5. Juli 201412 J. Ich bedaure das für jeden Spieler, der verletzungsbedingt ausscheiden muss. Mustafi wird sich nicht anders fühlen als Neymar, auch wenn bei dem einen ein Foul und bei dem anderen keines dahintersteckt. Die Konsequenzen sind für beide Spieler gleich. ich hoffe, dass es entsprechende Anweisungen für die Schiedsrichter gibt, früher einzugreifen. Die Eskalation geschieht nicht nur durch grobe Fouls, sondern vor allem durch eine Vielzahl kleinerer Delikte, die nicht rechtzeitig mit einer Karte geahndet werden. Es ist im Grund gut, nicht kleinlich zu pfeifen, aber die Gesundheit der Spieler muss absoluten Vorrang haben. Wenn ein Referee von Anfang an zeigt, dass er durchgreift (damit meine ich nicht scharfe Worte an immer wieder den gleichen Spieler), wird ein Spiel sicher nicht so schnell eskalieren. Dass trotzdem immer wieder ein Frustfoul oder eine Notbremse möglich ist, lässt sich aber überhaupt nicht verhindern.
5. Juli 201412 J. Ich finde, Du solltest Deine Witzchen auch als solche kenntlich machen. Ach, Hempel macht auch Witze? ..............
5. Juli 201412 J. Ich bedaure das für jeden Spieler, der verletzungsbedingt ausscheiden muss. Mustafi wird sich nicht anders fühlen als Neymar, auch wenn bei dem einen ein Foul und bei dem anderen keines dahintersteckt. Die Konsequenzen sind für beide Spieler gleich.ich hoffe, dass es entsprechende Anweisungen für die Schiedsrichter gibt, früher einzugreifen. Die Eskalation geschieht nicht nur durch grobe Fouls, sondern vor allem durch eine Vielzahl kleinerer Delikte, die nicht rechtzeitig mit einer Karte geahndet werden. Es ist im Grund gut, nicht kleinlich zu pfeifen, aber die Gesundheit der Spieler muss absoluten Vorrang haben. Wenn ein Referee von Anfang an zeigt, dass er durchgreift (damit meine ich nicht scharfe Worte an immer wieder den gleichen Spieler), wird ein Spiel sicher nicht so schnell eskalieren. Dass trotzdem immer wieder ein Frustfoul oder eine Notbremse möglich ist, lässt sich aber überhaupt nicht verhindern. Fußball ist im Prinzip ein Kampfsport. Das habe ich schon immer so gesehen. Bei Karate gibt's Gürtel. Beim Fußball halt nicht. Aber es gibt kaum einen Unterschied. Nur müssen die armen Fußballer im Laufe des Kampfes irgendwie noch ein Tor schießen - ein Alibitor. Ich habe nichts dagegen. Aber man muss es klar sehen: Fußball ohne Verletzte ist wie Formel Eins ohne brennende Autos. Homo bellicus. zurigo
5. Juli 201412 J. Stopft dem doch endlich einer das Maul! Sei froh das er meist im C6 Bereich postet, er hat nicht nur vom Fussballspiel keine Ahnung ! Autofahren ist auch nicht so sein Ding: http://forum.andre-citroen-club.de/showthread.php?129354-In-Baustellen-reinpoltern-ist-das-noch-zeitgem%E4%DF Was ihn aber nicht davon abhaelt, sich auf ein kindisches Rennen einzulassen: http://forum.andre-citroen-club.de/showthread.php?126874-C6-H%F6chstgeschwindigkeit-erreicht Aber allen Schlauen die Koepfe abgebissen !
5. Juli 201412 J. Stopft dem doch endlich einer das Maul! Jörg, ich finde diesen Beitrag von Dir UNTER ALLER SAU und kann nur hoffen, dass ich hier nicht der einzige bin, dem dieser primitiver Stil im Umgang mit Andersdenkenden, unabhängig von der Person, den er gerade trifft, im Grundsatz missfällt. Bitte setze Dich mit der Möglichkeit der Nutzung der Ignore-Funktion auseinander. Diese blendet Dir Beiträge von zurigo einfach aus, und gut ist. Zum Thema ... Deutschland 2006 und Südafrika 2010 waren imho schon ziemlich brutal. Aber Brasilien 2014 mit Schulterbiss und Lendenwirbelbruch setzt bisher unerreichte Maßstäbe des Foulspiels bei F.-Weltmeisterschaften. Insofern steckt m.M. nach einiges an Wahrheit in zurigos provozierenden Beitrag. Dass es nämlich auch anders geht, zeigte das äusserst faire und trotzdem hochspannende Achtelfinale zwischen USA und Belgien. Dafür bleibt man(n) doch gerne länger auf. Und nicht, der Theorie von zurigo nach, für schwer verletzte Spieler wie Neymar, die vor Schmerz schreiend vom Spielfeld getragen müssen.
5. Juli 201412 J. Jörg, ich finde diesen Beitrag von Dir UNTER ALLER SAU und kann nur hoffen, dass ich hier nicht der einzige bin, dem dieser primitiver Stil im Umgang mit Andersdenkenden, unabhängig von der Person, den er gerade trifft, im Grundsatz missfällt. Wat im Ernst? Der Spruch war doch schon 1968 in einem Kinderbuch en vogue. Und hier - als Zitat, running gag und mit Smiley versehen - doch wirklich harmlos.
5. Juli 201412 J. Ach, Hempel macht auch Witze? .............. Nein, nein, das sind böse Verschwörungstheorien gegen mich. Die Witze machst doch nur du. Und den Streithähnen hier schlage ich vor sich auf einem Fussballplatz zu treffen. Die Übung lautet: gegenseitiges Zutreten ohne Ball. Bearbeitet (5. Juli 201412 J. von BX-Hempel)
5. Juli 201412 J. Und den Streithähnen hier schlage ich vor sich auf einem Fussballplatz zu treffen. Die Übung lautet: gegenseitiges Zutreten ohne Ball. MIT Ball wäre ich SOFORT dabei!
6. Juli 201412 J. Ersteller Ich kann nicht verhehlen, dass ich gestern große Sympathie für den Neuling Costa Rica hegte. Bei jedem Beinahetor der Niederlande zitterte ich um CostaRica. Andererseits: Was ist das für ein Fußballspiel, bei dem eine Mannschaft nur abblockt, während die andere Mannschaft versucht, Tore zu schießen? Phänomenal, was die konsequente Abseitsfalle bewirken kann! Am Ende hat - wenn auch erst durch 11-Meter-Schießen - schon verdient gewonnen, finde ich. Dorothea
6. Juli 201412 J. Danke, DrCaligari, für das thematische Aufnehmen der Provokation (die Du netterweise auch so aufgefasst hast) zum Thema Fußball als Kampfsport. Gestern Abend gab es ein Statement in der ARD Berichterstattung aus England, in der ein Bürger das Wort "Kampfsport" ebenfalls in den Mund nahm. Ich habe dem kein Bier bezahlt dafür. Es gibt ja die seit Jahrzehnten bekannte Deutung, dass seit dem Einführung der Bundesliga die Deutschen keinen Weltkrieg mehr gestartet haben. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, wohl gemerkt. Ich sehe das auch eher international im besagten Kontext. Man muss sich mal fragen, warum Wasserball in Deutschland (und auch anderswo) kaum Fans hat. Oder Basketball? Oder ähnliche Mannschaftsspiele. Es fehlt dieser Kampfaspekt. Fußball hat vom Wesen her eine deutliche Kampfsport-Komponente, die zwar immer höflich negiert wird, aber de facto natürlich vorhanden ist. Der "Krieg im Kleinen" fasziniert eben. Man kann es auch Stellvertreterkrieg nennen. Der Fadenstarter (Dorothea) spricht ja selber von einem Krimi. Allein die Wortwahl Krimi sagt ja was aus. Aber um noch mal auf's Thema Deutschland und die WM zu kommen. Sie sind weit gekommen. Das stimmt. Und dennoch sagt mir eine innere Stimme, dass die Art des Spielens mir zu verkrampft ist. Ähnlich kommen mir aber auch die Spiele der Mitbewerber vor. Das Spiel Holland gegen Costa Rica war in meinen Augen sehr zerfahren. Es gibt sehr wenige Spielzüge (es gibt also welche), die mich begeistern können. Und ich bilde mir ein, dass das schon mal anders war. Die Spieler (aller Nationen) sind extrem schnelle Athleten mit hohem Kampf-Einsatz bis zur Körperverletzung (Neymar als Beispiel). Diese Spieler sind extreme Sportler. Und ich denke mir manchmal, dass Fußball in seinen Grundzügen geändert werden müsste - für diese Art von Spielern. Weil alle so schnell sind, ist es fast unmöglich geworden, einen ruhige Pass zu schlagen. Alles muss extrem schnell gehen, weil sofort auf den Mann gegangen wird. Da gehen viele Zuspiele ins Leere oder enden in Fouls. Ob das auf Dauer erträglich ist, überlasse ich dem einzelnen hier. Mir gefällt es nicht sonderlich. Aber sei's drum. Vielleicht sollte man - nur so als Idee - anstatt mit 11 Spielern mit 10 Spielern spielen, damit diese mehr Platz haben, sich zu entfalten. Im Tennis sind die Spieler auch größer und athletischer geworden. Vielleicht sollte man dort die Platz Geometrie mal ändern. Einen Meter länger oder breiter. Das wird sicher irgendwann mal diskutiert werden. Am Dienstag geht es gegen Brasilien. Bin gespannt, ob sich dieser momentane Spielstil sich fortsetzt. Warten wir's ab. zurigo
6. Juli 201412 J. Es gab Zeiten, da war der Fussball sehr viel langweiliger: Kaum Tore und ein Zähes Hickhack. Da hatte man überlegt die Abseitsregelung aufzuweichen. Es kam aber nicht dazu. Die ersten Spiele der WM waren sehr spannend und torreich. Also Vorrunde und noch Achtelfinale ein Super WM, trotz FIFA. Mit 10 statt 11 würde den Spielfluss steigern - wird aber nicht kommen. Es sind ja auch die kurzen schnellen Kombinationen, die begeistern. Kenne keinen, der wegen den Fouls zum Fussball geht. Und die Regeln sind eigentlich ausreichend, nur kann ein einzelner Schiedsrichter nicht alle Fouls überblicken und skundenschnell richtig ahnden. Er sollte die Möglichkeit haben, im Zweifelsfall nach Videoaufzeichnung zu entscheiden. Bearbeitet (6. Juli 201412 J. von BX-Hempel)
6. Juli 201412 J. Was ich Banane finde das es das golden goal nicht mehr gibt. Da wird wie bei dem Deutschlandspiel kurz nach Verlängerung ein Tor geschossen und die armen Schweine müssen trotzdem noch die volle Zeit spielen. Das geht so an die Substanz. Tut das wirklich Not ?
6. Juli 201412 J. Ersteller Nun blicken wir vielleicht erst mal nach vorn. Wird es ein europäisches Finale? Bleiben die süamerikanischen Mnschaften unter sich? Oh,, oh! Brasilien hat auf jeden Fall den Heimvorteil. Und ein Schiedrichter muss Mut haben, notfalls auch brasilianische Fehler zu ahnden. Im Eröffnungsspiel war der Schiedsrichter aus meiner Sicht da nicht ganz frei. Witzig eigentlich die Kommentatoren, die so tun, als würden die Spieler Marionetten sein und der Trainer nur an Strippen ziegen müsste. Auf einem ganz anderen Blatt steht, ob Fouls mit körperletzenden Folgen ggf. vielleicht auch mal gerichtlich verhandelt werden müssten/sollten. Dorothea
6. Juli 201412 J. Was ist das für ein Fußballspiel, bei dem eine Mannschaft nur abblockt, während die andere Mannschaft versucht, Tore zu schießen? Phänomenal, was die konsequente Abseitsfalle bewirken kann! Willkommen im Weltfußball 2014. Die Zeiten, wo "große" Mannschaften gegen die "kleinen" fast automatisch gewonnen haben sind vorbei. Mittlerweile sind alle Mannschaften taktisch so gut aufgestellt, dass die Vorteile grandioser Einzelspieler eines Gegners problemlos ausgeglichen werden können. Das mag einerseits so aussehen, als würde ein Team nur abblocken, andererseits macht es ein Turnier auch spannender. Oder wann hast du zuletzt eine WM erlebt, bei der so viele große Namen schon in der Vorrunde nach Hause fliegen durften? Es gibt ja die seit Jahrzehnten bekannte Deutung, dass seit dem Einführung der Bundesliga die Deutschen keinen Weltkrieg mehr gestartet haben. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, wohl gemerkt. Ich sehe das auch eher international im besagten Kontext. Man muss sich mal fragen, warum Wasserball in Deutschland (und auch anderswo) kaum Fans hat. Oder Basketball? Oder ähnliche Mannschaftsspiele. Es fehlt dieser Kampfaspekt. Fußball hat vom Wesen her eine deutliche Kampfsport-Komponente, die zwar immer höflich negiert wird, aber de facto natürlich vorhanden ist. Der "Krieg im Kleinen" fasziniert eben. Man kann es auch Stellvertreterkrieg nennen. Immer wenn ich glaube, deine schwachsinnigen Kommentare könnte man nicht mehr überbieten, legst du die Latte problemlos nochmal nen Meter höher Das sportlicher Wettbewerb eine Ersatzhandlung für Kriege sein kann lässt sich ja noch irgendwie akzeptieren. Dies aber mit der Beliebtheit von Fußball in Deutschland gegenüber z.B. Wasserball zu begründen ist völliger Blödsinn. In anderen Ländern spielt Fußball teilweise nur eine untergeordnete Rolle. Was ich Banane finde das es das golden goal nicht mehr gibt. Ein Glück. Das hat die Spiele maximal langweiliger gemacht, weil keiner ein Gegentor riskieren wollte.
7. Juli 201412 J. Ersteller Eigentlich muss man fragen, warum haben die Holländer nicht trainiert, die Abseitsfalle zu durchbrechen. Denn bekannt war ja, dass Costa Rica auf Defensive setzt. Ich finde auch, dass die Spiele dieser WM wirklich so interessant wie nie vor sind. Deshalb habe ich mir diesmal auch sehr viele Spiele angesehen. Außer beim Eröffnungsspiel fand ich, dass keine Manschaft sozusagen "zu Unrecht" gewonnen hat. Damit meine ich, dass es Spiele gibt, wo man das Gefühl hat, dass die offensichtlich spielstärkere Manschaft durch einen Glückstreffer der gegnerischen Mannschaft verliert. Und das fand ich bei keinem dieser Spiele, obwohl Glück natürlich auch eine Rolle gespielt hat. Zu zurigos These: Das stimmt sicherlich, dass bestimmte Energien sich beim Fußball bündeln können, die andernfalls als kriminelle Energien ausgelebt werden würden. Ob Kriege durch eine Bundesliga verhindert werden können, ist natürlich sehr die Frage. Da hätte die Bundeswehr vielleicht in Afghanistan versuchen sollen, eine Fußballbundesliga zu organisieren. Könnte ja jetzt noch nachgeholt werden. Wasserball oderBasketball im TV? Hast du mal gesehen, wie langweilig das ist? Ich habe früher mal Handball gespielt - Feld- wie Hallen-Handball (also Kleinfeld). Ich weiß gar nicht, ob Feldhandball überhaupt noch gespielt wird? Auf jeden Fall ist es auch kein telegener Sport, obwohl dabei auch gefoult wird, wenn der Deckungsspieler nicht hinterher kommt. Dorothea
7. Juli 201412 J. In den USA hat Basketball einen ähnlichen Stellenwert wie Fußball bei uns und Fußball spielt in den USA bisher eher eine Nebenrolle. Wasserball? Du meinst den Sport, bei dem es immer so aussieht, als hätte man ein Katze in ein Piranha-Becken geworfen? Die Unterwasserkameras zeigen, dass es dort, was Kampf betrifft, richtig zu Sache geht. Nur sieht das der Zuschauer nicht - nicht gerade telegen. Bearbeitet (7. Juli 201412 J. von Tim Schröder)
7. Juli 201412 J. ...Wasserball oderBasketball im TV? Hast du mal gesehen, wie langweilig das ist? Ich habe früher mal Handball gespielt - Feld- wie Hallen-Handball (also Kleinfeld). Ich weiß gar nicht, ob Feldhandball überhaupt noch gespielt wird? Auf jeden Fall ist es auch kein telegener Sport, ... Dorothea Fußball ist deshalb so beliebt, weil die Ballführung mit den Füßen geschieht. Sie ist nicht gut kontrollierbar. Das macht den Reiz aus. Bei Handball wird das Spielfeld schnell und sicher überbrückt. Es geht nur noch ums Tor werfen. Man könnte im Prinzip ein paar 7-Meter werfen und schon steht der Gewinner fest. Und weil eben die Ballkontrolle so vage ist - beim Fußball - entsteht der Zweikampf (Das Wort sagt es ja schon), der auf Biegen und Brechen geführt wird. Dabei wird gebrochen, zerbrochen, geblutet und Ähnliches. Das ist wie Eishockey. Dieses "Zerstören" des Gegners im heiligen Bemühen um den gerechten Sieg (Tore) ist der Reiz von Fußball. Der Krieg ist der Vater aller Dinge, sagte schon Heraklit. Und dies wird im Fußball eingelöst wie fast nirgendwo sonst. Das Toreschießen ist nur der Anlass für den Zweikampf. Im Handball ist das eben langweiliger, weil der brutale Kampf fehlt. Im Wasserball auch. Das sind Warmduscher. Im Fußball hingegen steht der Kampf (und die damit verbundene, einkalkulierte Verletzung des Gegeners) im Vordergrund. Natürlich alles mit Maß und Ziel. Frauenfußball ist für mich reiner Atavismus. Das will keiner sehen, auch wenn die Mädels immer schöner werden. Frauen und Brutalität, das passt halt nicht. Ich denke, man muss im Fußball auch unterscheiden zwischen Zweikampf und Foul. Das wird bei dieser WM nicht mehr getan. Es ist alles "foul". Das sehe ich nicht so. Fußball provoziert Verletzungen allein durch die physikalischen Gegegebenheiten. Zwei 80 Kilo schwere Körper prallen mit 25 km/h frontal aufeinander. Das kennt jeder Chirurg aus dem Straßenverkehr. - Das Foul hingegen ist Hinterlist. Es zeigt den Menschen von seiner schäbigsten Seite, allerdings abhängig von der Sehweise. Foult der eigene Spieler der eigenen Mannschaft, ist es ok. Foult der gegnerische Spieler, ist es eine Sauerei. Und dieses Wechselbad der Gefühle transportiert das Adrenalin durch die Adern. Fußball musste ein Welterfolg werden. Er hat alles, was man am Tag so braucht. Fast wie ein kleines Steak. Da ist alles drin. zurigo
7. Juli 201412 J. Fußball ist deshalb so beliebt, weil die Ballführung mit den Füßen geschieht. Sie ist nicht gut kontrollierbar. Das macht den Reiz aus. Bei Handball wird das Spielfeld schnell und sicher überbrückt. Es geht nur noch ums Tor werfen. Man könnte im Prinzip ein paar 7-Meter werfen und schon steht der Gewinner fest. Und weil eben die Ballkontrolle so vage ist - beim Fußball - entsteht der Zweikampf (Das Wort sagt es ja schon), der auf Biegen und Brechen geführt wird. Dabei wird gebrochen, zerbrochen, geblutet und Ähnliches. Das ist wie Eishockey. Dieses "Zerstören" des Gegners im heiligen Bemühen um den gerechten Sieg (Tore) ist der Reiz von Fußball. Der Krieg ist der Vater aller Dinge, sagte schon Heraklit. Und dies wird im Fußball eingelöst wie fast nirgendwo sonst. Das Toreschießen ist nur der Anlass für den Zweikampf. Im Handball ist das eben langweiliger, weil der brutale Kampf fehlt. Im Wasserball auch. Das sind Warmduscher. Im Fußball hingegen steht der Kampf (und die damit verbundene, einkalkulierte Verletzung des Gegeners) im Vordergrund. Natürlich alles mit Maß und Ziel. Frauenfußball ist für mich reiner Atavismus. Das will keiner sehen, auch wenn die Mädels immer schöner werden. Frauen und Brutalität, das passt halt nicht. Ich denke, man muss im Fußball auch unterscheiden zwischen Zweikampf und Foul. Das wird bei dieser WM nicht mehr getan. Es ist alles "foul". Das sehe ich nicht so. Fußball provoziert Verletzungen allein durch die physikalischen Gegegebenheiten. Zwei 80 Kilo schwere Körper prallen mit 25 km/h frontal aufeinander. Das kennt jeder Chirurg aus dem Straßenverkehr. - Das Foul hingegen ist Hinterlist. Es zeigt den Menschen von seiner schäbigsten Seite, allerdings abhängig von der Sehweise. Foult der eigene Spieler der eigenen Mannschaft, ist es ok. Foult der gegnerische Spieler, ist es eine Sauerei. Und dieses Wechselbad der Gefühle transportiert das Adrenalin durch die Adern. Fußball musste ein Welterfolg werden. Er hat alles, was man am Tag so braucht. Fast wie ein kleines Steak. Da ist alles drin. zurigo Zwei Fragen dazu: - Warum sind Eishockey und American Football global gesehen nicht so populär wie Fußball? Da geht es körperlich gesehen viel mehr zur Sache. - Hast du jemals Frauenfußball gesehen? Die Mädels brauchen sich teilweise nicht vor den Männern zu verstecken was Brutalität angeht
7. Juli 201412 J. - Warum sind Eishockey und American Football global gesehen nicht so populär wie Fußball? Da geht es körperlich gesehen viel mehr zur Sache. Ich könnte mir vorstellen, dass es damit zu tun hat, dass man Fussball fast in allen Lebenslagen spielen kann, und es dadurch auch fast jedem von Kindesbeinen an vertraut ist. Man nehme irgend einen Ball und eine halbwegs ebene Fläche, mehr braucht's dazu nicht. Beim Eishockey ist das schon etwas komplizierter. Und zum American "Foot"ball: da steht dann das Körperliche vielleicht etwas zu sehr im Vordergrund, und die anderen Komponenten fehlen. Zumindest für mich als unbedarften Laien.
7. Juli 201412 J. Tennis ist kompliziert. Man braucht perfekt ebene Untergründe, ein exakt nivelliertes Netz, Linien, Schläger, die richtigen Schuhe, die richtigen Bälle, 2 Stunden Zeit. Das geht in keinem Hinterhof. Da würde ich 5imon zustimmen. Ähnliches gilt für Wasserball, Eishockey, Volleyball usw. Man darf getrost fragen, warum Socker in den USA noch kein Hit ist. Das American Football ist ja eigentlich Handball für Kleiderschränke. Nur am Ende wird mit dem Fuß gepunktet. Sehr rabiat das Ganze, deshalb auch beliebt. Aber auf der anderen Seite ist dann noch das Baseball Spiel. Ich habe in NYC zwei davon gesehen im Yankee Stadion. Das ist eher gemächlich. Die Regeln sind einem auch nach 2 Stunden nicht ganz klar - trotz Unterstützung von Einheimischen. So eine Art Canaster für sportliche Menschen. Man kann sich im Spiel zwar auch verletzen, aber es gibt keinen direkten Körperkontakt zum Gegner. Wird in Europa sehr wenig gespielt. Fußball ist ja vom Regelwerk absolut simpel. Rumms - rein. Es wird eigentlich nur noch vom 100-Meter Sprint in der Leichtathletik unterboten. Einzig die Abseitsregel macht so manchem zu schaffen. Das war's dann aber schon. Hauptregel: Ball nicht mit der Hand berühren. Und dann kommen schon die ganze "Vergehen" (Fouls und Zweikämpfe) in ihren diversen Ausformungen. Das versteht man auf Anhieb. Was ich am Fußball mag: das (unerwartete) Kombinationsspiel im Mittelfeld und im Sturm. Das beherrschen nur die wenigsten Spieler. Und dann interessieren mich die so genannten Torjäger, die den Ball reinkriegen, egal wie und wo und warum. Gerd Müller war so einer. Und im Mittelfeld mochte ich Beckenbauer, Overath und Netzer. Sie hatten das berühmte Auge und vefügten über enorme Ballkünste. Sie waren tatsächlich so was wie Regisseure - mit Überblick. Dass die WM in Brasilien mir insgesamt (von Ausnahmen abgesehen) weniger gefällt als sonst, führe ich auf diese extreme Aufgeregtheit der Akteure zurück. Die wuseln wie Bienen vor dem Einflugloch, aber keiner trifft so richtig dasselbe. Und wenn man das jeden Tag sieht, stumpft man doch etwas ab. Es sei denn Deutschland spielt. Da ist man dann Patriot und jubelt - über jede halbwegs gelungene Aktion. Auf Dauer natürlich auch etwas mau. Aber alle 4 Jahre kann man es sich antun. Was Fußball auch reizvoll macht: das Spiel kann in der letzten Minute von der schwächeren Mannschaft beim Stande von 0:0 doch noch gewonnen werden, und sei es durch ein Eigentor der anderen. Damit ist Fußball eine Art "offenes" System, das nicht von vorneherein festgelegt ist. Und das macht es für viele spannend. David gegen Goliath. Das spricht uns Menschen doch an. Ich hoffe, dass Morgen gegen Brasilien das technische Spiel etwas stärker zur Geltung kommt. Ich wünsche mir wenigstens einen deutschen Hacken-Trick, besser noch 2. Welch eine Kunst! Denn Ball nach hinten spielen, wo alle vorne warten. Das sind die Schmankerl. Ach so: beim Fußball kann jeder mitreden. Beim Tennis ist das schwieriger. Und bei Baseball gibt es auch zu viele Variablen. Damit dürfte Kicken sich weltweit als Diskussionsstoff empfehlen - für die Frühstückspause. zurigo
7. Juli 201412 J. Bin ich froh, dass es die Bundesliga gibt und auch wohl in Zukunft geben wird. Nicht, dass wir deswegen noch einen weiteren (Welt-)Krieg anzetteln müssten. Die weiteren Ergüße lasse ich lieber umkommentiert. Dir, Zurigo, empfehle ich einmal die Dokumentation: "Verrückt nach Fußball - Englische Fans im Abseits". Die lief vor einiger Zeit auf ZDFkultur und zeigt dann doch, dass Fußball nicht nur ob der von dir behaupteten "Gewalt" geliebt wird bzw. wegen des "Krieges im Kleinen".
7. Juli 201412 J. Dir, Zurigo, empfehle ich einmal die Dokumentation: "Verrückt nach Fußball - Englische Fans im Abseits". Die lief vor einiger Zeit auf ZDFkultur und zeigt dann doch, dass Fußball nicht nur ob der von dir behaupteten "Gewalt" geliebt wird bzw. wegen des "Krieges im Kleinen". gaVMn-9B0Y8
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