14. September 200917 J. Hallo Ihr A-Erfahrenen! Ich hab' zugegebenermaßen nicht groß recherchiert, ob's die Frage schon mal gab... Aber mich interessiert, was Ihr Eueren (vor allem älteren) A-Modellen für Schmierstoff gönnt. Benutzt jemand Millers Öl? Was könnt Ihr empfehlen? Freue mich auf Euere Ratschläge! Markus
14. September 200917 J. Standartzeug aus dem Baumarkt, Champagner fülle ich nur in meine Ferraris... *gg* Yannik meint damit mineralisches 15W40- Öl für den 2CV6 bzw. 20W40 für die alten Maschinen. Und lieber kürzere Wechselintervalle als teure Oldtimerspezialöle.
14. September 200917 J. 15W40, sowohl in der 86er Ente also auch der 75er AK 400. Seit Jahren, ohne Probleme. Nehme Castrol.
14. September 200917 J. Bisher immer 10W40 teilsynthetisch. Kein nennenswerter Ölverbrauch, kein Ölverlust.
14. September 200917 J. Klar, das 10W40 verkraften die Zweizylinder auch problemlos. Ich glaube, es ist ziemlich egal, ob 20W50, 15W40 oder 10W40. Intervalle einhalten, den Ölfilter mitwechseln und immer schön den Ölstand knapp unter max. halten. Dann läuft das Maschinchen fast ewig.
15. September 200917 J. Hallo, wie ist es denn bei alten Motoren ohne Ölfilter (Typ M4)? Ich nehme mineralisches 15W40, aber wie sieht es denn bei den Ölwechselintervallen aus. An sich ist das moderne Öl natürlich besser als das aus den 60ern, aber hat ja auch eine stärkere Reinigungswirkung - muss ich ich deshalb eigentlich öfters wechseln als alle 5.000 (laut BDA AMI6), damit der Schmutz nicht ständig zirkuliert? Gruß V. Bearbeitet (15. September 200917 J. von Vincent2)
15. September 200917 J. Genau, moderne Öle halten den Schmutz in der Schwebe. Ohne Ölfilter, wo er sich ablagern könnte, ist das eher kontraproduktiv. In diesem speziellen Fall würde ich schon zu spezifischen Oldtimerölen greifen, die auf Motoren ohne Ölfilter ausgelegt sind.
15. September 200917 J. 80W90 Hypoid-Öl Lieber nicht. Hypoid-Öl verträgt sich nicht mit Buntmetall-Teilen im Getriebe. Ich habe mal bei ELF angefragt, dort wurde mir das bestätigt. Normales EP 80 oder 80/90 ist besser. Fahre ich deswegen auch in meinem ami 8. Gruß, DanCit
15. September 200917 J. EP und Hypoid ist das Gleiche. Achja: und drauf achten, daß es höchstens ein GL4-Öl ist. Den GL5-Öle sind schädlich für Getriebe mit Buntmetallen Bearbeitet (15. September 200917 J. von EntenDaniel)
15. September 200917 J. Lieber nicht. Hypoid-Öl verträgt sich nicht mit Buntmetall-Teilen im Getriebe. Ich habe mal bei ELF angefragt, dort wurde mir das bestätigt.Normales EP 80 oder 80/90 ist besser. Fahre ich deswegen auch in meinem ami 8. Gruß, DanCit ELF! Das ist doch die Hausmarke von Renault ;-) Vorgeschrieben war damals Hypoid-Öl SAE 80 wegen der Schrägverzahnung und der der deshalb nötigen erhöhten Druckfestigkeit. Gibt es eigentlich überhaupt noch "normales" Getriebeöl SAE 80? Gruß V.
15. September 200917 J. ELF! Das ist doch die Hausmarke von Renault ;-) Vorgeschrieben war damals Hypoid-Öl SAE 80 wegen der Schrägverzahnung und der der deshalb nötigen erhöhten Druckfestigkeit. Gibt es eigentlich überhaupt noch "normales" Getriebeöl SAE 80?Gruß V. GL4 fürs Entengetriebe ist schon richtig und hat auch die Spezifikation SAE 80.
15. September 200917 J. Richtig! API GL4 ist kein Hypoidöl, API GL5 ist Hypoidöl. EP steht für "extreme pressure", also hohe Belastbarkeit, aber eben nicht Hypoid. Ich zitiere aus den Antworten von TOTAL (ELF gehört zu TOTAL) auf zwei Anfragen von mir hinsichtlich des richtigen Getriebeöls für meinen ami 8 von 1969 (und meinen 11CV von 1948): Antwort auf Anfrage 1: "... ein Hypoid-Getriebeöl muß nach API GL5 klassifiziert sein. Unser ELF TRANSELF EP 80W ist nach API GL4 klassifiziert und somit kein Hypoid-Getriebeöl. Für einen CITROEN 2CV wird jedoch ein Hypoid-Getriebeöl nach API GL5 in der Viskositätsklasse 75W80 gefordert. Unsere Empfehlung lautet in diesem Fall: TOTAL TRANSMISSION BV 75W80...." Nachdem ich diese Feststellung hinsichtlich der Gültigkeit für das Baujahr meines ami angezweifelt habe: Antwort auf Anfrage 2: "... leider kann ich Ihre 1. Frage nicht genau beantworten. Die API-Normen für Getriebeöle reichen ziemlich weit zurück. So entspricht die Getriebeöl-Spezifikation des US-Militärs MIL-L 2105 in etwa der API GL 5 - und besagte MIL-L 2105 wurde 1962 festgelegt. Meine Information über den 2CV gelten für die Baujahre 1974 bis 1990. Auch 1969 gab es schon Hypoid-verzahnte Getriebe; allerdings sind wir uns nicht sicher, ob diese auch in Ihrem Fahrzeug eingesetzt wurden. Vermutlich ist bei dem Ami 8 eher ein "Fischgrat"-verzahntes Getriebe verbaut... (dieses ist jedoch auch recht verschleißanfällig). Leider stehen uns keine Wartungsanleitungen von diesem schönen "Oldtimer" zur Verfügung. Zu Ihrer Frage 2: Es kann durchaus sein, dass gewisse Verschleißschutz-Zusätze in Getriebeölen nach API GL5 mit Buntmetallen reagieren. Daher konzipieren wir z. B. für Renault spezielle Getriebeöle, die sich mit Buntmetallen vertragen (z. B. in Fahrzeugen mit Synchronringen aus Messing). Ein Getriebeöl nach API GL4 wäre hier tatsächlich besser..." Mein Fazit: Nichts genaues weiß man offensichtlich nicht, aber: Für eine frühe Ente/Dyane/ami ist man mit einem nach GL4 klassifizierten wohl auf der sicheren Seite. Für Fahrzeuge ab 1975 mag das nicht mehr gelten. Preiswertes Getriebeöl nach API GL4 gibt es lose ab Faß bei Versorgern der Landwirtschaft, z.B. BayWa hier in Bayern. Dort kaufe ich, z.B. auch für meinen 11CV. API GL5 wird es dort sicher auch geben. Auch Motorenöle sind dort lose ab Faß konkurrenzlos preiswert. Gruß, DanCit
15. September 200917 J. ALLE A-Modelle brauchen GL4 bzw.80W90. Citroën hatte damals in einer Anleitung 75W80 reingeschrieben - richtig. In den späteren Betriebsanleitungen wurde es aber wieder geändert auf 80W90. Kann sein, daß seit ein paar Monaten/Jahren mittlerweile bei TOTAL Hypoid heute ein GL5 sein muß. GL4-Öle gehören aber auch zu der Gruppe der Hypoid-Öle. Ob ich in der Ente ein EP SAE 80, ein 80W90 Hypoid-Öl oder ein GL4-Öl reinkipp ist egal, es ist alles das Gleiche. Bearbeitet (15. September 200917 J. von EntenDaniel)
15. September 200917 J. Es gibt auch heute noch das absolut richtige Öl für die Ente, das alle Anforderungen erfüllt. Vergiß die erste Antwort von Total... http://www.castrol.com/castrol/genericarticle.do?categoryId=9020384&contentId=7037625
15. September 200917 J. Ersteller Ohje, was hab' ich denn hier losgetreten? Das schaff' ich ja gar nicht mehr richtig konzentriert durchzulesen heute abend - und für mich die "richtigen" Schlüsse daraus zu ziehen... :-( Aber trotzdem: Die Frage nach den Schmierstoffen scheint ja nicht nur für mich interessant zu sein - vielleicht ergibt sich ja am Ende der Diskussion noch der perfekte Cocktail für Ente & Co der verschiedenen Epochen!? Mich interessieren natürlich vor allem die "Schmierereien" (Motor + Getriebe) für die Modelle vor 1970... Gruß vom Markus
16. September 200917 J. Richtig! API GL4 ist kein Hypoidöl, API GL5 ist Hypoidöl. EP steht für "extreme pressure", also hohe Belastbarkeit, aber eben nicht Hypoid.Mein Fazit: Nichts genaues weiß man offensichtlich nicht, aber: Für eine frühe Ente/Dyane/ami ist man mit einem nach GL4 klassifizierten wohl auf der sicheren Seite. Für Fahrzeuge ab 1975 mag das nicht mehr gelten. Preiswertes Getriebeöl nach API GL4 gibt es lose ab Faß bei Versorgern der Landwirtschaft, z.B. BayWa hier in Bayern. Dort kaufe ich, z.B. auch für meinen 11CV. API GL5 wird es dort sicher auch geben. Auch Motorenöle sind dort lose ab Faß konkurrenzlos preiswert. Gruß, DanCit Hallo, irgendwie verstehe ich die Unterscheidung nach Baujahr nicht. Meines Erachtens ist doch der Typ des Getriebes entscheidend. Ein 2CV6-Getriebe von 1970 und eines von 1990 unterscheiden sich doch lediglich bei den Bremsen. Dito AMI6 letzte Serie, AMI8 erste und zweite Serie, Dyane , Acadiane etc.. Insofern ist doch das, was ab 1975 richtig ist, auch davor richtig - jedenfalls, wenn ich nicht weiter als bis zu frühen 2CV4/6 und AMI6 und Dyane mit 32PS zurückgehe. Ich habe übrigens in mein AMI6-Getriebe von 1965 mineralisches SAE 80 "Boite et Transmission" aus Belgien (GB Autozubehör)) eingefüllt, weil Hinterachsöl angeblich immer Hypoidöl ist - aber wahrscheinlich stimmt das ja auch nicht ;-) Gruß V. Bearbeitet (16. September 200917 J. von Vincent2)
16. September 200917 J. Ich vermute, dass die Unterscheidung nach Baujahren damit zusammenhängt, dass ab einem bestimmten Baujahr im Getriebe kein Buntmetall, z.B. Synchronringe aus Messing, mehr verwendet bzw. das Buntmetall anders vorbehandelt wurde. Deshalb noch einmal Zitat TOTAL: "...Es kann durchaus sein, dass gewisse Verschleißschutz-Zusätze in Getriebeölen nach API GL5 mit Buntmetallen reagieren. Daher konzipieren wir z. B. für Renault spezielle Getriebeöle, die sich mit Buntmetallen vertragen (z. B. in Fahrzeugen mit Synchronringen aus Messing). Ein Getriebeöl nach API GL4 wäre hier tatsächlich besser..." Gruß, DanCit
16. September 200917 J. , weil Hinterachsöl angeblich immer Hypoidöl ist - aber wahrscheinlich stimmt das ja auch nicht ;-)Gruß V. korreckt! - stimmt, Hinterachsöl ist immer Hypoid. Bearbeitet (16. September 200917 J. von EntenDaniel)
16. September 200917 J. Ich vermute, dass die Unterscheidung nach Baujahren damit zusammenhängt, dass ab einem bestimmten Baujahr im Getriebe kein Buntmetall, z.B. Synchronringe aus Messing, mehr verwendet bzw. das Buntmetall anders vorbehandelt wurde.Gruß, DanCit Hallo Dancit, ich habe eher die Vermutung, dass lediglich die Angaben in den Unterlagen nur bis BAujahr 1975 zurückreichen und sich zwischen 1969 und 1974 gar nichts geändert hat. Für einen Öl-Hersteller bedeutet dies allerdings, dass er Dir aus Haftungsgründen keine verbindliche Auskunft für Autos vor 1975 geben kann. Eigentlich ist die Frage nach den im Getriebe verwendeten Metallen eine Frage für die technische Abteilung von Citroen, ich bezweifle aber leider, dass die noch wissen, was ein AMI8 ist.... Gruß V.
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