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Sterbehilfe - was haltet IHR davon?


gungstol

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Anlass sind zwei Sendungen, die zu diesem Thema gestern in der ARD ausgstrahlt wurden. Erst eine Reportage, dann eine Diskussion.

Sie bringen den Tod

Hart aber Fair

Es wurde unter anderem behauptet, der deutlich überwiegende Teil der Deutschen befürwortet aktive Sterbehilfe - hier gibt es ja einen Querschnitt der Gesellschaft. Stimmt die Behauptung?

Ich halte mich erst einmal neutral und stelle das Thema nur zur Diskussion.

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Schwieriges Thema. Ich bin beruflich täglich mit dem (vermeidbarem?) Leid konfrontiert.

Insgesamt ist das "bittere Leid bis zum Ende" durch die Patientenverfügungen weniger geworden, da immer seltener parenterale Ernährung eingesetzt wird. Manche Ärzte verkürzen die Leidensphase durch den Einsatz von Opioiden und Psychopharmaka Kombinationen. Das kann man als palliative Therapie oder als indirekte Sterbehilfe sehen...

Was in Deutschland jedoch absolut fehlt, ist eine sinnvolle und effektive Schmerztherapie. Die findet in der hausärztlichen Versorgung so gut wie nie statt. Ohne die Hilfe eines Schmerzzentrums ist der Patient quasi "aufgeschmissen".

Deutsche Ärzte sind definitiv "BTM-scheu". Das sieht in Skandinavien ganz anders aus.

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Jeder sollte das Recht auf einen Tod in Würde haben. Bisher ist dies selbstbestimmt nur im Ausland möglich. Ich hoffe, dass diese dringend notwendige Diskussion darüber auch hier in Deutschland nun endlich ergebnisoffen in Gang kommen wird.

Gruß

Ubertino

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Finde ich gut. Menschen werden ungefragt geboren, im Gegenzug sollte man wenigstens über das eigene Leben bestimmen dürfen. Früher gab es Sterbegeld durch die Krankenkasse. Könnte man mit einer anderen Bedeutung wieder einführen.

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Nix

blossom, einmal so ein blaues Wesen im Arm gehabt und mittels MundzuMund wieder zum Leben erweckt - da kriegt man nen anderen Sinn fürs Leben an sich.

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Ich denke ein wuerdigen Tod wuenscht sich jeder. Die Abgrenzung des durch schweres Leid gepraegten Freitodes zum Selbstmordes aus "Verwirrung" ist das Problem. Angefuehrt werden ja die Faelle des langen, langsamen und schmerzvollen Sichtums, aber wo ist die Grenze ab der man sich fuer den Freitod entscheiden darf. Wann muss man jemanden versuchen zu hindern, wann darf man ihn unterstuezen? Oder hat jeder Mensch jeder Zeit das Recht auf Freitod? Was ist mit Menschen die sich nicht mehr aeussern koennen? Ich habe mehr Fragen als Antworten! Durch die Euthernasie ist das Thema in D natuerlich auch noch staerker emotionsbeladen.

Gruss

Matthias

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Hallo

Was hat der *Sinn des Film´s Soylent Green* mit Sterbehilfe zu tun ?

Überhaupt nix.........

Sterbehilfe ist doch nur ein deutsches Problem !

Auch die Sterbehilfe in Deutschland,

genauso wie das gezuchtel um die Organspende in Deutschland,

hat mit der jüngeren (ca. 100 Jahre) *deutschen gelebten Vergangenheit* zu tun.

liebe Grüsse

Edited by Büestry
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Nix

blossom, einmal so ein blaues Wesen im Arm gehabt und mittels MundzuMund wieder zum Leben erweckt - da kriegt man nen anderen Sinn fürs Leben an sich.

Es geht nicht darum, Menschen sterben zu lassen, weil nicht alles mögliche und notwendige versucht wurde, ihr Leben zu retten.

Es geht darum, ob ein Arzt mündigen Menschen nach eindeutiger Willenserklärung und ausschöpfen ALLER Alternativen helfen darf, schmerzfrei und ohne sauerei aus dem Leben zu treten. Hilfe beim Suizid, nicht unterlassen von Therapie.

EDIT: ich meine totkranke Menschen. Oder körperlich behinderte, die ihre Behinderung zum Beispiel bei einem Unfall erworben haben und nicht mehr selbstständig leben können.

Edited by gungstol
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Finde ich gut. Menschen werden ungefragt geboren, im Gegenzug sollte man wenigstens über das eigene Leben bestimmen dürfen.

Das "dürfen" sie bereits. Das Recht hat jeder. Auch die "Mithilfe zum Selbstmord" ist rechtlich derzeit noch unbedenklich, da Grauzone. Das gilt aber nicht für Ärzte, die können dafür ihre Zulassung verlieren.

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Ich denke ein wuerdigen Tod wuenscht sich jeder. Die Abgrenzung des durch schweres Leid gepraegten Freitodes zum Selbstmordes aus "Verwirrung" ist das Problem. Angefuehrt werden ja die Faelle des langen, langsamen und schmerzvollen Sichtums, aber wo ist die Grenze ab der man sich fuer den Freitod entscheiden darf. Wann muss man jemanden versuchen zu hindern, wann darf man ihn unterstuezen? Oder hat jeder Mensch jeder Zeit das Recht auf Freitod? Was ist mit Menschen die sich nicht mehr aeussern koennen? Ich habe mehr Fragen als Antworten! Durch die Euthernasie ist das Thema in D natuerlich auch noch staerker emotionsbeladen.

Gruss

Matthias

Sollte es wirklich eine Grenze geben, inwieweit jemand über SEIN EIGENES LEBEN entscheiden darf?

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Sollte es wirklich eine Grenze geben, inwieweit jemand über SEIN EIGENES LEBEN entscheiden darf?

Weiss nicht, ich habe diese Frage bis vor kurzem noch ignoriert. Erst seit ich auch persoehnlich konfrontiert bin, mache ich mir darueber Gedanken.

Ich tendiere zu: nein. Wobei ich unter "Entscheidung" schon eine dauerhaften Prozess verstehe. Und nicht jedem Jugendlichen mit Liebeskummer das Recht zugestehe sich vom Leben zu verabschieden.

Aber auch einem vereinsamten Menschen, habe ich das Recht ihm beim Freitod zu helfen oder entziehe ich mich meiner Pflicht ihm zum Leben zu helfen?

Wie gesagt, ich habe fuer mich noch mehr Fragen als Antworten.

Gruss

Matthias

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Ich finde, in der Sendung Hart aber Fair haben der Sterbehilfe-Gegner Bruder den argumentativen Bankrott erklärt. Für den war der Betroffene gar nicht mehr wichtig. Alle anderen drum herum schon.

Seltsame Position - ich bin ja ein Fan der Selbstbestimmung. Und ich möchte für mich selbst bestimmen können, nach dem Ausschöpfen aller medizinischen Möglichkeiten ein unselbstständiges, abhängiges Leben, oder eines mit Schmerzen zu beenden, wenn keine Heilung/Besserung in Sicht ist und so lange ich kognitiv in der Lage bin, die Folgen einer solchen Entscheidung zu erfassen.

Ich fände es gut, wenn ich dabei Hinterbliebende nicht dadurch belasten müsste, dass die mich mit offenen Pulsadern oder Loch im Kopf fänden - oder Unbeteiligte, indem ich mich vor deren Zug werfe, sondern geplant, sauber, mit ärztlicher Unterstützung gehen könnte.

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Ich bin für aktive Sterbehilfe.

Anstatt zu leiden wollen viele ruhig schlafen und nimmer aufwachen. Mit Würde vom Leben gehen, ohne viel Leid und Schmerz zu erfahren. Ich wäre der erste, der dann entsprechend den Kinder die Verfügung geben würde, im Fall des Falles über mein Leben entscheiden zu dürfen.

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...nach dem Ausschöpfen aller medizinischen Möglichkeiten ein unselbstständiges,....

Hier kommen gleich 3 Früchtchen nach Hause, bei denen uns bei 2 Stück davon

a) vor gut 10 Jahren nix gebleiben wäre

B) vor der Geburt noch keiner davon gesprochen hat, was da jetzt so alles passieren kann, weil es nicht ganz sicher war, was das wird

c) wir bei einem noch hoffen, seinen leichten Gehschaden hinzukriegen.

Will heissen: Wenn ich heute selbstbestimmt und bei voller geistiger Fitness beschliesse, daß ich heute abend zum letzten Mal Rotwein trinke, weil das Leben gar so furchtbar ist, kann es sein, daß übermorgen Klaus Mustermann aufsteht und mein Leiden auf medizinischem (nicht finalen) Wege heilen kann.

Ist ein bisschen wie "den Lottoschein wegschmeissen".

Ist aber nur meine Meinung.

Ich denke, argumentativ ist da bei kaum jemandem was zu bewegen.

blossom, Blut-, aber dank "Fleisch" kein Organspender

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Weiss nicht, ich habe diese Frage bis vor kurzem noch ignoriert. Erst seit ich auch persoehnlich konfrontiert bin, mache ich mir darueber Gedanken.

Ich tendiere zu: nein. Wobei ich unter "Entscheidung" schon eine dauerhaften Prozess verstehe. Und nicht jedem Jugendlichen mit Liebeskummer das Recht zugestehe sich vom Leben zu verabschieden.

Aber auch einem vereinsamten Menschen, habe ich das Recht ihm beim Freitod zu helfen oder entziehe ich mich meiner Pflicht ihm zum Leben zu helfen?

Wie gesagt, ich habe fuer mich noch mehr Fragen als Antworten.

Gruss

Matthias

Das Recht hat jeder - das kann man niemandem Absprechen. Bei dem von dir angesprochenen Jugendlichen oder dem Vereinsamten hat aber gleichlautend das Umfeld die verantwortung, alles notwendige und mögliche zu unternehmen, um eben genau das zu verhindern.

Sowas sind Krisen, die nicht final sind. Eine Ausnahmesituation, in der man nicht annehmen kann, dass der Betroffene eine bewusste Entscheidung zu treffen im Stande ist.

Final hingegen ist austherapierter Krebs im Endstadium, AIDS, Alzheimer, Querschnittslähmung. Es besteht keine Hoffnung mehr auf Heilung oder Besserung. Die weitaus meisten werden trotzdem bis zu ihrem natürlichen Ende leben wollen. Ich bewundere das und finde das erfreulich.

Es gibt aber auch noch eine andere Gruppe von Menschen. Solche, die nicht leiden, die möglichst stark und gesund in Erinnerung bleiben, sich nicht bei jeder kleinsten Verrichtung helfen lassen müssen wollen. Die vielleicht Lebensqualität über Lebensdauer setzen. Die nicht den letzten Abschnitt ihres Lebens vegetieren und auf den Tod warten wollen.

Will man denen verwehren, unter ärztlicher Hilfe abzutreten, nachdem sie ihr Leben nicht mehr würdevoll leben können und es somit nicht mehr lebenswert finden? Im Moment tut man genau das. Ich finde das anmaßend. Es sollte doch immer das berechtigte Interesse des Menschen im Vordergrund stehen.

Auf der anderen Seite darf ein (auch vor der Ärztekammer) legalisieren von Sterbehilfe aber auch nicht dazu führen, dass Ärzte ein kommerzielles Geschäft daraus machen. Und es darf natürlich auch nicht dazu führen, dass Ärzte dazu verpflichtet werden können. Ich denke, nicht alle sind dazu in der Lage, und das ist auch gut so.

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Ich stimme dem zu. Es geht nicht mit unserem modernen Menschenbild zusammen, dass wir Menschenwürde und selbstbestimmung und die damit einhergehende Eigenverantwortung hochhalten, aber dann ausgerechnet im Tode damit aufhören. Wenn einer sterben will, dann soll er das dürfen, übrigens grundsätzlich unabhängig davon, ob austherapiert und hoffnungslos.

Hoffnung ist ohnehin höchst subjektiv.

Wir sind alle für unser Leben verantwortlich. Wenn einer meinetwegen auch aus einem relativ oberflächlichen Grund wie Liebeskummer sterben will, dann soll er das dürfen. In so einem Fall soll ers aber aus eigener Hand tun müssen. Die allermeisten werdens dann nicht wagen. Die die doch, sind dann eben aus der Evolution raus. So what. War immer mal so... es gibt trotzdem noch Menschen.

Sagt aber nicht, dass man in solchen Fällen nicht alles versuchen soll, die Betreffenden zum Leben zu überreden, davon zu überzeugen. Es wird reichen, beim Selbstmörder auch nur Zweifel zu sähen über die Richtigkeit seiner Entscheidung.

Mündige Menschen sollen ihre Entscheidung über den eigenen Tod jederzeit frei treffen dürfen. Notfalls auch dann, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich selber das Leben zu nehmen. Es muss dabei aber genauso klar sein, dass man von niemandem, auch nicht von Ärzten, verlangen darf, in solchen Fragen gegen das eigene Gewissen zu handeln. Das heisst, wenn ein Arzt sagt: "Dir helfe ich nicht zu sterben." dann hat das der Patient zu akzeptieren. Er kann sich ja grundsätzlich einen anderen Arzt suchen.

Das heisst: Keiner darf dazu gezwungen werden, anderen beim Selbstmord zu helfen oder sie gar auf ihren Wunsch hin umzubringen.

Umgekehrt darf es auch nicht so kommen, dass jemand meint, man erwarte quasi den "Freitod" von ihm. Etwas, das auch passieren könnte wenn sich Sterbehilfe allgemein akzeptiert ist.

Das Beispiel mit Kindern, bei denen man eben hofft, ist eine andere Sache. Kinder sind nicht mündig. Sie können nicht rechtsverbindlich entscheiden sterben zu wollen. Ich glaube, auch die Eltern sollten diese Entscheidung nicht treffen müssen.

Wenn die Kinder dann volljährig sind, können sie selber entscheiden, und dieser Entscheid ist dann auch zu respektieren. Allerdings auch hier: Wer meint, sterben zu wollen, der soll das, so er irgend kann, nicht anderen aufladen. Er soll sich selber umbringen müssen, dazu auf Wunsch aber auch Gelegenheit erhalten. Denn es ist wirklich so, wir werden nicht gefragt, ob wir geboren werden wollen. Noch weniger, wie. Soll man wenigstens im Nachgang frei über sein Leben entscheiden dürfen, und zwar inklusive den Tod. Der gehört zum Leben, sei er nun willkommen oder nicht.

Es leuchtet nicht ein, warum nur buchstäblich unheilbar Kranke das Recht zum Selbstmord haben sollen. In unserer Gesellschaft gibt es eine tiefe Angst vor dem Tod. Soll die haben, wer sie hat. Wer da nicht mitmachen will, warum sollte man den zum Leben zwingen? Überzeugen, vielleicht auch einfach überreden, aber doch nicht zwingen.

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...

Es leuchtet nicht ein, warum nur buchstäblich unheilbar Kranke das Recht zum Selbstmord haben sollen...

Das stimmt doch garnicht und ist auch überhaupt nicht der Diskussionspunkt! Jeder hat selbstverständlich das Recht, seinem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen, sowas nennt man auch Freitod.

Es geht bei der Diskussion um diejenigen, die als Schwerstkranke den Freitod nicht alleine ausführen können, und um die Frage, ob und inwieweit die ihnen Nahestehenden oder Angehörige medizinischer Berufe dabei helfen dürfen.

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Was hat der *Sinn des Film´s Soylent Green* mit Sterbehilfe zu tun?
Hast Du ihn nicht zu Ende gesehen? Der Film handelt u.a. auch von Überbevölkerung. Der Darsteller "Sol" weist sich zum Schluß des Films in eine Euthanasieklinik ein und stirbt den Freitod, siehe Filmszene in #5. Sterbegeld gab es dafür nicht, aber die "Weiterverwertung" ist namensgebend für den Filmtitel im Original.
Das stimmt doch garnicht und ist auch überhaupt nicht der Diskussionspunkt! Jeder hat selbstverständlich das Recht, seinem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen, sowas nennt man auch Freitod.

Es geht bei der Diskussion um diejenigen, die als Schwerstkranke den Freitod nicht alleine ausführen können, und um die Frage, ob und inwieweit die ihnen Nahestehenden oder Angehörige medizinischer Berufe dabei helfen dürfen.

Das sehen die drei großen Weltreligionen aber ganz anders. Außerdem entspringt der Suizid-Gedanke meistens einer phsychischen Störung und ist damit wenig freiwillig. Edited by DrCaligari
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...

Das sehen die drei großen Weltreligionen aber ganz anders. Außerdem entspringt der Suizid-Gedanke meistens einer phsychischen Störung und ist damit wenig freiwillig.

Macht nix, ich sehe ja auch vieles ganz anders als Du.

... und von Religion habe ich nicht gesprochen.

Was meinste denn eigentlich, "entspringt der Suizid-Gedanke meistens einer phsychischen Störung" oder "einer phsyschischen Störung"???

Edited by Juergen_
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Macht nix, ich sehe ja auch vieles ganz anders als Du ... und von Religion habe ich nicht gesprochen.

Die mischt sich aber gerne in das Thema ein und beeinflusst es dementsprechend.

Was meinste denn eigentlich, "entspringt der Suizid-Gedanke meistens einer phsychischen Störung" oder "einer phsyschischen Störung"???

Ist gut, "Hans".

post-26-14484770739628_thumb.jpg

Suizid und seine Ursachen

Die relativ häufigste Ursache für einen Suizid bzw. Suizidversuch wird heute in diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen gesehen. Je nach Schätzung werden 90 % aller Suizide in westlichen Gesellschaften hierauf zurückgeführt.
Edited by DrCaligari
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Moin,

ich bin mehrfacher Aneurysmapatient, habe einen shunt und habe auch schon mehrfach halbtot zuhause oder auf der Intensivstation gelegen. Zum Glück bin ich wieder auf dem Damm und kann meinen Alltag alleine problemlos meistern. All diese zurückliegenden Ereignisse haben dafür gesorgt, dass auf Teufel komm raus und exzessiv selbstbestimmt leben will. Wobei ich mit "exzessiv" keinesfalls exzessiven Alkohol-oder Drogenmissbrauch meine. Ich bin geil aufs Leben und will soviel wie möglich mitnehmen. Zu meiner Definition von selbstbestimmt leben gehört auch ein selbstbestimmter Tod. Wenn ich in den letzten Jahren bannig Pech gehabt hätte, dann wäre ich jetzt entweder schon tot oder läge als Pflegefall im Pflegeheim. Und genau DAS will ich NICHT! Ich will selbst über mein Ende bestimmen, wenn ich merke, dass ich nicht mehr weiterleben kann oder will. In meinem engsten Freundeskreis war das auch nie ein Tabuthema. Im Gegenteil: es herrscht Einigkeit. Wenn ich mal nicht mehr kann und will, dann soll der Stecker durch zwei sehr enge Freunde gezogen werden. Eine legale und durch Ärzte begleitete Lösung würde ich begrüssen. Damit wäre diesem unsäglichen und unwürdigen Sterbetourismus endlich ein Ende gesetzt.

Bedingt durch meine Erkrankung und andere Ereignisse in meinem Leben sind weder das Thema Tod noch das Thema Sterbehilfe ein Tabu. Ich kann von jetzt auf gleich tot umfallen und dann war es das. Deswegen gehe ich mit diesem Thema locker um, obgleich ich das auch erst lernen musste. Wenn man aber-wie ich-einen HIV positiven Lebensgefährten hatte, dann ist man permanent mit diesem Thema konfrontiert und wächst auch daran.

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