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Rußfilter Nachrüstung?

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

als HDI Fahrer (Berlingo 2.0 HDI) mache ich mir bei der derzeitig lauter werdenden Diskussion um den Dieselfilter / FAP so meine Gedanken. Mich würde interessieren ob jemand im Forum schon mal davon gehört hat, ob PSA, die ja nun mal auf dem Gebiet die Vorreiter sind, auch die Nachrüstung von Altfahrzeugen anbieten wird? Technisch sollte dies möglich sein, oder?`

Gruß,

Martin Andersen

Hallo Martin!

Gehört habe ich nichts davon, nein. Aber ich bezweifel das es eine Nachrüstmöglichkeit geben wird. Technisch ist sowas möglich, aber ein nachträglicher Einbau ist immer deutlich teurer als wenn das schon ab Werk direkt gemacht wird (sieht man z.B. bei Klimaanlagen).

Wenn ich das richtig im Kopf habe, müßten neben dem Partikelfilter noch folgende Dinge eingebaut / verändert werden:

Vorratsbehälter für Additiv

Leitungen für Additiv

neue Steuerelektronik (evtl reicht Software-Update)

Lohnkosten

Ferner ein TÜV-Gutachten oder ABE, auch wenn die Einstufung der Steuerklasse sich nicht ändert.

Wenn erstmal alle PSA-Diesel mit FAP ausgeliefert werden, wäre sowas eher denkbar. Vorher wird man alle Resourcen brauchen um alle PSA-Diesel mit FAP auszuliefern.

Gruß

Olli

Hallo

Ich habe mich wegen unsres Xsara Van mit HDi auch schon meine Gedanken gemacht und hier in der Schweiz nach Informationen gesucht, habe aber keine konkrete Antwort erhalten. Jedoch Hinweise: Nachrüstungen gibts hier z.B. für Baustellen-Fz. (hier Pflicht), aber die werden wohl nicht ohne weiteres passen, aber vielleicht helfen die weiter.

Sonst empfehle ich eine Anfrage an Greenpeace, die sich auch schon darum gekünnert haben. Von denen habe ich "nur" folgende Antwort:

"Für den Mercedes u.a. hat Greenpeace einen Filter produziert, der

zeigt das man das Problem kostengünstig lösen kann. Ob für den Citroen

ähnliches vorhanden ist, kann ich ihnen nicht sagen. Schauen sie doch mal auf: www.dieselkrebs.de (ist eine Greenpeace

Aktion)"

Viel Glück. Man spricht übrigens von Kosten um die 1'000 EUR (inkl. Einbau).

Gruss

Raoul

  • Ersteller

Danke für Eure Antworten,

ich bin mal gespannt wie sich das ganze entwickelt. Prinzipiell sollte die Ausrüstung mit Filtern sobald wie möglich steuerlich gefördert werden, um die Sache wie damals beim KAT anzukurbeln.

Gruß,

Martin

Nach eigenen Angaben will Renault zukünftig seine Partikelfilter sogar zum Nachrüsten anbieten. Das wäre nicht schlecht. Bis jetzt ist das aber nur Propaganda. Bis dato ist m.W. immer noch kein einziger Renault mit Partikelfilter aus dem Werk gerollt. Wie lange ist PSA denen schon voraus? Zwei, drei Jahre?

Das Nachrüsten des aktuellen FAP-Systems halte ich wie Oliver schon schrieb für problematisch, zumindest wäre es sehr aufwändig. Ich denke, dass PSA's nächste Generation des FAP wie bei anderen kommenden Systemen ohne Nachverbrennung funktionieren wird - womit vielleicht auch die Frage der Nachrüstung leichter zu lösen wäre?

Interessante Info zum Partikel-Filter:

Bei der 80.000 km Inspektion wurde (kostenlos) der FAP-Filter ausgetauscht und das Additiv auf 3.0 ltr. aufgefüllt. Ab ca. 101.000 km, also nach weiteren 20.000 km Betrieb, wurde ich bei jedem Start mit dem freundlichen Spruch von einer netten Frauenstimme überrascht: "Achtung. Füllstand Kraftstoff-Additiv zu niedrig." (AutoPC). Nach mehrmaligen Überprüfungen des Füllstandes (alles ok!) wurde nun in meinem Beisein eine Fehlerabfrage durchgeführt. Das Ergebnis: Das System wurde bei 80.000 km bezgl. FAP nicht zurückgesetzt. Der Computer zeigte 167 gr. Ruß im Filter an (der zählt sowas im Hintergrund mit) und der Additiv-Stand wurde nicht korrigiert. Nach 0-Stellung läuft nun wieder alles normal.

Noch ein Nachtrag aus meinem Mail-Kasten:

"Kleiner Nachtrag von der Klimakampagne:

Unter http://www.buwal.ch/projekte/luft/partikelfilter/d/index.htm

finden Sie eine Buwal-Übersicht zu den Filtersystemen. Der darin

aufgeführte Hr. Mayer (A. Mayer, TTM, Fohrhölzlistrasse 14b, 5443

Niederrohrdorf, Tel. 0041 (0) 56 496 64 14, Fax: 0041 (0) 56 496 64 15,

e-mail: ttm.a.mayer@bluewin.ch) gilt nach meinen Erfahrungen als DER

Schweizer Dieselfilterexperte überhaupt. Spätestens er wird Ihnen

weiterhelfen können."

Hab den Herrn Mal angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Habe die Sache nicht weiter verfolgt.

Gruss

Raoul

  • 1 Jahr später...

hallo,

ich glaube, dass twintec.de einen filter anbieten wird, der einfach ausgetauscht werden kann - ich hab da mal angefragt. sobald ich was höre. melde ich mich noch mal (es geht um berlingo HDI)

gruesse,

olopart

unter http://www.dieselrussfilter.de/ ist berlingo leider noch nicht aufgeführt aber hier gibt es eine liste mit ankuendigung fuer 2005:

http://www.dieselrussfilter.de/pressetexte/LP-TT-DieselfilterII.pdf

Hallo!

Vollwertige Russfilter-Systeme zur Nachrüstung sind längst serienreif, 50%ige sind bereits auf dem Markt. Früher wurde ja lange Zeit behauptet, einen G-Kat nachzurüsten sei zu aufwendig und angeblich-wenn überhaupt- nur bei Einspritzern möglich. Einige Jahre später konnte VW G-Kat-Nachrüstsysteme für alle Golf-Vergasermodelle ab Bj. 83 liefern, für 1100 DM incl. Einbau. Ende 1999 versicherte mir einer der bekanntesten deutschen Firmen in Sachen Abgastechnik, ab dem 2. Quartal des Jahres 2000 werde man vollwertige Nachrüst-Russfilter für alle aktuellen BMW 3er liefern können. Diese Filter kamen nicht auf den Markt. Die Entscheidung dafür, dass serienreife Nachrüstfilter nicht auf den Markt gebracht werden, ist den Herstellern der Filter möglicherweise durch die Autoindustrie erleichtert worden. 50%ige Nachrüstfilter kann man aber bereits zum Beiospiel bei ATU für viele-auch ältere- deutsche KFZ bekommen. Die Nachfrage nach Nachrüstfiltern beschränkt sich wohl quasi auf Deutschland, z.B. Italiener, Belgier, Spanier und Franzosen interessieren sich wohl tendenziell kaum für Abasreinigungsssyteme, die eine Investition erfordern. Daher wird sich das Nachrüstangebot auch in Zukunft wohl auf in Deutschland populäre Modelle beschränken.

MFG

Hat jemand eine Ahnung, ob diese Filter auch auf einen BX passen würden? In dieser Liste (siehe Post 007) sind bei Citroën bzw. Peugeot mit 1,9 l Hubraum und ca. 50 kW, nehme also an, dass es sich dabei um XUD9 handelt, der ja auch in meinem BX 19 TRD verbaut ist.

Eigentlich nur eine theoretische Frage, da ich in Österreich wohne, wo es von der Besteuerung etc. her ziemlich egal ist, ob ein ein Diesel KAT oder eben FAP hat oder nicht.

stefan

Für die Rußfilter mit gesteuertem Abbrand braucht man eine beeinflussbare Einspritzung - sprich eine elektronische. Die alten Diesel mit mechanischer Pumpe können die nötigen Freibrennzyklen mit ihren anderen Steuerzeiten (für die erhöhte Abgastemperatur) offensichtlicherweise nicht erzeugen.

und hier die off. Info von der CDAG:

Sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Vertrauen in CITROËN.

Derzeit haben wir noch keine Informationen darüber vorliegen, ob und wann ein Partikelfilter als Nachrüstsatz angeboten wird.

Wir wünschen allzeit gute Fahrt.

Freundliche Grüße aus Köln

CITROËN DEUTSCHLAND AG

51170 Köln

Wundert Dich die Anwort der CDAG wirklich ?

Über alles, was außerhalb der geheiligten Hallen der CDAG läuft wissen die doch sowieso nicht Bescheid. Da die Kundendienstabteilung z.T. aus gestandenen FORD-Fahrern besteht, ist kaum zu erwarten, dass diese sich in ihrer Freizeit mit CITROEN-Fahrzeugen beschäftigen.

Schreibe doch lieber die bereits oben erwähnte Fa. TWIN-TEC an, wann der Filter für Dein Modell erhältlich ist.

1. "Vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Vertrauen in CITROËN" - Diesen Satz schreiben die immer. Ich hatte neulich mal ein ausländisches Werkstättenverzeichnis angefordert, und musste zunächst auch mal diese Floskel lesen. Das klingt wie auswendig gelernt, und so schreibt man den Satz halt immer hin. Mit Kundenorientierung hat das aber nix zu tun. Ich hatte das Verzeichnis übrigens angefordert, weil ich eben gerade kein Vertrauen in meinen C5 habe, denn vor der Auslandsfahrt hatte er wieder mal gezickt und ich wollte auf Nummer Sicher gehen.

2. Für den C3 ist der Nachrüstfilter von Twintec für 2005 auch angekündigt. Ich werde ihn sicher einbauen lassen.

Gruß, Fluxus.

hallo

hier noch eine sehr ausgefallene antwort von citroen (echt schwache antwort, da keinerlei informationen, was citroen eigentlich selbst gedenkt zu tun ... klingt einfach nur passiv ... = information = null)

Sehr geehrter Herr M(...),

vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Vertrauen in CITROËN.

Derzeit wird für den Citroen Berlingo kein (Nachrüst) Partikelfilter angeboten.

Wir wünschen allzeit gute Fahrt.

Freundliche Grüße aus Köln

CITROËN DEUTSCHLAND AG

51170 Köln

Telefon 02203/44-775

Telefax 02203/44-655

Sven K(...)

Kundenbetreuer

Also: man muss sich halt selbst um alles kümmern. ob ich einen berlingo diesel kaufe, bleibt noch offen (da diesem auch mit p-filter 10xmal mehr stickoxide in die luft pustet als benziner --> ozon-mit-verursacher...).

Aber ansonsten ist der berlingo einfach sehr attraktiv.

Hat jemand erfahrung mit dem bivalent? (in den umweltlisten positiv bewertet)

gruesse,

olopart

  • 1 Jahr später...

Hat sich in der Zwischenzeit was getan? Hat jemand einen Filter nachgerüstet?

Es gibt immer noch keine klare Regelungen ob und wie Filter steuerlich begünstigt werden! Daher wird wohl kaum jemand etwas in der Art eingebaut haben. Die Zulieferer scharren schon mit den Füssen und könnten bei vielen Modellen schnell liefern. Ob PSA-Modelle dabei sind, konnte ich der Pressemitteilung nicht entnehmen (ADAC? spiegel.de? Weiß nicht mehr)

Gruß

Hallo!

Derzeit gibt es MW noch immer keine einzige Automarke!!! ein vollwertiges Filtersysthem zur Nachrüstung. Die Nachrüstung vollwertiger Filtersystheme ist bis dato nur bei einigen wenigen Modlllen möglich (z.B. von Ople und VW), die als Neuwagen mit einer Rußfiltervorbereitung ausgeliefert wurden.

Ansonsten kann man bisher keine Nachrüstrußfilter bekommen, sondern nur sogenannte "Rußfilterkatalysotoren", die ohne extern eingeleitete Regeration auskommen und wenig Filterleistung bieten. Insgesamt eine europäische Augenwischer-Lösung wie einst der U-Kat (wohl aus imagegründen in EURO-Kat umbenannt): die massenbezogene Filterwirkung liegt bei nur etwa 40%.

Wenn man einen älteren Diesel mit so einem rußfilterkat nachrüstet, ist die Rußmasse noch immer höher als bei vielen aktuellen Dieselmodellen ohne Rußfilter...

Warum gibt es keine vollwerigen Nachrüstsystheme?

begründete Spekulationen zur Erklärung:

1)Nun ja: die Autoindustrie freut sich darüber, das der Rußfilter für einige Kunden ein prima Argument für einen vorgezgenen Neukauf darstellt. Könnte man vollwertige Filter nachrüsten, würde diese Argument natiürlich fies gemindert....

2)

Möglicherweise hoffen einge Anbieter, die (angeblich) vollwertige Filtersystheme sofort anbieten könnten, auf Verträge mit den Autoherstellern für die Zulieferung von Filtersysthemen für Neufahrzeuge. Ist natürlich eine reien Spekulation. Fakt ist: das Nachrüstgeschäft ist eine Art Saisongeschäft, die Teilezulieferung für Neuwagen u.U. eher langfristger....

3)

In Europa gibt es Länder, deren Bewohner als Überdurchschnittlich umweltfreundlich gelten: z.B. die Schweizer, die Schweden oder die Finnen. In diesen Ländern ist der Dieselanteil am PKW-Bestand aber ohnehin traditionell (sehr) gering. Also keine großen ärkte für Nachrüstfilter.

In den Ländern mit sehr hohem Dieselbestand (Italien, Frankreich, Spanien) gilt das Umweltbewusstsein als weniger ausgeprägt, eine Markt für Nachrüstsysthem ohne wirtschfatliche Anreize allein für das "Umweltgeissen" gibt es dort kaum. Das kann man mal ganz ehrlich feststellen, auch wenn das unterschiedliche Mass an Umweltbewusstsein in europa natürlich ein hoch sensibles Thema ist, das man gerne ausklammert.

Ländern, in denen auch ohne wirtschaftliche Nachfrage eine gewisse Nachfrage nach Nachrüstrußfiltern nur aus Umweltschutzgründen besteht sind MW quasi nur Großbritannien und Deutschland: zwei Länder mit durschnittlichen Dieselanteilen im europäischen Vergleich.

Sicher kein zufall: Toyota hat die wenigen frühen Avensis Diesel mit der bis dato weltweit einmaligen Kombination von Rußfilter, deNOx-Kat und Oxidationskatalysator nur in Deutschland und UK verteilt.

Sicher auch kein Zufall: wer in Frankreich einen nagelneuen C5 2,0 HDI in der Version ohne Rußfilter bestellt, spart etwa 500 EURO.

MFG

Eine vollwertige Nachrüstung ist technisch zu aufwändig und somit zu teuer. Hatten wir dazu nicht schon mal was wo die Details alle drin standen? Es ist halt nicht wie beim Beziner mit einer Lambdasonde, Kat und evtl anderer Steuerung getan.

Die Nachrüstsätze mit den damals gebräuchlichen U-Kats zu vergleichen, trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut.

Hatten sich damals bei den Benziner-Kat-Nachrüstungen denn die Automarken beteiligt oder war das ein reines Zulieferergeschäft? Spontan würde ich letzteres sagen. Dann hat sich bei den Partikelfiltern wohl nichts geändert.

Gruß

Hallo!

Ein uraltes Märches ist es, dass ein geregelter Katalysator in der Nachrüstung entweder gar nicht machbar ist oder sehr teuer kommt.

Ein besonders hartnäckiges und falsches Gerücht damals: eine Lambdaregelung sei bei Vergaser-Motoren unmöglich.

Mein erstes Auto (ein Golf 2 mit Vergaser-Motor) war als Neuwagen 1985 ohne Kat ausgeliefert worden. Der Vorbesitzer hatte dann kurze Zeit später eine ungeregelten Katalysator nachrüsten lassen. Als ich den Wagen 1997 kaufte, habe ich eine Geregelten Katalystor nachrüsten lassen. Das ging einfach so, obwohl der Wagen ja einen Vergaser hatte.

Wo wurde das gemacht? Beim VW-Händler. War ein Nachrüstangebot von VW.

Was hat das gekostet? Komplett exakt 1150 DM (nicht EURO) alles inclusive: Montage, Lamdasonde, elektronische Vergaserregelung, Abgasuntersuchung. Besonder bemerkenswert: Bestandteil dieses Nachrüstangebotes war sogar noch ein nagelneuer Katalysator. Weil ich letzteres erst gar nicht glauben konnte, habe ich die Werkstatt gebeten den ausgebauten alten "ungeregelten" Katalysator in den Kofferraum zu legen.

Sicher: solche Komplett-Preise für einen Nachrüst-Satz lassen sich nur über hohe Stückzahlen realisieren. Und dazu braucht es wohl ein Angebot über das Händlernetz.

Komisch: bem Thema Rußfilternachrüstung hört man wieder die gleichen uralten Argument wie damals beim U-Kat.

Nochmal ein paar Zahlen:

der geregelte Katalysator ist quasi genauso alt wie der Katalysator im PKW überhaupt:

durch entsprechende Gestzte kamen in den USA ab 1973 PKW mit ungeregeltem 2-Wege-Katalysator auf den Markt.

Bereits ab 1976 lieferte Volvo als weltweit erster Hersteller Autos mit geregeltem Katalysator (also mit Lambda-Regelung) nach Kalifornien.

Ab 1981 galten in den gesamten USA so strenge neue Abgasgesetzte, dass alle PKW-Neuwagen mit Benzinmotor für diesen Markt mit geregeltem Katalysator ausgerüstet werden mussten.

Ab 1984 kamen in Europa die ersten PKW-Modelle mit ungeregeltem geregeltem Katalysator auf den Markt, es gab einige wenige Modelle mit G-akt in europa

ab 1987 waren alle PKW über 2,0l Hubraum für den deutschen Markt mit geregeltem Katalysator ausgerüstet.

ab 1994 waren EU-weit auch Kleinwagen-Benziner ausnahmslos serienmäßig mit gergeltem Katalysator ausgerüstet.

PSA hatte sich bekanntlich besonders intensiv gegen den vermeintlich profitschmälernden Katalysator gesträubt.

PSA wollte damals auf dem europäischen Markt sogar den ungeregelten Katalysator möglichst umgehen, eine eher lächerliche Zusatzlufteinblasung namems "Pulsair"-System wollte PSA als europäische Alternative zum Katalysator für Kleinwagen etablieren...

Besondere Idee von PSA : wer schon Ende 1984 in Deutschland einen gergelten Katalystor im Pegeuot 505 haben wollte, konnte das sogar bekommen:

ein Jammer, dass PSA den Katalysator zunächst nur im Top-Modell (505 Turbo Injection) anbot, zudem "sinnig" zwangsgekoppelt z.B. an eine komplette Lederausttattung. Begründung von PSA damals: man leite einfach Fahrzeuge in US-Ausstattung nach Deutschland um...

Immerhin:

es ist jetzt gerade mal knapp 21 Jahre her, dass Mercedes auf dem US-Markt serienmäßig Dieselmodelle mit Rußfilter anbot (ein Jammer, dass die Mercedes-Filterpioniertaten in Europa weiterhin quasi tot geschwiegen werden: ich würde nur allzugern Details über die Filtertechnik anno 1985 erfahren: war das ein "offenes" oder "geschlossenes" System, wer weiss...)

Rußfilter an sich gibt es gibt es z.B. in "unter Tage" eingesetzten Baufahrzeugen mit Dieselmotor seit reichlich 30 Jahren, von 1985 an wurde die "Rußfiltertechnik" eben vorübergehend in einigen US-Dieselmodellen von Mercedes angeboten (W126, W124) und schon ab etwa 2010 könnte der Rußfilter Verbreitung in allen neu zugelassenen EU-PKW finden....

MFG

ACCM Oliver Weiß postete

Eine vollwertige Nachrüstung ist technisch zu aufwändig und somit zu teuer. Hatten wir dazu nicht schon mal was wo die Details alle drin standen? Es ist halt nicht wie beim Beziner mit einer Lambdasonde, Kat und evtl anderer Steuerung getan.

Die Nachrüstsätze mit den damals gebräuchlichen U-Kats zu vergleichen, trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut.

Hatten sich damals bei den Benziner-Kat-Nachrüstungen denn die Automarken beteiligt oder war das ein reines Zulieferergeschäft? Spontan würde ich letzteres sagen. Dann hat sich bei den Partikelfiltern wohl nichts geändert.

Gruß

Ich stimme Wolfgang zu, denn ich kenne selbst 2CV und DS mit Vergasern, die einen anerkannten G-Kat haben oder hatten. Die Preise kenne ich nicht mehr, waren aber halb so wild und rechneten sich schnell mit der Steuerersparnis. Eine Lambdasonde haben die aber dennoch! Damit würde man aber wohl nie Euro 3 schaffen...

Der Partikelfilter bei PSA arbeitet mit einem Zusatzstoff, für den ein Extra Tank benötigt wird. Sowas nachträglich einzubauen verteuert die Sache halt ziemlich. Ohne dieses Additiv filtert der Partikelfilter halt weniger als mit (bzw verbrennt die Partikel).

Mercedes schweigt ganz gerne über ihre damaligen Rußfilter, weil die nicht ausgereift waren und nicht dauerhaft wirkten. U.a. soll sich der Filter sehr schnell zugesetzt haben. Details weiß ich leider nicht.

Gruß

Hallo!

Zum Mercedes-Rußfilter ab 1985:

Gibt es irgendwo aus unabhängigen Quellen etwas über die Rußfiltertechnik von 1985 zu lesen? Wenn ja: würde mich interessieren. Ich habe noch nichts aus unabhängiger Quelle darüber gefunden.

Angeblich sollen sich in Nordamerika Fahrzeuge entzündet haben, weil der Rußfilter während der Regeneration (also doch ein sogenanntes "geschlossenes System" wie heute üblich?) so heiß wurde, dass sich der Unterboden entzündete. Na ja. Falls es so war: spricht das gegen den Ur-Filter von Mercedes oder deutet das eher auf unzureichend verlegte Wärmeschutzbleche hin?

Auch komisch: in Nordamerika kamen kamen etwa 20.000 frühe Rußfilter-Mercedes auf den Markt, obwohl der Filter ja Gerüchten zufolge wenig taugte (MW wurden diese Gerüchte eher in Europa als in Nordamerika bekannt... die europäische Katalysator-Diskussion in den 80er-Jahren lässt grüssen)

Ab ca. 1991 verschwand der Rußfilter aus dem Mercedes-Lieferprogramm, ab 2000 startete PSA seinen erfolgreichen Image-Feldzug mit zunächst einigen wenigen Filter-Modellen quasi unter Motto "ein bisschen Filter und ganz viel Filter-Werbung".

Kritiker könnten die Entscheidung von Mercedes gegen den Rußfilter in Europa zumindest im Nachhinein als eher kurzsichtig bezeichnen.

Die Tatsache, dass die gefilterten Modelle von 1985 noch eine indirekte Einspritzung mit größeren Partikeln hatten wird in dem Zusammenhang auch gerne mal als Erklärung für den Mercedes-Filter-Rückzug genannt, spielt Meiner Meinung nach aber keine Rolle.

Ergänzend: in vielen deutschen Zeitschriften könnte man vor allem im letzten Jahr lesen, "in Frankreich" sei der Rußfilter schon an der Tagesordnung.

"Erstaunlich": PSA liefert im Jahr 2006 die Baureihen C8, C5, C4 bzw. Peugeot 807, 407, 307 anders als in Deutschland in Frankreich jeweils in mindestens einer Version ohne Rußfilter.....

Kaum zu glauben: der C6 und der Peugeot 607 sind die einzigen PSA-Baureihen, die derzeit in Frankreich als Diesel grundsätzlich über einen Rußfilter verfügen.

Ach ja: liegt sicher an Kapazitsengpässen. :)

Aber wie schön war doch die große Peugeot-Fernsehwerbung mit Vogelgzwitschere und hübsch vor einem eleganten Schloss aufgestellten silberfarbenen Peugeot-Dieselmodellen namens "Der Club der Nichtraucher". Aber diese Werbung lief ja vielleicht auch nicht in Frankreich?

MFG

Wenn der Mercedes Rußfilter problemlos funktioniert hätte, warum ist der nicht in D, ein Land mir relativ hohem Dieselanteil und hohem Umweltbewußtsein, beworden und verkauft worden? Warum wurde die Produktion auch für die USA einstellt? Warum hat Mercedes (wie andere Hersteller auch) ein ziemlich großkotziges "Ein Rußfilter kann nicht funktioneren" zum PSA-Rußfilter von sich gegeben?

Ja, Mercedes hatte einen Rußfilter vor PSA. PSA waren aber die ersten, die ihn anscheinend technisch in den Griff bekamen, Großserien tauglich machten und auch in der Öffentlichkeit bekannter machten.

Oft werben Firmen mit "wir sind die ersten" ohne es gewesen zu sein: Es gab einen Jensen Interceptor mit Allrad lange vor dem ersten Audi Quattro, es gab Panhards Serienwagen mit Alukarosserien vor einem Audi A8 (jaja, Audi war mit "erste Oberklasselimousine mit Alukarosserie") und und und.

Die "Rußfilter ab 100 PS" Politik von PSA finde ich auch nicht gut. Zumindest gegen Aufpreis sollte es auch drunter den Filter geben. Besser wöre auch da serienmässig.

Gruß

Hallo!

Warum hat Mercedes den Rußfilter in den USA vom Markt genommen?

Fakt ist: Ende der 70er/ Anfang der 80er-Jahren hatte General Motors eilends PKW-Dieselmodelle auf den Markt geworfen, um den "Flottenverbrauch" zu senekn. Das Problem: es handelte sich um lausig verdieselte Benziner (4,3l R6 mit 86 PS, 5,7l V8 mit 126 PS). Fakt ist wohl: diese Motoren waren (obwohl es sich um um saugdiesel handelte) extrem kurzlebig. Einige Jahre nach Lancierung dieser GM-Dieselmodelle galt in den USA das gesamte Image der Dieselmotoren an sich auch aus Haltbarkeitsgründen als ruiniert, wegen der Abgasproblematik und der Geruchsbelästung hatte der Diesel zudem in den USA ja ohenhin Imagedefizite.

Jedenfalls brauch auch für Mercedes etwa Ende der 80er der Dieselmarkt in den USA beinahe zusammen. Ob das- wie gerne von Mercedes behauptet- etwas mit der Imageschädigung des Dieselmotors in den USA durch die GM-Diesel zu tun hat, könnte man durchaus hinterfragen. Fakt ist zumindest Meines Wissens: Mercedes hat den Import von Diesel-Modellen nur auf dem kalifornischen Markt komplett eingestellt. In anderen Staaten der USA und in Kanada war MW kein Rußfilter zur Einhaltung der Grenzwerte erforderlich.

Wann genau stellte Mercedes die Produktion der Rußfilter-Modelle ein?

Erfolgte die Einstellung der Rußfilter-Modelle zeitgleich mit einem kompletten Diesel-Rückzug in Kalifornien, der einzige Markt auf dem man den Rußfilter damals benötigte, um die geltenden Abgasgesetze zu erfüllen?

Ist also fraglich, ob Mercedes die Modelle eingestellt hat, weil der Rußfilter Probleme machte oder weil es sich wegen sinkender Stückzahlen scheinbar nicht mehr lohnte, den kalifornischen Diesel-Markt zu bedienen.

Über den Zeitpunkt, wann genau Mercedes den Rußfilter-Einsatz beendete, gibt es Meines Wissens keine wirklich genauen Angaben... Meiner Meinung war nach war schon 1991 vorerst Schluss mit Filter bei Mercedes. Könnte aber auch erst 1993 so weit gewesen sein.

PSA selbst hat eben korrekterweise Meines Wissens nie behauptet, als erster Hersteller PKW mit Rußfilter angeboten zu haben. Den Job hat vor allem die deutsche Medienwelt erledigt.

PSA selbst hat sich bestenfalls als den ersten Rußfilternabieter in Europa bezeichnet.

In folgendem Text kann man vortrefflich erkennen, wie "filigran" Kommunikationsabteilungen formulieren (hatte ich hier schonmal eingestellt).

(Text ist auf Deutsch)

http://www.worldcarfans.com/news.cfm/newsID/2050414.003/page/1/lang/de/country/gcf/mercedes/20-years-of-particulate-filters-at-mercedes-benz

Dort stellt Mercedes sich als den Hersteller mit der größten Erfahrung bei Rußfiltern dar.

Wirklich? Wer genau list, erkennt, dass Mercedes leglich von der größten Erfahrung bei Rußfiltern ohne Additivzusatz spricht. Leicht zu überlesen, aber eine klare Anerkennung der PSA-Tätigkeiten in Sachen Rußfiltertech mit Additivzusatz.

Denn die Aussage "mit 20 Jahren längste Erfahrung" ist auch etwas irreführend: Mercedes verschweigt recht geflissentlich, dass man zwischenzeitlich für etwa schlanke 12 Jahre lang bis 2003 eben gar kein keine Autos mit Rußfilter anbot.....

Zudem:

20.000 Mercedes Modelle mit der Ur-Rußfiltertechnik aus den 80ern sind absolut eine Menge Autos, aber eben auch sehr wenig im Vergleich zu den Filter-Produktionszaheln bei PSA 15 Jahre später.

Zum Thema Audi und Allradantrieb:

Audi hat ja auch nie behauptet, als erster PKWs mit permanentem Allradantrieb angeboten zu haben. Die Werbebotschaft von Audi lautet ganz konkret korrekt, aber vielleicht ein klein wenig irreführend.

"Audi. Erster mit Quattro"...

Wirklich wahr: welcher andere Hersteller konnte den vor Audi Autos "mit quattro" anbieten?:)

Am Rande:

die PSA-Strategie, den Rußfilter vor allem in Deutschland dazu zu nutzen, die Nachfrage auf leistungsstärkere (und vor allem pofitablere) Motorvarianten zu lenken wird übrigens von VW kopiert. Im VW Golf und anderen VW-Modellen gibt es nur den Filter nicht in den schwächeren Diesel-Versionen. PSA hat ja gerade bei Citroen C4 und beim Peugeot 307 die schwächeren Dieselversionen einfach aus dem Lieferprogramm für Deutschland gestrichen. Jetzt kann man schreiben: "Alle Peugeot 307 und Citroen C4 Dieselmodelle haben in Deutschland den Rußfilter serienmäßig.": und das ohne eine einzige zusätzliche Variante mit Filter ins Programm aufgenommen zu haben....

Neben dem VW-Konzern übernimmt z.B. auch Opel die PSA Strategie ("wer Filter will, muss auch PS wollen")

Mercedes dagegen macht als einziger Hersteller das Filterangebot unabhängig von der Motorleistung. Auch 82-PS-Dieselkunden können bei Mercedes schon einen Filter bekommen, das finde ich schon bemerkenswert. Ein Jammer natürlich, dass auch Mercedes den Filter nur in den eher umweltorientierten Ländern anbietet, wo sich damit Geld machen lässt...

Natürlich hat es auch noch andere erwünschte Effekte, wenn die Hersteller das Filterangebot innerhalb Europas differenzieren: so kann man das Aufkommen unerwünschter profitmindernder Grauimporte in Richtung des "Hochpreismarktes" Deutschland behindern.

Es würde zum Beispiel wohl kaum jemand auf die Idee kommen, einen C5 HDI ohne Rußfilter z.B. von Italien nach Deutschland zu importieren. (ein Bespiel mit reinem Beispielcharakter, ich kenne die real zu zahlenden Preise in Italien nicht)

MFG

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