22. April 200818 J. Mal eine Frage an die Chemiker unter Euch. Gibt es schon Fortschritte aus einer Tasse Wasser und einem Liter Luft zumindest so etwas wie CH4 hinzubiegen? Das müsste doch der Königsweg für unsere Automobilindustrie sein. Auch wenn mein geliebter Diesel hinten runterfällt, so langkettig wird es wohl nicht.
22. April 200818 J. Man trifft sich auf der Nationalstraße N4 im C8 mit nem Hummer 1.0 und rufe über O2 den Service für Milch, ggfs auch Zucker für den Genuss von feinstem C8H10N4O2. hs
22. April 200818 J. Oh, also mit CH4 würde ich es nicht versuchen... Das ist Methan, ein Treibhausgas der übelsten Sorte. Siehe Diskussion über rülpsende Kühe.
22. April 200818 J. Ersteller C8H10N4O2Was ist denn das? Ich kenne nur C6H12O6, ganz lecker Oh, also mit CH4 würde ich es nicht versuchenWas nicht versuchen, nachdem es Dich voran gebracht hat, hast Du ja wieder nur unser geliebtes CO2 und ein bisschen Wasser. Es gab im letzten Jahr mal Berichte über einen Graphitkatalysator, der in der Lage sein soll CO2 zu knacken. (also künstliche Photosynthese) Wollte mal hören, ob es da was Neues gibt. Die Synthese aus Strassen- und Autonamen finde ich aber auch klasse.
22. April 200818 J. Heißt das nicht C6(H2O)6? Passt ganz gut zu meinem Lieblingsgetränk mit C8H10N4O2. Aber von C2H5OH lass ich die Finger weg! hs
22. April 200818 J. Es gibt eine ziemlich coole Technologie, um den Kohlenstoff aus dem CO2 abzuspalten, und wieder reines O2 zu erzeugen. Braucht aber u.a. eine Menge Sonnenenergie.
22. April 200818 J. Ersteller Passt ganz gut zu meinem Lieblingsgetränk mit C8H10N4O2Jetzt bin ich schlauer Dann hoffe ich mal für Dich, dass Dein Dealer das aus fermentierten Pflanzenabfällen,und nicht gerösteten, herstellt Aber von C2H5OH lass ich die Finger weg!Am Ende mal ne OhHa-Gruppe ist doch ganz OK !?Es gibt eine ziemlich coole Technologie, um den Kohlenstoff aus dem CO2 abzuspalten, und wieder reines O2 zu erzeugen. Braucht aber u.a. eine Menge Sonnenenergie.Die habe ich auch im Garten,aber dann wird wieder das Brot teurer ....und Topfpflanzen. Jede Menge Topfpflanzen.Eben nicht, aber OK: Ja genau, jetzt musst Du nur noch mit Deinem Auto dicht genug ans Wohnzimmer kommen um zu tanken
22. April 200818 J. Was meinst du genau mit deiner Frage? Könnte dir eventuell helfen, wenn ich wüsste was du genau wissen willst .... ;-) Gruß Arne
22. April 200818 J. Oh, also mit CH4 würde ich es nicht versuchen... Das ist Methan, ein Treibhausgas der übelsten Sorte. Siehe Diskussion über rülpsende Kühe. Brennt aber verdammt gut. Und das gute Erdgas, das wir so gerne in unseren Heizungen verfeuern, besteht zum größten Teil aus??? Ja genau, Methan. Gruß Fred
22. April 200818 J. Ersteller Was meinst du genau mit deiner Frage?Könnte dir eventuell helfen, wenn ich wüsste was du genau wissen willst .... ;-) Also,ich möchte wissen wie weit die Forschung ist, aus Luftkohlendioxyd und Wasser technisch, also ohne den 'Umweg' über die Pflanze (Biogas, Bioethanol), z.B Methan herzustellen. Machte natürlich nur Sinn beim Einsatz von Solar-Strom und -Wärme. Kam darauf weil Transport und Speicherung von reinem Wasserstoff (Brennstoffzelle) ja problematisch ist.
23. April 200818 J. Also, mein Chemie Unterricht ist zwar schon eine Weile her, aber ich glaube der Hauptpunkt ist doch der: CO2 ist eine "energiearme" Verbindung - d.h. man muß für praktisch jede chemische Umwandlung Energie zuführen. Damit das im Auto selbst möglich wäre, müßte die benötigte Energie klein sein im Vergleich zur Motorleistung, da der eigentliche Zweck des Motors ja der Antrieb ist. Um eine Verbindung wie Methan herzustellen, die (als Erdgas) ähnlich energiereich ist wie der Treibstoff der den Motor antreibt, müsste man wohl theoretisch ähnlich viel in die Umwandlung hineinstecken, wie vorher im Motor entstanden ist - d.h. es bliebe keine Leistung mehr zum Fahren übrig. Da Verbrennungsmotoren nur einen Wirkungsgrad von ca. 33% haben, müßte man dann wohl in der Praxis (zumindest) die dreifache Leistung des Motors in die Umwandlung stecken, was wohl etwas schwierig wäre. Meine sehr subjektive Schlußfolgerung daher: vergiss es LG Peter
23. April 200818 J. Ersteller Arghh, Ich muss hart an mir arbeiten, um meine Fragen deutlicher zu stellen Damit das im Auto selbst möglich wäre,...Natürlich nicht, Du pflanzt Dir ja auch kein Rapsfeld auf Deine Karre wenn Du mit PÖL fahren willst!Geht eher so in die Richtung 'Sahara mit Solarzellen überdachen'. Ich bezog mich auf diese Ansätze http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-80513.html Danke
23. April 200818 J. Geht eher so in die Richtung 'Sahara mit Solarzellen überdachen'. Ich bezog mich auf diese Ansätze http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-80513.html Klingt für mich nach dem Motto "warum einfach wenns kompliziert auch geht" Warum nicht gleich so: http://www.choren.com/de/ LG Peter
23. April 200818 J. Ersteller Warum nicht gleich so:http://www.choren.com/de/ z.B. weil Biomasseproduktion (meist) eine stark zyklische Angelegenheit ist und immer die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion bezüglich der Fläche besteht.
23. April 200818 J. z.B. weil Biomasseproduktion (meist) eine stark zyklische Angelegenheit ist und immer die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion bezüglich der Fläche besteht. Das geschilderte Verfahren kann eben mit Biomasse betrieben werden, die als Abfall- oder Nebenprodukt der Nahrungsmittel- oder Holzproduktion entsteht, und steht daher nicht notwendigerweise in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion - im Gegensatz zu jetzt gängigem Ethanol oder Biodiesel. Scheint mir wesentlich realistischer als die Wüste mit Solarkollektoren vollzupflastern, und dann die gewonnene Energie wieder ins System Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von max. 35% zu pumpen
23. April 200818 J. Ich hab' vor ein paar Wochen 'mal 'nen Bericht im Spiegel darüber gelesen, dass man wohl inzwischen mit recht hohem Energieeinsatz (=> Sahara überdachen) CO2 zu Methanol umwandeln kann. Dieses zu anderen Stoffen weiterzuverarbeiten (z.B. zu Ethanol) ist nun wirklich kein Problem (aber auch recht energieaufwendig). Prinzipiell also möglich, man muß es nur noch bauen. Gruß Jan
23. April 200818 J. Ersteller Das geschilderte Verfahren kann eben mit Biomasse betrieben werden, die als Abfall- oder Nebenprodukt der Nahrungsmittel- oder Holzproduktion entsteht, und steht daher nicht notwendigerweise in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion - im Gegensatz zu jetzt gängigem Ethanol oder Biodiesel.Und das reicht dann für die 8 Taxis und die 2 an der Studie teilnehmenden Busse.und dann die gewonnene Energie wieder ins System Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von max. 35% zu pumpenNun ja, so eine durchschnittliche Pflanze hat, bezogen auf ein Jahr, eine Gesamteffektivitätvon ~1% (EIN %). Wobei der Wirkungsgrad einer Sache ja fast egal ist, wenn man die notwendigen Dinge quasi unbegrenzt zur Verfügung hat und nicht zu viel Arbeit rein stecken muss. Mit landwirtschaftlichen Flächen wird es langsam knapp. Für das dankenswerterweise fallengelassene E10 waren ja schon Urwaldrodungen angesagt, extrem kontrapruduktiv. Aber ich habe ja auch nicht gesagt dass dies die automobile Zukunft ist. Ich wollte lediglich wissen inwieweit die technischen Grundlagen dazu gediehen sind. Wir sollten in 100 Jahren noch einmal zu diesem Thema konferieren. Ich hab' vor ein paar Wochen 'mal 'nen Bericht im Spiegel darüber gelesen, dass man wohl inzwischen mit recht hohem Energieeinsatz (=> Sahara überdachen) CO2 zu Methanol umwandeln kann.Danke Dir, ich werde suchen.
23. April 200818 J. Heißt das nicht C6(H2O)6?Passt ganz gut zu meinem Lieblingsgetränk mit C8H10N4O2. Aber von C2H5OH lass ich die Finger weg! hs 6 CO2 + 6 H2O ----> C6H12O6 + 6 O2
24. April 200818 J. Moin, aus Kohlenstoffdioxid und Wasser bzw. Wasserstoff einen Energieträger herzustellen, der besser zu lagern und leichter zu handhaben ist als Wasserstoff selber, ist nicht mehr das große Problem. Siehe hierzu z.B. "Jenseits von Öl und Gas" -- Die Methanolwirtschaft: Lösung des Energieproblems und gleichzeitig Ende der globalen Erwärmung? Das Buch ist vom Chemienobelpreisträger G. A. Olah. Allerdings bleibt das grundsätzliche Problem bestehen, woher soll man die Energie für den Prozess hernehmen? Ein Teil des Grundproblems wird ja schon in posting #13 beschrieben. Das Grundproblem bleibt also. Wir müssen einen Prozess finden, der die Sonnenenergie einfängt. Bei den Pflanzen läuft es über die Photosynthese und in der Technik geht das bisher nur vernünftig und effizient über Photovoltaik und Solarthermie (von der Hausanlage bis zum Großkraftwerk). Andere Wege sind meines Wissens nicht bekannt. Indirekte Nutzung über Windkraft und Wasserkraft einmal ausgenommen. Wie gesagt: Chemisch besteht kein Problem mehr aus CO2 und H2 einen Energieträger herzustellen. Doch woher wir die dafür benötigte Energie bekommen, bleibt die ungelöste Kernfrage. Kernenergie kann - abgesehen von den Gefahren - keine dauerhafte Lösung bringen, denn die Uranvorkommen sind auch begrenzt. Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen ist ökologischer und ökonomischer Unsinn (bei Interesse hierzu: http://www.arbi.ch/oekobila1.htm). Biogas aus Abfällen ist o.k. aber zu wenig. Kohle, Erdöl und Erdgas sind bald zu teuer und außerdem endlich. Eine alternative wäre noch der Einsatz von Algen, aber das löst das Problem auch nicht, weil die Effiziens zu gering ist. Die Nutzung der Sonnenergie über Photovoltaik und Solarthermie werden die einzigen Möglichkeiten bleiben, das Problem zu lösen. Also sollten wir versuchen den Wirkungsgrad der bisherigen Anlagen zu verbessern (dann braucht man weniger Fläche für die gleiche Energiemenge) oder neue Möglichkeiten zu erforschen, wie wir die Sonnenenergie in für uns nutzbare Energie umwandeln. Außerdem kann das Problem durch Energieeinsparung gedämpft werden. Gruß Arne
24. April 200818 J. Es wäre aber schon interessant den Prozeß der Photosysthese zu technisieren und zu optimieren. Z.B. in dem Sinne daß genmainipulierte Algen unter Sonneneinstrahlung aus CO2 (aus einem konventionellen Kraftwerk) und Wasser Ethanol produzieren. Das ganze als großer künstlicher Bioreaktor aufgebaut und auf den Nutzen optimiert.
24. April 200818 J. Also wenn die benötigte Energie auf einem Weg gewonnen wird, der auch effizient zur Stromerzeugung benutzt werden kann (Photovoltaik, Windkraft, Atomkraft(igitt)), dann kann man die Energie gleich in einen Litium-Ionen Akku (oder eines der noch besseren Nachfolgeprodukte) laden, und elektrisch fahren. Da braucht's dann weder Wasserstoff noch Methanol
24. April 200818 J. Moin, das wäre natürlich prinzipiell auch möglich, nur leider sind Speicherkapazitäten von Batterien noch sehr gering, für Autos usw. mag das reichen, für die Großindustrie können Batterien mittelfristig keine Lösung sein. Aber in diese Richtung muss auch geforscht werden, denn letztlich kann nur ein Mix aus den verschiedenen Möglichkeiten uns unabhängig vom Erdöl machen. Technisch möglich ist das heute schon und je teurer Erdgas und Erdöl werden, desto schneller werden alternative Techniken wirtschaftlich. Gruß Arne
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