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120 g/km - wen interessierts noch?

Hervorgehobene Antworten

Was war das für eine Diskussion mit dem Co2-Ausstoss von mehr als 120 g/km?

Und was lässt sich jetzt unsere Regierung einfallen, nachdem sie wahrscheinlich gesehen haben, dass doch viele Fahrzeuge (vorrangig ausländische Hersteller, wie z. B. Cit mit drei Fahrzeugen vertreten wie C1, C2 und C3) diese locker unterschreiten und demnach das Steuersäckle nicht voller wird?

Laut spiegel.de das hier:

Also grundsätzlich gelten alle Fahrzeuge, die bis 31.12.08 noch angemeldet werden als "Stinker" und sollen gleich mal mehr zahlen. Eine Ausnahme stellt nur Euro4 dar - da ändert sich mal nix bis 2011. Alle anderen zahlen mehr.

Aber jetzt wirds mal richtig lustig:

von 120 g/km ist keine Rede mehr - neeeeee - jetzt geht das so los:

Ab 2009 zugelassene Fahrzeuge sollen das zahlen:

  • Wagen, die weniger als 95 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen, bleiben bis 2013 steuerfrei. In diese Kategorie fallen laut "Bild" derzeit allerdings nur recht wenige Autos - wie etwa der Smart CDi.
  • Bei einem CO2-Ausstoß von 95 bis 110 Gramm pro Kilometer werden ab 2013 pro Gramm CO2 1,80 Euro Schadstoffsteuer fällig.
  • Bei 110 bis 160 Gramm pro Kilometer gilt der gleiche Preis - allerdings schon ab dem Jahr 2009.
  • Besitzer von Fahrzeugen, die noch mehr als 160 Gramm pro Kilometer in die Luft pusten, müssen ab 2009 sogar 2,60 Euro pro Gramm CO2 bezahlt werden. Das betrifft vor allem Limousinen mit viel PS und SUVs.

Das bedeutet z. B.: Ein Smart, der jetzt gerade mal 60-70 EUR pro Jahr Steuern (Benziner 71 PS) kostet, kostet dann ca. 220,- EUR - also fast vervierfacht!

Ein Porsche Cayenne kostet dann: 770,- EUR.

Das ist doch ein Irrwitz!

Meint Ihr, es interessiert einen Cayenne-Fahrer ob er 770,- EUR im Jahr zahlt? Ich glaube nicht.

Einen Kleinstwagenfahrer aber sicherlich. Sonst würde er nicht einen KLEINSTwagen fahren oder?

Aber naja ... irgendwie müssen ja die Diäten reingeholt werden.

Wieso lässt man nicht die 120 g/km Grenze gelten? Wieso redet jetzt keiner mehr davon?

viele Grüsse

Mark

Nächstes Jahr ist Wahl. Denkt dran Denkzettel zu verteilen.

Das ist Politik, das hat nichts mit Logik oder "gesunden Menschenverstand" zu tun, das muß man innerlich akzeptieren.

was willste denn wählen ? garnix ?

Hallo!

Ist doch genau das, was das Volk will: wer ein schwereres und größeres Auto kauft zahlt einen höheren CO2-Steuersatz, unabhängig davon wieviele "klassische Schadstoffe" das Modell ausstösst.

Ein Auto mit 160 g/km erfordert demnach 288 EUR, ein Auto mit 161g/km gleich 419 Eur.

Bei der Hubraumsteuer konnten sich Autos mit winzigen hochgezüchteten Turbo-Motoren (Ur-Smart mit 0,6l-Hubraum) quasi über Gebühr billig durchmogeln.

MFG

Bearbeitet ( von ACCM WOLFGANG ZX)

Man nennt das auch Ideologie!

das kuriose an all diesen diskussionen - egal ob hier oder in öffentlichen medien - egal was getan wird, es wird gejammert. die da oben ... und die diäten ...

wieviel steuer sollte denn ein cayenne-fahrer eurer meinung nach zahlen?! ich persönlich finde 770 euro schon ne stattliche summe, da hätte ich auch meinen alten katlosen 3-liter-BMW behalten können, der war fast billiger.

ideologie nennt man es auch, wenn man ständig irgendwelche virtuellen säue a la die bösen SUV-fahrer durch die welt jagt. ich will niemandem unrecht tun und es mag sicher einige fälle geben, die ihr geld mit zweifelhaften methoden verdienen - nur verbietet sich eine so generelle und kategorische verurteilung eigentlich von selber.

um mal ganz plump zu sein: kreidet es nicht den anderen an, wenn die ihren hintern in die gänge bekommen und viel geld verdienen und übrigens auch viel steuern zahlen. ich denke, jemand, der in einem jahr mehr steuern zahlt als viele der von unten raufmaulenden in ihrem ganzen leben, sollte das recht haben, das zu tun und das auto zu fahren, das ihm in seinen kram passt.

ich hab jedenfalls noch keinen SUV-fahrer getroffen, der derart über alte citroen ablästern musste, um sein dasein zu rechtfertigen.

Bearbeitet ( von e-kris)

Moin!

Was soll den dann besteuert werden? nur noch der CO² Ausstoß?

Dann wird mein Volvo Diesel deutlich billiger. Aber für olle Karren gilt das wahrscheinlich sowieso wieder nicht.....

Wird eher der jetzt aktuelle Betrag von knapp 700€ zzgl. Strafsteuer für dieses und jenes.....

Könnt ich auch Cayenne fahren. Finde ich aber doof, das Ding.

Grüße

Dominik

Edit: Wer lesen kann., ist klar im Vorteil: Alles AB 2009... soso!

BTW: Bin mal gespannt, wann sich die erste Durchschnittsfamilie in einen meines Erachtens für diesen Zweck völlig indiskutablen Kleinstwagen quetscht, weil der ja sooooo günstig fährt.

Schon bitter: einerseits wird der Individualverkehr staatlich verordnet deutlich erschwert, andererseits sorgt der gleich Staat dafür, dass der ÖPNV (der Fernverkehr natürlich auch) durch privatisierung kostendeckend bzw gewinnbringend (und damit teuer für den Endverbraucher) arbeiten muss.

Außerdem ist selbiger überhaupt nicht konkurrenzfähig zum PKW.

Kleines Beispiel: Ich fahre öfter mal beruflich bedingt mit dem ICE quer durch Deutschland. Das bisher jedesmal teuer als eine vergleichbare fahrt mit dem Auto, von 5 Zügen haben 3 Verspätung, der Pflegezustand der Regionalbahnen lässt zu wünschen übrig (die riechen oftmals wie das Bahnhofsklo).

Konkreter Fall: Vor zwei Wochen mit dem ICE nach Lübeck: erst mal in einem furchtbar nach Urin stinkenden Regionalzug, anschließend Umstieg in den ICE, dann Anschlußzug verpasst wegen Verspätung, zur Krönung gabs dann keine freien Sitzplätze mehr (für knapp 2 Stunden fahrt schon ätzend) Ankunft am Zielbahnhof etwa 50min zu spät (ne Entschädigung gibt´s erst ab 60min.). Und das ganze für den Spottpreis von €89,- .....

Der Weg zurück mit dem Auto: eine Tankfüllung (knapp 80€), kein Gestank, Sitzplatz ;) , keine Verspätung...

Nun ja.....

Bearbeitet ( von gungstol)
Aha, da steht´s ja...-.

Die CO2-Steuer gilt doch erst für Autos, die ab 2009 zugelassen werden.

Für die anderen (Euro 2 bis 4) erhöht sich die Steuer um 1,25 Euro pro hundert CCM

Hubraum. Macht also weniger als 30 Euro pro Jahr für die allermeisten Autos.

Find das nicht so schlimm. Oder hab ich den Text falsch verstanden?

Mir isses eh egal, zahl die Stinkersteuer jetzt schon.

Viele Grüße, Hans

wer hat eigentlich das wort stinkersteuer erfunden?! das suggeriert den - realiter nicht stattfindenden - umstand, es gäbe eine ZUSÄTZLICHE steuer für autos niedriger euro-abgasklassen.

fakt ist: jede steuerklasse durchläuft eine steigerung. der höchstsatz steht zumeist schon von anbeginn an fest. euro-1 war befristet komplett steuerbefreit, wurde befristet in mehreren stufen steuerreduziert und ist irgendwann beim 100%igen satz angekommen. der heute auch gilt.

das hat nichts mit stinkersteuer zu tun - es ist einfach nur der höchstsatz einer seit jahrzehnten bestehenden regelung.

dasselbe gilt für euro-2 und euro-3 und euro-4 - erst 100% befreit, dann in mehreren stufen reduziert. und am ende steht - immer - der höchstsatz.

das ist keine steuererhöhung und keine stinkersteuer. es ist ganz einfach eine auslaufende steuer B E F R E I U N G.

AW: 120 g/km - wen interessierts noch?

Mich: bei der Neuwagenwahl habe ich ganz bewusst die Grenze von 120g/km gesetzt,

zudem sollte das Auto fünf Sitzplätze und einen nutzbaren Kofferraum haben.

Leider konnte Citroën meine Wünsche nicht erfüllen :-( ...

so ist es eben ein Opel Agila geworden.

Hauptbeweggründe waren:

- trotz steigender Kraftstoffkosten usw. mobil bleiben und die Schonung meiner Geldbörse

- die Umwelt kann ich zwar dadurch nicht retten, aber es ist eine Positionierung und evt. Vorbildwirkung

... übrigens, der Opel klappert überhaupt nicht und fährt sich fantastisch und der Dreizylindermotor macht nicht so ein Gedröhn wie im C1 ...

... übrigens, der Opel klappert überhaupt nicht ...

Ist ja auch ein Japaner und neu ist er obendrein. ;)

Das man einen Agila allerdings unter der Kategorie Auto findet ist in meinen Augen allein schon ein Fehler der Klassifiierungen! :D

  • Wagen, die weniger als 95 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen, bleiben bis 2013 steuerfrei. In diese Kategorie fallen laut "Bild" derzeit allerdings nur recht wenige Autos - wie etwa der Smart CDi.

Wieso eigentlich 95g, nicht 100, oder 90 oder 80?

  • Bei einem CO2-Ausstoß von 95 bis 110 Gramm pro Kilometer werden ab 2013 pro Gramm CO2 1,80 Euro Schadstoffsteuer fällig.

So, hier haben wir also eine Abstufung von 15g, warum dann das:

  • Bei 110 bis 160 Gramm pro Kilometer gilt der gleiche Preis - allerdings schon ab dem Jahr 2009.

Klar ist wohl, dass die Hersteller so nicht unter Druck stehen. Die 110g erreicht ja eh kaum einer. So bauen sie halt Autos mit 159g. Das schaffen schon viele Autos heute. Man muss also gar nichts ändern.

  • Besitzer von Fahrzeugen, die noch mehr als 160 Gramm pro Kilometer in die Luft pusten, müssen ab 2009 sogar 2,60 Euro pro Gramm CO2 bezahlt werden. Das betrifft vor allem Limousinen mit viel PS und SUVs.

Alles Blödsinn. Steuer auf den Energiegehalt des Ernergieträgers und Ruhe is. Die wollen keine sparsamen Autos. Die wollen Autos mit knapp 160g Ausstoß. Nur so rollt der Steuerrubel an der Tanke.

Es wird zwar etwas gerechter, denn ich zahle bei einem CO2-Ausstoß von 104g für das derzeit abgasreinste Auto im Fahrbetrieb im Moment noch 101,25 Euro KFZ-Steuer für 1500ccm (15x6,75), also so viel wie jeder andere Euro3+D4 aufwärts mit 1500ccm, selbst wenn er - wie viele 1500er am Markt - 50 Prozent und noch mehr CO2 ausstößt!

Dennoch wird es für ein 5-Liter-Auto teurer. Ab 2013 zahle ich dann 187,20 Steuern. Fast eine Verdoppelung! Tolles Signal für den Wiederverkauf. Wobei, der besprochene 1500er mit 159g zahlt schon ab 2009 286 Euro, also das knapp das dreifache als zuvor. Noch schlechter. Also insgesamt wird's teurer.

Wie sieht's beim Porsche Cayenne GTS, dem Cayenne mit dem höchsten Ausstoß aus? Hubraum 4806ccm, CO2 361g

Derzeit 330,75 (49x6,75) und ab 2009 sind's 938,60. (361x2.6) Also auch ungefähr das Dreifache. Wenn auch nicht ganz (Korrigiert von Edith).

Ich finde die Abstufungen sollten feiner sein und nach oben stärker steigen. Es muss auch Anreize für Autos mit 80, 90, 100, (110), 120, 130 oder 140g geben.

Gruß

holger

Bearbeitet ( von avantprimacx)

Dennoch wird es für ein 5-Liter-Auto teuerer. Ab 2013 zahle ich dann 187,20 Steuern. Fast eine Verdoppelung! Tolles Signal für den Wiederverkauf.

Und für den Neukauf.

Ich weiß, wenn ich mich jetzt über beide Ohren für einen Prius verschulde, wird der Wagen in 5 Jahren auch als Stinker gelten und Strafsteuer kriegen.

Von Avantgarde, oder Aufbruch in eine neue Ära keine Spur.

Man weiß wo die Reise hingeht und kann nichts machen. Wann kommt konsequenterweise nach 8 Jahren die Zwangsverschrottung?

Außerdem Holger: Was nützen "Anreize" also Zwang, wenn das wozu man mich "reizen" will, so noch gar nicht zu erwerben ist.

AW: 120 g/km - wen interessierts noch?

Mich: bei der Neuwagenwahl habe ich ganz bewusst die Grenze von 120g/km gesetzt,

zudem sollte das Auto fünf Sitzplätze und einen nutzbaren Kofferraum haben.

Leider konnte Citroën meine Wünsche nicht erfüllen :-( ...

so ist es eben ein Opel Agila geworden.

Hauptbeweggründe waren:

- trotz steigender Kraftstoffkosten usw. mobil bleiben und die Schonung meiner Geldbörse

- die Umwelt kann ich zwar dadurch nicht retten, aber es ist eine Positionierung und evt. Vorbildwirkung

... übrigens, der Opel klappert überhaupt nicht und fährt sich fantastisch und der Dreizylindermotor macht nicht so ein Gedröhn wie im C1 ...

Das ist ja das, wovor hier viele Angst haben. Downsizing im wahrsten Sinne des Wortes.

In stolzen 18 Sekunden quirlt man ihn auf 100, 88Nm erzeugen keinen spürbaren Durchzug, erst recht hat man keine Überholreserven. Ich finde das OK, wenn das jemanden reicht, aber so wird man die meisten nicht vom Spritfresser abbringen.

Stell dir vor jetzt sagt noch einer: "mein voll ausgestatteter, viel sicherer BMW Diesel mit 150 PS verbraucht auch nicht mehr! (In Litern und laut Bordcomputer versteht sich). Irgendwie hat er ja auch recht. Low-tech kann nicht die Lösung sein. :)

hs

Und für den Neukauf.

Ich weiß, wenn ich mich jetzt über beide Ohren für einen Prius verschulde, wird der Wagen in 5 Jahren auch als Stinker gelten und Strafsteuer kriegen.

Nein, keine Strafsteuer. Sondern keine Förderung. Man zahlt für die 104 Gramm CO2. Das ist eigentlich OK.

Mich stört halt, dass wenn schon eine Dynamik eingebaut wird, warum dann erst ab 160 Gramm? Nur eine Stufe?

Von Avantgarde, oder Aufbruch in eine neue Ära keine Spur.

Man weiß wo die Reise hingeht und kann nichts machen. Wann kommt konsequenterweise nach 8 Jahren die Zwangsverschrottung?

Naja, René. Da bist du wieder auf deiner Lieblingsschiene. Das ist doch Quatsch. Ein Auto das weniger emittiert zahlt weniger Steuern. Verschrotten müsste man höchstens was überdimensioniertes, für was man sich selber mal entschieden hat es zu kaufen und es nun bereut.
Außerdem Holger: Was nützen "Anreize" also Zwang, wenn das wozu man mich "reizen" will, so noch gar nicht zu erwerben ist.
Schau dich doch mal um. Die Autos sind da, werden aber nicht gekauft. Der Zwang ist zu klein, nicht das Angebot. Das Angebot würde sich relativ schnell ausweiten, wenn entsprechende Signale vom Markt vorhanden wären. Wir sind selber schuld.

hs

Hallo!

Sinnvolle Abstufungsgrundlage: das Erfüllen von EURO5 oder EURO6.

Und überhaupt: wo ist der diskutierte generelle Stickoxid-Strafaufschlag für Diesel geblieben?:)

MFG

Ein Auto das weniger emittiert zahlt weniger Steuern.

Wobei das auch wieder nur in der Theorie als fair erscheint.

Altes Auto -->viel CO² (und anderer Dreck) aber wenig Kilometer (bei mir der Fall).

Neues Auto--> wenig CO², aber viel Kilometer......

Welches der oben genannten Fahrzeuge ist wohl absolut "schmutziger"?

Ich bemühe hierfür gerne den Vergleich zwischen meinem Youngtimer zum "Liebhaben" mit einer Jahresfahrleistung von deutlich unter 10tkm und einem Vertreterdiesel, der im Jahr das 10-Fache an Kilometern abreisst, aber nur gute 40% der KfZ-Steuer kostet.

Die angeblichen Kriterien zur Bemessung der Steuer (Schadstoffemission) und deren Grund (Strassenbenutzung) erscheinen mir daher aus tastsächlichen/praktischen Gründen ziemlich willkürlich.

Ich hätte gerne ein Steuerkonstrukt wie folgt: Strafsteuer für Stinker (habe zwar selber einen, muss aber zugeben, das der Elch nun wirklich nicht besonders ökologisch ist - der VISA auch nicht wirklich). Mit irgendwas um die 7/8€ pro 100cm³ könnte ich top leben. Der Rest sollte über den Kraftstoff abgewickelt werden.

Wer einen Säufer fährt, emittiert viel und zahlt dafür. Weil er eben auch viel tankt. Gleiches gilt für Vielfahrer (Strassenvielbenutzer).

Zu einfach? Wäre aber mal ein Anfang.... Mir ist diese Steuereinstufung rein nach CO² Gehalt oder Schadstoffausstoß oder sonstwie Pauschal einfach zu Praxisfern.....

Grüße Dominik

Du zitierst meine Relativierung auf den extremen Beitrag Sensensmanns

Das was du möchtest, möchte ich auch schon lange und schrieb es wieder mal weiter oben.

Alles Blödsinn. Steuer auf den Energiegehalt des Ernergieträgers und Ruhe is. Die wollen keine sparsamen Autos. Die wollen Autos mit knapp 160g Ausstoß. Nur so rollt der Steuerrubel an der Tanke.
Allerdings gerechte Besteuerung auf den Energiegehalt, nicht auf Liter. Keine Subventionen für Vielfahrer bei deren Lieblingskraftstoffen wie Diesel und Autogas. Der Energiegehalt wird an der Tanke besteuert, die Schadstoffe per Schadstoffsteuer.

Eigentlich bräuchte man auch dafür ein Fahrtenbuch, denn auch der Schadstoffausstoß ist nutzungsabhängig.

Das Dumme ist, wenn es so laufen würde, würden die Leute einfach weniger fahren, weniger verbrauchen. Das will keiner der Mitverdiener. Schlecht für die Hersteller: Autos hielten länger. Schlecht für den Staat: Er würde Einnahmen verlieren. Schlecht für die Mineralölindustrie.

Gruß

hs

Bearbeitet ( von avantprimacx)

Wirklich gerecht wäre es nur über den Verbrauch. Einen Steuersatz auf den Energiegehalt -> C02 und dazu noch einen prozentualen Aufschlag für den sonstigen Schadstoffausstoß des Fahrzeuges nach seiner Einstufung. Das ganze kombiniert mit einer Datenerfassung, die Schäuble lieben wird, und/oder die Fahrzeugdaten abgelegt in einem RFID-Sensor am Tankdeckel. Ok, wird zu lustigem Umpumpen der Tankinhalte, einem netten Schwarzmarkt führen... :D

Das wäre eine also sehr schwer umsetzbar und noch schwieriger zu kontrollieren und auch nur möglich wenn die jeweiligen Nachbarländer mit ziehen würden. Ansonsten kommt es zu einem Tanktourismus Einbussen bei den Steuereinnahmen, die sich eh kein Staat entgehen lassen würde.

Aber wer glaubt schon ernsthaft, dass ein wirklich gerechtes Steuersystem im Sinne einer Regierung wäre? Wie soll dann noch lukrative Lobbyarbeit für die Industrie möglich sein?

Salu allseits!

Wieso die ganze Sache nicht "radikal" vereinfachen?

1) Die herkömmliche Kfz-Steuer wird abgeschafft.

2) Die entsprechende Steuerlast wird auf die Energiequelle des Fahrzeuges (sprich in den allermeisten Fällen Benzin/Diesel/Gas/RME/(PÖL)) umgelegt, und zwar abgestuft nach der Schadstoff"armut". Gegen Vorlage des Fahrzeugscheines an der Kasse der Tanke beim Bezahlen - ausgepriesen wird nur noch der "Basispreis" des Energieträgers.

Die Folge davon wäre, daß zunächst einmal derjenige, der viel Energie verbraucht beziehungsweise viel Dreck macht halt eben auch viel dafür zahlen muß. Das wird wehtun, soll es aber auch. Denn damit fällt auch dem Letzten auf, daß er den Energiebedarf seines Wagens im eigenen Gasfuß hat. Und im verantwortungsvollen Umgang mit seiner Mobilität - "mal eben 150 Meter um die Ecke fahren zum Brötchen holen" etc.

UND es gäbe einen Anreiz, bei der Anschaffung eines neuen Vehikels a) auf den Spritverbrauch und B) auf die Schadstoffklasse zu achten.

(Ob man Pendlern dann wieder einen Teil des Geldes zurückerstatten sollte klammere ich hier mal ganz bewußt aus ...)

... Konkreter Fall: Vor zwei Wochen mit dem ICE nach Lübeck: erst mal in einem furchtbar nach Urin stinkenden Regionalzug, anschließend Umstieg in den ICE, dann Anschlußzug verpasst wegen Verspätung, zur Krönung gabs dann keine freien Sitzplätze mehr (für knapp 2 Stunden fahrt schon ätzend) Ankunft am Zielbahnhof etwa 50min zu spät (ne Entschädigung gibt´s erst ab 60min.). Und das ganze für den Spottpreis von €89,- .....

Der Weg zurück mit dem Auto: eine Tankfüllung (knapp 80€), kein Gestank, Sitzplatz ;) , keine Verspätung ...

Sorry, aber DAS ist doch eine absolute Milchmädchenrechung. Denn die Beträge für Versicherung / Wartung / Abschreibung bzw. Wertverlust oder Neuanschaffung etc. mußt Du doch in Deine Kostenbilanz des Autofahrens mit einbeziehen ... und da stellen sich die Relationen zur Bahn auf einmal in etwas anderem Lichte dar ...

Frohes (und kostengünstiges) Schweben noch

ACCM Wolf-Hagen

Bearbeitet ( von ACCM_Wolf-Hagen)
... da war noch was, was mir unter den Nägeln brannte ...

Die heutige Kfz-Steuer kostenneutral umlegen auf einen energiegehaltbasierten Spritpreis ist doch ein schlechter Witz. "Normale" Autos kosten zwischen 200 und 500€ Steuer, beim Diesel kommt noch ein Strafzuschlag dazu.

Wenn ich jetzt z.B. 500€ auf die durchschnittlichen 15.000km Fahrleistung eines "Normalfahrers" umlege, komme ich auf 3,33€/100km Zuschlag. Das entspricht bei einem Verbrauch von 10l/100km (also eher ein altes oder ziemlich großes Auto) 33ct/km mehr für den Spritpreis.

Wer viel fährt, wird dabei auch noch belohnt, weil ja die weggefallene Steuer auf immer mehr Liter Sprit umgelegt werden.

33ct ist auch etwa der Betrag, um den 1l Super zwischen 2003 und 2008 teurer geworden ist, was die Autofahrer nicht klaglos, aber dennoch geschluckt haben (was sollen sie auch groß tun?). Eine deutliche Reduzierung der Fahrleistungen ist genausowenig passiert wie daß man einen Trend zu kleineren Motoren hätte bemerken können.

Die Leute würden sich wieder mal "einlullen" lassen, daß sich Spritverbrauch und (abgeschaffte) Kfz-Steuer beim Durchschnittsfahrer aufheben und sogar jubeln, daß Vielfahrer jetzt bestraft werden. Einen tatsächlichen Nutzen (eine Mode für kleinere Autos bzw. Motoren) wird man auch langfristig nicht sehen, denn wer einen Q7 fährt, der hat sich vorher überlegt, daß ihm der Spritpreis ziemlich am A... vorbeizieht. An dieser Stelle kommt daann auch die Frage auf, ob diese Umschichtung aufkommensneutral (also dieselben Einnahmen für den Staat) oder kostenneutral für einen Durchschnittsfahrer werden soll (ich prophezeie einfach mal, daß der liebe Staat sich eher für letzteres entscheidet).

Die oben vorgeschlagenen Abrechnungsmethoden halte ich auch für unpraktikabel, denn im deutschen Handelsrecht muß man den Preis einer Ware kennen, bevor man sie kauft. Wenn der Preis abhängig von irgendwelchen Schlüsselnummern ist, kann das ziemlich kompliziert werden.

Es besteht aber durchaus ein Zusammenhang zwischen Verbrauch und Schadstoffemission. Man sollte auch beachten, daß CO2 nicht der einzige Schadstoff ist, sondern nur zur Zeit en vogue. Eine Festlegung der mittleren Schadstoffemission (mit allen relevanten Verbrennungsprodukten) pro Liter Kraftstoffsorte und eine davon abhängige Kraftstoffbesteuerung scheint mir der einzig gangbare Weg.

Was auf keinen Fall funktionieren wird, ist das Märchen der aufkommensneutralen Umschichtung von Kfz- auf Spritsteuer. Autofahren wird noch wesentlich teurer werden, damit sollte man sich einfach abfinden.

Bearbeitet ( von Lile221)

... kurz zum Agila: klar, die japanische Qualitäts-Technik war auch ein Grund für die Entscheidung, nicht ohne Grund gibt es 6 Jahre Garantie.

Klappern: mein ex C4 klapperte/quitschte schon nach 100km (Hitzebleche und Stoßdämpfer) und nervte mich noch mehrere tausend Kilometer bis der Fehler behoben war... .

Den Agila würde ich schon in die Schublade "Automobil" stecken wollen, jetzt in der Ausgabe B sieht er schick und modern aus - ein Van in der Kleinstwagenklasse eben; man sitzt fast so hoch wie im Xsara Picasso. Im Stadtverkehr beschleunigt er übrigens genauso gut wie die großen Van's, er ist eben leicht mit 1000kg leichter wie ein C3 der sich mit seinem 1.1er schon in der Stadt anstrengen muß.

... und die Verbrauchsanzeige hat auch die richtige Tendenz :-)

@Lile221: Falsch verstanden. Es soll nicht die konkret weggefallene KFZ Steuer auf den Spritpreis umgelegt werden. Das wäre ja auch das gleiche in grün und alles könnte so bleiben wie es ist.

Vielmehr so: Steuer weg, dafür meinetwegen 15ct pro Liter pauschal auf den Sprit. Wo soll da ein Belohnugseffekt für den Vielfahrer sein?

Ich würde dann €135,- bezahlen bei 7,5l Verbrauch und 10tkm p.a. Und weil ich numal wirklich ne Dreckschleuder habe, käme noch der Betrag XY an "Umweltsteuer" oder so dazu, der - wie bisher - direkt ans Finanzamt zu entrichten wäre und für "saubere" Autos wegfiele.

Der Kollege Außendienstler (bzw. dessen Arbeitgeber) würde bei hypothetischen 7l Verbrauch und 100.000km p.a. ca 7.000 l verbrauchen und dafür 1050€ "Steuern" bezahlen. Die "Umweltsteuer" fiele weg, da der moderne Verteterwagen ja vermutlich EUR4 erfüllt und einen DPF hat.

So in etwa.....

@Wolf-Hagen:

Das ist keine Milchmädchenrechnung. Und schon gar nicht absolut. Da ich davon ausgehe, dass ich auch dann ein Auto angemeldet habe, wenn ich gelegentlich Bahn fahre, habe ich die fixen Unterhaltskosten so oder so. Wertverlust würde ich bei meinen Fahrzeugen mal ausklammern. Verlieren werden die nichts mehr. Auch die Abnutzung kann man bei einem alten Auto getrost vernachlässigen.

Aber: auf eine Kosten/Nutzen Rechnung wollte ich auch nicht hinaus. Ich wollte verdeutlichen, das Bahnfahren für mich in aller Regel einen erheblichen Verlust an Komfort, Flexibilität, Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit etc. darstellt, der sich finanziell nicht in gleichem maße erheblich lohnt (auch im Vergleich zu den festen Unterhaltskosten eines >alten< Autos).

Mal ganz davon abgesehen, dass

1.) der Transfer zu und von den einzelnen Stationen nicht immer per ÖPNV bewerkstelligt werden kann.

2.) ich bei Fernreisen mit der Bahn bisher - freundlich gerechnet - vielleicht bei 4 von 10 (Dienst(!))Reisen pünktlich beim Kunden war. Mit dem Auto bin ich in aller Regel zeitig vor Ort und brauche dafür auch noch insgesamt weniger Zeit.

Grüße

Dominik

Bearbeitet ( von gungstol)

Doch Milchmädchenrechnung! Der wachsende Kilometerstand beeinflusst natürlich sowohl Verschleiß als auch Wartungskosten und den Wertverlust.

Zum Komfort:

In der Bahn kann man sich auf seinen Kunden vorbereiten oder andere Dinge per Laptop oder Telefon erledigen, ohne sich und andere zu gefährden. Während man beim Autofahren Zeit damit verschenkt, sich mit dem wechselnden Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu beschäftigen, kann man im Zug sogar die Augen schließen und sich entspannen! Versuch das mal als Autofahrer. :D

So viel zum Thema Komfort. Dass die Bahn zu oft nicht püntklich, überbucht usw ist, ist ein Missstand. Aber das gibt's auch beim Auto. Die Autobahn ist öfters überbucht, man käme auch sehr oft unpünktlich an, nur plant hier der Autofahrer das vorher ein, klakuliert entsprechend Puffer oder rast wie die Sau, um "Zeit gutzumachen". Außerdem gibt kaum ein anderes Verkehrsmittel, wo die direkte Schadstoffbelastung des Reisenden höher ist als im Auto. Dies und der Stress kostet Lebensqualität und auch Gesundheit.

Nee, mich überzeugt das nicht. Wenn ich auf Langstrecke alleine fahre, rechnet sich die Bahn immer. Nicht nur für mich.

hs

Bearbeitet ( von avantprimacx)

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