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Startschwierigkeiten mit elektronischer Zündung

Hervorgehobene Antworten

Hallo.

Bin neu hier und brauche Hilfe.

Meine 2CV6 (Bj. 88) bekam von mir im Frühjahr eine elektronische Zündung geschenkt. Es lief auch alles prima bis der kalte Winter auch Toulouse erreichte.

Sie wollte einfach nicht anspingen wenn es kalt und nass war. Aber nur in dieser Konstellation. Selbst Startpilot half nicht, wobei ich das erst benutzte als der Motor schon nach Sprit roch.

Danach kam mir der Gedanke, das im Notfall die Kurbel noch da ist.

Diese angesetzt, 2 Umdrehungen getan und der Boxer sprang sofort an.

War sehr verwirrt und glücklich. Meine Frage: Kann es sein, dass

der Anlasser den ganzen Strom zieht und zuwenig Strom für die elektronische Zündung mitsamt Zündfunken übrig bleibt?

Dafür spricht, dass die Kurbel max. 2 Umdrehungen wirkte.

Dagegen spricht, dass ich den ganzen Sommer lang kein Problem hatte.

Kennt das Problem jemand?

Gruß

Palbo

Um welche "elektronische Zündung" handelt es sich denn?

  • Ersteller

Das ist die elektronische Zündung vom "Franzosen".

1-2-3 Ignition oder so.

Machte den ganzen Sommer keinen Ärger und auch beim Fahren problemlos.

Nur bei kalter Nässe springt der Motor nicht an.

Hallo Palbo,

das Problem ist bei vielen Fahrzeugen mit elektronischer Zündung bekannt.

Sinkt die Batteriespannung unter ca. 10 Volt arbeitet die Zündung nicht mehr.

Mit einem Überbrückungskabel würde Deine Ente bestimmt auch sofort anspringen.

Für den nächsten Winter würde ich eine größere Batterie einbauen.

Alf

  • Ersteller

Hallo.

Ich möchte nun keine Doktorarbeit anfangen, aber ich habe folgende Beobachtung gemacht.

Meine Ente springt bei warmem Wetter immer an. Wenn es naß ist und kalt, oder nur sehr kalt, dann hat sie trotz Überbrückungskabel lange Schwierigkeiten von alleine zu boxen.

Seltsamerweise springt sie nie an, wenn ich den Schlüssel umdrehe, sondern wenn ich von der Zündschloß-Federstellung wieder zurück gehe und aufhöre zu orgeln, DANN geht das Biest erst los. Als wäre die Zündung aus, wenn der Zündschlüssel beim Starten auf Anschlag geht und alleine durch die Fliehkraft der Schwungscheibe springt der Motor an, das kann doch nicht sein...?

Hallo Pablo,

Du erklärst dir doch schon selber dein Problem. Die Batterie ist zu schwach und dein Anlasser braucht nun mal den ganzen Strom, da bleibt für die Zündung einfach nicht genug zum Starten. In dem Moment, in dem Du mit dem Zündschlüssel die Startstellung verlässt, gibst Du der Zündung die Möglichkeit den gesamten noch vorhandenen Strom zu nutzen. der Motor dreht ja noch nach und kann somit auch starten. Das er noch bei so einer geringen Drehung startet verdankst Du unter Anderem wahrscheinlich der Elektronischen Zündung.

Da die Batterieleistung bei niedrigen Temperaturen geringer ist als im Sommer, und auch Feuchtigkeit, Strom abziehen kann - z.B. alte Zündkabel- , solltest Du dir nun eine neue, und sicherheitshalber eine etwas stärkere Batterie kaufen, dann klappt es auch bei Kälte und Regen mit dem starten. Es sei denn, deine Lichtmaschine oder der Regler sind etwas defekt, so dass die Batterie nicht mehr gut geladen wird. Aber das wollen wir ja mal nicht hoffen.

Viel Spaß mit der Ente, Grüsse

Rolf Donner

Ich muss mich noch für den falsch geschriebenen Namen entschuldigen.

rolf

Hallo,

ich hatte in meiner früheren Ente auch eine 1-2-3 EVO und nur Stress bei tiefen Temperaturen. Das war aber keine Frage der Batterie:

Motorhaube auf, 3 Minuten einen guten / starken Fön von oben aus Richtung Krümmer gezielt mit Warmluft auf die Stelle gerichtet, wo ungefähr die EVO saß, und die Ente sprang an, als wäre nie was gewesen.

Somit eindeutig nicht auf die Batteriekapazität zurückzuführen: die Batterie hat ja von der Wärme des Föns nie was gesehen...

Ich kann diese Elektronik-Tieftemperatur-Probleme nur bestätigen. Meine EVO war Bj. 2008. Ich hab sie dann irgendwann wieder rausgeschmissen und die Ente rückgebaut auf klassische Technik.

Mag sein, daß niedrige Spannung auch ein Grund ist. Aber hier war eindeutig die Temperatur der Platine die Hauptursache.

Zumindest diese Generation der 1-2-3 ist für Temperaturen unter -5C nicht geeignet gewesen. EVO (und wahrscheinlich ihre Brüder ebenso) ist im Winter nur was für Garagenwagen.

LG ///Stephan.

Bearbeitet ( von acc)

meine 123 mag kaltes, feuchtes Wetter auch nicht. Ansonsten hatte ich von 2003-2009 keine Probleme damit. Raus ist sie nur, weil ich den Motor getauscht habe und zu faul war die Zündung umzubauen ;-)

Mosel

Als ich meine jetzige Ente vor genau einem Jahr gekauft hatte, lief sie garnicht richtig. Meine erste Aktion war der Einbau einer 1-2-3 Zündung (einfache Ausführung). Seitdem springt der Motor bei jedem Wetter, ob warm, ob kalt sofort an. Shoke ziehen- Schlüssel drehen- Motor läuft. Beim ersten Gasgeben bei Kälte spuckt der Motor dann 2 mal und läuft von da an wie ´ne Biene. Warum der spuckt, weiß ich nicht. Aber er verweigert nie die Arbeit.

  • Ersteller

@Donner: Die Batterie oder deren niedrige Spannung kann nicht schuld daran sein, da selbst das Überbrücken nichts brachte. Auch die Kabel und Kerzen wurden schon getauscht.

@ACC: Die Sache mit dem Fön halte ich für den besseren Weg, denn sobald die Temperaturen steigen ist die Startprozedur deutlich verlangsamt. Somit werde ich wohl die Startprozedur auf die warmen Tage beschränken und mein Zweitwagen (Bulli) anwerfen. Die Temp.Sensoren auf der Platine werden wohl Schuld sein.

Schönen Dank an alle

Gruß

palboCV

Hallo zusammen,

ich kann über die 123-Zündung nur gutes berichten. Im laufe von ca. 7 Jahren habe ich 10 Stück gekauft und in eigene und fremde Zweizylinder eingebaut. Mit unseren Ami 8 und Dyane haben wir inzwischen ca. 210 000 km zurückgelegt, Kurz- und Langstrecken, ganzjährig und bei jedem Wetter. Die Autos sind immer gut angesprungen, die Dyane sogar mal im Winter mit der Kurbel, als das Radio über Nacht die Batterie leergenuckelt hatte (die Spannung reichte nicht mal mehr für das Relais des Anlassers).

Mit der EVO habe ich noch nicht so viel Erfahrung. Eine im Herbst gekauft und über den letzten Winter im Ami gefahren (Schwarzwald und Oberschwaben). Kein Problem bei jedem Wetter.

Wenn ich die Vermutung hätte, dass die Zündanlage schuld an einer Unzuverlässigkeit des Motors wäre, würde ich nicht das Auto stilllegen, sondern eine einwandfreie Diagnose anstreben (Zündfunken prüfen in der problematischen Situation oder die Situation mittels Kältespray simulieren etc.) und mich ggf. an den Händler bzw. Hersteller wenden.

Viel Glück!

Gruss, Jürgen

Also, ich kann nur Gutes über die Thyristorzündung (Sirius) von Siggi Strohm berichten. Da sie nur "halb elektronisch" arbeitet, konnte man zu jeder Zeit auch wieder zurückrüsten. Sie sprang bei jeder Witterung hervorragend an.

Meine letzte, positive Erfahrung war, daß die Ente fast zwei Wochen ungefahren vor der Haustür stand. Meine Batterie ist mindestens vier Jahre alt und die Kontakte auch schon einige Tausend Kilometer. Ich habe keine elektronische Unterstützung und war sehr verblüfft, daß sie nach einigem Orgeln ansprang. Das Motorengeräuscht signalisierte zwar, daß sie überhaupt keinen Bock hatte, zu laufen, aber es ging, obwohl draußen unter 10- waren

Heißt es nicht immer so schön, daß die Ente, wenn richtig eingestellt, IMMER anspringt? Allmählich bin ich bereit, daß zu glauben. Ich weiß also nicht, ob man mit gutem Gewissen die Elektronik überhaupt empfhelen sollte, nach den ganzen Problemen, von denen man immer wieder so hört.

GRuß,

Udo

  • Ersteller

@Don Rustico: Da ich auch in Baden wohnte und dort eine Ente mit alter Zündanlage zwei Jahre lang fuhr, im Sommer wie im Winter ohne Probleme, bin ich doch etwas überrascht, dass ich hier in Frankreich, nach einem Winter ohne Probleme nun mit der elektronischen Zündung im Winter Ärger habe. Kann mir keinen Reim drauf machen und bin gerne bereit weiter zu suchen, was der Auslöser ist.

Mittlerweile ist es etwas wärmer und die Ente springt fast sofort an.

Aber bei klammer Kälte ist trotz fremder Batterie nichts zu machen. Wenn sie läuft ist alles gut und springt auch sofort wieder an, wenn sie im kalten Zustand wieder ausgeht. Ich kann mir das nicht erklären und wäre über jede Erfahrung dankbar.

Aös nächstes werde ich die Zündung nochmal exakt einstellen, evtl. etwas mehr Spätzündung, um die elektronische Verstellung etwas auszureizen in Richtung Spätzündung, die ja bekanntlich auch die Temperatur mit einbezieht. Dies fiel mir auf, als ich bei -7°C kurbeln wollte und ich mehrmals beinahe die Kurbel küssen durfte.

Seltsamerweise springt sie nie an, wenn ich den Schlüssel umdrehe, sondern wenn ich von der Zündschloß-Federstellung wieder zurück gehe und aufhöre zu orgeln, DANN geht das Biest erst los. Als wäre die Zündung aus, wenn der Zündschlüssel beim Starten auf Anschlag geht und alleine durch die Fliehkraft der Schwungscheibe springt der Motor an, das kann doch nicht sein...?

Hast du das mal nachgemessen? Vielleicht hat ja auch das Zündschloss was (wenns kalt ist).

Gruß

Patrick

  • 14 Jahre später...
Am 13.1.2010 um 20:47 schrieb palboCV:

 

Seltsamerweise springt sie nie an, wenn ich den Schlüssel umdrehe, sondern wenn ich von der Zündschloß-Federstellung wieder zurück gehe und aufhöre zu orgeln, DANN geht das Biest erst los. Als wäre die Zündung aus, wenn der Zündschlüssel beim Starten auf Anschlag geht und alleine durch die Fliehkraft der Schwungscheibe springt der Motor an, das kann doch nicht sein...?

Alter Beitrag, ich weiß. Aber vielleicht greifen andere noch hierauf zurück.

Das Zündschloss hat ein Problem. Das Elektroteil, an dem die Kabel angesteckt sind (kann man abnehmen, wenn die Blechfeder raus ist) ist mitunter ausgenudelt.

Beim Starten, wenn der Motor bereits läuft, den Schlüssel langsam zurück führen, nicht selbstständig zurück springen lassen.

Dabei springt er manchmal zu weit, so dass die Zündung schon wieder aus ist. 

Hatte ich bereits mehrfach.

 

Gruß Andreas 

volle Zustimmung: genau das (Anspringen erst nach Loslassen des Schluessels - also kein Zuendungsplus in der Anlasserstellung) hatte ich auch schon mal - Kontakte reinigen brachte Abhilfe - Til

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