13. Mai 200818 J. stell dir einen extremen Kaffeeklatsch unter Hausfrauen vor und exponiere mit 10. Man sagt nicht umsonst, dass ein Tumor im Gegensatz zu einer Tucke gutartig sein könnte. Im Prinzip ist alles ein extremes Schaulaufen von Eitelkeit, Sonnenbankbräune, Kosmetika und Markenklamotten, gepaart mit einer bösen Tratschfresse, die an nichts ein gutes Haar lässt. Ist das nun die schwule Jugend von heute? Oder haben die "Erwachsenen" die Jugendgruppe okkupiert? Die Jugendarbeit an sich ist ja wichtig, die HIV-Zahlen sind leider wieder ansteigend
13. Mai 200818 J. Hi, jetzt möcht ich hier mal was richtig stellen... Es sind weiß Gott nicht alle Schwulen so... wie es Oliver darstellt. So extrem ist wirklich nur ein minimaler Bruchteil... Auch ich war bis vor einigen Jahren gut in der Szene unterwegs und ihr werdet es nicht glauben, aber da gabs diese "extremen" auch schon... Mir haben sie nie wirklich was getan. Und wenn es ihnen so gefällt, warum nicht... Leben und leben lassen! Noch heute besuche ich regelmäßig einen schwulen Stammtisch, an dem alle so sind wie Du und ich... und ein ungeübtes Auge würde warscheinlich nicht mal erkennen, das es ein schwuler Stammtisch ist... Wenn jemand meint er sollte mit einem "schwul"-Stempel auf der Stirn rumlaufen, dann lass ihn doch. Und wenn Du so untollerant bist und darüber herziehst, über diese Leute lästerst und kein gutes Haar an Ihnen läßt, bist Du schon ein Stück weit genau wie sie... Stephan.
13. Mai 200818 J. Ist das nun die schwule Jugend von heute? Oder haben die "Erwachsenen" die Jugendgruppe okkupiert? Die Jugendarbeit an sich ist ja wichtig, die HIV-Zahlen sind leider wieder ansteigend Hallo Martin, ich gebe Dir insofern recht, als dass die Zahlen wieder ansteigen. Bei der Aidshilfe MG ist es so, dass verschiedene Angebote bestehen. Darunter der Jungschwuppentreff und ein Angebot für die "älteren Herrschaften" ab 30, wobei sich das zweite Angebot aber bunt gemischt aus Positiven, Negativen, Schwulen usw. zusammensetzt. Dort wird auch über das Tagesgeschehen gesprochen, über die Erkrankúng, aber auch über Backrezepte. Bei den Jungschwuppen ist es so, dass wir uns selbst verwalten. Das heisst, dass wir die Räume nutzen können und auch ab und an ein Sozi dabei ist. Dies ist aber mittlerweile nur selten der Fall, beispielsweise, wenn ernstere Themen besprochen werden sollen. Das letzte Brainstorming anlässlich eines HIV-Vortrages durch unseren Sozialarbeiter verlief eher gemischt. Das heisst, dass es manchen von den wenigen Erschienenen wichtiger war, über alles zu plaudern, nur nicht über Themenbereiche für den geplanten Vortrag. Irgendwann war auch unser anwesender Sozi genervt, denn er hatte es satt, gegen Desinteresse anzustinken. Es verlief also alles im Sande, wie so vieles. Markenklamotten und der nächste F+++ sind halt wichtiger als Prävention und die eigene Gesundheit. Mittlerweile besuche ich das Angebot auch immer seltener, weil ich mich zum Teil intellektuell unterfordert fühle. Ich habe doch ein wenig resigniert, denn von der alten Crew sind neben mir nur noch zwei dabei, der Rest hat sich im Laufe der letzten Jahre eher zum negativen erneuert. Aus Menschlichkeit wurde Oberflächlichkeit und Desinteresse. Dies wiederum hat zum Desinteresse meinerseits geführt, denn ich fühle mich nicht mehr wohl und habe mich auch schon mehrfach in längere Auszeiten verabschiedet. LG, Oliver
13. Mai 200818 J. Hi,jetzt möcht ich hier mal was richtig stellen... Es sind weiß Gott nicht alle Schwulen so... wie es Oliver darstellt. So extrem ist wirklich nur ein minimaler Bruchteil... Auch ich war bis vor einigen Jahren gut in der Szene unterwegs und ihr werdet es nicht glauben, aber da gabs diese "extremen" auch schon... Mir haben sie nie wirklich was getan. Und wenn es ihnen so gefällt, warum nicht... Leben und leben lassen! Noch heute besuche ich regelmäßig einen schwulen Stammtisch, an dem alle so sind wie Du und ich... und ein ungeübtes Auge würde warscheinlich nicht mal erkennen, das es ein schwuler Stammtisch ist... Wenn jemand meint er sollte mit einem "schwul"-Stempel auf der Stirn rumlaufen, dann lass ihn doch. Und wenn Du so untollerant bist und darüber herziehst, über diese Leute lästerst und kein gutes Haar an Ihnen läßt, bist Du schon ein Stück weit genau wie sie... Stephan. Moin, wenn man gerade frisch geoutet ist, und das auch noch auf dem Land, dann ist man neugierig und froh über jeden Szenekontakt. Mit der Zeit wird man aber immer realistischer und stellt fest, dass es auch ganz ohne Sub geht. Man stellt fest, dass man nicht zwingend einen schwulen Metzger, Bäcker, Reiseberater oder Optiker braucht, und das man genauso gut auch im Café an der Ecke eine Schokolade trinken kann. Man stellt fest, dass Homosexualität nicht das wichtigste im Leben ist, sondern das real life. Zudem stellt man fest, dass es quasi alle Einrichtungen wie Läden usw., die es auch für Schwule gibt, auch ohne Regenbogenflagge gibt, und dass diese Läden genauso gut sind. Und man merkt ganz schnell, dass man sich nicht zwingend abkapseln und in eine "Parallelwelt" gleiten muss, um schwul zu leben. Diese Extremtucken, wenn auch angeblich spärlich vorhanden, haben mich in meinem Entschluss bestärkt, die Sub nicht mehr zu besuchen. Denn ich bin bodenständig und mag nicht ständig einer Fleischbeschau dienen oder mich ständig von schrillen Stimmen mit extrem femininen Gestus einlullen lassen. Aber jeder so, wie er es mag. Im Übrigen habe ich nicht drüber hergezogen, ich habe in etwas überspitzter Form meine Sicht der Dinge dargelegt. Und ich denke, dass ich mir das nach fast 8 Jahren Coming Out und damit einhergehender Reife durchaus erlauben darf. LG, Oliver
13. Mai 200818 J. Man stellt fest, dass man nicht zwingend einen schwulen Metzger, Bäcker, Reiseberater oder Optiker braucht, und das man genauso gut auch im Café an der Ecke eine Schokolade trinken kann. Also braucht es auch keinen schwulen Autoverkäufer. Aktenzeichen S: Gelöst!
14. Mai 200818 J. Hallo Oliver, was denn für ne Reife..was soll das denn sein....ich seh viel mehr auf die Auto Märchen... Gruß Edgar
14. Mai 200818 J. Moin, die haben in puncto Neuwagenkauf keine anderen Präferenzen. Wichtig sind ein sympathischer Händler, gute Angebote und eine vernünftige Bedarfsanalyse. Siehst du Unterschiede zu heterosexuellen Neuwagenkäufern? Ich (bisexuell) würde sogar NICHT bei einem auf Schwule spezialisierten Händler kaufen, weil mich dieses Szene-Gewese gehörig annervt. LG, Oliver Moin miteinander, @Oliver, lese ich das richtig oder haste Dich verschrieben? Falls das hinkommt, Chapeau für die Offenheit! Gruß aus BGL von Gerrit
14. Mai 200818 J. Zu dem Titel fällt mir ein Lied von den Ärzten ein: Meine Freunde sind homosexuellMeine Freunde sind alle kriminell Sie f****n sich ganz einfach so gegenseitig in den Po Und das macht ihnen auch noch Spaß – Dürfen die das? Dürfen die das? Ist das nicht irgendwie verboten? Ist das tatsächlich erlaubt? Kann ich das bitte schriftlich haben Weil mir nachher keiner glaubt Dürfen die das? Meine Freunde stehn auf S & M Meine Freunde sind nicht grade verklemmt Sie bleiben tagelang zu Haus, peitschen sich gegenseitig aus Und sie zerschneiden sich mit Glas – Dürfen die das? Ja, dürfen die das? Ist das nicht irgendwie verboten? Ist das tatsächlich legal? Es geht mich eigentlich nichts an, aber ich wüsste gerne mal Dürfen die das? (Au Backe!) Meine Freunde glauben nicht an Gott Meine Freunde gehören aufs Schafott Sie leugnen seine Existenz, sind totale Satanfans Einer spielt Drums, der andre Bass (In nomine Satanas - Dem Jungen stockte das Blut in den Adern - wuff!) Dürfen die das? Ja, dürfen die das? Ja sag mal: Ist das nicht irgendwie verboten? Wird man dafür nicht bestraft? Was ist das bloß für eine Welt In der man solche Sachen darf?! – Dürfen die das? Ist nicht böse gemeint. BTW: Ich such schon die ganze Zeit ein bestimmtes Wort, das hier noch nicht gefallen ist. Aber zumindest wenns nach Bulli geht gehört es dazu: Prosecco! Gruß Fred Bearbeitet (14. Mai 200818 J. von Kugelblitz)
14. Mai 200818 J. Hallo, zunächst einmal sind wir etwas OT. Ich kann Oliver aber voll zu stimmen - irgendwie geht in den "Subkulturen" so langsam alles flöten, dies betrifft nicht nur die Schwulenszene, sondern auch die Feministinnen - da herrscht überall Wildwuchs statt Kultur. Zum Prosecco fallen mir noch das Käfchen und die Nüsschen ein, auch sehr beliebt (immer diese blöden Verniedlichungen, toller Modus...) Gruß Tower (den es wundert, dass sich hier noch keine Frauen zu Wort gemeldet haben - auch melden ist nicht, sondern schreiben ;-)))) )
14. Mai 200818 J. Hallo, also erst mal Hut ab Oliver was Du mit Deiner Hilfe in der AIDS-Hilfe leistest bzw. geleistet hast. Ich will Dich hier auch nicht persönlich angreifen... bitte versteh das nicht falsch... Ich hatte mein coming-out vor 19 Jahren ebenfalls auf dem Dorf lebend... Bin halt dann immer nach Nürnberg, Stuttgart oder Heilbronn gefahren um wegzugehen. Und diese schrillen "Tucken" gabs da auch schon... zu genüge... und mit Ihnen wegzugehen fand ich damals schon ziemlich spassig... Heute würde ich das auch nicht mehr tun und ich hab genauso meine Hetero- wie Schwulen Freunde... auf den Menschen kommt es an und nicht auf seine sexuelle Gesinnung!! Was ich damit sagen will ist, dass sich denke ich nicht die jungen Schwulen verändert haben, sondern wir. Für uns sind halt jetzt andere Sachen wichtiger... und die "Jungschwestern" denken darüber in 10 Jahren bestimmt ähnlich wie wir... Stephan.
14. Mai 200818 J. Moin, stell dir einen extremen Kaffeeklatsch unter Hausfrauen vor und exponiere mit 10. Man sagt nicht umsonst, dass ein Tumor im Gegensatz zu einer Tucke gutartig sein könnte. Im Prinzip ist alles ein extremes Schaulaufen von Eitelkeit, Sonnenbankbräune, Kosmetika und Markenklamotten, gepaart mit einer bösen Tratschfresse, die an nichts ein gutes Haar lässt. Moin, ich denke mal, das sind die Ausnahmen, die Minderwertigkeitsprobleme haben. Als Handwerker komme ich viel zu Leuten, darunter auch schwule Paare. Denen merkt man es in den seltesten Fällen an, was sie sind, zudem ist der Haushalt immer top sauber, - da kannste vom Boden essen-, und fast immer ist die Whg sehr geschmackvoll eingerichtet. Solange sie vor mir nicht rumkuscheln, ist es mir egal. Vor mir an der Tanke haben sich mal zwei Lesben dermaßen ordinär geküsst, das es mir am frühen Morgen bald schlecht wurde, einziger Trost: Es war kein Verlust für die Männerwelt. Es soll jeder machen was er will, nur nicht denn anderen damit auf die Nerven gehen. Gruß von Toleranten HD
14. Mai 200818 J. @ Stephan Bäunlein: Ã propos Verniedlichungen: heißt Du tatsächlich so, oder ist Dein Name Steph Baun???
14. Mai 200818 J. @moin HD: genau so sehe ich das auch... @P. Marlowe: nein, das ist mein richtiger Name... die richtige Verniedlichung wäre dann wohl Bäunchen...
14. Mai 200818 J. Auf unserem kleinen Oldtimertreffen zu Pfingsten sind auch so ein paar Queerlenker aufgelaufen. bei einem Paar hat man es im Prinzip nicht gemerkt, aber die Spitfire-"Beifahrerin" konnte mit der flachen Hand Hemden bügeln. Dann hat mich diese widerliche Tucke auch noch auf meinen Leichenwagen angequatscht und mich ungefragt angetatscht. Zum Glück für ihn, hat er auch aufgrund meiner ruppigen und bissigen Abfuhr sofort gemerkt was Sache war, sonst... Bearbeitet (14. Mai 200818 J. von Sensenmann)
14. Mai 200818 J. Solange ich nicht das Objekt ihrer Begierde bin, komme ich mit Homosexuellen recht gut klar, zumal ich die Erfahrung gemacht habe, daß diese tendenziell ordentlicher sind/arbeiten - wahrscheinlich dadurch hervorgerufen, daß man nicht allzu sehr auffallen will (letzteres ist meine Vermutung). Ich kann jedenfalls mit "normalen" Homos besser umgehen als mit prollenden und Machoartigen Heteros. Könnte auch daran liegen, daß wir keine "Nahrungskonkurrenten" sind... (auch nur eine Vermutung bzw. ein Versuch der Erklärung). Schöne Grüße Jan
14. Mai 200818 J. ... Dann hat mich diese widerliche Tucke auch noch auf meinen Leichenwagen angequatscht und mich ungefragt angetatscht... Wer's glaubt...
14. Mai 200818 J. @ ACCM Jürgen P. Schäfer: Hoffentlich quatsche ich niemals auf nem Treffen jemanden mit Leichenwagen an.... Mensch, ich wollte doch die Klappe halten... Sorry... mußte raus sonst wär ich explodiert...
14. Mai 200818 J. Hoffentlich quatsche ich niemals auf nem Treffen jemanden mit Leichenwagen an.... Auf meinem Leichenwagen klebt ein Regenbogenaufkleber - und solange es keine Homophoben sind, freue ich mich über jeden, der mich anspricht. Cheers tadzio
14. Mai 200818 J. @tadzio: o.k. ich verbesser mich: ich quatsche niemanden mit Leichenwagen OHNE Solidaritätsfahne an... ;-)
15. Mai 200818 J. Hallo,also erst mal Hut ab Oliver was Du mit Deiner Hilfe in der AIDS-Hilfe leistest bzw. geleistet hast. Ich will Dich hier auch nicht persönlich angreifen... bitte versteh das nicht falsch... Ich hatte mein coming-out vor 19 Jahren ebenfalls auf dem Dorf lebend... Bin halt dann immer nach Nürnberg, Stuttgart oder Heilbronn gefahren um wegzugehen. Und diese schrillen "Tucken" gabs da auch schon... zu genüge... und mit Ihnen wegzugehen fand ich damals schon ziemlich spassig... Heute würde ich das auch nicht mehr tun und ich hab genauso meine Hetero- wie Schwulen Freunde... auf den Menschen kommt es an und nicht auf seine sexuelle Gesinnung!! Was ich damit sagen will ist, dass sich denke ich nicht die jungen Schwulen verändert haben, sondern wir. Für uns sind halt jetzt andere Sachen wichtiger... und die "Jungschwestern" denken darüber in 10 Jahren bestimmt ähnlich wie wir... Stephan. Moin, keine Sorge, ich nehme Dir nichts krumm. Ich neige manchmal dazu, ziemlich direkt und überspitzt zu sein. Von der angesprochenen Jungschwuppentruppe bin ich übrigens seit fast 7 Jahren fast jedes Jahr der einzige, der zum Welt-Aids-Tag Standdienst schiebt oder mit der Sammelbüchse durch die Mönchengladbacher Innenstadt läuft. Die anderen lassen sich höchstens mal blicken, aber Engagement? Ist das ein ostfranzösisches Fleischgericht? Keine Spur davon! Ich denke, du hast recht. Mit den Jahren verschiebt sich der Interessenschwerpunkt, man wird "solider". Mir sind heute ganz andere Dinge wichtiger als vor ein paar Jahren, das liegt aber auch daran, dass die Welt ganz einfach zu bunt und zu schön ist, um immer auf dem gleichen Punkt zu verharren. Übrigens ist Sense im wahren Leben ziemlich umgänglich. Ich habe ihn vor drei Jahren auf dem CX-Treffen kennengelernt. Er stand sogar mit mir und meiner damaligen Affaire an meinem damaligen CX-Leader (Es gibt sogar ein Beweisfoto! ) LG, Oliver
15. Mai 200818 J. Könnte auch daran liegen, daß wir keine "Nahrungskonkurrenten" sind... (auch nur eine Vermutung bzw. ein Versuch der Erklärung). jetzt weiß ich endlich, warum man jemand vernascht. Gruß HD
15. Mai 200818 J. Wer's glaubt... Sorry Jürgen, das muss jetzt aber auch raus: Denkst Du es gibt keine Homosexuellen mit Hang zur Nekrophilie? Vorurteile hast, ja genau ;-)) Gruß Tower (nächster Thread vielleicht: Leichenwagenfahrer - wie anders sind die?)
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