14. Dezember 200817 J. Ehe mit Fiat - so blöd war ja noch nicht mal GM. http://www.abendblatt.de/daten/2005/02/14/398602.html Auf sowas können wirklich nur Politiker kommen. Gruß Markus
14. Dezember 200817 J. Ersteller Das Fiat Bashing kann ich so nicht nachvollziehen. Der Konzern hat sich in den letzten paar Jahren - nachdem sie GM abgeschüttelt haben - aus eigener Kraft saniert, und waren die letzten 2 Jahre ordentlich profitabel. Die Kleinwagen - allen voran der 500 - verkaufen sich prima, und das ist derzeit auch das Wachstums-Segment. Nach der erfolgreichen Einführung der 1.4L Turbo-Benziner steht jetzt eine Generation von 1.8L Aggregaten in den Startlöchern (180-230PS mit Turbo, 140 ohne), die sich auch in manchem PSA Modell gut machen würde. Dann kommen kleine Zweizylinder Turbos für die Kleinwagen - da ist PSA außer einem drögen 1L-Dreizylinder bis jetzt auch nix eingefallen. Mit Alfa und Lancia könnte man in der Mittelklasse und oberen Mittelklasse endlich die kritische Masse für neue Plattformen erreichen. Von der gemeinsamen Stärke im NFZ Bereich ganz zu schweigen.
14. Dezember 200817 J. Im Nutzfahrzeugbereich wird ja schon seit vielen Jahren kooperiert Jumper, Partner, Ducato sind baugleich usw. In die echte LKW Sparte IVECO hätte PSA ja nichts einzubringen, wenn ich mich nicht sehr irre. Die kleinen Modelle sind doch bei beiden Herstellern recht beliebt, oder? Gut der 500 ist zur Zeit der Kracher und wird toll vermarktet, aber das wird nicht ewig bestand haben. Unterm Strich bleibt hier nur das Streben nach purer Stückzahl, sonst nix. Die Modelle der Mittelklasse zusammen zu schmeißen ist nicht schlecht, eine variable Plattform für Cit C5 + C6, Pug 407 + 607, Fiat Croma, Lancia Thesis +(Lybra), Alfa 159 + (166), dazu evtl ein kleines Maserati-Modell. Da käme endlich mal was zusammen und gerade Lancia wäre geholfen *seufz* Überhaupt die Idee eines kleinen, eben noch bezahlbaren Sportlers finde ich reizvoll. Alfa hat gerade einen Traum von 8C Competizione auf die Räder gestellt, *lechz* ... nagut, 160.000 € sind doch eher ein bisserl zuviel... doch langfristig wäre ein bezahlbarer Sportler bis max 50 - 60.000 € möglich .... gaaaaanz langfristig mal ein Supersportler à la Cit GT *träum* ... das Know-How wäre bei Maserati-Ferrari vorhanden, kein Zweifel! Ob da die Mafia mitspielt...
14. Dezember 200817 J. Analysten zufolge ist ein Zusammenschluss von Peugeot und Fiat sinnvoll, da beide Unternehmen einen hohen Marktanteil bei Kleinwagen haben. Diesen Satz liest man in diesen Berichten immer wieder. Aber das will mir so gar nicht einleuchten. Sollen dann der Panda neben dem C1 und der Punto neben dem C3/4 bestehen? Wie soll das sinnvoll funktionieren? Auch die Sache mit den 5,5 Mio Autos pro Jahr ist nicht nachvollziehbar. Vermutlich will der Fiat-Chef eine Fusion herbeireden, weil er sonst Fiat (allerdings aus anderen Gründen) untergehen sieht. Wobei der neue 500er ja gerade sehr erfolgreich läuft (ist ja auch ein klasse Auto, wir sind vor 2 Wochen einen 500 Abarth probegefahren, absolut irre!). Martin
15. Dezember 200817 J. PSA und Fiat wäre eine reine Rückzugsstrategie. So etwas geht eigentlich nie gut. PSA und Fiat sind bei kleinen Autos stark, in der Kompaktklasse (C4, 308, Bravo, Delta, 147) ist PSA noch ganz gut vertreten, Fiat außerhalb Italiens sehr schwach. in der Mittelklasse (C5, 407, Croma, 159) sind beide nur auf den jeweiligen Heimatmärkten stark, in der Oberklasse (C6, 607, Thesis, 166) nicht einmal dort. Und in Nordamerika sind beide nicht vertreten. Ferrari und Maserati gehören übrigens nicht zum Fiat-Konzern, sondern gehören direkt der Familie Agnelli. Sicher sind augenblicklich die Stückzahlen der kleinen Autos hoch, aber damit ist nur wenig Geld zu verdienen. Die Margen ließen sich nur durch Nutzung von "Synergien" verbessern. Außerdem wird sich der Markt bei gesunkenen Kraftstoffpreisen auch wieder ändern. Die lukrativen Marktsegmente Mittel- und Oberklasse bleiben auch für beide zusammen sehr schwierig. Das Ergebnis der Fusion wäre nur das "Straffen" des Angebots, nominell mindestens eine, praktisch drei der 5 PKW-Marken würden mittelfristig verschwinden (z.B. Lancia stirbt, Fiat und Peugeot werden vertriebsmäßig zusammengelegt (Badge engineering je nach Land, Kleinwagen meist als Fiat, größere als Peugeot), Citroen wird mit Alfa Romeo kombiniert (Kleinwagen nur Citroen, sonst Citroen die Komfortversionen, Alfa die Sportversionen der gleichen Autos)). Die Oberklasse würde ganz aufgegeben, in der Mittelklasse aus Kostengründen eine vergößerte Kompaktplattform verwendet (definitv keine Hydractive-Federung mehr). Damit werden auch die Gesamt-Stückzahlen tendenziell auf den bisher von PSA alleine gehaltenen Marktanteil sinken. Ob dabei der Gewinnn steigt, wäre sehr fraglich. Die nächste Fusion wäre vorprogrammiert. Zukunftsträchtig wäre eigentlich nur eine Fusion, die regional oder nach Marktsegmenten sinnvolle Ergänzungen bietet. Lutz-Harald Richter
15. Dezember 200817 J. So viel zum angeblich gut aufgestellten Fiat-Konzern (ist nun wirklich allgemein bekannt): http://www.abendblatt.de/daten/2003/01/11/112426.html Da brennts unterm Dach, nichts weiter. Fiat geht mit jedem ins Bett, wenn es nur Geld bringt - viel Geld. Wer sich Fiat antut, hat keinen Spaß mehr am Leben. By the way: Ferrari und Maserati sind Töchter von Fiat, nicht von Agnelli. Schon immer so gewesen.
15. Dezember 200817 J. So viel zum angeblich gut aufgestellten Fiat-Konzern (ist nun wirklich allgemein bekannt): http://www.abendblatt.de/daten/2003/01/11/112426.html Da brennts unterm Dach, nichts weiter. Fiat geht mit jedem ins Bett, wenn es nur Geld bringt - viel Geld. Wer sich Fiat antut, hat keinen Spaß mehr am Leben. By the way: Ferrari und Maserati sind Töchter von Fiat, nicht von Agnelli. Schon immer so gewesen. Der Link verweist auf einen Artikel, der nahezu 6 Jahre alt ist. Also zu Zeiten, als der Fiat-Patriarch Giovanni Agnelli noch lebte.Inzwischen ist auch in Italien viel Wasser die Flüsse runter gelaufen. Die aktuelle Modellpalette z.B. hat nix mehr mit der dort kritisierten zu tun. >>Jürgen
15. Dezember 200817 J. Nee, der ist aus finanzieller Sicht immer noch aktuell. Es gibt nachwievor zu viele Baustellen und Altlasten, die Fiat ähnlich belasten wie zB. GM die Pensionslasten. Außer 500er, Punto und Nutzfahrzeuge läuft bei Fiat nichts in der gewünschten und erforderlichen Richtung. Aller attraktiven Autos zum Trotz. Gibt viele Leute, die Fiat toll finden, ebenso Alfa und Lancia. Nur kaufen tunsenich. Und die Wirtschaftslage in I ist sehr suboptimal, was Fiat als typisches one-for-one-Unternehmen umbringen kann: one car as cashcow in only one country. Es gibt eine einzige Konstante in der Fiat-Historie: kein Geld.
15. Dezember 200817 J. By the way: Ferrari und Maserati sind Töchter von Fiat, nicht von Agnelli. Schon immer so gewesen. Das ist eben, auch wenn es etwa bei Wikipedia so steht, nicht richtig. Ferrari war nie im Konzern Fiat integriert. Gianni Agnelli hat mit seinem privaten Geld Ferrari gekauft und Enzo Ferrari vor der Pleite bewahrt. Es gab technische Zusammenarbeit mit Fiat, aber keine rechtliche Verflechtung. Ferrari war auch ausdrücklich nicht Teil der Vereinbarungen zwischen Fiat und GM, die eine 20%-Beteiligung und für 2006 die Option zur Übernahme der Fiat-Automobilgruppe durch GM enthielt. In diesem zusammenhang wurde seinerzeit von Ferrari ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Ferrari nicht zur Fiat-Gruppe, sondern direkt zur Familienholding Agnelli gehört. Maserati war wohl kurzfristig Teil des Fiat-Konzerns, wurde dann aber an Ferrari verkauft und ist seitdem eine Tochter von Ferrari. Lutz-Harald Richter
15. Dezember 200817 J. Ich zitiere einen Artikel des Handelsblatt vom 26.09.2006 Das sich seitdem die Struktur der Anteilseigner spürbar gegen FIAT geändert hätte, ist mir nicht bekannt. 85 ProzentFiat stockt Ferrari-Anteil deutlich auf Der italienische Autobauer Fiat hat seinen Aktienanteil an Ferrari auf 85 Prozent erhöht. Das Unternehmen übernahm für 892 Millionen Euro knapp 29 Prozent an dem Sportwagenhersteller. HB MAILAND. Verkäufer sind eine Reihe von Banken, angeführt durch Mediobanca, wie Fiat am Freitag mitteilte. Fiat habe mit der Übernahme eine Kaufoption ausgeübt, hieß es. „Dieses Geschäft ist ein Teil der Gruppenstrategie, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und das Fahrzeuggeschäft inklusive Ferrari zu beflügeln“, teilte Fiat mit. Der Konzern hatte einen 34-Prozent-Anteil an Ferrari vor knapp vier Jahren auf dem Höhepunkt seiner Finanzkrise veräußert. Der Investmentfonds Mubadala (Abu Dhabi) wird seine Beteiligung von 5 Prozent an Ferrari derweil behalten. Fiat behält nach eigenen Angaben seine Kaufoption für Mubadalas Anteil. Die Italiener betonten zugleich, dass Mubadala einen großen, Ferrari gewidmeten Themenpark baue. Mediobanca erwartet aus seinem Ferrari-Anteilsverkauf einen Kapitalgewinn von 150 Millionen Euro. Fiats Rückkauf des Ferrari-Anteils kam nicht überraschend. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte zuvor der Zeitung „Corriere della Sera“ gesagt, das Turiner Autohaus werde am Wochenende ein 29- prozentiges Aktienpaket an Ferrari im Wert von 800 Millionen Euro zurückkaufen. Bei einem Anteil von mindestens 85% plus Option auf weitere 5% kann man durchaus sagen: Ferrari gehört zum FIAT Konzern. Denk ich doch ... Gruß
15. Dezember 200817 J. Ersteller "PSA & Fiat" kann man eine Rückzugsstrategie nennen. Man kann's auch Konzentration auf die Kernkompetenz nennen. Das "Erobern neuer Märkte" mittels Fusion hat im letzten Jahrzehnt eher eine Blutspur hinterlassen: - Daimler & Chrysler ( & Mitsubishi & Hyundai) - BMW & Rover - Ford & Jaguar & Landrover & Volvo
15. Dezember 200817 J. Also ich sehe das so: PSA und Fiat - nur beschränkt bleiben auf Jumpy /Ducato /Boxer, sonst besser nichts, weil sich die Fehler wirklich in alle Teile eischleichen könnten;-) PSA und BMW- oft wird ja behauptet , dass BMW Motoren in Cit´s /Pug´s verbaut werden. Sollte eigentlich andersrum heissen, so wie es nämlich richtig wäre. PSA und Mitsubishi - schnell raus aus der Fusion, Mitsubishi ist neben den anderen Japanern sehr schwach (verglichen mit Honda oder Toyota und Mitsubishi baut eh nur die Schrott- Pumpe-Düse-Kake da rein ) Eigentlich müsste die Rangfolge der stärsten Automobilkonzerne demnach so aussehen: (nach Plätzen sortiert, mit nach unten abnehmender Qualität) 1. PSA ... ... ...(dazwischen gar nichts) ... ... ... 455.Daimler-Chrysler ... 457. Honda 458. Toyota ..... .... ....(der ganze Rest) .... .... 17879258. VW 17879259 GM inkl. Opel ;-) MFG Citro-Hydro
15. Dezember 200817 J. "PSA & Fiat" kann man eine Rückzugsstrategie nennen. Man kann's auch Konzentration auf die Kernkompetenz nennen.Das "Erobern neuer Märkte" mittels Fusion hat im letzten Jahrzehnt eher eine Blutspur hinterlassen: - Daimler & Chrysler ( & Mitsubishi & Hyundai) - BMW & Rover - Ford & Jaguar & Landrover & Volvo Stimmt in vielen Fällen, aber es gibt auch positive Beispiele in meinen Augen: Renault + Nissan (+Infinity) VW + Skoda KIA + Hyundai
15. Dezember 200817 J. Ersteller @Hightower: Ich hab nicht gesagt daß alle Fusionen ein Desaster waren. Dennoch meine ich, daß gerade bei den Fusionen wo man sich große Hoffnungen gemacht hat, neue Märkte (vielleicht präziser: marktsegmente) zu erschließen, daneben gegangen sind: Sowohl Premium Marken, die sich den Nicht-Premium Markt erschließen wollten (Mercedes, BMW) sind gescheitert, als auch Nicht-Premium Hersteller, die Premium wollten (Ford). Man könnte spekulieren, daß Renault/Nissan eben deswegen besser geht, weil beides Massenhersteller sind.
15. Dezember 200817 J. High, also ich könnte mir einen Konzern PSA-Fiat schon vorstellen. Nachdem sich Sarkozy und Berlusconi am Mittwoch darüber treffen werden, ist dies wohl etwas mehr als eine Kooperation... Ehrlich gesagt, sind mir die Italiener erheblich sympathischer was Ihre Autos anbelangt. Ich sage nur Thesis... Mir ist allerdings klar, daß es wirtschaftlich nicht so dolle laufen wird - aber bei großen Konzernen gibt es ja auch noch den Staat... Leider nur für die großen... Nur die kriegen dann die Steuergelder... Tja dann gibt es vielleicht bald einen C1 auf Panda-Plattform made in Poland... Warten wir es ab Gruß P.
15. Dezember 200817 J. Kann das "O weh"-Geschrei um Fiat nicht mehr höre! Fiat hat und hatte wie andere Konzerne auch gute und schlechte Zeiten, gelungene und weniger gelungene Modelle. Nach über 30 Jahren mit Fiats freue ich mich immer noch über akzeptable Preise und niedrige Betriebskosten. Aktuell laufen in meiner Familie ein Lancia Delta II und ein Alfa Romeo 156 SW neben den beiden XM's (beide mit 3.0 V6 Kette). Der Alfa Romeo erreicht mit einem 2 Liter Direkteinspritzer 122 KW (166 PS) und über 200 Nm und kann locker mit den Xm's mithalten - bei einem Verbrauch von 9 Litern. Mir fallen eine Menge Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen FIAT und PSA ein; zudem sind beide zu großen Teilen immer noch in Familienbesitz, haben also ähnliche Strukturen. Nebenbemerkung: Habe schon in Daimler-Werkshallen Schweißroboter der Firma COMAU gesehen; die ist eine Tochtergesellschaft von FIAT. Es ist kaum anzunehmen, daß FIAT schlechtere Roboter benutzen wird... FIAT ist derzeit der zweitgrößte Traktorenhersteller weltweit und auch bei Baumaschinen nicht gerade klein, von IVECO ganz zu schweigen.
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren