingebauten Zustand erledigen must und hinterher ein Teil nach dem anderen den Geist aufgibt hast Du nicht gewonnen. Ich hab bei meinem ersten Y3 TD bei 220000 km das selbe Theater durchgemacht und gleich alles, was nur irgendwie nach altersschwach aussah und an das man schlecht rankam ersetzt, danach hatte ich weitere 200000 km Ruhe (außer Inspektionen, Federung und Bremsen), bis sich die Kupplung wieder verabschiedet hatte. Gruß, Werner

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