Jump to content

Recommended Posts

Bertrand

Hallo,  vielleicht kann mir jemand helfen,

mein HY 78 (1980 ) hatte am Mittwoch,  TÜV-Vorführung in einer freien, ambitionierten und Citroen-Veteranen, wie HY und 2CV gegenüber sehr aufgeschlossenen Werkstatt, und wäre eigentlich ohne Probleme durchgekommen, wenn nicht die vordere Bremse sehr ungleichmäßig gezogen hätte. Die Werkstatt  hatte vorher noch an den von aussen erreichbaren Excenterschrauben gedreht, was aber nix gebracht hat. Die Handbremse, war bei der TÜV Prüfung OK. nachdem sie auf gleichmäßigen Zug eingestellt worden war.

Er war leider restaurationsbedingt sehr wenig bewegt worden, wurde aber vor dem TÜV Termin noch eingebremst, und lief geradeaus trotz beherztem Bremsen bei starkem Gefälle unter loslassen des Steuers. Aber auf dem Rollenprüfstand wars dann halt nix.

Die HY-Bremse ist ja wunderbar,  wenn sie richtig eingestellt und sauber hergerichtet wurde ... das würde ich jetzt gerne angehen, habe allerdings bis jetzt nur Karosseriewerkelerfahrung, die Werkstatt würde mir auch gerne helfen, aber kennt sich natürlich nicht aus.

also suche ich noch, ausser guten Tips :

Bremseneinstellgerät, oder altes Radlager und auch zwei Entenwagenheber ( meine Kastenente hab ich nicht mehr, merde )

Hat jemand was zum Verleihen gegen Gebühr oder zu verkaufen ?

Viele Grüße,

Bertrand

PS. : 38er Kraft-Nuss hätte ich da

Link to post
Share on other sites
Bertrand

... ja, gleich die Königsdisziplin ist äusserst ambitioniert, aber ich muss vor allem jetzt erst mal durch den TÜV -  generell will ich unbedingt einmal das alles richtig machen.

Link to post
Share on other sites

Dann klemmt evtl. ein Kolben in einem  Radbremszylinder leicht oder etwas mehr. Dadurch werden die anderen Kolben zuerst rausgeschoben und dort liegen die Beläge (3 von 4 oder so) schon an, bevor der richtige Druck am Rest aufgebaut wird, also einseitiges Bremsen.

Handbremse wirkt rein mechanisch und somit ok. Daraus könnte man schliessen, das die Beläge frei sind.

Ich kriege die Trommeln auch mit eine guten Hammer runter, dauert allerdings.

Beläge aufspannen und Kolben nicht ganz rausdrücken, reinigen und mit Ate-Paste oder ähnlichem einschmieren und alles wieder zusammen.

Solltest Du  die Bremse zerlegen, vorher alles mit Körner markieren, dann entfällt bei keinen neuen Teilen die Einstellung. Mache ich seit 40 Jahren so und immer gute Bremswirkung nach Wartung

Edited by Hy1600
Link to post
Share on other sites
ThomasHY

Das Problem mit den ungleichmäßig ziehenden Bremsen hatte ich beim vorletzten TÜV auch. Allerdings hat man auch gemerkt, dass er leicht zur Seite zog. Am Ende war es einer der beiden Bremszylinder vorne links. Nach dem Anheben der Staubmanschette kam mir schon Bremsflüssigkeit entgegen. Somit hatte ein Zylinder nicht mehr den vollen Druck aufgebaut.

Link to post
Share on other sites
michel68

Hallo zusammen

Ich profitiere vom Thread und möchte wissen wie Ihr die Trommeln (vorne) wieder einbaut. 

Dies sollte einfach sein, da nirgends beschrieben😉

Werden sie nur "reingeklopft" ? Muss vorher die Trommel in die Gefriertruhe?

Danke und Gruss

Michel

Edited by michel68
Link to post
Share on other sites
Bertrand

... eher in den Backofen, glaube ich, im Moment bin ich damit beschäftigt mit Hammerschlägen die vordere Trommel runterzukriegen, Wagenheber getraue ich mich nicht an die Konstruktion zu setzen, sehe auch keine passende Stelle dafür.

Link to post
Share on other sites
ThomasHY

Mit Hammerschlägen ist schlecht, weil es immer wieder verkantet und außerdem die Trommel springen kann. Das einzig richtige Werkzeug dafür ist ein Gleithammer. Schweiße Dir eine einfache Konstruktion, die Du auf mindestens drei Radbolzen aufschrauben kannst. In der Mitte, parallel zur Radachse. eine lange (ca 70 - 80 cm) Stange oder Rohr anschweißen. Darauf ein Gewicht stecken. Ich habe den Kopf eines Vorschlaghammers genommen. Am offenen Ende des Rohres eine fette Scheibe mit einer Schraube davor quer durchs Rohr als Anschlag. Dann das Gewicht mit Schwung gegen den Anschlag rutschen lassen. Das ist meiner Ansicht nach die einzige vernünftige Methode um die Bremstrommel runter zu bekommen.

P.S. : Eine dicke Decke oder Wellpappe unterlegen. Die Trommel kommt manchmal überraschend schnell runter und sollte nicht auf dem Untergrund hart aufschlagen 😉

Edited by ThomasHY
Link to post
Share on other sites
dumdidum

hammer: bitte nicht. ihr werdet damit keinen erfolg haben außer das ihr die trommeln kaputthaut (ecken platzen ab) und / oder die radlageraufnahme beschädigt.

entweder schlagabzieher aus alter hy-felge bauen (gewicht min 5kg) oder mit zwei wagenhebern (ente) gleichmäßig vorspannen und dann mit leichten hämmerschlägen von vorne auf die trommel losrütteln.

beides geht nur wenn die backen die trommeln wirklich freigeben, je nach zustand der rbz kann es erforderlich werden die backen zurückzuschlagen, dazu das blech der bremsankerplatte aufbiegen und direkt mit langem schraubenzieher + hammer auf die rbz einwirken bis diese ganz zurückgedrückt wurden.

...steht aber alles auch hier inkl. fotos: http://typ-h.de/pages/tipps-und-tricks/bremstrommel-abziehen.php

ungleichmäßig ziehende bremse bei korrekter einstellung der 4 excenter hat fast immer einen grund: undichter rbz. dabei nicht vom flüssigkeitsstand im vorratsbehälter verunsichern lassen. es langt ein einziger tropfen bremsflüssigkeit der aus dem rbz austritt und auf den belag kommt, dann zieht er schief. ist wie öl, die reibung nimmt direkt um min 50% ab. das seht ihr nicht anhand des füllstandes im glas. das sieht man - wie schon beschrieben - wenn man die manschette des rbz wegdrückt, ist es auch nur leicht feucht - raus damit. verkanten etc. tut sich da nix bei drücken von bis zu 200bar, keine sorge. auch das einige beläge früher oder später auf die trommel wirken hat keinen effekt, der druck ist so groß das sich das hydraulisch gleich verteilt bis alle backen anliegen, erst dann bremmst die karre.

ist die bremsbacke erstmal verölt dauert es zudem einige 100km bis das wieder korrekt greift. bei einigen offenporigen belägen ist evt. auch ein komplettaustausch erforderlich. bei 250°C verdampft die bremsflüssigkeit und es wird wieder besser - das schafft man in nordeutschland eigendlich garnicht da der hy nicht genug motorleistung dafür aufbringt.... eine 1000 meter 6% abfahrt und alles ist wieder gut. bis der nächste tropfen durch die manschette austritt....

die handbremse ist wenig aussagekräftig. die kann man mechanisch so "falsch" einstellen das die ungleiche bremswirkung der beläge durch ungleichmäßige einstellung ausgeglichen wird = pfusch.

Edited by dumdidum
  • Like 2
Link to post
Share on other sites
ThomasHY

Hast Du nicht nur die Antriebswellenmutter sondern auch die 6 Schrauben der Nabenplatte (durch Löcher vorn in der Bremstrommel zu erreichen) gelöst?

  • Like 1
Link to post
Share on other sites
Bertrand

Peinlicher Weise, nur die Antriebswellenmutter, also die 6 Schrauben der Nabenplatte nicht, alles klar, so geht's nicht ... Habe zwar nur dosierte Hammerschläge gemacht, aber trotzdem, Der arme HY ! 

...steht aber alles auch hier inkl. fotos: http://typ-h.de/pages/tipps-und-tricks/bremstrommel-abziehen.php

Edited by Bertrand
Link to post
Share on other sites
Le Fourgon

Hallo Bertrand,

ja...die HY-Bremse hat ihre Tücken, bitte peinlich genau nach dem Werkstatthandbuch oder nach dumdidums Anleitung vorgehen. 

Was gerne vergessen wird: auch zuggequollene Bremsschläuche kommen vor. Die Michelinqualität war so gut, dass man von außen keine Risse oder Versprödung sieht, aber der Querschnitt innen geht gegen Null. Indiz dafür wären allerdings Bremsen, die sich nicht wieder lösen, heiß werden und schleifen.

Du schaffst das! 

LG, Bert

  • Like 1
Link to post
Share on other sites
Bertrand

Danke Bert, hab mich schon wieder beruhigt ... 😥large.1901997936_HYBREMSEexcenter.PNG.8e76af20bf19fd435ea45f0a1569b21a.PNG

Also ich hab noch nicht ganz kapiert, wie der Hase läuft: Egal ob ich die Excenter nach links oder rechts drehe, am Ende ist die Trommel fest. Ansonsten ist sie, mit leichten Schleifgeräuschen, frei.

Link to post
Share on other sites
jozzo_
vor 27 Minuten schrieb Bertrand:

 

Also ich hab noch nicht ganz kapiert, wie der Hase läuft: Egal ob ich die Excenter nach links oder rechts drehe, am Ende ist die Trommel fest. Ansonsten ist sie, mit leichten Schleifgeräuschen, frei.

Das ist das Prinzip eines Excenters.

Wie man die 4 Excenter pro Seite einstellt hat allerdings nichts mit planlosem Herumdrehen bis die Trommel fest ist zu tun und stand bereits im ersten Link beschrieben

Edited by jozzo_
Link to post
Share on other sites
ThomasHY

Nicht aufgeben!

Am Besten einen dünnen Schraubenzieher zwischen Backe und Trommel stecken und mit der einen Hand fühlen, während man mit der andern den Excenter zurückdreht. Dann merkt man wenn man den maximale "Zurückposition" erreicht hat. Wenn man am Excenter dreht, aber keine Bewegung der Backe fühlt, dann geht der Bremszylinderkolben wegen Siff nicht mehr zurück. Dann ganz vorsichtig das Blech hinter der Bremsträgerplatte zurückbiegen und mit einem Schraubenzieher und Hammer den Kolben an der Stelle wo er in die Backe greift zurückschlagen. Dann wieder am Excenter drehen usw...

Das wird schon!

Edited by ThomasHY
Link to post
Share on other sites

das mit dem Hammer muss man können, so schraube ich seit über 45 Jahren an Citroen. Kriegt man damit eine Trommel kaputt, dann war die überfällig.

Noch nie was kaputt gemacht, Lager oder ähnliches

War mir aber klar, dass solche Kommentare kommen müssen, mainstream war ich noch nie

 

Link to post
Share on other sites
HY-plus

... klar, Hammer ist unschön, wegen der jeweiligen kleinen Verkantungen im Lagergehäuse. Am besten ist der Abzieher mit dem Schlaggewicht, danach kommt der Trick mit den Entenwagenhebern und wenn alles nix hilft, kann der sensible Schrauber eine alte Felge opfern, die (ohne Decke) auf die Trommel geschraubt wird und die Schläge einsteckt. So bleiben die Trommelränder heile - Bolzen halten das. Sollte man allerdings nicht so oft machen - bleibt die Notfallmethode

  • Like 1
Link to post
Share on other sites
lumiere

Alos ich gehe beim Einstellen immer nach dem gleichen Prinzip vor:

Schlüssel am Excenter (egal ob vordere oder hintere Backe) nach unten ist fester. Schlüssel nach oben: zurückstellen (lockerer).

Link to post
Share on other sites
Le Fourgon

Hallo Achim und Bertrand,

ist es nicht genau umgekehrt? Habe ein Bild von der Bremsankerplatte hinten:

nach oben fester, nach unten lösen?

 

IMG_4641.JPG.808756cbf4bd9538aed5f5a2bd3e6954.JPG

 

LG, Bert

Link to post
Share on other sites
Le Fourgon

Habe auch ein Bild von der vorderen Bremse, da sieht man leider die Excenter nicht richtig drauf, aber da weißt du zumindest, was dich hinter der Trommel erwartet:

 

IMG_5770.JPG.837ddec693c182d5f1c5650607800b9c.JPG

 

Hast du das Handbremsseil losgemacht?

LG, Bert

 

 

Link to post
Share on other sites
dumdidum

also sorry, wenn man nicht versteht wie ein excenter funktioniert und das nicht beim einstellen fühlt wie rum und wie weit man jeweils drehen kann und wo da die mitte ist etc. der sollte an der stelle einfach nicht schrauben... 😉

und hinten ist hier nicht die baustelle, das system hinten funktioniert gänzlich anders.

wer mag kann sich die excenter VORNE hier anschauen:

IMG_3325.JPG

 

Edited by dumdidum
  • Like 1
  • Confused 1
Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

×
×
  • Create New...