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zkd schaden / originaldichtungen wie sahen die aus?


dumdidum

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Hallo,

da ich den HY demletzt nicht mehr anbekommen habe und es aus dem Kühler blubberte *grml* habe ich heute mal die ZKD getauscht.

Schöner Mist, Wassereinbruch ersichtlich! Zum Glück ists nur in den Brennraum gekommen, Öl sieht noch ok aus, will sagen es gibt kein Majo oder so. Werde das Öl aber vielleicht doch sicherheitshalber tauschen.

Die jetzt nur 35t km alte Dichtung hats anscheinend hinter sich (!) Ein richtiger Defekt ist aber nicht erkennbar, es scheint eher so das sich Wasser aus dem unter Druck stehenden Kühlkreislauf beim abkühlen des Motors in den Brenraum gedrückt hat, nicht viel aber so viel das er halt nicht mehr anspringt. Ein Tag zuvor war noch alles in Ordnung.

Die "alte" ZKD ist eine mit nur einer Seite aus Metall, die andere Seite ist aus Pappe, in den Brennräumen ist das Metall umgebördelt.

Jetzt habe ich eine verbaut die sowohl oben als auch unten aus Metall ist. Dazwischen befinden sich zwei Schichten aus Pappe.

Hat jemand Infos wie die in Original eigentlich mal aussahen? Hat jemand änliche Erfahrungen gemacht? 35t km ist für ne ZKD ja wohl hoffentlich nicht ernst gemeint...

vs_zk-schaden-45kkm_IMG_2494.JPG

Mir kommt es so vor als wenn da nur ein ziemlich kleiner Bereich wirklich am "dichten" ist.

Das scheint zum einen daran zu liegen das die Laufbuchsen innen minimal angephaset sind und zum anderen die Dichtung minimal zu groß ist. Ein teil des metallischen Rings ist also bereits dort wo die laufbuchse garkeine ebene Fläche mehr hat.

Ist das normal? Wer kann sagen ob die Originaldichtungen früher eine oder zwei Metallseiten hatten? Wieder mal "scheiß Nachbau"?

Hat jemand Fotos von einer Originaldichtung?

vs_zk-schaden-45kkm_IMG_2485.JPG

Wenigstens konnte ich so mal schauen wie die Honspuren ausschauen :) sieht noch gut aus!

Läuft wieder super! Trotzdem ziemlich ärgerlich...

Gruß

Mario

Edited by dumdidum
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Original Kopfdichtungen waren mit Einbrennlack beschichtet; Lack:Kupfer:Dichtmaterial:Kupfer:Lack, daher meist zerstört nach Demontage.

Undichte Kopfdichtungen hatte ich nach Überhitzung (mein Bruder fuhr nach Verlust der Riemenscheibe noch gut eine Std. weiter) oder bei zu geringem Überstand der Buchsen.

Andreas

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ok dann bin ich hoffnungsvoll das es an der pappe lag und es mit den zwei metallseiten nun länger hält...

thx!

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Für Motoren mit Zylinderkopf aus Grauguss wurde die lackierte Kupferdichtung mit dem Aufbau Lack-Kupfer-Fiberscheet-Kupfer-Lack (z.b Curty) eingesetzt.

Die Motoren mit Leichtmetallkopf hatten später die Zinkmetall ZKD mit dem Aufbau Zinkblech-Faserscheet-Zinkblech (z.b. Meillor Nantia gehört heute ElringKlinger).

Die Probleme für Motoren mit Nasslaufbuchsen beginnen ende der 80er Jahre mit dem Asbest verbot. Ab da wird von den Dichtungsherstellern das Faserscheet durch die Ferrolastic-Weichstoffe ersetzt. Die Dichtung besteht meistens aus Ferrolastic-Blech-Ferrolastic- oder für unsere Motoren Ferrolastic-Blech. Diese Dichtungen setzten höhere Anzugsmomente im Motorenbau voraus (undicht / absinken der Nasslaufbuchsen).

Integral zu diesem Thema gehört sicher auch das heute Dichtungen für den Nasslaufbuchsenfuss in der zu geringen Stärke von 0,5 mm angeboten werden und mit diesen der geforderte Überstand der Buchsen besonders bei älteren Motoren mit Gusskopf unterschritten wird.

Für diese sind die Fussdichtungen der stärke 0.8 zu verwenden und nur zum Ausgleich der allenfalls vorhandenen Fertigungstoleranzen (Citroen hatte bis zum Ende der Traction Produktion ein Toleranzproblem bei den Nasslaufbuchsen) die stärke 0,5 mm hilfreich ist.

Zu berücksichtigen ist bei allen ZKD, die richtige Einbaulage (die Oberseite ist markiert) und das eine Dichtung nur einmal Angezogen werden darf. Ansonsten verliert Sie Ihre Funktionsgarantie. Die Bohrung der Dichtung wird immer grösser als die Zylinderbohrung ausgeführt und ist normal ( Thermobelastung / Materialeintrag/ Montagesicherheit).

Stephan

Edited by UNI-HY
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Für Motoren mit Zylinderkopf aus Grauguss wurde die lackierte Kupferdichtung mit dem Aufbau Lack-Kupfer-Fiberscheet-Kupfer-Lack (z.b Curty) eingesetzt.

Die Motoren mit Leichtmetallkopf hatten später die Zinkmetall ZKD mit dem Aufbau Zinkblech-Faserscheet-Zinkblech (z.b. Meillor Nantia gehört heute ElringKlinger).

Die Probleme für Motoren mit Nasslaufbuchsen beginnen ende der 80er Jahre mit dem Asbest verbot. Ab da wird von den Dichtungsherstellern das Faserscheet durch die Ferrolastic-Weichstoffe ersetzt. Die Dichtung besteht meistens aus Ferrolastic-Blech-Ferrolastic- oder für unsere Motoren Ferrolastic-Blech. Diese Dichtungen setzten höhere Anzugsmomente im Motorenbau voraus (undicht / absinken der Nasslaufbuchsen).

Integral zu diesem Thema gehört sicher auch das heute Dichtungen für den Nasslaufbuchsenfuss in der zu geringen Stärke von 0,5 mm angeboten werden und mit diesen der geforderte Überstand der Buchsen besonders bei älteren Motoren mit Gusskopf unterschritten wird.

Für diese sind die Fussdichtungen der stärke 0.8 zu verwenden und nur zum Ausgleich der allenfalls vorhandenen Fertigungstoleranzen (Citroen hatte bis zum Ende der Traction Produktion ein Toleranzproblem bei den Nasslaufbuchsen) die stärke 0,5 mm hilfreich ist.

Zu berücksichtigen ist bei allen ZKD, die richtige Einbaulage (die Oberseite ist markiert) und das eine Dichtung nur einmal Angezogen werden darf. Ansonsten verliert Sie Ihre Funktionsgarantie. Die Bohrung der Dichtung wird immer grösser als die Zylinderbohrung ausgeführt und ist normal ( Thermobelastung / Materialeintrag/ Montagesicherheit).

Stephan

Danke für die Hinweise - beim HY kann man die Dichtung dank Federsplint im Block nebst Loch an dieser Stelle in der Dichtung nicht falsch einbauen, das die Bohrung minimal größer ist ist klar aber bei der alten Dichtung war das auf der einen Seite 1mm und auf der anderen 4 sodass dort nur noch ~ 1,5mm an Dichtfläche übrigblieb wärend auf der anderen Seite der gesammte Ring dichten konnte. Ich meine also das die Dichtung "insgesammt" zu groß oder "langgezogen" erscheint und dadurch die Löcher nicht exakt mittig auf den Laufbuchsen liegen können. Dies betraf die beiden äußeren Kolben stärker als die beiden inneren bei dene es besser passte. Mangels alternativen habe ich das damals dennoch so verbaut. Bei der neuen sah das besser aber auch nicht perfekt aus, man wird sehen ob es hält.

Buchsenüberstand habe ich damals gecheckt, dieser war innerhalb der Toleranz laut Servicebuch für den H78 Motor.

Wir halten also mal (für diejenigen die noch den Motor revidieren wollen bzw. müssen) fest, dass man versuchen sollte die Dichtung mit den zwei Metallteilen zu bekommen.

Edited by dumdidum
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Hier die Bilder nach gereicht zum Artikel:

zkdt.jpg

zkdkupfer.jpg

Die Dichtungen sind nicht mehr verwendbar und die Bilder dienen nur als Beispiele. Mann hält es für kaum möglich aber ich habe

auch schon falsch rum montierte Dichtungen vorgefunden.

Stephan

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OK da kommt die Neue schon sehr viel näher ran wenn auch dort beides Blech ist und kein Kupfer.

Hier noch ein Bild von dem was ich meine - als Link wegen voller Größe:

http://content.munex.de/bilder_hy/upload/zk-schaden-45kkm/IMG_2501.JPG

Wenn man ranzoomt kann man sehen wie Dichtung und Block "auseinanderlaufen". In der Mitte passt alles, am äußeren linken Rand passen sowohl die Sacklochbohrungen als auch die Laufbuchsen nicht mehr so wirklich. Ob es daran gelegen hat? Keine Ahnung. Schön ists jedenfalls nicht da dort auf der unteren Seite ja leider nur Pappe und ein ganz schmaler umgefalzter Blechrand ist. Sieht prinzipiell so aus wie auf Bild 1 des vorherigen Beitrages nur das bei meiner alten Dichtung eben kein Blech verwendet wird....

Edited by dumdidum
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Die Banänchen links und rechts bei jeder Zylinderpaarung wird von den Dichtungsherstellern mit der sicheren Verhinderung des reissens des umgefalzten Rings bei Dehnung der Laufbuchsen / Zylinderlkopf begründet.

Stephan

Edited by UNI-HY
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Die Banänchen links und rechts bei jeder Zylinderpaarung wird von den Dichtungsherstellen mit der sichern Verhinderung des reissens des umgefalzten Rings bei Dehnung der Laufbuchsen / Zylinderlkopf begründet.

Stephan

...du meinst bei deiner Originalen? sowas haben die neuen alle nicht mehr. Die Löcher sind kreisrund, dafür nicht so wirklich an der richtigen Stelle :P

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...du meinst bei deiner Originalen? sowas haben die neuen alle nicht mehr. Die Löcher sind kreisrund, dafür nicht so wirklich an der richtigen Stelle :P

Ja ich meine die Originale. Leider denken die Nachfertiger nicht mehr zwingend an die Anforderungen von Motoren mit Nasslaufbuchsen. Dies wird von Oldtimerverbänden seit längerem bei den Herstellern thematisiert.

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ACCM Gerhard Trosien

Mit den neuen Dichtungen hat sich auch die Einbauvorschrift geändert, Probleme deswegen hatte ich bei meinem DS. Bei den alten Dichtungen wurden die Schrauben in 2 Gängen mit 2 kgm und 6 kgm festgezogen, dann nach 1.000 km noch einmal. Vor dem 2. und 3. Anziehen wird jede Schraube um 90° gelöst.

Jetzt heißt es: 1. und 2. Gang wie oben, danach: warmlaufen lassen, bis der Thermostat öffnet, 4 Stunden abkühlen lassen und nochmals mit 6 kgm festziehen (nach dem Lösen um jeweils 90°).

Ein 4. Gang nach 1.000 km ist nicht vorgeschrieben, aber sicher kein Fehler.

Nach dem Warmlaufen konnte ich die Schrauben erheblich MEHR als 90° festziehen, bis die 6 kgm erreicht waren.

Beim vorherigen Einbau der neuartigen Dichtung nach dem alten Schema hatte ich dasselbe Phänomen: Wasser im Brennraum. Das Auto sprang sowieso schlecht an (wg. beispiellos schlechter Kompression), dampfte dann wie 'ne Dampflok im Winter. Das Dampfen ließ dann rel. schnell nach. Wenn's nach dem Start NICHT dampfte, wusste ich, dass wieder reichlich Wasser fehlte.

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  • 4 months later...

Ich fürchte, mich ereilt gerade das gleiche Schicksal wie dumdidum. Es blubbert im Kühler und ich habe Kühlwasserverlust.

@dumdidum: verrätst Du mir, wo Du denn nun die neue Dichtung gekauft hast?! Und hast Du den Motor für den Wechsel ausgebaut oder nicht?

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Wenigstens eine gute Nachricht.

Die Bezugsquelle für die Dichtung kenne ich inzwischen auch.

Danke,

Achim

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Neue Dichtung in OVP gibt es bei www.citroworld.com

Ich fürchte, mich ereilt gerade das gleiche Schicksal wie dumdidum. Es blubbert im Kühler und ich habe Kühlwasserverlust.

@dumdidum: verrätst Du mir, wo Du denn nun die neue Dichtung gekauft hast?! Und hast Du den Motor für den Wechsel ausgebaut oder nicht?

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  • 2 weeks later...
gutesguenstig

Konnte man nicht die Dichtungen mit 11D bzw. ID Dichtungen verwechseln?

War dann nicht so gut.

Roman

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Die hinteren Zylinder sollen besser umströmt werden als die vorderen, da wärmer. Daher sind die Dichtungen anders (mit mehr Bohrungen / Durchbrüchen zum hinteren Zylinder) zwischen Block und Kopf versehen. Notfalls Bohrungen nachrüsten. Habe ich schon an mehreren Motoren gehabt beim Zerlegen, dass eine "Falsche" Dichtung angepasst wurde.

Gruss

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