11. Dezember 200322 J. Und das Schöne ist, im englischen Sprachgebrauch ist Handy unbekannt, da heißen die Dinger Mobilfon, ist so ähnlich wie mit dem Bodybag. In die gleiche Kategorie der Blödheit gehört auch der Spruch von Douglas: Come in and find out Häh, bin ich Irrgarten? Komm rein und find raus? Mir drängt sich auch immer wieder der Eindruck auf, daß speziell die Leute sich verquaster Angliszismen bedienen, die nur eine sehr rudimäntere Ahnung haben, wovon sie eigentlich reden. Im privaten Bereich mach ich mir mitunter den Spaß, die (kostenfreien) Hotlines (selbstverständlich nur mit Asbesthandschuhen) anzurufen und zu fragen: Sagen Sie, sie schreiben da in Ihrer Anzeige ......., was heißt denn daß? Die Antworten sind es mitunter wert, gesammelt zu werden. Fragt doch mal beim fälligen Wihnachtseinkauf in einer Parfümerie eine der dort tätigen überhübschen Damen, was die Aufschriften auf den diversen Döschen auf deutsch bedeuten. Ist immer wieder nett, wenn sich dann Grübelfalten bilden, die die Spachtelschicht zum Bröckeln bringen.
11. Dezember 200322 J. Auch sehr boshaft ist, wenn man selber über verhandlungsichere Englischkenntnisse verfügt, im Gespräch mit einem coolen Denglisch User bei Überschreitung eines gewissen Prozentsatzes an Anglizismen auf fließendes Oxford-English möglichst noch mit britisch-aristokratischem Näseln zu wechseln. Yes, indeed Sir, isn´t ist?
11. Dezember 200322 J. Naja, dazu passt doch diese hübsche kleine Untersuchung zu englischen Werbesprüchen a la "Come in and find out": "Komm rein und finde wieder raus" war noch eine der unschlimmsten Übersetzungen... Am allerübelsten ist das ja wohl in der Formel 1! ABER: das ist keine Erscheinung der neusten Neuzeit!! Denglisch gab´s schon immer, und auch unser guter alter Karl Marx schrieb weiland über Garibaldi: "Dann sollte er come out in the strongest way for Polen"! Naja, immerhin war er da in London... Auch der Dichtergott Goethe benutzt im West-Östlichen Diwan das Wort "bewhelmen" (für "bedecken"), dass er irgendwie aus nur ihm bekannten Gründen von "overwhelm" abgeleitet hatte. Blieb aber eine Eintagsfliege! Dagegen Klopstock:"Wer mich verbrittet, ich hass´ihn!". Naja, muß auch nicht sein... Ungekrönte Königin des Denglisch und damit auch Liebling aller Linguisten ist dann doch die Frau Sander aus Hamburg mit ihrem unvergessen Interview von vor drei oder vier Jahren: "Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die handtailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für meinen erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viel Teile einer collection miteinander combinen kann. Die audience hat das ja auch von Anfang an supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unsere voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils" Da kann man dann nur noch einer Sonntagszeitung mit den großen Buchstaben folgen: "der BMW-Chopper heisst jetzt neudeutsch Cruiser" und in die Unconsciousness fallen. Insofern Häppi Kristmess !! Gruß Frank Noch schlimmer ist nur noch dei vollkommen arbiträre Nutzung des Apostrophs bei Pluralbildungen a la "T-shirt´s" Brrrrrrrrrrrrrr!!!
11. Dezember 200322 J. Jo, Händy (nicht Handy) isch ausm schwäbische ond moint: händ diee koi kabl dro?
11. Dezember 200322 J. bewhelmen" dürfte keine Anlehnung ans Englische sein, vrmutlich meinte Meister G. "einen Helm Aufsetzen". Er war für seinen sehr freien Umgang mit der deutschen Sprache bekannt und hat etliche Worte eigener Schöpfung verwendet, die in den meisten Ausgaben aber wegredigiert wurden. Wie sollte er richtig Deutsch können, geboren in Frankfurt, gelebt in Thüringen.
11. Dezember 200322 J. Der Spruch von Douglaus ist nicht sinnlos: die korrekte Übersetzung von "come in and find out" ist "komm rein und finde es heraus". Sinngemäß ist dabei "komm in den Douglas Laden und probier die Düfte aus" gemeint.
11. Dezember 200322 J. Müsste es dann nicht heissen: Come in and find it out ? *Grüße von jemandem der 10 Jahre Russisch hatte, aber "nur" 6 Jahre Englisch*
11. Dezember 200322 J. Nein, "Find it out" das wäre so eine typischer "english for runaways"-Übersetzung. Man würde das "it" nur unter Umständen als außerordentliche Betonung hereinnehmen. Eher müßte danach noch ein Relativsatz kommen. Come in and find out, how you would like to smell.
11. Dezember 200322 J. ....und da lob ich mir doch unseren alten Mr. Pumpernickel, alias Chris Howland, der zu Zeiten des Schwarzweiß-Fernsehers die Zuschauer mit "Denglish" amüsierte. So etwas war für Deutschland zu der Zeit einmalig. >> Edu
11. Dezember 200322 J. Xantiaheinz posteteWie sollte er richtig Deutsch können, geboren in Frankfurt, gelebt in Thüringen. Den gößten Brüller habe ich mal im morgendlichen Euro-City (Früher Fern-Schnellzug) nach Frankfurt erlebt. Ein sächsischer EC-Teamleiter (Zugführer) mußte die Durchsagen, wie in einem EC gegenüber einem IC üblich auch auf Englisch machen. Ich hätte nie gedacht, daß die ganzen strengen Geschäftleute die mit mir in der 1. Klasse saßen zu derartig hysterischen Lachkrämpfen fähig sind. "güd mörnink, lödis en tschöntdelmön, zö tiem fröm zö Juurözidi zri föif eeeht.."
11. Dezember 200322 J. Sensenmann posteteFernkopierer Ich kenn das Ding nur als Fernschreiber, sthet gleich neben dem Lichtbildwerfer. Was ist jetzt ein Scanner, hm?
12. Dezember 200322 J. Scanner, engl. scanner ist ein Gerät, mit dem man mithilfe von optischen Systemen (LEDs, Laser, CCDs u. ä.) Texte, Symbole, Grafiken und so digitalisieren kann und in einem Computer abspeichern um es weiterverarbeiten zu können. Schönen Tag noch Helge
12. Dezember 200322 J. a) @Simone und Edu: Wun- der- schö-ne Texte! Zitat Sensenmann in 022: Schade, daß es in Bonn kein Geschäft gab, bei dem man direkt mit dem Auto vorfahren konnte.-- Ja! Sehr schade- ich hätte Dich sofort in die Stadt, in der ich wohne, eingeladen ( wegen evl. Rechtsverdreher lieber auf Anfrage..) Dort gäbe es in der unteren Fußgängerzone, direkt neben der Kirche, den passenden Laden, " Trip und Travel".- Der Anstand verbietet es, herauszufinden, ob mehr Tripper oder mehr Traveller dort verkehren.
13. Dezember 200322 J. Für wahr schöne Beiträge. Falls irgendeine x-mess-session die Ehre haben wird mich als Visitor zu sehen, werde ich einen oder beide Texte vortragen. Es ist Weihnachten und es darf gelacht werden. Besser Bauchweh vom Lachen als vonne Völlerei, sach ich ma so. Mercibeng für die Einsätze.
15. Dezember 200322 J. Mojn, Mojn, Sensenmann! @032: wie bitterbös (-süß???) muss man sein, um durch hau(e)-Verstellung ein(oder mehr/meer-)fach zu (ver???-)duften...;-) ??? Hab´ nachbarnweckend lauthals gelacht - Sonntagnacht gerettet - Danke! Freundliche Grüße (wenn Du wieder nach Z. in CH ihhzeehst, grüß´Brüderchen) Andreas SK
15. Dezember 200322 J. Ich kenn das Ding nur als Fernschreiber Neee, daß war was anderes, fiel vor Deine Zeit, Fernkopierer kommt schon eher hin. Scanner könnte man (Bild)Abtaster nennen wenns denn sein soll. Nochmal Goethe, seine letzen Worte waren ja angeblich "Mehr Licht" Ich glaube, er wollte einfach sagen : merr licht hier so unbequem"
16. Dezember 200322 J. "mer licht des kisse schief." goethe war hesse (also jetzt bundeslandmäßig betrachtet...) handtelefon ist mein bevorzugter ausdruck für das ding, was man immer erst findet, wenn es klingelnd vibriert. hab die anderen beiträge teils forwarded (hehehe, also: weitergeleitet) und amüsierte so nicht nur mich, sondern eine menge mitmenschen. danke!
16. Dezember 200322 J. Ihren fernschriftlichen Rückäußerungen sehe ich weiterhin erwartungsvoll entgegen!
16. Dezember 200322 J. >handtelefon ist mein bevorzugter ausdruck für das ding, < Ich sach auch gern Funki dazu. Versteht jeder. Ich hab nicht den Anspruch, dass das schlauer klingt. Mir gefällts einfach besser. Von Ammiland kommt ja nicht nur schlechtes. Höre Musik. Und C. Howland war ja auch ganz witzig. Wer kennt das noch: Ich esse gerne Sauerkrowt und tanze gerne Polka und meine Browt die Edeltrowt die denkt genau wie ich....... Oder: Ich liebe - zwei Mädchen aus Germony Gisela, Monika (......) oh so suss sind sie.... Aber dieses Getue von Leuten die einen hermachen wollen. Is oft lächerlich bis nervig. Ob im Compi- oder Geschäftsbereich. Wenn es Spaß macht, zu verenglischen, bin ich nicht dagegen.
16. Dezember 200322 J. >Ihren fernschriftlichen Rückäußerungen sehe ich weiterhin erwartungsvoll entgegen!< Klingt doch seriell, äh seriös. Ich sehe deutlich die in voller Erwartung eingenommene Haltung. Jawoll, die sehe ich. Das is deutsch! Wie hätt mer des in englisch bässä schreiwe könne?
17. Dezember 200322 J. >>Please confirm x-mas for entity 123.<< Wie bitte? Ich versteh es wirklich nicht, bitte um Aufklärung!!!
17. Dezember 200322 J. Inglisch for Runaways (gerade bei ebay gelesen): Welcome in the Ebay-Shop ***** I am happy always to be able to greet my European friends! Unfortunately the shipping-expenses and the bank-charge are very high within Europe. - Please considers you: Postage: 18,00 ?S for insured package with remittance, the buyer carries the bank-charge or you send me the ready money in a registered letter!! Glad Christmas wishes "Sitting six!" = Setzen 6!
17. Dezember 200322 J. Hört sich nach einem Übersetzungsprogramm an, die Dinger sind immer erheiternd. Ich hab mal unsere Firmenseite üersetzen lassen, aus dem Ort Altenholz wurde auch prompt Old Peoples Wood.
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