2. Februar2. Feb Ich habe mir endlich mal die Mühe gemacht, alle O-Ringe an der Lucas Epic auszumessen. Hin und wieder taucht dazu ja eine Frage auf, und jedesmal muss ich dubiose Zettel und Notizen suchen. Deshalb hier für alle (und damit ich es selbst leichter wieder finde). Eines vorweg: eigentlich gäbe es keinen Grund, einen Dichtsatz zu kaufen, weil fast alles Standardware ist. Einzig die große Gehäusedichtung (Nr. 681) ist unverzichtbar und leider wird die Epic hier am ehesten undicht. Außerdem fehlen im Dichtsatz immer die O-Ringe für die (zerlegten) Magnetventile. Enthalten ist allerdings das Filtersieb (680), das man aber theoretisch säubern und wiederverwenden könnte. Bitte nicht daran stören, falls ich mal eine Bauteilbezeichnung nicht ganz korrekt verwende, mir geht es eher um die eindeutige Zuordnung. Alle Angaben in mm. Sofern nichts anderes dabei steht, vermutlich NBR, Shore 60-80. Nr. 681 leider nur im Dichtsatz erhältlich Nr. 680 leider nur im Dichtsatz erhältlich Nr. 760 Rotorsensor Innen: 30 | Schnur: 2 Nr. 746 Nockensensor (oder Sensor Spritzversteller) Innen: 21 | Schnur: 2 Nr. 607 Kanal zwischen Alugehäuse und Hochdruckteil Innen: 5,5 | Schnur: 2 Nr. 627 Zylinder/Hohlschraube Spritzversteller Innen: 23,5 | Schnur: 2 Nr. 628 Zylinder/Hohlschraube Spritzversteller Innen: 22 | Schnur: 2 Nr. 629 Verschlusschraube Zylinder/Hohlschraube Spritzversteller Innen: 3,5 | Schnur: 1,5 grün, evtl. Viton, aber recht weich (Shore 70?) Nr. 815 Verschlusschraube Alu (Inbus) Innen: 7,5 | Schnur: 2,5 Nr. 790 Stopfen statische Einstellung Innen: 23,5 | Schnur: 2 Nr. 795 Verschlusschraube Stopfen statische Einstellung Innen: 8 | Schnur: 1,5 Nr. 771 Einstellschraube Niederdruck Innen: 3,5 | Schnur: 1,5 grün, evtl. Viton, aber recht weich (Shore 70?) Nr. 772 Zylinder/Hohlschraube Niederdruck Innen: 13,5 | Schnur: 2 grün, evtl. Viton, aber recht weich (Shore 70?) Nr. 773 Einstellschraube Niederdruck Innen: 9 | Schnur: 2 grün, evtl. Viton, aber recht weich (Shore 70?) Nr. 606 Hochdruckteil (2 Stück) Innen: 48 | Schnur: 2,5 scheint etwas fester, Shore vermutlich >= 80 Nr. 672 Wellendichtring 17,45 x 30 x 6 Nr. 690 und 720 (ich konnte keine Unterschiede feststellen, scheinen identisch zu sein) Dichtung Magnetventil außen insgesamt 4 Stück Innen: 19 | Schnur: 1,5 Nr. 691 und 721 (ich konnte keine Unterschiede feststellen, scheinen identisch zu sein) Dichtung Magnetventil innen insgesamt 3 Stück Innen: 7 | Schnur: 2 Nicht im Dichtsatz enthalten: O-Ring zur Fixierung der Staubschutzkappe (zwischen Riemenscheibe und der Plastikkappe) Innen: 13,5 | Schnur: 3 O-Ringe in den Magnetventilen (nachdem man die Metallhalterung auseinandergehebelt hat) Insgesamt 4 Stück Innen: 19 | Schnur: 1,5 und insgesamt 4 Stück Innen: 7 | Schnur 2 Die Nummern 615 sind Metalldichtringe hinter den Hochdruckanschlüssen und eigentlich nur zu erneuern, wenn man diese aus unerfindlichen Gründen herausschrauben will. Habe ich nicht vermessen, kann ich noch nachholen. Wer etwas vermisst oder Unstimmigkeiten oder Fehler entdeckt, bitte hier Rückmeldung geben. ---------------------------------------- Abdichten und Revision Lucas Epic Das Zerlegen und Abdichten ist eigentlich trivial. Es gibt keine besonderen Gemeinheiten an der Epic. Aber die ein oder andere Reihenfolge oder Vorgehensweise kann durchaus die Arbeit erleichtern. Ich probiere daher mal eine kleine Anleitung, wie ich das mache. 1. Ausbau Ausbau der Epic ist hier im Forum bereits mehrfach beschrieben. Im Prinzip müsst Ihr nur den Motor abstecken, die Epic an der Riemenscheibe abstecken, alle Leitungen lösen, und die Epic herausnehmen. Die Riemenscheibe verbleibt mitsamt dem Zahnriemen im Auto. Zum Abdrücken der Riemenscheibe eignet sich ein angefertigtes Flacheisen, oder noch besser: ihr besorgt euch von einer Bosch-Pumpe den Abdrücker, der normalerweise vorne an der Riemenscheibe angeschraubt ist. Dieser funktioniert auch an der Epic. Er wird einfach über die Wellenmutter auf die Riemenscheibe geschraubt, beim Lösen der Mutter drückt diese mit ihrem Bund auf den Abdrücker und dieser zieht die Riemenscheibe von der Welle. 2. Sauberkeit Achtet auf peinlichste Sauberkeit. Alle Gehäuseteile zuerst äußerlich gründlich reinigen. Idealerweise mit Waschverdünnung, Pinsel und Pressluft. Es darf kein Schmutz in die Pumpe gelangen. Ich habe einige Fotos anhand einer gerade rumliegenden Schrottpumpe gemacht, oder Fotos verschiedener Pumpen verwendet. Lasst euch nicht von den Bildern irritieren. Richtet euch einen sauberen Arbeitsplatz ein und sorgt für ausreichend Behältnisse, um Kleinteile aufbewahren zu können. 3. Verkleidungen abnehmen Die zwei kleinen Torx-Schrauben der oberen Verkleidung entfernen und nochmal eine davon an der seitlichen Verkleidung (hier ist ein Plastikstopfen, der erst mal weggepopelt werden muss, um an die Schraube zu kommen). 4. Gehäuse öffnen Jetzt die vier Gehäuseschrauben der Epic lösen und entfernen. Die Epic kann jetzt in zwei Teile getrennt werden. Im vorderen Teil verbleibt die Welle mitsamt der Niederduckpumpe, im hinteren Teil sitzt der Hochdruckteil. Auf dem Rotor (oder Verteiler) im hinteren Teil sitzt eine Feder. Auf dem Nockenring liegt eine große, flache Scheibe und auf dieser einegewellte Federscheibe. Im Rotor sitzen die Rollengleitschuhe. Achtet darauf, nichts davon zu verlieren oder zu beschädigen. Entnehmt die alte Gehäusedichtung (wenn noch original, ist diese schwarz und vermutlich knochenhart und flachgedrückt). Popelt aus dem vorderen Pumpenteil das kleine Filtersieb heraus. Ersetzt beides durch Neuteile. Das neue Filtersieb sitzt noch sehr locker im Gehäuse und fällt beim Zusammenbau leicht heraus. Am besten mit etwas Fett oder Vaseline an seinem Sitz ankleben. Benutzt die Gehäusedichtung mit dem Fenster, wenn ihr zwei verschiedene im Dichtsatz habt (die andere ist für Mercedes o.ä.). 5. Ausrichtung des Rotors, der Rollengleitschuhe und der Antriebswelle Achtet darauf, dass die Rollengleitschuhe an ihrer Position im Rotor bleiben und die schräge Lauffläche jeweils richtig steht (anders geht die Welle nicht hinein oder etwas kaputt). Es hilft, den Rotor etwas herauszuziehen, um die Schuhe an ihren Platz zu schieben, wenn sie rausgeflutscht sind. Dreht dann den Rotor so, dass der größere der beiden Flügel nach unten zeigt, wie im nachfolgenden Bild. Dreht dann die Antriebswelle des vorderen Pumpenteils so, dass der Keil bzw. die Keilnut auf etwa 14 Uhr zeigt, wenn man von vorne drauf schaut. Dann steht die Welle auf der Innenseite senkrecht und richtig ausgerichtet zum Rotor. Der gewellte Federring und die große Scheibe auf dem Nockenring und die Feder auf dem Rotor auf Vorhandensein prüfen. Nun setzt den vorderen Gehäuseteil wieder auf den hinteren. Achtet darauf, dass die Feder in die Aussparung der Welle geht, die beiden Rollengleitschuhe in die Antriebswelle passen und alles gut ineinandergreift, ohne dass dabei etwas heraus- oder herunterfällt. Danach die vier Gehäuseschrauben wieder einsetzen und anziehen. Das war es in den meisten Fällen! Zumindest früher, als die Epics noch nicht so alt waren… Undicht wurde eigentlich immer diese große Gehäusedichtung. Wer das Risiko nicht scheut, baut die Epic jetzt wieder ein und hat mit etwas Glück erst mal Ruhe. Wer gerne etwas mehr Sicherheit haben möchte, verbaut wenigstens noch den Rest an Dichtringen. Und wenn die Epic lange Zeit rumgelegen oder gestanden hat oder unbekannten Zustandes ist, solltet ihr sie komplett auseinandernehmen. 6. Öffnung für statische Einstellung Bevor ihr hier etwas aufschraubt, reißt mit einer Reißnadel die Position des Aludeckels an, damit er später wieder genau so eingebaut werden kann. Dann den Verschlußstopfen rausschrauben, die beiden Halteschrauben, dann den Deckel und dieses längliche Blech entnehmen. Anm.: ihr müsst später beim Einbau der Epic hier die statische Grundeinstellung vornehmen. Dazu wird ein 3 mm starker Stift in diese Öffnung gesteckt und so lange die Pumpe verdreht, bis der Stift in eine Aussparung der Pumpenwelle passt. Ich behelfe mir dabei mit einem einfachen Nagel. Zusätzlich habe ich mir eine kleine Kunststoffbuchse gedreht, mit der der Nagel geführt und besser in der großen Öffnung zentriert ist. Aber es geht auch so, man muss ein wenig hin- und herwackeln, bis man ein Gefühl dafür hat, wann der Nagel zentriert einrastet. Am besten übt man das an der ausgebauten Epic, dann weiß man später, wie sich das anfühlen muss. Wer es ganz genau will, überprüft am Ende die Einbauposition der Epic dynamisch mit der Lexia. Bei 3.000 U/min sollte die Pumpe so eingestellt werden, dass die Korrektur 0 ist, plus/minus 1,5. Hier noch ein Bild bei abgenommenem Deckel, wo der Stift später einrasten sollte: 7. Zulauf, Rücklauf, Alustopfen Falls noch nicht geschehen, Zu- und Rücklauf abschrauben und mit einem Inbus den Alustopfen oben auf dem vorderen Teil abschrauben. Der Alustopfen bekommt einen neuen O-Ring, der Rest neue Dichtscheiben (würde ich aber erst am Schluss wieder montieren). 8. Druckregelventil Hiermit wird der Vorförderdruck eingestellt. Wenn ihr keine Möglichkeit habt, diesen später zu messen, markiert die innere Einstellschraube (normalerweise mit einer Plastikkappe verdeckt) und die schwarze Hohlschraube mit einer Reißnadel. Ich setze die Markierung auf 12 Uhr und zähle dann die Umdrehungen der inneren Schraube (meist 6-7), bis diese nicht mehr im Gewinde greift. Dann das gesamte Ventil mit einem Inbus rausschrauben. Am inneren Ende sitzt eine Kunststoffkappe. Hier mit einem Durchschlag reingehen und prüfen, ob sich der Kolben darin noch frei bewegt. Wenn nicht, Plastikkappe vorsichtig entfernen, einweichen, warm machen, Kolben und Feder raus klopfen (vorsichtig). Danach alles reinigen, mit LHM benetzen und prüfen, ob es sich jetzt sauber bewegen lässt. Dann die 3 O-Ringe ersetzen und wieder zusammenbauen. Die Einstellschraube wird eingeklebt. Ich mache sowas immer am Schluss. 9. Elektro-Komponenten und Sensoren Die stören und müssen sowieso ab. Dazu die Torxschrauben oben an den Magentventilen und hinten an der Pumpe abschrauben. Dann noch die beiden Sensoren hinten und neben. Achtet auf die Beilagscheiben und die Feder am Nockensensor und an das Magnetabstellventil. Letzteres wird mitsamt der Feder herausfallen. Die ganzen O-Ringe ersetzt ihr später, wenn der mechanische Teil fertig ist. 10. Rotor/Verteiler Entnehmt den Rotor mitsamt Feder (am besten abziehen), die Rollengleitschuhe und legt beides zur Seite. Achtet darauf, dass die Rollen nicht aus den Schuhen rutschen und dass die beiden Kolben nicht aus dem Rotor fallen. Überprüft dabei, ob alles ohne sichtbare Schäden ist und ob sich die Rollen in den Schuhen leicht und gleichmäßig drehen lassen. Ebenso, ob die beiden Kolben im Rotor leichtgängig sind. Wurde die Epic lange schlecht gelagert, ist hier alles verharzt oder sogar rostig. Dann hilft nur Rostlöser und Wärme. Ich verwende einen Heißluftföhn, mit dem ich den Rotor erwärme, und Kältespray, mit dem ich die Kolben abkühle. Mit einem Durchschlag versuche ich dann, die festgebackenen Kolben ohne Gewalt herauszudrücken. Notfalls ein paar ganz vorsichtige Hämmerchenschläge. Danach lege ich alles in Waschverdünnung und reinige mit einem Schleifvliess. Wählt eines, das nicht so grob ist, sondern gerade mehr kann, als ein normaler Spülschwamm. Nach der Reinigung ausblasen, in LHM baden und sich erst dann zufrieden geben, wenn die Kolben satt bis leicht im Rotor hin- und her zu bewegen sind. Und später muss sich der Rotor auch im Hochdruckteil sauber drehen und ein- und ausziehen lassen. Mit den Rollen in den Gleitschuhen mache ich das genauso. Die Rollen müssen ohne zu klemmen sauber frei drehen. Dieser Rotor war ziemlich vergammelt. Man bekommt aber auch rostige durchaus wieder in einen brauchbaren Zustand versetzt, solange sie nicht vernarbt sind. 11. Nockenring Seitlich zuerst die kleine Zentralschraube und dann die große Schraube ausbauen (letztere sitzt gerne mal ziemlich fest, ein Schlagschrauber hilft). Dann kann man den Kolben, der die Stellung des Nockenrings an den Sensor überträgt, leichter bewegen. Dreht ihn so, dass man den Nockenring aus dem Pumpengehäuse ziehen kann. Merkt euch für den Zusammenbau, dass der Knubbel am Nockenring in die abgeflachte Seite des Kolbens eingreift. Auch hier muss sich der Kolben sauber in der schwarzen Zylinderschraube bewegen lassen. Die Scheibe links dient zur Anschlagsbegrenzung. Wenn alles sauber und in Ordnung ist, neue O-Ringe verpassen. Ich öle oder fette immer, aber insbesondere hier, die O-Ringe vor dem Zusammenbau ein. Die kleine Schraube setze ich erst am Schluss ein, wenn ich den Sensor auf der gegenüberliegenden Seite montiere, denn dann kann man mit einem Durchschlag den Kolben bei Bedarf noch mal zurück drücken bzw. besser bewegen. Wenn ihr den Nockenring herausnehmt, achtet auf die Beschriftung, die auf der Rückseite sein muss. Neben den Nummern und Buchstaben ist hier auch ein Pfeil, der mit der Richtung des Pfeils auf dem Typenschild der Epic übereinstimmen muss. Eingebaut darf die Beschriftung nicht sichtbar sein. Und hoffentlich sieht euer Nockenring nicht so aus wie dieser hier… 12. Hochdruckteil Kopf Entfernt die drei Torx-Schrauben, spannt die Epic in einen Schraubstock (z.B. am Halter wie im Bild, nicht das Alugehäuse) und löst den Kopf des Hochdruckteils durch hin- und herdrehen. Dann solltet ihr den Kopf aus dem Alugehäuse herausziehen können. Auf meinen Fotos ist noch der Rotor zu sehen, der dabei schon längst ausgebaut sein sollte (bei mir war der festgebacken und verrostet und ging noch nicht raus, daher auf dem Foto noch zu sehen). Ist eure Epic versottet und gammelig, macht bei Punkt 13 weiter, bevor ihr wieder alles zusammen baut. Erneuert die beiden O-Ringe am Kopf und den kleinen O-Ring zwischen Kopf und Alu-Gehäuse. Dann die O-Ringe etwas einfetten und den Kopf wieder in das Gehäuse zurückdrücken und die Schrauben einsetzen und anziehen. 13. Ausgänge Leitungen Die Ausgänge würde ich nur aus dem Kopf schrauben, wenn die Pumpe dreckig und versottet ist. Spannt den Kopf in einen Schraubstock und dreht die Ausgänge raus. Abgedichtet werden sie über kleine Metallscheiben, die sich plattgedrückt haben und aus dem Kopf rausgefummelt werden müssen. Reinigt alles, so gut es geht, setzt neue Scheiben ein und schraubt die Ausgänge wieder in den Kopf. So sollten die Ausgänge nicht aussehen. Reinigen! 14. Welle ausbauen Die Welle muss nur raus, wenn ihr an die Lager oder die Vorförderpumpe müsst oder wollt. Zuerst muss das Schiffchen bzw. der Keil aus der Welle rausgezogen werden. Er sitzt oft sehr fest. Mit einer Zange könnt ihr ihn an einem Ende tiefer drücken, dadurch kommt das andere Ende weiter raus und lässt sich besser greifen. Ist das Schiffchen festgegammelt, hilft vorsichtiges Erwärmen und Kältespray direkt danach. Entnehmt den O-Ring, die Staubschutzkappe und die Unterlagscheibe. Dann geht es an die Presse. Legt das Gehäuse so auf die Presse, dass die Welle mit ihren Klauen nach unten zeigt und auch nach unten rausfallen kann, wenn weit genug gepresst wurde. Wer besonders vorsichtig ist, schützt das Alugehäuse mit einer Siebdruckplatte oder ähnlichem. Meine Presse ist noch recht unvermackt und hat dem Alu in keiner Weise geschadet, deshalb habe ich nichts untergelegt. Setzt einen passenden Dorn zwischen Welle und Presse (ich nehme eine Verlängerung aus dem Ratschenkasten, an den Enden eher rund als scharfkantig). Dann presst die Welle soweit aus, bis ihr sie mit der Hand nach unten entnehmen könnt (beim Auspressen besser die Welle halten, damit sie nicht unerwartet runterfällt). Auf der Welle baumelt lose eine gewölbte Scheibe, nicht verlieren. Prüft die Welle auf Einlaufspuren, insbesondere im Bereich des Wellendichtringes. Diese Welle hier zum Beispiel hat zu lange Wasser abbekommen und Rostnarben. Eigentlich ist sowas dann Schrott. Ich habe sie trotzdem nochmal verwendet und den Wellendichtring sehr penibel eingesetzt, dass er hoffentlich vor den Rostnarben sitzen wird – es wird sich zeigen, ob das dicht ist. 15. Niederdruckpumpe Nachdem die Welle ausgebaut ist, kann man sich der Vorförderpumpe (oder NIederdruckpumpe) zuwenden. Diese sitzt direkt hinter der Welle im vorderen Pumpengehäuse. Es handelt sich dabei um eine Flügelzellenpumpe. Die dicke gewölbte Scheibe, die beim Ausbau der Welle auf jener baumelte, gehört später mit ihrer Kerbe in die Nase des Deckels der Niederdruckpumpe. Zum Ausbau der Niederdruckpumpe die vier Torx-Schrauben entfernen und vorsichtig zuerst den Pumpendeckel, die vier Flügel (oder Drehschieber) mitsamt dem Rotor (auf die kleinen Federn achten!), den Pumpenkörper (Stator) und dann den unteren Pumpendeckel entnehmen. Achtet auf die Reihenfolge bzw. vor allem auf die Einbaurichtung der einzelnen Bauteile. Hier nacheinander Fotos der Ausbauschritte. Wenn alle Komponenten der Niederdruckpumpe ausgebaut sind, seht ihr im Pumpengehäuse jetzt das vordere (kleinere) Lager der Welle. Passt auf, dass der innere Lagerring nicht herausrutscht und Rollen des Lagers verloren gehen. Dem Lager widmen wir uns aber erst später. Hier nochmal alle Elemente in der Einbaurichtung, wie sie wieder ins Pumpengehäuse eingesetzt werden müssen (die Drehschieber mit den Ferdern sind hier nicht abgebildet). Alles reinigen und auf Verschleiß prüfen. Ich öle auch diese Teile danach mit LHM ein. Dann setze ich alles bis auf den oberen Deckel wieder zusammen (noch nicht in die Epic einbauen). Bei den Drehschiebern unbedingt vorsichtig mit den Federn umgehen. Wenn das geklappt hat, drehe ich den Rotor mitsamt den Drehschiebern ein paar mal, um zu schauen, ob sich alles sauber hinein- und wieder hinausbewegt. Dann setze ich den oberen Deckel drauf und sichere das ganze Gebilde mit zwei Kabelbindern gegen unbeabsichtigtes Auseinanderfallen. Eingebaut wird alles erst wieder, wenn das Lager soweit auf die Welle gepresst ist, aber das kommt noch. 16. hinteres Lager ausbauen (das große) Das muss jetzt ebenfalls von der Welle runter. Ich verwende hierfür wieder die hydraulische Presse und ein kleines Trennmesser. Das Trennmesser sollte den Druck möglichst auf den inneren Lagerring ausüben, nicht auf den äußeren oder die Kugeln. Also entsprechend einstellen, auf die Presse damit und auspressen: 17. vorderes Lager ausbauen (das kleine) Zieht den inneren Lagerring aus dem Lager und sammelt alle Zylinder-Rollen ein. Reinigt alles und untersucht es auf Verschleiß. Wenn der Wellendichtring schon ausgebaut iust, geht das einfacher (ohne Macken in das Alugehäuse zu machen, kann man diesen mit einem Schraubendreher raushebeln). Der äußere Lagerring ist ins Epic-Gehäuse eingepresst. Lasst ihn auch da, wenn es der Zustand erlaubt. Ist der Ring eingelaufen oder rostnarbig, drückt ihn mit einem passenden Innenauszieher heraus. Wenn ihr nicht das exakt passende Werkzeug dafür habt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Lagerring ausbricht. Das ist mir schon zweimal passiert. Solange der Ring schlecht ist und Ersatz dafür da ist, macht das nichts. Aber wenn er gut aussieht, geht das Risiko gar nicht erst ein. Es könnte so enden: Wenn ihr die Teile weiterverwenden könnt, geht es mit dem nächsten Punkt weiter. Ansonsten müsst ihr jetzt einen neuen äußeren Lagerring wieder in das Epic-Gehäuse einpressen. Das ist selbsterklärend und ich habe kein Foto davon. 18. Aufpressen des vorderen Lagers auf die Welle Vorweg: man kann das auch anders machen, wie zum Beispiel im French Car Forum beschrieben. Das hatte ich auch probiert und fand das eine viel zu wackelige Vorgehensweise. Daher hier meine Version, bei der ich zuerst die Niederduckpumpe auf die Welle setze, dann den inneren Lagerring aufpresse, und dann alles zusammen in das soweit vormontierte restliche Lager im Gehäuse einfädele. Laut der offiziellen Reparaturanleitung gibt es eine Vorrichtung, mit der man das Lager auf eine definierte Lage einpressen kann. Leider stehen nirgens Maße, so dass man das ohne dieses Spezialwerkzeug nicht nachvollziehen kann. Allerdings sieht man auf der Welle die Abdrücke des zuvor montierten Lagers. Und man kann natürlich vor dem Ausdrücken der Welle versuchen, die Tiefe des Lagerrings zu messen, um später wieder an die gleiche Position zu kommen. Ich habe beides probiert, und mir erscheint die Methode zielführend, sich an den Abdrücken auf der Welle zu orientieren. Zuerst setzt wieder die gewölbte Scheibe auf die Welle. Danach setzt die vormontierte Niederdruckpumpe (die mit Kabelbindern zusammengehalten wird) auf die Welle auf. Ihr könnt durch die Schlitze dabei sehen, wo gerade der Rotor und die Drehschieber stehen. Achtet nun darauf, dass beim Rotor eine Kante mit der Markierung der Welle fluchtet. Das ändert meiner Meinung nach nichts an der Funktion, wie man das aufsetzt, aber so steht es im offiziellen Epic-Überholleitfaden. Dann mache ich das eben auch so, wenn es keine Umstände bereitet. Ihr müsst dazu die Niederdruckpumpe gar nicht mehr auseinander nehmen, man kann von unten durch einen Schlitz die Position der Flügel sehen und notfalls in die richtige Position drehen. Es ist auch egal, ob Rotor versehentlich beim Zusammensetzen um 180 Grad verdreht eingesetzt wurde oder nicht. Die Ausrichtung der Flügel bleibt identisch. Hier zur Veranschaulichung nur der Rotor auf der Welle, wie er auf die Markierung ausgerichtet sein sollte. Natürlich müsst ihr die komplette Niederdruckpumpe montieren. Schaut einfach durch die Schlitze richtet die Pumpe entsprechend aus. Achtet dann unbedingt darauf, dass die Nase am Deckel der Niederdruckpumpe wirklich in die Nut der gewölbten Scheibe eingreift (hier zur Veranschaulichung ein Foto in ausgebautem Zustand): Dann setzt den Innenring des Lagers auf die Welle (die Rille zur Welle hin ausgerichtet). Dann presst den Ring mit der Presse wieder möglichst genau an seine ursprüngliche Position. Ich verwende dafür ein passendes Rohr (nicht auf dem Foto) für den Ring und stelle unter die Welle eine ausreichend große Nuss, damit ich deren Zapfen nicht beschädige. Nach dem Aufpressen sollte zwischen Niederdruckpumpe und Innenring des Lagers ein Spalt von ca. 1 mm sein (ist mit der gewölbten Scheibe schwierig zu messen). Geht lieber in kleinen Schritten vor und kontrolliert zwischendurch, bevor ihr das Lager zu tief einpresst. Danach könnt ihr die Kabelbinder an der Vorförderpumpe abzwicken, auseinaderfallen kann sie ja nicht mehr. Nun fettet den Außenring des Lagers im vordern Pumpengehäuse ordentlich ein, setzt die Rollen hinein und achtet darauf, dass alle Rollen wirklich richtig im Ring sitzen. Fallen einzelne Rollen wieder raus, dann klebt sie wieder mit Fett an ihre Position. Danach setzt die Welle vorsichtig wieder in das Gehäuse und versucht dabei, den Innenring in die MItte der Rollen zu schieben, ohne dass dabei Rollen herausfallen. Das geht eigentlich recht einfach und ohne Kraftaufwand. Fällt eine Rolle dabei raus, dann wieder von vorne. Wenn das geschafft ist, kann man die Vorförderpumpe wieder mit den vier Torx-Schrauben am Alugehäuse anschrauben. Dreht danach einmal durch, ob wirklich alles passt und leicht läuft. Dass die Welle dabei wackelt ist normal, denn es fehlt ja noch das große Lager (sonst käme man jetzt nicht an die Schrauben der Vorförderpumpe). 19. Aufpressen des hinteren Lagers Setzt das hintere Lager dann so auf die Welle, dass der Kunststoffkäfig sichtbar bleibt (also die geschlossene Seite, nicht die Seite mit den Kugel). Richtet das Lager möglichst ordentlich aus, damit nichts verkantet. Dann presst das Lager vorsichtig soweit auf die Welle, bis es in der Vertiefung im Alugehäuse am Anschlag ist (nicht das Alugehäuse kaputt drücken, aber trotzdem sicher gehen, dass das Lager ganz am Anschlag ist). Das Lager wird nicht bündig mit der Planfläche am Gehäuse abschließen, sondern steht etwas über. Das sieht man auch auf den Fotos. Zum Aufpressen verwende ich wieder das Trennmesser, das ich unter das Lager auf die Presse lege, von oben presse ich auf die Welle. Wenn man regelmäßig viele Epic-Lager ein- und auspressen will, lohnt es sich bestimmt, sich passende Ringe zu besorgen oder anzufertigen. Das Lager hat etwas Überstand, wenn es eingepresst ist. Etwa so: Jetzt könnt ihr die beiden Pumpenhälften wieder zusammensetzen. Siehe Punkt 5. 20. Wellendichtring einsetzen Je nach dem, wie perfektionistisch man ist, kann man sich zuerst eine Einbauhilfe auf die Welle basteln, die den Wellendichtring beim Drüberfädeln vor Beschädigungen schützt (die Kerbe für das Schiffchen ist sehr scharfkantig). Entweder einen Schrumpfschlauch über die Welle ziehen oder ähnliches. Ich habe mir mit ganz profanem Kreppband beholfen, das ich möglichst dünnlagig um die Welle gewickelt und dann eingefettet habe. Ich fette auch die Dichtlippen des Wellendichtrings ein. Dabei möglichst kein Fett an die Gehäusewandung der Epic oder die Außenseite des Wellendichtringes bringen, denn der flutscht sonst ganz leicht zu tief ins Gehäuse und ist nur nach Zerlegen der Pumpe zerstörungsfrei wieder dort herauszuholen. Ich habe an verschiedenen Epics die Einbautiefe des WeDi gemessen. Im Schnitt waren das 1,3 mm. Also einen Hauch tiefer als bündig mit dem Gehäuse. Hierzu habe ich mir aus Kunststoff ein kleines Werkzeug gedreht, mit dem man den Ring zuerst bündig und abschließend auf das Maß hineindrücken kann. Zuerst mit der einen Seite drücken, Werkzeug umdrehen, dann noch 1,3 mm tiefer. Geht natürlich auch mit irgendeiner passenden Unterlagscheibe oder ähnlichem. So tief etwa sollte der Wellendichtring dann im Gehäuse sitzen: Danach setzt die metallene Unterlegscheibe auf die Welle, schiebt die Staubschutzhaube darüber und sichert diese mit dem O-Ring (letzterer wird später durch die Riemenscheibe gegen die Staubschutzhaube gedrückt und verhindert so, dass sie sich axial bewegt oder durchscheuert). 21. Magnetventile zerlegen Die Magnetventile lassen sich zerlegen, indem man die beiden Trägerplatten auseinanderhebelt. Da braucht nichts gebohrt zu werden oder sonstwie kauputt gemacht werden. Einfach ein Stück Holz, Plastik oder Metall in der richtigen Stärke dazwischen legen und mit einem Schraubendreher dann zusätzlich eine Platte weghebeln. Auf dem Foto sieht man einen Versuch von mir, das mit einer Gewindestange und zwei Muttern eleganter zu erledigen, das hat aber nicht geklappt. Schraubendreher geht viel schneller und einfacher (davon gibt es magels 3 Hände kein Foto). Es fehlen noch einige Schritte und Angaben, die hole ich hoffentlich bald nach. Unter anderem: Abdichten der Magnetventile Abdichten der Sensoren (muss ich erst mal probieren) Drehmoment etc. Bearbeitet (6. März6. Mär von XM_Boris)
2. Februar2. Feb Ersteller Und gleich noch eine Frage am Rande: natürlich ist die Zahl der Diesel-Fahrzeuge durch das andauernde Schlechtreden auch hier gesunken. Leider damit aber auch die Leute, die sich mit der Materie auskennen und sich an Epics heranwagen (so zumindest mein Eindruck). Da ich nach wie vor die Epic einer Bosch vorziehen würde, fände ich es schade, wenn die Epics aussterben. Zumal sie so furchtbar schlechtgeredet werden, was ich vergleichbar halte mit dem Schlechtreden von französischen Autos im Vergleich zu deutschen. Klar haben die Epics ein paar Schwächen, aber soweit ich sie kenne, sind das meist behebbare Kleinigkeiten. Jetzt kommen natürlich noch altersbedingte Probleme hinzu, wie wegbröselnde Kabelisolierungen. Und nachdem ich mich aktuell wieder etwas mehr mit den Pumpen beschäftigt habe, scheint mir das trotzdem alles machbar. Gibt es noch genug Interesse an dem Thema? Lohnt es sich, einen Leitfaden zur Überholung mit Hausmitteln (Werkstattpresse dazugerechnet) zu schreiben? Weil so richtig kompliziert ist das nicht, wenn man kein absoluter Grobschlosser ist. Aber die Mühe mache ich mir ungern für mich selbst. Bearbeitet (2. Februar2. Feb von XM_Boris)
2. Februar2. Feb Wenn mein Xantia mal wieder fährt und die Epic nach Überholung rufen sollte, dann wäre so eine Anleitung schon klasse - auch wenn ich das wahrscheinlich nicht selber machen könnte. Ein französisches Service Manual hatte ich mal prophylaktisch heruntergeladen, damit ich es im Fall der Fälle einer Werkstatt in die Hand drücken kann. Wenn Dir das bei Erstellung Deiner Anleitung helfen sollte und Du es nicht sowieso schon hast, schicke ich Dir die Datei gerne zu.
3. Februar3. Feb Ich hätte auch Interesse an solch einem Leitfaden. Ich hatte mich auch schon mal kurz mit dem Epic Tema beschäftigt, hab mir dann aber grade noch einen Bosch bepumpten XM zugelegt (für Bosch Pumpen habe ich ein wenig knowhow in der Familie.. und das angebot war gut..😉). Sicher ist der Beitrag in einem britischen Forum bekannt? ( https://frenchcarforum.co.uk/forum/viewtopic.php?t=45980&sid=5d601e1905b4db64b002737eef318e6c )
3. Februar3. Feb Ersteller vor einer Stunde schrieb minilinde: Sicher ist der Beitrag in einem britischen Forum bekannt? ( https://frenchcarforum.co.uk/forum/viewtopic.php?t=45980&sid=5d601e1905b4db64b002737eef318e6c ) Ja. Trifft aber nicht meinen Geschmack, da zu umständlich und fehlerträchtig. Ruckzuck geht da was mit dem kleinen Lager schief. Außerdem werden einige relevante Details missachtet oder es wird nicht darauf eingegangen.
4. Februar4. Feb Am 2.2.2026 um 19:18 schrieb XM_Boris: Gibt es noch genug Interesse an dem Thema? Lohnt es sich, einen Leitfaden zur Überholung mit Hausmitteln (Werkstattpresse dazugerechnet) zu schreiben? Unbedingt. Mit einem Peugeot 806 in Jahreswagenzustand in der Familie wird mich das Thema sicherlich irgendwann ereilen.
4. Februar4. Feb Auch wenn ich zur Zeit keinen Diesel fahre fände ich es sehr nett und hilfreich wenn du dir die Mühe machen würdest.....
4. Februar4. Feb Hallo Boris Vielen Dank für deine Beiträge zur Epic ich bin dafür einen Leitfaden Epic zu erstellen da ich 2 Epics habe die zwar noch keinen Ärger machen( nur der Rest drumrum) aber langfristig kommt es bestimmt. Gruß Leon
14. Februar14. Feb On 2/2/2026 at 7:18 PM, XM_Boris said: [...] Werkstattpresse [...] Die EPIC ist Kleinkram, dafür benötigt man keine Presse. Es reicht ein billiger und platzsparender Abzieher. Hydraulisch oder zum Schrauben wie ein Mann darf man sich aussuchen. On 2/2/2026 at 7:18 PM, XM_Boris said: Klar haben die Epics ein paar Schwächen, aber soweit ich sie kenne, sind das meist behebbare Kleinigkeiten. Naja. Kavitation am Gehäuse, dort wo die Magnetventile draufsitzen. Verschleiß am Nockenring. Undichte Sensoren. "Lustig", da vergossen. Da darf ich bald auch wieder ran... Und irgendwas macht gerne einen Berg Aluspäne ("Feenstaub"), kann eigentlich nur vom Gehäuse wo der Nockenring drin läuft kommen (genaue Ursache bisher von mir nicht erforscht). Ändert letztlich nix dran dass die EPIC zweifelsohne die "bessere" Pumpe ist. Eher lauf ich zu Fuß als dass ich mir sone vorsintflutliche BOSCH in einen PKW einbaue. Nach nem EMP bin ich immer noch mit zwei mechanisch reiheneingespritzten Treckern unterwegs.
14. Februar14. Feb Ersteller vor 6 Stunden schrieb schwinge: Die EPIC ist Kleinkram, dafür benötigt man keine Presse. Es reicht ein billiger und platzsparender Abzieher. Ah, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Aber ich habe halt die Presse. Und eher weniger Abzieher in der Größe. Wäre aber mal interessant, wie du die Welle raus und die Lager reinpfriemelst ohne Presse.
14. Februar14. Feb Ersteller vor 11 Stunden schrieb schwinge: Verschleiß am Nockenring Hatte ich bisher noch nicht. Aber jetzt:
14. Februar14. Feb Ja, irgendwann ist immer das erste Mal. Ich hatte mal ne Phase, da hab ich jede EPIC gesammelt die ich in die Finger kriegen konnte. Ohne Ersatz für die verschlissenen Teile ist sonst irgendwann das Licht aus. 5 hours ago, XM_Boris said: [...] ich habe halt die Presse. Und eher weniger Abzieher in der Größe. Und ich hab nen Abzieher und (noch) keine Presse. 12 Tonnen aus China, für die verschiedensten Arbeiten einsetzbar, flexibler als ne Presse. Ich verlinke mal zur Anschauung ein Photo vom Querlenker neu verlagern, von der Pumpenarbeit hab ich nix in der Hinsicht. Das Trennmesser als Unterlage genommen funktioniert ein Abzieher prinzipiell wie eine Presse im Miniformat. Die Rüstzeit ist eben länger. Und man hat kein Manometer dran, die Kraftbegrenzung erfolgt dann mit Fingergefühl. Die Pumpe wird auf eine Stahlplatte mit Loch montiert, kein Trennmesser. An diese wird dann der Abzieher mit den Armen drangesetzt um die Welle rauszudrücken. Das Gehäuse ist aus Alu, da muss man bisschen drauf Acht geben. Bearbeitet (14. Februar14. Feb von schwinge)
14. Februar14. Feb Ersteller vor 10 Minuten schrieb schwinge: Ohne Ersatz für die verschlissenen Teile ist sonst irgendwann das Licht aus. Mein Ersatz ist leider für den Poppes. Lag zulange im Wasser: Und tatsächlich auch beginnender Verschleiss. Bearbeitet (14. Februar14. Feb von XM_Boris)
19. Februar19. Feb Ersteller Ich habe sehr sehr lange und weltweit gesucht, bis ich das gefunden habe. Das kleine Lager gab es nur noch im Set mit dem großen (mit den großen kann ich jetzt handeln). Und mehr als diese beiden Nockenringe konnte ich nirgends auftreiben. War auch nicht ganz billig…
19. Februar19. Feb Ersteller vor 3 Minuten schrieb Kroack: Toller Einsatz ich dachte schon die EPIC sind verloren .... Wenn sich niemand drum kümmert und alle lieber drüber meckern, ist das auch so.
19. Februar19. Feb Ersteller Aus dem Schrotthaufen hier könnte vielleicht doch noch was werden. Ist alles die selbe Epic (vorher/nachher): Bearbeitet (22. Februar22. Feb von XM_Boris)
21. Februar21. Feb Ersteller Am 14.2.2026 um 12:33 schrieb XM_Boris: Hatte ich bisher noch nicht. Aber jetzt: Die deutlichen Riefen da sind offenbar gar kein Verschleiß. An den Stellen haben die Rollenschuhe ja kaum oder gar nicht Kontakt mit dem Nockenring. Interessant sind eigentlich nur die Nocken, die nach innen zeigen. Wie ich darauf komme? Ich habe die Neuteile und den Ring mit Rostnarben mal übereinander gelegt. Oben zweimal neu, unten der alte (und bisher einzige ohne diese Riefen):
22. Februar22. Feb Ersteller Ich habe im ersten Beitrag mal mit einer kleinen Anleitung begonnen. Ich hoffe, ich bekomme das zeitnah fertig. So nach und nach.
26. Februar26. Feb Ersteller Wieder ein paar Punkte im ersten Post ergänzt. Wer Dummheiten entdeckt oder bessere Vorgehensweisen kennt, gerne hier schreiben.
27. Februar27. Feb On 2/2/2026 at 7:12 PM, XM_Boris said: Abdichten der Sensoren (muss ich erst mal probieren) Viel Spaß dabei. Das muss ich auch noch weiterführen. Einen Satz Opfer-Sensoren wirst du mindestens einplanen dürfen. Plus, es muss die Frage geklärt werden, wie die Kalibration der Sensoren erhalten werden kann. So grob geschätzt dürfte man das Abdichten pro Sensor um 150-200 Euro für den Kunden abrechnen müssen. Zuzüglich Ein- und Ausbau und damit verbundener Arbeiten, versteht sich. On 2/2/2026 at 7:12 PM, XM_Boris said: [...] Schleifvliess [...] Ich mag Korn ~800 bis 1000. Ziel Kreuzschliffmuster zwischen 30 und 45 Grad. Bearbeitet (27. Februar27. Feb von schwinge)
27. Februar27. Feb Ersteller vor 4 Stunden schrieb schwinge: Plus, es muss die Frage geklärt werden, wie die Kalibration der Sensoren erhalten werden kann. Ja, das sehe ich auch als Problem.
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