25. Mai 200323 J. Hallo! Das H-Kennzeichen:tolle Anerkennung für originale alte Fahrzeuge. Nun das: A()to Motor und S()ort TV heute(nett der Bericht über den Pluriel): Bericht über einen Ford Bj. 36:Hot rod Umbau für eine hamburger Kiez-Größe,Motorhauben beidseitig offen,Chevrolet-Motor,angeblich 430 PS,rotmetallick,tiefer,Diodenrückleuchten vom BMW Z8 und viles mehr. Das Kennzeichen:(falls keine überraschende,plötzliche fehlsichtigkeit eingetreten sein sollte:ein H-Kennzeichen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ohne weitere Worte. MfG Wolfgang
25. Mai 200323 J. *gähn* wenn es in deutschland weniger wachtmeisternde blockwarte gäbe, die nicht einzelfälle zur heraufbeschwörung von noch mehr verwaltung und gesetzen missbrauchen, dann hätten wir auch nicht diese gnadenlose übermächtig unangreifbare verwaltungsdiktatur, die jede menschlichkeit und freizügigkeit ad absurdum führt und es ginge evtl. auch mal wieder was voran. bis dahin: wie wärs, wenn mentale energie zur lösung existenziellerer probleme genützt würde?!? grüsse, kris
25. Mai 200323 J. "existenziellerer Probleme"? na dann sollten wir uns alle hier in diesem Forum eigentlich nich aufhalten... ;-) Aber spass beiseite. Der Anblick solcher historisch zugelassenen Umbauten kann dann frustrieren, wenn der örtliche TÜV eine alltagstaugliche und so genutzte schwarze D Super 5 aufgrund verschiedener Schrammen, mattem Lack und Rostpickeln nicht anerkennt. So erlebt hier in Landau vor ca 2 Monaten. P.
25. Mai 200323 J. war ein scherz ... ;-)) citroen sind halt natürlich im attribut "existenziell" impliziert ... .. nein, tut mir leid, aber ich kann diese dauernd wiederkehrenden threads über wer-darf-was-und-warum und wenn-dann-müssen-alle-alles-gleichzeitig-können-dürfen-müssen einfach satt, ob über die 07 oder das H oder was weiss ich noch ... und dass manche beim Tüv oder der zulassung gleicher sind als andere, gut, damit kann ich leben. solange ich den spass an der sache nicht verliere ... grüsse, kris
26. Mai 200323 J. Ersteller Hallo! Jetzt muß ich ja doch nochmal was schreiben.Es ist schlimm wenn ein Vorkriegswagen auf dies Weise zerstört wird,was womöglich durch die Zuteilung des mit erheblichen Kostenvorteilen verbundenen H-Kennzeichens gefördert wird.Das ist sicher nicht Sinn und Zweck des Kennzeichens. Ich wollte hier keine Diskussion verursachen, sondern nur einen Hinweis geben.Wer nicht genau hinguckt, den fällt sowas natürlich nicht auf. Schlimm ist es auch, wenn sich hier Leute äußern, die entweder nicht willens oder in der Lage oder gar beides sind sich (wenn sie einen Kommentar für angebracht halten) sich differenziert zu diesem Thema zu äußern. Da ich Kraftfahrzeugsteuer zahle, interessiert es mich, was die von mir mitbezahlte Rabattierung der Kraftfahrzeugsteuer bewirken kann.Hat jemand ein gut gepflegtes originales wirklich altes Auto, bin ich gerne bereit dessen Erhalt, der durch die in den meisten Fällen stark ermäßigte Steuer gefördert werden kann, mit der Zahlung meiner regulären KfZ Steuer zu fördern(ich weiß, es geht im Einzelfall um sehe sehr wenig Geld).Die Zerstörung insbesondere von Vorkriegswagen möchte ich nicht einmal mit ein paar Cent pro Jahr fördern! MfG Wolfgang
26. Mai 200323 J. OK, Wolfgang, aber was ist Original? Eine ID auf Pallas aufwerten? Eine Limousine mit Originalteilen zum Cabrio umbauen? Blinker nachrüsten (weils vorgeschrieben ist)? Wagen in einer anderen Farbe lackieren? Einen G-Kat nachrüsten (was bestimmt nicht zeitgenössisch ist)? Wo willst du da die Grenzen setzen? Was ist mit einer DS und Granada-Rücklichtern? http://home.wtal.de/olliweb/technoclassica/2002/tc_ds5.jpg Ist das Frevel oder zeitgenössicher Umbau? Die Hot Rods waren in den 40ern und 50ern durchaus gängig, also kann man sie als zeitgenössische Umbauten betrachten. Es gibt Regeln für das H-Kennzeichen und einige Regeln davon passen halt manchen nicht. Das haben aber alle Regeln einer Gesellschaft so an sich. Gruß Olli
26. Mai 200323 J. hallo, das problem: ein von zagato zeitgenössisch umgebauter alfa-romeo gilt als historisch, ein hot-rod, auch ein vehikel mit ganz typischen eigenschaften gilt nicht als historisch?!? hot rod sind eine feststehende gattung in der automobilgeschichte. dass an ihnen auch modernere komponenten verbaut werden GEHÖRT DAZU, ist also "original". wie gesagt: live and let live ... demokratie heisst nicht, dass alle über denselben kamm geschoren werden, nein, es heisst, jeder soll den freiraum haben, der zu seiner PERSÖNLICHEN entfaltung notwendig ist, und dazu gehört auch, randerscheinungen und extreme, solange sie einen nicht bedrohen oder an der eigenen entfaltung hindern oder stören, einfach zu akzeptieren. ist das so schwierig? ich jedenfalls hätte keine lust, meine umwelt derart frustriert gängeln zu müssen, und sei es nur verbal. grüsse, kris
26. Mai 200323 J. Hi Wolfgang, > Schlimm ist es auch, wenn sich hier Leute äußern, die entweder nicht willens > oder in der Lage [...] sind [...] sich differenziert zu diesem Thema zu äußern. Also das würde ich keinem der hier Postenden unterstellen wollen. Wenn der Umbau ein zeitgenössischer ist, dann ist einem H-Kennzeichen eigentlich nichts entgegenzusetzen. Schon 15 Jahre nach dem Baujahr dieses Fahrzeugs wurden solche Umbauten gemacht (und jetzt argumentiere blos nicht damit, dass es damals noch keine Z8-Rückleuchten gab). Ausserdem dürfte bei einem solchen Umbau die "Förderung" im Verhältnis zu den Baukosten vernachlässigbar sein. Die Subventionen des Staates für H-Kennzeichen sind, wie Du schon schreibst, so gering, dass wir sie gar nicht bemerken. So, das war nochmal mein undifferenzierter Senf. Martin
26. Mai 200323 J. PS: Vielleicht doch noch was Differenziertes: Es gab in Deutschland im Januar 2002 ca. 221.000 Fahrzeuge, die älter sind als 30 Jahre. Davon haben ca. 90.000 eine H-Zulassung. Wenn alle diese Fahrzeuge einen Hubraum von 7,4 Litern hätten (BigBlock), dann wäre die Subvention ca. 180 Mio Euro. Realistisch dürfte aber eher ein Durchschnittshubraum von 2 - 3 Litern sein. Damit läge die Subvention bei ca. 54 Mio Euro. Dagegen gibt es in Deutschland ca. 50.000.000 normal zugelassene PKWs, mit einem Steueraufkommen von vielleicht 10 Mrd. Euro (geschätzt). Also macht die H-Kennzeichen-Subvention 0,54 % aus. Wenn Du jetzt noch von 97% Nichtmissbrauch ausgehst, dann kostet Dich der Missbrauch des H-Kenn- zeichens im Jahr 4 Cent. Das ist garantiert weniger, als die Online-Kosten für diesen unsäglichen Thread!
26. Mai 200323 J. Klasse: da nimmt einer einen ver"rod"teten Ford, setzt in das Chassis Bj. '36 'nen Bigblock und schafft so ein echtes Hinguckerfahrzeug, dass sogar Citroen ZX-Fahrer in Wallung bringt! Ohne H-Kennzeichen hätte er wohl das nicht auf die Beine gestellt. Super Coup, ich sach' doch, der Norden lebt!!! ;-))) Keep cool - be easy,
26. Mai 200323 J. Im Süden sagt man gern amal: "Leben und leben lassen" Zum Glück gilt das auch fürs Forum, sonst könnte man sich nicht an dem einen oder anderen künstlich geschwollenen Kamm delektieren. Hier könnte es doch heißen: "Schweben und Scheben" lassen... jetzt ist mir aber ein w(olfgang) verloren gegangen... >>D.
26. Mai 200323 J. Hallo, also für mich hat der Begriff "zeitgenössisch" eine etwas andere Bedeutung. Damit meine ich nämlich nicht, was irgendwo in der Welt zu der damaligen Zeit vielleicht rumgefahren ist, sondern was hier im Straßenbild der damaligen Zeit anzutreffen war. Will sagen: das Fahrzeug hätte auch schon damals in Deutschland eine Zulassung haben können müssen. Und das halte ich angesichts solcher Radikalumbauten (z.T. auch noch mit Teilen aus der Neuzeit) für ziemlich ausgeschlossen. Man denke nur an den deutschen TÜV vor 30 Jahren, der sogar was gegen mitlenkende Scheinwerfer hatte. Und auch der Denkmalschutz fördert keine afrikanischen Bambushütten in Hamburg. Vielleicht ein seltsames Beispiel, aber so sehe ich das. Gruß Bernhard
26. Mai 200323 J. Ersteller Hallo! Das ganze Fahrzeug ist übrigens wohl erst kürzlich zusammengestellt bzw. umgebaut worden, also kein in den 50er oder 60er Jahren umgebautes Fahrzeug, somit also sogar ein Hot Rod Fake. MfG Wolfgang ACCM Bernhard Koglin posteteHallo, also für mich hat der Begriff "zeitgenössisch" eine etwas andere Bedeutung. Damit meine ich nämlich nicht, was irgendwo in der Welt zu der damaligen Zeit vielleicht rumgefahren ist, sondern was hier im Straßenbild der damaligen Zeit anzutreffen war. Will sagen: das Fahrzeug hätte auch schon damals in Deutschland eine Zulassung haben können müssen. Und das halte ich angesichts solcher Radikalumbauten (z.T. auch noch mit Teilen aus der Neuzeit) für ziemlich ausgeschlossen. Man denke nur an den deutschen TÜV vor 30 Jahren, der sogar was gegen mitlenkende Scheinwerfer hatte. Und auch der Denkmalschutz fördert keine afrikanischen Bambushütten in Hamburg. Vielleicht ein seltsames Beispiel, aber so sehe ich das. Gruß Bernhard
26. Mai 200323 J. Ich glaube um sich wirklich nachhaltig über staatsverursachte Steuerverschwendung ungücklich machen zu wollen, sollte man sich einfach das "Schwarzbuch Steuerver- schwendung" des BdSt. (Bund der Steuer- zahler, der Verf.) besorgen. Da kommt richtig was hoch, nämlich Galle. 07-steuerflüchtend >>D.
27. Mai 200323 J. Hi Wolfgang! Es fehlt mir immer noch deine Antwort auf meine Fragen: Was ist Original? Eine ID auf Pallas aufwerten? Eine Limousine mit Originalteilen zum Cabrio umbauen? Blinker nachrüsten (weils vorgeschrieben ist)? Wagen in einer anderen Farbe lackieren? Einen G-Kat nachrüsten (was bestimmt nicht zeitgenössisch ist)? Gruß Olli
27. Mai 200323 J. Hi Olli, das ist eigentlich kein Problem, denn es gibt klare Regeln. Ich habe das Regelwerk des TÜV Süddeutschland mal in die CitDoks reingestellt: http://www.memo-software.de/citrep/anleitung.php?cr_id=123 Zuerst wollte ich es direkt nach hier posten, aber das wollte die Forensoftware nicht haben (Text zu lang). Martin
27. Mai 200323 J. PS: Eine etwas kürzere Zusammenfassung findet sich auch hier: http://home.t-online.de/home/caar-d/anford.htm
27. Mai 200323 J. Hallo Wolfgang, eine kleine Korrektur zur Nr. 011: Ich habe gerade auf der DEUVET-Seite eine genauere Schätzung für die Steuerersparnis wegen dem H-Kennzeichen gesehen. Der duchschnittliche Hubraum ist nur 1800ccm. Die Subvention beträgt insgesamt 17,6 Mio DM. Demnach kostet Dich der Missbrauch des H-Kennzeichens nur 0,6 Cent im Jahr. Martin
27. Mai 200323 J. Hi Martin! Mir sind diese Regeln bekannt, aber ich habe auch keine Probleme bei einem nachträglichem Hot Rod Umbau samt H-Kennzeichen. Gruß Olli
27. Mai 200323 J. Hi Olli, Du nicht, aber ein gewissenhafter TÜV schon ;-) Wobei mal wieder Ausnahmen die Regel bestätigen (s.o.). Martin
27. Mai 200323 J. Zugegeben: ein Hot Rod dieser Art ist eine eher lasche Auslegung der Regeln. Da sind wir uns wohl einig. Oder (aber da möchte ich jetzt niemanden was unterstellen) einige Details wurden erst nach Erteilung des H-Kennzeichens eingebaut / angebaut ? Sowas solls ja auch geben. Die oben erwähnte DS mit den Rückleuchten eines Granada 1 hat übringens auch eine H-Zulassung.
27. Mai 200323 J. Granada-Rückleuchten sind ja auch "zeitgenössisch". Es hätte also theoretisch so ein Fahrzeug auch schon in den 70ern geben können. Aber ich habe mit dieser Art von "Missbrauch" wirklich kein Problem. Sei den Leuten doch ihr Spass gegönnt. Wir sind doch auch froh, wenn wir beim Falschparken mal mit einem blauen Auge und einer "Belehrung" davonkommen und nichts bezahlen müssen, oder? Zumal der H-Kennzeichen-Missbrauch für die Masse der Leute nun wirklich nicht mit höheren Kosten verbunden ist. Die meisten erfreuen sich doch beim Anblick eines HotRods, ob zeitgenössisch oder nicht. Martin
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren