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Umweltzonen Diskusion Anheizen

Hervorgehobene Antworten

Hallo

Da ich keinen beitrag finden konnte mache mal einen neuen auf.

Hat Jemand zufällig den Beitrag in der Oltimer Praxis gelesen? Ich meine die Ausgabe April 2008 Seite 79. Ist den die Lobie so gering, das man mit den dort aufgeführen Stimigen Argumenten nix erriechen kann?

Hallo,

die Oldtimer Praxis habe ich nicht gelesen, aber gestern im RBB einen Beitrag über Schiffs-/Straßenverkehr in Berlin gesehen.

Berlin hat bekanntlich die komplette Innenstadt zur Umweltzone erklärt. So darf man auf (Asphalt-) Straßen nicht ohne Plakette, derzeit mind. "rot" einfahren ohne Bußgeld und Punkte zu riskieren.

Auf (Wasser-) Straßen fahren die zahlreichen Schiffe wie aufgefädelt ohne jede Beschränkung auch in der Innenstadt herum. Laut Anwohner bilden sich über den Wasserstraßen regelrechte Diesel-Nebelschwaden.

Die Schiffe fahren mit weit schwefelhaltigeren Kraftstoffen als jedes Auto.

Die Schiffe würden niemals auch nur die "rote" erreichen; Warmlaufphasen von 30 Minuten sind Gang und Gäbe.

Die Wasserstraßen unterstehen dem Bund, die Asphaltstraßen dem Land und die Länder entscheiden über Umweltzonen.

Die Reeder wehren sich nachhaltig gegen Partikelfilter - Das nenne ich mal Lobby-Arbeit.

Gruß Volker

Hallo,

Gestern war ein Bericht auf N- TV, Welt der Wunder über Feinstaub.

Resultat war das lediglich 4% dem Autoverkehr zugeordnet werden können.

Die Untersuchung war vom Fraunhofer Institut in München ( mein Arbeitgeber).

Es wurde dann weiter aufgezeigt, das die hohen Werte im letzten Jahr halt Klima bedingt sind.

Bei langen Trockenperioden steigt der Feinstaub in der Luft an, das ist ganz normal.

Letztlich wird der Feinstaubgehalt in det Luft mehr vom Wetter beeinflusst, als vom Autoverkehr.

Jetzt ist für mich nur die Frage ob unsere Politiker zu blöd sind solche Sachverhalte zu verstehen, oder ganz gezielt versuchen Leute mit alten Autos zu zwingen neue zu kaufen um damit die Wirtschaft anzukurbeln. Ich denke mal letzteres ist der Fall.

Würde es hier wirklich um Umweltschutz gehen, würde man bei der Industrie und den Stromerzeugern ansetzen, die produzieren nämlich jeweils ca. 20% Feinstaub.

Das ganze ist halt politisch so gewollt...

Gruß Edgar

Bei langen Trockenperioden steigt der Feinstaub in der Luft an, das ist ganz normal.

Richtig! Und genau deswegen werden in vielen südlichen Ländern der EU einfach die Straßen gewässert. So bleibt der Feinstaub am Boden und kann nicht gemessen werden ;)

Jetzt ist für mich nur die Frage ob unsere Politiker zu blöd sind solche Sachverhalte zu verstehen, oder ganz gezielt versuchen Leute mit alten Autos zu zwingen neue zu kaufen um damit die Wirtschaft anzukurbeln.

Beides! Aber das war doch von vornherein klar. Die Spackos in Berlin haben allerdings schnell begriffen, daß das mit den Plaketten nicht so richtig klappt, daher der neue Versuch mit dem "Bio-Sprit". Fahrer alter Autos müssen so viel wie möglich berappen, damit sie sich lieber ein neues anschaffen, als das alte zu erhalten.

Auf (Wasser-) Straßen fahren die zahlreichen Schiffe wie aufgefädelt ohne jede Beschränkung auch in der Innenstadt herum. Laut Anwohner bilden sich über den Wasserstraßen regelrechte Diesel-Nebelschwaden.

Die Schiffe fahren mit weit schwefelhaltigeren Kraftstoffen als jedes Auto.

Die Schiffe würden niemals auch nur die "rote" erreichen; Warmlaufphasen von 30 Minuten sind Gang und Gäbe.

Gruß Volker

Haben die Berliner es gut, die Boote fahren "nur" mit Diesel und haben "nur" 30 Minuten Warmlaufzeit.

In "richtigen" Häfen liegen Schiffe mit Schwerölmotoren, und zumindest der Hafenmotor läuft dauernd, da es billiger ist den benötigten Strom damit selbst zu erzeugen als ihn von Land zu beziehen.

Die Politik konnte das machen, weil die Mehrheit der Autofahrer davon nicht betroffen ist.

Wer fährt den so alte Karren die keine Plakette bekommen? Schaut euch mal im Bekanntenkreis um, die überzeugten Altwagenbesitzer, und die, die aus wirtschaftlichen Gründen so ein Auto fahren müssen, sind zu wenige. Da muß die Politik keine Rücksicht nehmen.

Den Rest interessiert das Thema einfach nicht.

Problemstellung:

Die übergeordnete Gesetzgebung / Vorgaben stammt aus Brüssel.

Bürger die von Überschreitungen der Grenzwerte Feinstaub betroffen sind haben ein Klagerecht gegen die entsprechende Kommune.

Die wird natürlich Maßnahmen ergreifen müssen, schon um darzulegen dass sie alles getan hat die Messwerte einzuhalten.

Fahrverbote sind da noch das Billigste und kommt Klägern entgegen.

Servus Andreas

Problemstellung:

Die übergeordnete Gesetzgebung / Vorgaben stammt aus Brüssel.

Bürger die von Überschreitungen der Grenzwerte Feinstaub betroffen sind haben ein Klagerecht gegen die entsprechende Kommune.

Die wird natürlich Maßnahmen ergreifen müssen, schon um darzulegen dass sie alles getan hat die Messwerte einzuhalten.

Fahrverbote sind da noch das Billigste und kommt Klägern entgegen.

Servus Andreas

Brüssel hin oder her, wenn die Mehrheit der PKWs keine Plakette bekommen könnten, gäbe es die Verordnung noch nicht.

Ein anderes Thema ist, ob die Dinge in Brüssel, die da geboren werden, irgendwas mit Demokratie zu tun haben.

Moin miteinander,

Einstein sagte mal: zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Gruß aus BGL von Gerrit

Hallo,

die Gesetzgebung aus Brüssel besagt lediglich das gegen den Feinstaub was gemacht werden muß, mehr aber nicht!

In den Niederlanden gibt es deshalb Zuschüsse wenn man sich eine neue Heizung einbaut..Fahrverbotszohnen aber nicht....irgendwie komisch....

Hallo allerseits,

ich dachte mir auch von Anfang an, dass die Autoindustrie dahinter steckt. Dass in trockenen Sommern im Vergleich zu verregneten erhöhte Feinstaubwerte gemessen werden leuchtet eigentlich sofort ein. Dass nun (ausgerechnet!) die FDP ein Oppositionsprogramm in Richtung feinstaubbindende Dachbegrünung (oder generell Stadtbegrünung) fährt müsste doch auch schon vorher klar gewesen sein. Man bekommt das Gefühl, dem mündigen Bürger werden entweder Informationen vorenthalten, oder man gaukelt ihm zumindest einen völlig falschen oder verzerrten Sachverhalt vor.

Wenn jedem, der ein Auto hat, das nicht plakettentauglich ist, ans Herz gelegt wird 'Dann kauf' dir halt ein neues 'sauberes' Auto' will ich an dieser Stelle eine Bekannte mal zitieren. Sie sagte kürzlich 'Das ökologischste Auto ist das, welches nicht gebaut wird'. Damit wird nicht nur darauf hingewiesen, dass die Herstellung eines Autos in die Umweltfreundlichkeit desselben mit einfließt (was von den meisten Leuten aber gar nicht wahrgenommen/ realisiert wird weil es in keiner Werbung auftaucht), sondern auch die Attitüde 'Ich fahr mein Auto bis es auseinanderfällt' vollkommen ausreichend gerechtfertigt. Außerdem sympathisch finde ich daran: man unterstützt damit die Ersatzteilbranche (die aus vielen kleinen besteht) anstatt die wenigen Großen, die m.E. bei der momentanen (Umweltzonen-)Lage eher nicht so viel zu befürchten haben.

Die Grundidee der Umweltzone ist vielleicht gar nicht so schlecht. Irgendwo muss man ja anfangen. Aber dass die Sache (ist doch eine EU-Regelung, oder?) so unausgegoren, und ungerecht durchgesetzt wird (mit Deutschland mal wieder als Vorreiter) gibt mir zu denken. Ich kann mir nicht erklären, wie ein SUV mit dem 3fachen Verbrauch einer Ente eine grüne Plakette bekommt und letztere nicht. CO2 wird nicht gefiltert, richtig?

Nunja, mein 'Protest' gegen die Umweltzone sieht so aus, dass ich die Ente erstmal weg stelle und einen Ami 8 Break auf die Straße bringen werde. Dann fährt die selbe Technik in anderem Gewand durch Berlin und darf sich sogar Oldtimer nennen. Die Ente im Schafspelz, oder so.

Ökologische Grüße,

Patrick

EU-Vorschriften werden in Brüssel gemacht, in Paris gelesen, in London abgelegt, in Rom in die Tonne gedrückt und in Berlin befolgt.

Hallo,

die Gesetzgebung aus Brüssel besagt lediglich das gegen den Feinstaub was gemacht werden muß, mehr aber nicht!

In den Niederlanden gibt es deshalb Zuschüsse wenn man sich eine neue Heizung einbaut..Fahrverbotszohnen aber nicht....irgendwie komisch....

Moin,

zum Thema "Fahrverbotszonen in den Niederlanden" habe ich dies im R25-Forum gefunden, gepostet von einem niederländischen Foristen.

http://www.renault25.de/wbb/thread.php?threadid=555&sid=29220805f1d0514f29c3c46f92d5cbe7

LG,

Oliver

...Wenn jedem, der ein Auto hat, das nicht plakettentauglich ist, ...
Alle meine Autos sind plakettentauglich. Die Windschutzscheiben sind allemal groß genug für 'ne Menge Plaketten, sogar die der Ente! Ich krieg bloß keine :-(

Ob ausgegoren oder unausgegoren: welchen Sinn soll eine "Umweltzone" (welch Wortungetüm von Leuten, die nicht mal deutsch können....) haben? Wer soll mit welchen Mitteln wovor geschützt werden? Warum? Ist eine Schutzwirkung nachgewiesenermaßen so hoch, dass die Schutzmaßnahme eine entschädigungslose Enteignung rechtfertigt?

Bei MIR sind die 25 Jahre ökologistischer Gehirnwäsche NICHT ausreichend gewesen, um an neomarxistischen Zwangsmaßnahmen auch nur IRGENDETWAS Gutes oder gar Sinnvolles erkennen zu können.

Zu Herrn G.T. schreibe ich nix mehr.

Aber den N-TV-Beitrag habe ich auch gerade gesehen. (Wiederholen die eigentlich täglich? ;))

Hallo,

Gestern war ein Bericht auf N- TV, Welt der Wunder über Feinstaub.

Resultat war das lediglich 4% dem Autoverkehr zugeordnet werden können.

Die Untersuchung war vom Fraunhofer Institut in München ( mein Arbeitgeber).

Es wurde dann weiter aufgezeigt, das die hohen Werte im letzten Jahr halt Klima bedingt sind.

...

Gruß Edgar

Sehr fatalistisch war übrigens die Schlussfolgerung des Beitrags:

Weil der Feinstaub nur zu einem geringen Anteil vom PKW-Verkehr verursacht wird, werden die Fahrverbote wirkungslos sein. Und weil sich die Feinstaubwerte dann also nicht verbessern werden, werden wohl auch die nächsten Stufen des Fahrverbots-Unsinns (also Verbote auch für rote, später auch gelbe Plaketten) eingeführt werden!!!

Ganz schön paradox, oder?

>>Jürgen

Zu Herrn G.T. schreibe ich nix mehr....
Da bin ich aber froh... :-D

Ich hoffe, daß die Plaketten abgeschafft werden oder sich gar nicht erst durchsetzen.

Ich selbst habe noch keine, halte das für übertriebene Kaisertreue bzw. für vorauseilenden Gehorsam!

Für die Berliner / Kölner unter uns: Seid Ihr wirklich schon einmal kontrolliert worden?!

LG Julian

Für die Berliner / Kölner unter uns: Seid Ihr wirklich schon einmal kontrolliert worden?!

Hallo Julian,

in Berlin war vor kurzer Zeit ein Streik der BVG (Straßenbahn, Bus, U-Bahn).

Da wurde gemeiner Weise stark kontrolliert.

So wurden die Leute, die trotzdem pünktlich zur Arbeit wollten und mit ihren (alten) Autos fuhren, abgezockt.

Das nenne ich Bürgerfreundlichkeit.

Nebenbei: Die Autos der Kontrolleure und der Polizei haben keine Plakette - Ausnahmegenehmigung.

Gruß Volker

Nebenbei: Die Autos der Kontrolleure und der Polizei haben keine Plakette - Ausnahmegenehmigung.

Mann muß nur auf der richtigen Seite sein.

Bei normaler Wetterlage (leichter Westwind) ein Blick von Aachen Richtung Niederlande: blauer Himmel. Schau ich Richtung Köln, verschwindet hinter Weisweiler alles (insbesondere Köln) unter der gelblich-braunen Dreckglocke der Rheinbraun-Braunkohleöfen. Ob das alles nur Schwefelverbindungen sind?

Zum Thema Ignorieren der Plakettenverordnung: Je weltfremder die Verordnung, desto drakonischer die angedrohten Strafen, hier sogar Punkte in Flensburg - auf die Dauer kein Spass. Wer in Handbreitenabstand an Radfahrern vorbeifährt, bekommt in Aachen nicht mal ne mündliche Verwarnung. Alles sehr sinnig das...

Jürgen

Hab letzte Nacht geträumt,....

jeder zahlt die 4,99.- auf ein Konto ein, statt es für einen unsinnigen Aufkleber auszugeben.

Die Summe sollte ausreichen um 2 oder 3 Staranwälte zu bezahlen und die ganze Geschichte zu beenden.

War aber nur ein Traum...........

Gruß Herbert

Anwälte nutzen da wenig, da schon die Gesetze falsch sind. Wir leben halt - wie beispielsweise auch die Chinesen - nur in einer repräsentativen "Demokratie", wo Gesetze auch gegen den Willen und zum Schaden der Bevölkerung erlassen werden. Da kann man nichts machen, das ist halt so.

Jürgen

Bei normaler Wetterlage (leichter Westwind) ein Blick von Aachen Richtung Niederlande: blauer Himmel. Schau ich Richtung Köln, verschwindet hinter Weisweiler alles (insbesondere Köln) unter der gelblich-braunen Dreckglocke der Rheinbraun-Braunkohleöfen. Ob das alles nur Schwefelverbindungen sind?

Zum Thema Ignorieren der Plakettenverordnung: Je weltfremder die Verordnung, desto drakonischer die angedrohten Strafen, hier sogar Punkte in Flensburg - auf die Dauer kein Spass. Wer in Handbreitenabstand an Radfahrern vorbeifährt, bekommt in Aachen nicht mal ne mündliche Verwarnung. Alles sehr sinnig das...

Jürgen

Die Braunkohlekraftwerke haben wirksame Elektrostaubfilter, Entschwefelung und Entstickunganlagen. Das was du siehst, sind eher die Abgase vom Hausbrand in der Region Köln.

Es gibt keinen gelblich braunen Qualm aus Braunkohlekraftwerken mehr. Den Schwefel den du in der Luft vermutest, kannst du in Form von Gibs im Kraftwerk mit dem LKW abholen.

http://de.wikipedia.org/wiki/REA-Gips

Moin,

eigentlich wollte ich die grüne Plakette ja verweigern. Aber mir ist sie weder auf dem Strassenverkehrsamt noch von Werkstätten, wo ich wegen Kostenvoranschlägen war, angeboten worden. Ich habe auch nicht explizit nachgefragt, dass heisst, ich fahre ein fast 20 Jahre altes G-Kat-Auto ohne grüne Drecksmurmel. Mein Schmerz darüber hält sich in Grenzen. :D

LG,

Oliver

Die Braunkohlekraftwerke haben wirksame Elektrostaubfilter, Entschwefelung und Entstickunganlagen. Das was du siehst, sind eher die Abgase vom Hausbrand in der Region Köln.

Es gibt keinen gelblich braunen Qualm aus Braunkohlekraftwerken mehr. Den Schwefel den du in der Luft vermutest, kannst du in Form von Gibs im Kraftwerk mit dem LKW abholen.

http://de.wikipedia.org/wiki/REA-Gips

Wirksam sind auch Nachrüst-Rußpartikelfilter... zu ~10% :). Wirklich wirksam ist eher die Presseabteilung von Kack - äh sorry - Rheinbraun. Meine beschriebenen Beobachtungen kannst Du vorzugsweise im Sommer bei blauem Himmel machen, da ist der Kölner Hausbrand wohl auch eher gering.

Jürgen

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