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PSA mit neuer Hybrid-Strategie

Hervorgehobene Antworten

ich geb die Hoffnung nicht auf, dass PSA nicht doch noch eine Bombe zündet.

Obwohl längst entschieden, dass es bei PSA keinen Volkshybrid geben wird, zeigt CIT auf dem Genfer Salon 2008 wieder den C-Cactus und hat auch wieder den Hybrid-Fahrsimulator mit dem C4-Cockpit aufgestellt. Ich denke, da werden keine Bomben im Geheimen getestet. Da wurde ein Messeteam von der Konzernleitung kalt erwischt. Jetzt ist alles, was man an Zukunftskonzepten präsentiert, schon längst gecancelled.

Vom Diesel-Hybrid sind Sie wegen gestrichener staatlicher Subventionen dagegen abgerückt. Ist das Projekt gestorben?

Streiff: Nein. Das war ein Missverständnis. Wir werden 2010 den Diesel-Hybrid in Serie auf den Markt bringen. Wir werden unsere Lösung wahrscheinlich sogar noch früher als geplant in vielen unserer Autos bringen. Aus Kostengründen geht es aber wohl erst in höherpreisigen Modellen. Doch einführen werden wir den Diesel-Hybrid mit einem ganz neuen Modell.

Was für ein Modell wird das sein?

Streiff: Details kann ich noch nicht verraten, aber es geht nicht nur um Emissionsreduzierung, sondern um

ein Auto mit einem ökologische Gesamtkonzept.

Ende Zitat ams

Prima, ich nichts gegen Missverständnisse, wenn sie so bereinigt werden.

hs

Also ein Auto welches vergleichbar mit dem Cactus ist??? Das wäre ein wahrer Schritt...

Wohl vergleichbar mit dem Cactus, aber zu einem realistischen Preis. Nicht die Technik, sondern der ins Gespräch gebrachte Kleinwagenpreis war doch die größte Illusion bezüglich des Cactus. Nun ist ein sog. Ökoauto in einem höheren Segment zu erwarten.

hs

PS:

In gut informierten Kreisen munkelt man, dass bereits Verhandlungen mit unserem Marko aufgenommen wurden. :-)

jawoll! Unser Marko geht wieder mit gutem beispiel voran und zeigt statt ständiger concept-cars bald endlich einen praxistauglichen Diesel-Voll-Hybriden. wieder einmal ist die technologische speerpitze zurück nach frankreich gegangen!! ein wagen wie der c6 mit dem verbrauch eines ax diesel! die hybrid-bombe tickt! deckung toyota!

Richtig: Die Toy-Fahrer der Evolutionsstufe IV.2 gehen 2011 in Deckung vor den Cit-Fahrern der Evolutionsstufe I.0 die neben ihrem liegengebliebenen Hybriesel am Straßenrand winken um ein Stück mitgenommen zu werden. :D

Nee, im Ernst. Ich rechne wirklich mit der Überraschung, dass PSA in diesem Hightechträger zwar einen Hybridantrieb verbauen wird, aber keinen Diesel!

Vielmehr rechne ich mit einem auf Autogas optimierten Benziner.

Das Gewicht und der Aufwand für ökologisch vertretbare Dieselkomponenten wäre zu kontraproduktiv - also auch für Schalldämmung, Abgasreinheit und Kosten. Auch im Betrieb lägen die Vorteile auf der Hand: Autogas wird ja noch mehr als Diesel subventioniert.

Gruß

hs

Damit man sich mal ein Bild machen kann, mit was sich PSA rumschlagen muss, wenn sie einen marktfähigen Dieselhybrid entwickeln:

Zunächst ein optimistischer Beitrag zum Dieselhybrid, der allerdings nur Kosten und Energiesparpotenziale behandelt und damit viele andere Aspekte, nicht zuletzt Komfort und Praxistauglichkeit außer Betracht lässt.

http://www.heise.de/autos/Ist-der-Dieselhybrid-die-europaeische-Antwort-auf-japanische-Hybridtechnik--/artikel/s/4032/2

Aber dafür taugt dann dieser das Thema recht umfassend beleuchtende Beitrag:

http://www.heise.de/autos/Wo-bleibt-der-europaeische-Hybrid--/artikel/s/4311/4

Wenn man die vielschichtigen Aufgabenstellungen liest, sieht man besser wie groß die Herausforderung für die europäischen Hersteller sein muss oder - je nach Zielsetzung - sein kann.

Gruß

Holger

  • 4 Wochen später...

Zitat:

"Man könnte etwas vereinfacht sagen, dass man auf diese Weise

dem Dieselmotor ein ähnliches Drehmoment-Verhalten wie einem

Benziner anerzieht."

Zitat Ende

Wusst ich's doch! :-)

Zitat:

"Würde diese „Homogenisierung“ nicht bedeuten, dass beim Dieselhybrid

Leistung oder Effizienz verloren geht?

Nietschke: Das würde es tatsächlich bedeuten. Aus diesem Grund wäre auch

das Regelkonzept für das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor

beim Dieselhybrid völlig anders und komplexer als beim Ottohybrid.

Homogenisierung würde zunächst auch zu einem geringen Mehrverbrauch des

Dieselmotors führen."

Zitat Ende

http://www.heise.de/autos/Ist-der-Dieselhybrid-die-europaeische-Antwort-auf-japanische-Hybridtechnik--/artikel/s/4032

Vom Start-/Stopp-Schütteln eines daungeseisten Wenigzylinderdiesel steht da nichts.

Gruß

hs

Mittlerweile hat sich auch VW vom Diesel-Hybrid verabschiedet, vordergründig wegen der hohen Kosten (ob das der einzige Grund ist?) und wird einen (kleinen) Benziner mit Hybrid entwickeln. Längerfristig dürfte aber der reine E-Motor (ggf. mit "Reichweitenverlängerer") das Rennen machen, auch wenn AMS in der letzten Ausgabe der derzeitigen Benzin- und Dieseltechnik noch ein langes Leben vorraussagt. Hier dürfte von GM/Opel und Renault/Nissan noch einiges zu erwarten sein. Wenn Vollhybrid, dann dürfte sich das Schwergewicht ebenfalls vom V-Motor auf den E-Motor verlagern und die Reichweiten dürften sich im Vergleich zu heute erheblich vergrößern. Jedenfalls werden die nächsten Jahre sehr spannend und die Karten völlig neu gemischt. Wäre toll, wenn Citroen (bzw. PSA) die Kurve kriegt und ebenfalls ganz vorne mitmischt mit konkurrenzfähigen innovativen Modellen (dazu müssen aber die Modelle erheblich leichter werden und wenn sie über eine gut abgestimmte HP verfügten, nicht auszudenken).

Diese Milchmädchen Rechnungen machen das Lesen in diesem Forum nicht spaßiger.

Wie bitte soll ein Auto mit gewissen Sicherheitsmerkmalen bitte ein deutlich geringeres Gewicht erziehlen?

Alu, Carbon, Magnesium, na sicher aber mag hier jemand den Preis eines M6 oder A2 zahlen?

Denn entweder regt ihr euch auf dass die Autos zu teuer sind oder zuviel wiegen, wenn sie dann unsicherer als der Cit Standart wären und dann weniger wiegen würden und Günstig, dann wäre er wieder billig.

Aaaaahhh, manchmal mag man sich den virtuellen Strick nehmen hier.

Ausserdem, ABWARTEN.. das Potential hat unsere Marke aber wenn dann kommt etwas neues, denn auf den Hybrid Zug aufzuspringen macht nicht mehr viel Sinn.

sei es drum, das Gewicht wird ein wesentlicher Faktor sein... Audi hat das zumindest teilweise erkannt (siehe auch A8), Citroen auch, allerdings nur früher (BX etc.). Der neue C5 ist außen größer, innen kleiner und schwerer als der Vorgänger, folglich verbraucht er auch etwas mehr: Was für ein Fortschritt!

  • 2 Wochen später...

Streiff-Interview im "Figaro":

http://www.lefigaro.fr/automobile/2008/04/11/03001-20080411ARTFIG00384-christian-streiff-en-psa-sera-le-constructeur-le-plus-ecologique-de-la-planete.php

PSA stellt im Herbst in Paris das Projekt eines downgesizten, aufgeladenen Benziners vor. Der 3-Zylinder wird mit Technologien ausgestattet, über die er noch nicht sprechen könne (Spekulation Start-Stopp mit Bremsenergierückgwinnung) und ohne Kooperationspartner verwirklicht. An anderer Stelle (finde ich jetzt gerade nicht im Netz) gibt Streiff indirekt t zu, dass das Diesel-Hybrid-Projekt mit technologischen Problemen zu kämpfen hat. Technologische Forschungen "très sophistiqués" würden aber auch hier weiter unternommen und PSA habe bereits eine "sehr intelligente" Lösung gefunden, die im Moment patentiert werde.

Gruß Jean

Ich habe diese Projekte, die einem die Nase lang machen und dann doch nicht verwirklicht werden, wirklich satt. Andere haben in dieser Zeit schon über 1 Mio. PKW als Hybrid gebaut udn verkauft, da doktern die europäischen Wettbewerber noch immer herum, nörgeln an den Nicht-Diesel-PKW statt endlich Nägeln mit Köpfen zu machen. Motortechnisch war Citroen, von den Dieseln mal abgesehen, selten ganz vorne bei (siehe DS etc.), aber so weit hinten muss man sich als innovatives Unternehmen nun auch nicht anstellen, zumal die Umsatzzahlen (und damit hoffentlich auch die Gewinne) kaum strengstes Sparen anraten lassen sollten. Dass der Diesel-Hybrid große Entwicklungsprobleme haben dürfte, wurde hier schon vor langer Zeit angesprochen, ich glaube, von Holger. Nach Jahren kommt nun PSA auch darauf, dass es besser ist, einen weiterentwickelten Benziner zu verwenden.

Naja, ich sprach etwas an, was die Hersteller nie so richtig äußern wollten. Das Komforterlebnis ist eines der Highlights eines Hybridantriebs. Das lässt sich in meinem geistigen Klang- und Bewegungsbild mit einem ruppigen Diesel nicht oder nur sehr schwer errreichen.

Dennoch bringt VW in Kürze den Golf mit Dieselhybrid. Beweis:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,470813,00.html

Oops. Das war ja ziemlich genau vor einem Jahr. :-)

VW-Kunden sind von PD ja ziemlich schmerzfrei was den Komfort angeht. Also los!

Warum Citroën sich von Dieselhybrid in kleinen Fahrzeugen zurückzieht, dafür gibt's sicher andere Gründe.

1. Die aktuellen aufgeladenen Diesel, aber auch der Dieselmotor an sich ist kontraproduktiv für eine E-Motorunterstützung. Beide Aggregate entwickeln ihr höchstes Drehmoment im niedertourigen Bereich. Der Diesel müsste also in Richtung Benzinercharakteristik getrimmt werden. Da kann man auch gleich einen Benziner nehmen, der Rundlauf und Gewichtsvorteile hat, der mit mehr verschiedenen Kraftstoffen betrieben werden kann.

Flexibilität, Gewicht und Laufruhe sprechen für den Benziner.

2. Der Verbrauchsvorteil eines Dieselhybrid fällt prozentual nicht so hoch aus wie bei einem Benziner/Gashybrid.

3. Die Kosten. Zukünftige Abgasnormen treiben die Dieselfraktion jetzt schon in Argumentationsnöte. Die Autos würden in Konkurrenz zu konventionellen Dieseln unverkäuflich. Der Einspareffekt ist nicht so hoch wie der Aufwand es rechtfertigen würde. Selbst konventionelle Diesel werden Kostenprobleme kriegen.

Punkt 4 ist eine Art Frage von mir:

Haltbarkeit und Effizienz des Diesels im Hybridbetrieb. Wie schnell wird das Teil warm?

Wenn langsam, geht das auf die Effizienz. Wenn man ihn zu kalt betreibt um den Hybrideffekt zu nutzen, geht's auf die Haltbarkeit!?

Gruß

Holger

PS: Die ID des sparsamen Dreizylinders kam ihnen bestimmt während einer C1-Fahrt. :D

Der Diesel wäre höchstens sinnvoll, wenn er nur als Generator für den Akku dient. Das wäre meines Erachtens schon eine Überlegung wert. Man könnte den Motor immer im Drehzahloptimum betreiben.

Martin

Auf jeden Fall! Wenn er in einem seriellen Hybrid immer im optimalen Betriebspunkt läuft, also in Teillast, ist der Diesel unschlagbar.

Den optimalen Betriebspunkt sucht man allerdings auch beim Benzinerhybrid zu halten.

Der Prius z.b. ist ja ein Mischling, sowohl serieller, als auch paralleler Hybrid.

Hier mal zwei Bildchen, die anhand der Drehmoment- und Leistungskurven des Prius-Systems aufzeigen, wie gut sich ein drehmomentschwacher Benziner (besonders drehmomentschwach weil Atkinsonmodus) mit dem E-Motor harmoniert.

04PriusICECurve.JPG

Atkinson Benziner alleine

04PriusCombinedCurve.JPG

Hybrid-Systemperformance

Der kommende Plug-in hat sogar noch mehr E-Power, das bringt aktuell getesteten Prototyp eine Systemleistung von knapp 140 PS, später in Serie mit Lithium-Ionen-Batterie wahrscheinlich sogar noch etwas mehr.

Gruß

Holger

Nach meiner Kenntnis hat sich VW gerade vom Diesel-Hybrid verabschiedet und wird einen kleinen, aufgeladenen Benziner kombinieren.

Hehe.

Habe ich das jetzt richtig verstanden

und der Mr. Bean-Modus verhilft dem

E-Motor, den V-Motor leichter anzu-

schubsen? Also komfortabler?

Grüße an Rowan A.

L.

  • 4 Monate später...
Als Innovation kündigte Collin an, dass Peugeot von 2011 an den Diesel-Hybrid nicht nur in einem Serienfahrzeug einsetzen werde, sondern schon vorher auch im Rennsport. «Wir haben bereits einen Prototypen mit einem Diesel-Hybrid entwickelt und wollen mit dieser Technik in Zukunft Rennen fahren.» Ein Rennwagen mit Diesel-Hybrid könnte schon bald auch in der LeMans-Serie eingesetzt werden, sagte der Peugeot-Chef.

http://www.autogazette.de/Hohe-Ziele-fuer-deutsche-Filiale/artikel_1136299_6.htm

In LeMans läßt sich leicht Diesel-hybridisieren,

da kommt es ja auch nicht auf ruckfreien

Fahrkomfort an.

Schomma was gehört von Komfort-Innovationen,

die aus dem Rennsport kamen? Ich nich.

OK, Jägermeister. Kam aber in den Rennsport, als Sponsor.

L.

Auf dem Pariser Autosalon wird Peugeot ein viertüriges Coupe als Studie präsentieren - mit 313 PS und Benzinhybrid. CO2-Ausstoß 109 Gramm je km.

Der Motor wäre allerdings auch für den C6 nicht schlecht. Und fertig wäre das Auto mit Premium-Antrieb, Premium-Federung und (sicher) auch Premiumpreis.

Gruß

Markus

Genialer Antrieb plus geniales Fahrwerk kostet halt was.

Da ließe sich manch einer nicht lumpen.

hs

  • 1 Jahr später...
  • 2 Monate später...

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