10. November 200916 J. Wie die Financial Times Deutschland informiert, hat Frédéric Banzet, innerhalb des PSA-Konzerns neuer Chef der Marke Citroën (Bild siehe Segment "Citroen" im Abschnitt "Citroen" in www.acc-intern.de ) und Spross der Familie Peugeot, das Ziel ausgegeben, dass Citroen bis 2012 drittgrößter Autohersteller in Europa werden soll. Das würde bedeuten, dass sich die Gewichte beim zweitgrößten europäischen Autohersteller verschieben und Citroën die Schwestermarke Peugeot überholt. Derzeit nimmt Citroën trotz vieler Erfolge europaweit nur Rang sieben ein. Banzet hält diese Zielvorgabe allerdings nur für eine Ambition, keine Prognose. Banzet, der im Sommer zum Markenchef bei Citroën ernannt wurde, entstammt mütterlicherseits der Peugeot-Familie, die den Konzern mit seinen zwei Marken faktisch kontrolliert. Er ist somit auch Großaktionär in der Firma, in der er Manager ist. Die Peugeots hatten 1974 Citroën gekauft und lange darauf geachtet, die Marke klein zu halten. Sie verlor nach der Übernahme Marktanteile. Erst in den vergangenen Jahren hat sich die Entwicklung umgedreht, und Citroën entwickelt sich besser als die Schwestermarke. Würde Citroën Peugeot überholen, wäre dies ein Kulturbruch in einem Konzern, in dem die Familie mit harter Hand für klare Verhältnisse sorgt. Zwar ist es auch Banzet klar, dass Peugeot Citroën gekauft hat und nicht umgekehrt. Aber andererseits werde das in der Familie niemanden mehr schockieren, wenn Citroën stärker als Peugeot würde. Das konzerninterne Größenverhältnis sei nicht seine erste Sorge. Der komplette Artikel siehe: Ambitionierte Expansionspläne: Citroën-Chef greift Schwestermarke Peugeot an
10. November 200916 J. Der Link geht bei mir nicht, aber dieser hier: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie Gruß Torsten Bearbeitet (10. November 200916 J. von TorstenX1)
10. November 200916 J. ohne den Artikel gelesen zu haben: Das ist doch nur das aufgeplusterte Gehabe eines weiteren übergeschnappten Alphatierchens. Bitteschön, wie soll denn in Zeiten einer substantiellen Krise der Autoindustrie die Marke Citroën innerhalb von 2 Jahren von Platz 7 auf Platz 3 der europäischen Hitliste gepusht werden? Möchte gerne wissen, was solche Menschen nachts träumen... Wahrscheinlich nichts, was unser Gehirn nachts im Stillen verarbeitet, leben solche Manager wohl tagsüber aus. Da wird's mir grad novembermäßig-fröstelig... >>Jürgen
10. November 200916 J. Ersteller Sorry, dann besser dieser Link, der direkt dorthin führt: Ambitionierte Expansionspläne: Citroën-Chef greift Schwestermarke Peugeot an
10. November 200916 J. Möchte gerne wissen, was solche Menschen nachts träumen... In Motivations-Trainings, die für Führungskräfte gehalten werden, gibt es ein beliebtes Spiel: Die Teilnehmer werden aufgefordert, sich mit dem Gesicht an die Wand zu stellen und den rechten Arm so weit nach oben zu strecken, wie sie können. Jeder soll sich den höchsten Punkt, den er erreichen konnte, merken. Im Anschluss daran wird jeder Mitspieler aufgefordert, einen Punkt an der Wand anzuvisieren, der deutlich höher liegt, als der soeben erreichte Punkt und nun sich derart zu strecken, dass dieses Niveau erreicht wird. Und siehe da: Niemand erreicht den anvisierten neuen Punkt, aber jeder ist in der Lage sich weiter zu strecken, als beim ersten Mal! Was sollen die Teilnehmer daraus lernen? Sie sollen lernen sich stets ein konkretes Ziel zu geben, das offensichtlich unerreichbar ist, denn derjenige der nach einem Ziel strebt, das zu ambitioniert ist, bringt es weiter als derjenige, der sich ein bequemes Ziel vorgibt. Gruß, Albert Bearbeitet (10. November 200916 J. von -albert-)
10. November 200916 J. Bitteschön, wie soll denn in Zeiten einer substantiellen Krise der Autoindustrie die Marke Citroën innerhalb von 2 Jahren von Platz 7 auf Platz 3 der europäischen Hitliste gepusht werden? Steht doch drin. Einfach keine Rabatte mehr gewähren und dann läuft der Laden. Und dazu noch mehr Aktionen wie die Doppelflatrate. Ist doch clever. Früher hat man gemeint, man braucht neue Modelle zum Steigern der Marktanteile. Ich hätte ja zumindest vermutet, dass er Hybrid- und DS-Autos anspricht. Aber er wills (fast) allein durch neue Finanzmodelle und der Hinwendung aufs Flottengeschäft hinkriegen. Das ist doch mal ein neuer Ansatz und da kann die Konkurrenz sicher jahrzehntelang nichts dagegensetzen..... Gruß Markus
10. November 200916 J. Steht doch drin. Hallo, dann muss mit meinem Bildschirm etwas nicht in Ordnung sein. Denn da steht: "Im Mittelpunkt der ambitionierten Expansionspläne steht der neue Kleinwagen C3" "Allein wettbewerbsfähige Produkte könnten verhindern, dass man als Anbieter zum Objekt neuer Rabattschlachten werde" ""Aber wenn wir wieder anfangen, durch die Bank Rabatte zu geben, haben wir versagt." "Jetzt aber wollen die Verantwortlichen verhindern, dass ihrer Marke dauerhaft ein Billigimage anheftet. " "Um sein Ziel zu erreichen, will Banzet diesen Marken (Audi, BMW,VW) vor allem Kunden abjagen, indem er Neukäufer unter den Geschäftskunden gewinnt." Ich meine, dass Citroën in Anbetracht seiner DS-Vergangenheit durchaus das Zeug zu einer Premium-Marke hätte, wenn man ein adäquates Markenimage konsequent pflegen würde. Gruß, Albert
10. November 200916 J. Hallo,dann muss mit meinem Bildschirm etwas nicht in Ordnung sein. Denn da steht: "Im Mittelpunkt der ambitionierten Expansionspläne steht der neue Kleinwagen C3" "Allein wettbewerbsfähige Produkte könnten verhindern, dass man als Anbieter zum Objekt neuer Rabattschlachten werde" Ok, nur weiter oben steht: "Das heißt, dass Serviceleistungen, attraktive Werkstattangebote und Finanzierungen ins Zentrum rücken sollen. In Deutschland etwa arbeite Citroën daran, sein Händlernetz deutlich auszubauen." Aber wenn der C3 Citroen von Platz 7 auf Platz 3 hievt, ok. Ohne Rabatte ist der ja nur etwas teurer als der Polo. Und mehr Händler ist auch ne ganz tolle Idee. In 20 km Umkreis hab ich 5 Händler zur Auswahl. Ich bräuchte nicht noch ein paar mehr, und wenn schon, dann einen, der mal einen C6 in den Showroom hinstellt und auch verkaufen will. Gruß Markus
10. November 200916 J. Ich bräuchte nicht noch ein paar mehr, und wenn schon, dann einen, der mal einen C6 in den Showroom hinstellt und auch verkaufen will. Das mit dem showroom wird aufgrund der neuen Händlerverträge, die im Laufe der nächsten Jahre erfüllt werden müssen, wahrscheinlich klappen. Daran, dass die dann auch einen C6 verkaufen wollen, habe ich aber so meine Zweifel. Denn der C6 ist ja gar kein richtiges Auto, sondern stattdessen eher so eine Art Image-Attrappe. Gruß, Albert
10. November 200916 J. In Motivations-Trainings, die für Führungskräfte gehalten werden, gibt es ein beliebtes Spiel:... ... Was sollen die Teilnehmer daraus lernen? Sie sollen lernen sich stets ein konkretes Ziel zu geben, das offensichtlich unerreichbar ist, denn derjenige der nach einem Ziel strebt, das zu ambitioniert ist, bringt es weiter als derjenige, der sich ein bequemes Ziel vorgibt. Und die, von solchen Schmierenkomödianten, derartig Aufgewiegelten, produzieren dann die nächste Bankenkrise, lassen das nächste Unternehmen abschmieren. Den Blick immer fest gerichtet auf unerreichbare Ziele... Nene, MT sollte heute anders aussehen, und das tut es üblicherweise auch. Teamfähigkeit steht im Vordergrund, sogar führ Fürerkräfte... Roger
10. November 200916 J. Hi Roger, Du meinst sicherlich so ein Motivationstraining für bürgerliche Führungskräfte. Ja, so was besuch ich natürlich nicht! Ich gehe nur zum Führungstraining „cum nobilitate“. Bürgerliche lassen wir da gar nicht rein! Der Führungsstil, der dort vermittelt wird, orientiert sich mehr am Stil des Friedrich Wilhelm I. Weißt schon, der Soldatenkönig! Der Papa vom kleinen Fritz, der niemals das Haus ohne seine Reitpeitsche verließ, mit der er dann auf jeden eindrosch, der ihm missfiel. Ja, das waren noch Zeiten! Da galt der Absolutismus noch was. Sein Wort war Gesetz. Widerspruch duldete er nicht! Ach ja, sein Sohn war ja ein Philosoph, ein aufgeklärter Schöngeist. Teamfähigkeit? Das zu fordern hat noch nicht einmal er gewagt. – Ist ja auch egal. Jedenfalls hast Du meinen Beitrag missverstanden, wenn Du glaubst, es handele sich bei dieser Streckübung um eine abschließende Beschreibung der Kenntnisse, die in Manager-Trainingskursen vermittelt werden. Gruß, Albert OT ende
10. November 200916 J. Hihi, das war ja richtig witzig, Allbert... Allein, in manchen Passagen beschleicht mich ein zweifelndes Gefühl. Die Ernsthaftigkeit des Sarkasmus' betreffend... Und sei es nur der Passus, der hoffentlich 'Missverstehen steht zu Befürchten, falls Du der Meinung bist, ... ' heißen sollte. Wenn ich 'glaube' schreibe, lies besser 3 Male. Roger
11. November 200916 J. Das mit dem showroom wird aufgrund der neuen Händlerverträge, die im Laufe der nächsten Jahre erfüllt werden müssen, wahrscheinlich klappen. Daran, dass die dann auch einen C6 verkaufen wollen, habe ich aber so meine Zweifel. Denn der C6 ist ja gar kein richtiges Auto, sondern stattdessen eher so eine Art Image-Attrappe. Gruß, Albert Mein Händler wollte mir, vermutlich aus Angst vor der Leasingrücknahme, gar keinen C6 verkaufen. Heute bin ich (als Prius-Fahrer) froh darum. Leider sehe ich lediglich Pläne (Attrappen?) für schadstoffärmere Autos, z. B. auf den beiden letzten IAA´s, aber PSA, einst Vorreiter z. B. beim FAP-Filter, kommt m. E. nicht richtig in die Puschen. Den Mitsubishi iMieV mit eigenen Plaketten (Firmenembleme) zu verzieren und zu übernehmen, ist doch ein schwaches Bild für ein früher so innovatives Unternehmen wie Citroen. Dabei hatte man eigene E-Fahrzeuge (Saxo, Berlingo) und war auf dem noch sehr überschaubaren Marktsegment für E-Autos zeitweise Weltmarktführer. Sogar einen Range Extender gab es schon lange vor den Ankündigungen von GM/Opel Volt/Ampera - die hatten keine neue Idee, sondern lediglich "geklaut"). Man war also vor Toyota, Mitsubishi und GM/Opel auf einem guten Weg, den man hätte weiter entwickeln müssen. Statt dessen wurden die Autos auf das Abstellgleis geschoben, als der französische Staat die verwendeten Batterien verbot (soweit ich mich richtig erinnere). Ein Citroen Nemo oder Berlingo oder der neue C3 (C1 fände ich noch besser, ist aber vielleicht zu klein dafür) mit einer Reichweite von 60 km und Range Extender für weitere 500 km (notfalls auch weniger), also den Eckdaten des angekündigten GM/Opel wäre eine gelungene Antwort auf eine immer häufiger gestellte Frage. Noch besser fände ich es, Citroen würde wieder agieren (statt mit Antworten und Übernahme des iMieV zu reagieren) und wie weiland mit dem 2 CV und der DS ein Fahrzeug auf die Räder stellen, dass seiner Zeit um 20 Jahre voraus ist. Dass außer Schaustücke (z. B. Cactus) hier scheinbar nichts kommt, ist für mich als vorübergehend untreu gewordenen treuen Citroen-Fan ein Jammer. Viele Grüße Manfred aus Mannheim Toyota Prius, C5 Kombi, C4, Xsara Picasso.
11. November 200916 J. Hallo Manfred, Deine Gedanken kann ich nachvollziehen. Tatsächlich hatte Citroën im Bereich der "Umweltschonung" schon verheissungsvolle Entwicklungen im Köcher, die dann einfach schnöd dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. Ja dieser Rotstift! Er ist ja leider auch in unseren Staatswesen das Mass aller Dinge. Im Unterschied zu unseren Schuldenstaaten müssen aber die Produktionsstätten der Industrie Gewinne erarbeiten, um der Gefahr der Insolvenz entgehen zu können. Meines Erachtens ist die Entwicklung von gemeinsamen Elektrofahrzeugen gar nicht so übel. Hätte Citroën z.B. ganz auf Elektromotoren gesetzt, dann wären sie die ersten gewesen, die in Ehren untergegangen wären. Nein, nein: Kooperation im Massenmarkt halte ich für eine erstrebenswerte Lösung. Dürfte PSA z.B. auch einen Priusantrieb benutzen, dann wäre der Verbreitung dieses Systems mit Sicherheit noch mehr Erfolg beschieden. Solange Citroën noch genügend Gewinn erarbeitet, um daneben auch noch sogenannte "Imageattrappen" auf die Räder zu stellen, habe ich nichts dagegen! Gruss Jürg Bearbeitet (11. November 200916 J. von C6CHBE)
11. November 200916 J. Danke, aber doch zwei Anmerkungen: Natürlich wäre es völlig falsch gewesen, "ganz auf Elektromotoren zu setzen". Toyota hat ja auch nicht nur den Hybrid eingeführt als alleiniges Angebot, sondern ergänzend zu sehr konventionellen übrigen Fahrzeugen. So war es ja auch bei Citroen mit den Saxo bzw. Berlingo electrique. Nur hätte man das Segemt fortführen, modernisieren, weiterentwickeln sollen. Den gleichen Fehler, es nicht zu tun, hat ja auch der frühere Weltmarktführer GM mit seinem EV1 hinter sich, dafür den Hummer gebaut und das Ergebnis sehen wir jetzt. Noch zu den "Plaketten": Ein selbst entwickeltes Fahrzeug mit entsprechender Fertigungstiefe brächte dem PSA-Konzern sicher mehr als Fahrzeuge zuzukaufen, die lediglich mit dem eigenen Label versehen werden. Natürlich ist der Kostenaufwand und das Kostenrisiko damit auch größer. Das läßt sich jetzt Mitsubishi bezahlen, die Marge des PSA-Konzerns dürfte kleiner sein und jeder interessierte Autofreak weiß, das issn Mitschubischi, er heißt nur anders. Wenn PSA und Mitsubishi für diesen Typ ein eigenes Werk in Europa baut (wie seinerzeit PSA mit Toyota für den C1/P107/T Aygo), fände ich das gar nicht schlecht, auch wenn der Ruhm, das erste viertürige, einigermaßen familientaugliche E-Auto auf die Räder gestellt zu haben, bei Mitsubishi bliebe. Insofern habe ich ebenfalls überhaupt nichts gegen sinnvolle Kooperationen. Darin hat PSA ja auch einige und vermutlich gute Erfahrungen gesammelt (BMW, Toyota, noch einer?). Das dürfte ein sich verfestigender Trend sein (siehe auch die aktuelle Anbandelung von Daimler Benz mit Renault, vielleicht auch BMW und viele andere Beispiele dieser Art). Viele Grüße Manfred Bearbeitet (11. November 200916 J. von Manfred Heck)
11. November 200916 J. Was genau Mitsubishi an PSA verdienen kann, weiss ich nicht, vermute aber, dass hier irgendwelche Kompensationsgeschäfte zum Zuge kommen! Ich geb dir meinen "Mief" und erhalte von dir die benötigten FAPs oder so! Was die Weiterführung der eigenen Elektromodelle anbetrifft, die Citroën tatsächlich mit einigem Erfolg vertrieben hat, so ist das eben so eine Sache! Früher hat man einfach aus einem erfolgreichen Modell eines Kleinwagens auch noch eine Elektrovariante gebastelt. Aber spätestens seit den Hybridmodellen weiss jeder, dass neue Konzepte auch zu neuen für diese Technologie geschaffenen Formen führen müssen, um die ganze Effizienz zu gewährleisten. Sogut wie der Nchfolger des C1 mit grösster Wahrscheinlichekeit kein Kooperationsmodell mit Toyota mehr sein wird, so gut kann der nächste Mief von Citroën auch auf dem eigenen Mist wachsen. Man hat ja dann die optimalen Eckwerte aus den Erfahrungswerten der ersten Grossserie erarbeitet! Gruss Jürg
11. November 200916 J. ok., iss was drann... Allerdings geht gerade Toyota mittlerweile scheinbar einen Schritt zurück, indem der Auris hybridisiert wird. Dafür hat Honda zunächst mit mäßigem Erfolg den Civic als Stufenhecklimo einen Sparhybrid verpaßt und jetzt mit dem neuen Insight ein Prius-ähnliches Auto geschaffen (jedenfalls optisch, mir gefällt das Honda-Design sogar besser). Insgesamt bin ich sehr gespannt, was da in der nächsten Zeit auf uns zukommt. Ich hoffe nach den vielen Ankündigungen auf ein tolles Angebot von Citroen, in dem möglichst auch Citroen drinsteckt (Fahrwerk). Viele Grüße Manfred
11. November 200916 J. Zu Manfred und Jürg. Die geforderten Autos kommen Zug um Zug ab 2011. Aber von einer Citroën-Kompetenz kann dann immer noch nicht die Rede sein, denn der Hybridplattform ist von Bosch. Sollte sich diese bewähren, wird Bosch sie sicher auch anderen Herstellern anbieten. Wer hier wirklich selber was auf die Beine gestellt hat ist an erster Stelle Toyota mit seinen Prius und Lexus Vollhybriden, Honda mit seinen Mildhybriden, Mitsubishi mit dem MiEV und schließlich GM mit dem Volt-Konzept. Auch bei Renault-Nissan sehe ich eine elektrische Kernkompetenz wachsen, die nichts mit Badge-engineering oder kaum exklusiven Zuliefererplattformen zu tun haben wird. Vielleicht schafft es Citroën in der Ära des Abgesangs konventioneller Automobile, noch mal richtig was über kleinen Preis und hohe Qualität konventioneller Technik rauszuschleudern. Vielleicht werden sie sogar kurz mal Dritter. Aber ist das wirklich ein vernünftiges Ziel? Viel Masse heißt nicht zwangsläufig hoher Gewinn. Angesichts des Fehlens eigener Entwicklungen heißt das doch Masse statt Klasse. Ob gehübschte Masse in Zeiten des Umbruchs einen langen Atem beschert? Wobei ich Klasse natürlich nicht mit Anmutungsdesign gleichsetze, sondern mit der Fähigkeit, zukünftigen Anforderungen nicht nur einigermaßen gerecht zu werden, sondern sie zu definieren. PSA-Citroën, bleib lieber bei deinem Billig-und-Witzig-Image. Das war in der jüngsten PSA-Ära dein Schlüssel zum Erfolg und er könnte es auch in der Zukunft bleiben. Einen Toyota mit Citroën-Anmutung in Europa besser weil billiger verkaufen, das könnt ihr doch wirklich gut. Aufpassen! Mit den Mitsubishis mit Doppelbumerang klappt das bisher nicht. Weil ihr nicht wirklich billiger seid? hs Bearbeitet (11. November 200916 J. von e-motion)
11. November 200916 J. Ja, das bestreitet niemand, Toyota hat wirklich Pionierarbeit geleistet. Wenn man aber bedenkt, wiewenige Autos des grössten Herstellers der Welt hybridisiert sind und dies dank dem Gewinn, den Toyota mit ganz gewöhnlichen Schluckspechten erwirtschaftet hat, dann kann man das eben nicht mit PSA vergleichen. Bei Toyota ist der Hybrid ja beinahe ein "Abfallprodukt" (fällt von der grossen Menge ab!). Bei PSA gehen solche Entwicklungen an die Substanz. Wenn ihnen dann kein Erfolg beschieden ist, dann gute Nacht und Lichter aus. Da wurde ja viel gepröbelt z.B. mit Dynavolt. Aber im Alleingang hat es PSA eben nicht geschafft, vom 12 Volt Prinzip abzurücken. Das ist eigentlich eine Schande für die ganze Automobilindustrie, dass man zu einer neuen "elektrischen Lösung" nicht Hand bietet! Da hätte sich eine ähnliche Entwicklung anbahnen können wie seinerzeit, als man endlich den Weg zur Zündspule gefunden hat. Aber noch einmal, ich hab es schon früher geschrieben: die mächtigen Autofirmen sollten sich doch langsam überlegen, ob es nicht gescheiter wäre, rechtzeitig gewisse Standards zu setzen und sie mit Mitbewerbern zu teilen, damit alle in die richtige Richtung entwickeln können. Nein, ich bin nicht für Planwirtschaft, aber für konsequentes Austauschen von Errungenschaften, die unserer Umwelt nützen. In Universitäten, so scheint mir, hat man die Zeichen der Zeit erkannt! Gruss Jürg Bearbeitet (11. November 200916 J. von C6CHBE)
11. November 200916 J. Es ist sicher möglich, drittgrößter Automobilhersteller in EU zu werden. Ob man auch drittgrößter Automobilverkäufer wird, sei mal dahingestellt.
11. November 200916 J. Viel Masse heißt nicht zwangsläufig hoher Gewinn. Wobei ich Klasse natürlich nicht mit Anmutungsdesign gleichsetze, sondern mit der Fähigkeit, zukünftigen Anforderungen nicht nur einigermaßen gerecht zu werden, sondern sie zu definieren. hs Beides kann ich - auch aus eigenem Erleben als Selbstständiger - nur ganz dick unterstreichen. Es gibt auch andere Beispiele, eine von vielen zur ersten Aussage ist GM und zur zweiten Aussage, da gab es zu ihrer Zeit tatsächlich - zum Teil als unsäglich empfundene - Definitionen, u. a. Ford T-Modell, VW Käfer (den ich so wenig mag wie Holger, aber auch mal kurze Zeit hatte) und Citroen DS (Spoerl: "...alle anderen sind von gestern..."). Die Zeit ist reif für eine neue Definition des Individual-Fahrzeuges an sich. Viele Grüße aus der Benz-Stadt Manfred PS: Zu den gescheiterten Definitionen zähle ich u.a. den Rumpler aus Deutschland und den Tucker aus den USA. Bearbeitet (11. November 200916 J. von Manfred Heck)
11. November 200916 J. Die Hauptstoßrichtung ist ja laut dem Interview nicht Toyota oder Honda, sondern VW, Audi und BMW. Die sind erfolgreich und bei den Hybriden und E-Autos ja mindestens genauso schläfrig wie PSA - eher noch mehr. Wobei ich mich frage, wie man mit dem C3 und einer Flotte Vans Kunden von Audi und BMW gewinnen will. Dann muss der DS3 dem Mini aber komplett das Wasser abgraben. Gruß Markus
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