24. Januar 201016 J. Hallo, ich melde mich mal wieder mit Geräuschen aus meinem Getrieb, vielleicht hat jemand eine Idee, wodurch diese zustande kommen: -eigentliche Funktion einwandfrei (schaltet und trennt sauber, weiches Einrücken der Kupplung, keine Vibrationen oder dergleichen Phänomene: 1. beim Beschleunigen zwischen 1750 und 2000 U/min blechernes Schnarren, vor allem im 1. Gang beim Anfahren > kein loses Bauteil an der Motorperipherie, definitiv Getriebegeräusch, Hörtest bei offener Motorhaube mit "Nebenläufer". 2. Im Leerlauf drehzahlabhängiges, rappelndes Klockern, ebenfalls aus Richtung Getriebe / Differential. Mit Stetoskop am besten aus Richtung seitlichem Getriebedeckel höhrbar. Getriebedeckel hatte ich offen, augencheinliche keine ungewöhlichen Symptome, alles fest und sauber, Hauptwellenmutte sitzt fest und ist original gekörnt. Ideen? Gruß M.
24. Januar 201016 J. ein rappelndes, schnarrendes Geräusch ist jedenfalls gleichfalls für einen nicht korrekt arbeitenden Torsionsdämpfer in der Kupplungsscheibe typisch. Läßt man den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen, verschwindet dieses Geräusch dann bei erhöhter Drehzahl völlig. Gruß Gerd
24. Januar 201016 J. Hi . Ja genau DIESEN Schwachsinn macht meiner auch. Kupplung wurde vor 6 Monaten erneuert (sachs ...). Also Gerd, meinst ist es nichts wo ich mir kopfzerbrechen machen müsste ?? Lg Joachim
25. Januar 201016 J. - doch, eigentlich schon. Denn für diese Bewegungen mit hoher Frequenz ist der Dämpfer ja nicht ausgelegt. Vor vielen Jahren hatte ich dieses Rappel-Problem im Leerlauf nach Kupplungswechsel bei einem CX Diesel. Ca. ein Jahr später hatte sich dann eine der Dämpfungsfedern selbstständig gemacht und die Kupplung blockiert. !000 km auf Frankreichs Autobahn, um Paris herum und mit den Zahlstellen, bei denen man ja anhalten muss, waren wahrlich schon eine kleine Herausfordeung. Glücklicherweise haben wir uns am 2. Reisetag mit Freunden getroffen, die ins dann mit ihrem Auto immer soweit angeschoben haben, dass man den ersten Gang einlegen konnte. Also, ich würde auf jeden Fall die Leerlaufdrehzahl so verstellen, dass der Rappelbereich vermieden wird, das ist beim Y3 und mechanisch geregelter ESP ja kein Problem. Nun benötige ich auch einen Tipp: Leider habe ich bei meinem Y4 vor 1,5 Jahren wieder eine Billigkupplung verbaut (ich hätte es besser wissen müsse) und habe seitdem auch wieder dieses Rappelproblem. Wenn ich doch nur die Leerlaufdrehzahl um 100 Umdrehungen anheben könnte. Kennt jemand eine Möglichkeit beim 2,1 td mit Lucas EPIC? Gruß Gerd
25. Januar 201016 J. Hi Gerd. ICh würde dir gerne helfen (danke für deine auskunft oben) aber die Lucas kenn ich zuweig. wärs ne Bosch, könnt ich dir das gern erklären (aber das weisst eh selbst wahrscheinlich, sind eh nur 2 schrauben, Ra und RR) Sorry, sonst echt gern. LG Joachim Bearbeitet (25. Januar 201016 J. von MindVision)
26. Januar 201016 J. Ersteller Hallo, schön, dass endlich jemand etwas zu dem Phänomen zu berichten weiß. Mein XM macht diese Geräusche seit dem Kauf vor 3,5 Jahren - wie lange davor, weiß ich nicht. Ich habe kurz nach dem Kauf eine Kupplung bei Meisen besorgt, die seitdem in der Garage lagert - vielleicht sollte man die doch bei Zeiten mal einbauen? Wie genau arbeitet denn dieser Torsionsdämpfer, gibt es dazu Bildmaterial? Gruß M.
26. Januar 201016 J. in Deiner Garage findest Du das Teil: Die Kupplungsscheibe besteht aus dem äußeren Teil, das den Reibbelag trägt, und dem Inneren Teil, der Nabe in das die Getriebewelle greift. Beide Teile lassen sich gegen die Federkraft der radial angeordneten Schraubenfedern zueinander verdrehen. Und das macht man, weil die Kurbelwelle sich mit einem gewissen Ungleichförmigkeitsgrad dreht, also die Drehgeschwindigkeit über eine Kurbelwellenumdrehung ist nicht konstant. Im Prinzip gilt: Je weniger Zylinder und um so geringer die Drehzahl, um so höher ist diese Ungleichförmigkeit. Damit man das nun nicht auf den gesamten Antriebsstrang überträgt, ist der Dämpfer eingebaut. Und weil die Konstrukteure das schwingungsmäßig möglichst optimal aufeinander abstimmen möchten, gibt es mindestens schon mal Unterschiede nach Zylinderzahl und Diesel oder Benziner. Diese Abstimmung scheint nun nicht allen Kupplungsherstellern im Ersatzgeschäft otimal zu gelingen. Gruß Gerd Gruß Gerd
26. Januar 201016 J. Ersteller Hallo Gerd, danke für die Info - dann weiß ich Bescheid! MIr fällt ein, dass ein befreundeter Mechaniker vor geraumer Zeit einen änhlichen Zusammenhang mit dem Geräusch vermutete. Bezüglich des Schnarrens beim Anfahren kann ich das nachvollziehen, aber das Rappeln im Leerlauf? Zumal dieses Rappeln manchmal durch Treten und Loslassen des Kupplungspedals wesentlich leiser wird... Gruß M.
26. Januar 201016 J. nun, im Leerlauf wird nun folgendes passieren: Der Dämpfer in der Kupplungsscheibe mit den eingelegten Schraubenfedern hat eine Eigenfrequenz (Resonanzfrequenz). Liegt nun die Erregerfrequenz durch den Ungleichförmigkeitsgrad des Motors im Bereich der Resonanzfrequenz des Torrsionsdämpfers, schaukelt er sich sozusagen von selbst auf. Mit der Motordrehzahl verändert man die Erregerfrequenz. Und liegt die nicht mehr im Resonanzbereich, beruhigt sich das System wieder. Gruß Gerd
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren